Zollbericht USA Freihandelsabkommen (Warenursprung, Präferenzen)
Taiwan und USA schließen Handelsabkommen
Das Urteil des Supreme Courts hat Auswirkungen auf die Vereinbarung.
24.02.2026
Von Klaus Möbius | Bonn
Die im Rahmen der Deals vereinbarten Zölle werden derzeit nicht angewendet, soweit sie auf dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) beruhen. Dies folgt aus einem Urteil des Supreme Courts. Für die betroffenen Länder gilt daher ein Zusatzzoll von 10 Prozent gemäß Section 122 des Trade Act von 1974. Ob die Rahmenabkommen bzw. Joint Statements angepasst werden, ist derzeit offen.
Mit dem Abkommen sichern sich die USA in erster Linie Zugang zu Halbleitern.
Unterzeichnung des Abkommens
Das Abkommen wurde am 12. Februar 2026 unterzeichnet. Vor dem Inkrafttreten müssen noch die gesetzgebenden Körperschaften beider Parteien zustimmen.
Zugeständnisse Taiwans
- Taiwan verpflichtet sich zu neuen direkten Investitionen in Höhe von 250 Milliarden US-Dollar in den USA in den folgenden Sektoren: fortgeschrittene Halbleiter, Energie und künstliche Intelligenz.
- Taiwan stellt Kreditgarantien von mindestens 250 Milliarden US‑Dollar bereit, um Investitionen taiwanischer Firmen in die Stärkung der US‑amerikanischen Versorgungssicherheit bei Halbleitern abzusichern.
- Taiwan und die USA erstellen Industrieparks in den USA, um die industrielle Position der USA bei fortgeschrittenen Technologien zu stärken.
- Taiwan wird US-Investitionen in taiwanischen Unternehmen erleichtern. Insbesondere in den Sektoren Halbleiter, künstliche Intelligenz, Wehrtechnik, Telekommunikation und Biotechnologie.
Zugeständnisse der USA
- US-Zölle auf taiwanische Waren werden nicht mehr als 15 Prozent betragen (IEEPA).
- Schutzzölle nach Section 232 auf taiwanische Autoteile und Holzwaren werden nicht mehr als 15 Prozent betragen.
- Zollfreiheit für Generika, deren Bestandteile, Flugzeugteile und "nicht verfügbare" Rohstoffe.
- Geringere Zusatzzölle nach Section 232 für taiwanische Hersteller von Halbleitern, die in den USA investieren. Diese dürfen auch größere Mengen in die USA importieren.
Quelle mit weiteren Details: US-Handelsministerium