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Philippinen: Umweltschutzrecht und Nachhaltigkeit

Das philippinische Umweltschutzrecht ist sehr umfangreich und wird durch verschiedene Rechtsinstrumente geregelt, die spezifische Umweltaspekte zum Gegenstand haben. (Stand: 06.10.2026)

Dr. Julio Pereira

Von Dr. Julio Pereira | Berlin

Die Verfassung der Philippinen sieht den Umweltschutz ausdrücklich als ein „Recht des Volkes“ und eine Pflicht des Staates vor (Art. II, Abschnitt 16 CRP). Die Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten eines Unternehmens im Umweltbereich hängen grundlegend von seinen Geschäftstätigkeiten im Land ab. Die wichtigsten Rechtsinstrumente sind unter anderem die folgenden:

Umweltschutz

Der Revised Forestry Code of the Philippines, der durch den Presidential Decree 705 vom 19. Mai 1975 eingeführt wurde, regelt die Nutzung der Waldflächen und -ressourcen.

Der Philippine Water Code (Presidential Decree 1067 vom 31. Dezember 1976) legt den Umfang der Rechte und Pflichten der Wassernutzer und -besitzer fest. Die Schutzmaßnahmen wurden durch das Philippine Clean Water Act (Republic Act 9275 vom 22. März 2004) bekräftigt und modernisiert.

Die Kontrolle, der Transport, die Verarbeitung und die Entsorgung allgemeiner Abfälle auf den Philippinen wird durch den Ecological Solid Waste Management Act (Republic Act 9003 vom 26. Januar 2000) geregelt. Im Falle von Sonderabfällen sieht der Toxic Substances and Hazardous and Nuclear Wastes Control Act (Republic Act 6969 vom 26. Oktober 1990) eine gesetzliche Kontrolle der Aktivitäten im Zusammenhang mit toxischen Substanzen sowie gefährlichen und nuklearen Abfällen vor.

Seit 2022 ist außerdem der Extended Producer Responsibility Act (Republic Act No. 11898) von besonderer Bedeutung. Er änderte Republic Act No. 9003 und führte verbindliche Extended-Producer-Responsibility-Regelungen insbesondere für Kunststoffverpackungsabfälle bestimmter Unternehmen ein.

Klimawandel

Die Philippinen sind ein Land, das durch die Auswirkungen der Klimakrise besonders gefährdet ist.

Konkretere Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zu dessen Abschwächung wurden durch das Republic Act 9729 vom 13. Oktober 2009 festgelegt. Das Gesetz wurde insbesondere durch Republic Act No. 10174 ergänzt und bildet weiterhin eine zentrale Grundlage der staatlichen Klimapolitik.

Mit der Verabschiedung des Renewable Energy Act von 2008 (Republic Act 9513 vom 16. Dezember 2008, bekannt als das RE Law) begann das Land, die Stärkung erneuerbarer Energiequellen zu fördern. Dieses Gesetz bildet die Rechtsgrundlage für die Regulierung sauberer Energiequellen auf den Philippinen, darunter Biomasse, Geothermie, Wasserkraft sowie Solar-, Meeres- und Windenergie.

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