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Special | Kanada | Klimaschutzatlas

Klimaschutz-Atlas

Land- und Forstwirtschaft: Ökologische Lösungen im Fokus

Als zweitgrößtes Flächenland der Welt setzt Kanada unter anderem auf seine Wälder im Kampf gegen den Klimawandel. In zehn Jahren sollen nun 2 Milliarden Bäume gepflanzt werden.

Von Daniel Lenkeit | Toronto

Die Regierung will nach eigenen Aussagen auch auf die "Kraft der Natur" setzen, um dem Klimawandel zu begegnen. Die Forstwirtschaft, ohnehin ein bedeutender Sektor für die kanadische Wirtschaft, soll eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel und für die regionale Wirtschaftsentwicklung spielen.

Ende 2020 rief die Regierung den Natural Climate Solutions Fund (NCSF) ins Leben. Er wird über zehn Jahre 3,1 Milliarden US-Dollar (US$) in ökologische Lösungen investieren. Dabei sollen die Ursachen für den Klimawandel bekämpft und zugleich seine Folgen abgeschwächt werden. Die Maßnahmen verfolgen vier Ziele:

  1. CO2-Absorption und Speicherung
  2. Schadensminderung der unmittelbaren Auswirkungen des Klimawandels (Überflutungen, Dürren, Waldbrände)
  3. Widerstandsfähigkeit kanadischer Kommunen aufbauen und Wasserqualität erhöhen
  4. Konservierung und Management der natürlichen Lebensräume von Kanadas Wildtieren

Das bedeutendste Ziel, gemessen am Budget, ist sicherlich die CO2-Absorption und Speicherung. Daran geknüpft ist ein nennenswertes Unterprogramm des NCSF: das 2 Billion Trees Program. Im Dezember 2020 gestartet, investiert die Regierung über zehn Jahre 2,5 Milliarden US$ in die Aufforstung.

Speziell für die Landwirtschaft plant Kanada analog einen Natural Climate Solutions for Agriculture Fund. Die Politik sagte bereits 75 Millionen US$ zu, um das Programm aufzusetzen. Die Ausrichtung dieses Landwirtschaftsfonds ist noch unklar, ebenso, wie die Budgets zukünftig eingesetzt werden. Die Regierung entwirft zunächst eine neue Strategie, auf deren Basis der neue Fonds dann seine Mittel einsetzen soll.

Bereits aktiv ist das Agricultural Climate Solutions (ACS) Programm. Die Förderungen erhalten landwirtschaftliche Betriebe, damit sie zum Klimaschutz beitragen, unter anderem mit neuen Techniken beim Ackerbau. Zum Beispiel sollen Zwischenfrüchte und Windschutzstreifen helfen, CO2 im Boden zu speichern. Das genaue Budget und die Zielsetzung der Fördertöpfe unter dem ACS stellt die kanadische Landwirtschaftsbehörde auf ihrer Webseite vor.


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