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Special | Indonesien | Klimawandel

Sonstige Felder: Abkommen zum Stopp der Waldrodung gescheitert

Indonesien hat eine Vereinbarung mit Norwegen zum Stopp der Rodung von Wäldern aufgrund von Unstimmigkeiten über die Auszahlungsmodalitäten aufgelöst.

Von Frank Malerius | Jakarta

Im Inselstaat sind in den letzten 20 Jahren gigantische Urwaldflächen für den Bau von Palmölplantagen gerodet worden. Deren Gesamtfläche beträgt mittlerweile 15 Millionen Hektar. Das entspricht der gemeinsamen Fläche der Schweiz, von Österreich und den Niederlanden. Mittlerweile wurde ein Moratorium für neue Palmölplantagen verhängt.

Im Zuge dieser und anderer Rodungen solcher CO2-Speicher hatten Norwegen und Indonesien ab 2010 ein international hochgelobtes Abkommen vereinbart, das dem Archipel Geldzahlungen in Höhe von bis zu 1 Milliarde US-Dollar (US$) gegen den Stopp von Rodung versprochen hatte. Doch im September 2021 wurde das Abkommen über die Auszahlung der ersten Tranche in Höhe von 56 Millionen US$ aufgelöst. 

Indonesien wird seine landwirtschaftliche Nutzfläche weiter ausweiten. Denn der Archipel ist zunehmend auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Gleichzeitig hat ein möglichst hoher Selbstversorgungsgrad eine große psychologische Bedeutung in der Bevölkerung. Deshalb wurden an mehreren Orten sogenannte Food Estates geschaffen, auf denen gezielt Nahrungsmittel zur Importsubstitution angebaut werden.

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