Wirtschaftsstandort | Usbekistan

Usbekistan ist ein wichtiges Tor für den Markt Zentralasiens

Das reformfreudige Usbekistan entwickelt sich zu einem Magnet für ausländische Kapitalanleger und Lieferanten. Deutschen Firmen bieten sich viele Absatz- und Kooperationschancen.

Von Uwe Strohbach | Taschkent

Usbekistan hat als Wirtschaftsstandort viele Trümpfe in der Hand. Das Land punktet mit seiner demografischen Dividende, einer jungen und wachsenden Bevölkerung. Die gut 38 Millionen Bewohner stellen fast die Hälfte der Einwohnerzahl aller fünf zentralasiatischen GUS-Republiken.

  • Usbekistan zählt zu jenen Ländern, in denen der Anteil der verarbeitenden Industrie an der Gesamtwirtschaft weiter wächst. Ein Anstieg auf 30 Prozent wird bis 2030 erwartet.

    Usbekistan ist neben Liechtenstein weltweit der einzige doppelte Binnenstaat. Das bedeutet, weder Usbekistan noch seine Nachbarstaaten haben Zugang zum offenen Meer. Dennoch verfügt das Land über einen besonderen geografischen Vorteil. Es ist der einzige Staat der Region mit gemeinsamen Grenzen zu allen anderen zentralasiatischen Ländern. Die Lage im Herzen Zentralasiens ermöglicht eine kostengünstige Versorgung des gesamten regionalen Marktes sowie die Umsetzung grenzüberschreitender Projekte.

    In Usbekistan lagern mineralische Rohstoffe mit einem geschätzten Wert von mehr als 3 Billionen US-Dollar. Hinzu kommen bislang unzureichend genutzte agrarische und touristische Ressourcen sowie ein großes Potenzial bei erneuerbaren Energien. Der Modernisierungs- und Ausbaubedarf in Industrie, Dienstleistungsgewerbe und Agrarsektor ist hoch.

    Die nach Kasachstan zweitgrößte Volkswirtschaft Zentralasiens wächst seit 2021 real im Durchschnitt um jährlich 7 Prozent. Die Bruttoanlageinvestitionen nehmen spürbar zu. Sie verdoppelten sich 2025 gegenüber 2022 auf 47 Milliarden US-Dollar und dürften 2030 die Marke von 80 Milliarden US-Dollar überschreiten. Das verarbeitende Gewerbe bleibt der wichtigste Anlageschwerpunkt.

    Diese Entwicklungen schlagen sich bislang nur in einer mäßigen Belebung der deutschen Ausfuhren nach Usbekistan nieder. Auch Direktinvestitionen deutscher Unternehmen bleiben deutlich hinter den Marktchancen zurück. Dies betrifft vor allem jene Sektoren, die Struktur und Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts zunehmend prägen: das verarbeitende Gewerbe und das Dienstleistungsgewerbe.

    Usbekistan setzt seinen Aktionsplan zur regionalen Umsetzung der Agenda der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung bis 2030 mit Nachdruck um. Der Schwerpunkt liegt auf der grünen Transformation und der Digitalisierung der Wirtschaft sowie Investitionen in den Sektoren Ernährungssicherheit sowie Gesundheits-, Wasser- und Abwasserwirtschaft. Der Anteil von Ökostrom an der jährlichen Stromerzeugung soll bis 2030 einschließlich Wasserkraftwerke auf 54 Prozent steigen, nach 17 Prozent im Jahr 2025.

    0,9 Mio.

    Menschen lebten 2025 in Zypern.

    Quelle: Eurostat 2026

    38,7 Mrd.

    US-Dollar betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2025 laut Schätzung.

    Quelle: IWF 2026

    42.410

    US-Dollar machte das BIP pro Kopf damit 2025 aus.

    Quelle: IWF 2026

    Rang 72

    belegte Zypern 2025 unter den deutschen Exportzielen.

    Quelle: Destatis 2026

    Rang 49

    nimmt Zypern im Corruption Perceptions Index 2025 ein (unter 182 Ländern).

    Quelle: Transparency International 2026

    0,6 %

    betrug die Analphabetenquote im Jahr 2021.

    Quelle: CIA 2025

    Ausführliche Informationen zur Wirtschaft finden Sie in den Wirtschaftsdaten kompakt.

    Beispielloses Reformprogramm treibt Wirtschaft voran

    Usbekistan setzt seit 2017 ein ambitioniertes Reformprogramm für die Wirtschaft um. Schlüsselelemente sind die wirtschaftliche Liberalisierung, eine umfassende Marktöffnung und die Förderung privater Unternehmen. Die Reformen sind maßgeblich für die gewachsene und weiter zunehmende Attraktivität Usbekistans als Wirtschaftsstandort. Dieser Trend spiegelt sich in einer hohen Dynamik der jährlichen ausländischen Kapitalzuflüsse, Waren- und Dienstleistungsimporte sowie der auf dem Markt tätigen Unternehmen mit einer ausländischen Kapitalbeteiligung wider.

    Usbekistan ist ein Paradebeispiel dafür, dass es für Reformen nie zu spät sein kann. Mit dem Reformfeuerwerk der vergangenen acht Jahre hat die usbekische Regierung es geschafft, das Land nicht nur auf die Landkarte internationaler Investoren zu bringen, sondern es auch prominent zu platzieren. Deutsche Unternehmen sind vorne mit dabei, trotz der starken Konkurrenz aus aller Welt. Und das Engagement lohnt sich – nahezu in allen Bereichen hat Usbekistan etwas zu bieten.

    Eduard Kinsbruner Delegierter der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien

    SWOT-Analyse Usbekistan

    S

    Stärken Strengths

    • Großer Verbrauchermarkt und junge Bevölkerung
    • Reiche mineralische und agrarische Ressourcen
    • Großes Angebot an freien Arbeitskräften und günstige Lohnkosten
    • Ungebrochener Wille für neue Wirtschaftsreformen
    • Aufgeschlossenheit gegenüber ausländischen Partnern
    W

    Schwächen Weaknesses

    • Dominanz des Staates in vielen Sektoren und schwach entwickelter Mittelstand
    • Mangelnde Rechtssicherheit, große Korruption und Bürokratie
    • Große Infrastrukturdefizite in den Regionen
    • Unzureichender qualitativer Ausbau des Bildungswesens
    • Hoher, wenn auch abnehmender Grad der Schattenwirtschaft
    O

    Chancen Opportunities

    • Großer technologischer Nachholbedarf in allen Sektoren
    • Massiver Ausbauvorhaben in der Infrastruktur
    • Stark wachsender Markt für Umwelttechnik
    • Großes Absatzpotenzial bei jungen Menschen und Familien
    • Brücke für den gesamten Markt in Zentralasien
    T

    Risiken Threats

    • Nachlassendes Tempo und Rückschläge bei der Umsetzung von Reformen
    • Zu wenig Erfolge bei der Restrukturierung von Staatsbetrieben
    • Abhängigkeit von Preisschwankungen für den Export von Rohstoffen und Halbwaren
    • Unzureichender Abbau der Korruption und des staatlichen Dirigismus
    • Zu langsame Bewältigung ökologischer Probleme

    Seit dem Reformstart 2017/2018 investiert das Land vorrangig in jene Zweige, in denen es seine komparativen Vorteile ausspielen kann. Im Fokus stehen die Sektoren Textilien/Bekleidung, Hüttenerzeugnisse/Metalle, chemische und elektrotechnische Erzeugnisse, Nahrungsgüter, Baustoffe und nicht zuletzt die Automobilindustrie. Im Jahr 2026 sollen 510.000 Pkws vom Band rollen, nach 458.000 im Vorjahr. Für 2030 ist ein Ausstoß von 900.000 bis 1 Million avisiert.

    In die genannten Branchen flossen 2024 und 2025 jahresdurchschnittlich 11 Milliarden US$. Für 2026 und 2027 erwartet die Regierung einen jährlichen Zufluss von durchschnittlich 13 Milliarden US$. Die Anzahl der Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe insgesamt stieg 2025 gegenüber 2024 um rund 150.000 auf 1,7 Millionen.

    Der Dienstleistungssektor entwickelt sich von Jahr zu Jahr stärker zu einer der tragenden Säulen für Wachstum und Beschäftigung. Der tertiäre Wirtschaftssektor legte 2021 bis 2025 preisbereinigt jährlich um gut 15 Prozent zu. Im Jahr 2026 dürfte er erstmals die Marke von 100 Milliarden US$ überschreiten. Wachstumstreiber sind Finanzdienste, Informations- und Kommunikationstechnologien, Handel, Gastgewerbe sowie Verkehr und Lagerei. Auch in den Sektoren Bildung und Gesundheit wachsen die Dienstleistungen jährlich real zweistellig.

    Bedeutung der Wirtschaftszweige in UsbekistanAngaben für das Jahr 2025; Anteile in Prozent
    Sektoren

    Anteil an der Bruttowertschöpfung

    Anteil an den Beschäftigten

    Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

    17,3

    21,0

    Bergbau (inklusive Öl- und Gasförderung)

    2,8

    0,4

    Verarbeitendes Gewerbe

    21,7

    11,4

    Energieversorgung

    2,1

    0,5

    Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen

    0,2

    0,4

    Baugewerbe

    7,3

    9,7

    Dienstleistungen

    48,6

    56,6

    Quelle: Nationales Statistikkomitee Usbekistans 2026

    Ballungsgebiet Taschkent und Ferganatal sind die wirtschaftlichen Schwergewichte

    Die Hauptstadt Taschkent und die gleichnamige Provinz bilden mit inoffiziell mindestens 7,5 Millionen Einwohnern das wichtigste Wirtschaftsgebiet. Ihr Bruttoregionalprodukt (BRP) lag 2025 bei 43,5 Milliarden US$. Das Kombinat AGMK in Olmaliq erzielte über 4 Milliarden US$. Taschkent erbringt landesweit etwa ein Viertel der Dienstleistungen und rund 30 Prozent der Bauleistungen.

    Das dicht besiedelte Ferganatal – der mit 10,9 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Landesteil – ist das zweitwichtigste kompakte Wirtschaftsgebiet. Es umfasst die ostusbekischen Provinzen Andischan, Fergana und Namangan. Das BRP der Region lag 2025 bei 24,2 Milliarden US$. Industrielle Flaggschiffe der Region sind der Fahrzeughersteller UzAuto und einige größere Chemiebetriebe.

    Zu den wirtschaftlich starken Regionen zählen auch das wenig bevölkerte Verwaltungsgebiet Nawoi mit starkem Fokus auf die Industriezweige Gold- und Uranerzbergbau, Hüttenwesen und Chemie. Die Produktion des Bergbau- und Hüttenkombinates Nawoi (NGMK) und aller ihm unterstehenden Betriebe anderer Branchen summierte sich 2025 auf fast 11 Milliarden US$. Das Unternehmen ist mit rund 50.000 der größte Arbeitgeber in Usbekistan. Es gilt als weltweit viergrößter Goldproduzent (Ausstoß 2025: 98,2 Tonnen). 

    Andere wichtige Wirtschaftsgebiete sind die bevölkerungsreiche Provinz Samarkand (Schwerpunktsektoren: Ernährungswirtschaft und verarbeitende Industrie) sowie die Verwaltungsgebiete Kaschkadarja (Erdgasförderung und -verarbeitung) und Buchara (Ernährungswirtschaft und verarbeitende Industrie).

    Eckdaten der wichtigsten Regionen in UsbekistanAngaben für das Jahr 2025
    Region

    Anteil am BRP 1) (in %)

    BRP pro Kopf (in US$) 1) 2)

    Bevölkerung (in Mio.)

    Hauptstadt Taschkent (Toshkent)

    19,9

    9.281

    3,2

    Taschkent (Toshkent)

    9,7

    4.570

    3,2

    Nawoi (Navoiy)

    9,1

    12.103

    1,1

    Samarkand (Samarqand)

    6,6

    2.226

    4,4

    Fergana (Farg´ona)

    6,0

    2.115

    4,2

    Andischan (Andijon)

    5,8

    2.453

    3,5

    Kaschkadarja (Qashqadaryo)

    5,3

    2.135

    3,7

    1) Bruttoregionalprodukt, entspricht dem Bruttoinlandsprodukt, ohne jener Leistungen, die sich regional nicht aufteilen lassen; 2) jahresdurchschnittlicher Umrechnungskurs 2025: 1 US-Dollar = 12.578,86 UZS.Quelle: Nationales Statistikkomitee Usbekistans 2026

  • Usbekistan hat in den letzten Jahren zahlreiche investitionsfreundliche Maßnahmen umgesetzt. Für die Entwicklung einer freien Wirtschaft besteht weiterhin großer Handlungsbedarf.

    Die usbekische Wirtschaft verzeichnet eine sichtbare Belebung des Zuflusses ausländischer Investitionen und Kredite in das Anlagevermögen. Verantwortlich dafür sind fundamentale Reformen in der Devisen-, Fiskal- und Unternehmenspolitik sowie im Investitions- und Steuerrecht. Der reguläre Satz für die Körperschaftsteuer (Gewinnsteuersatz) beträgt 15 Prozent, der Umsatzsteuersatz 12 Prozent. Abhängig von der Höhe der realisierten oder geplanten Investitionen, den Anlagesektoren sowie dem Investitionsstandort im Land bestehen für die meisten Steuerarten verschiedene Vergünstigungen.

    China dominiert Kapitalzuflüsse

    Der Kapitalzufluss aus dem Ausland belief sich im Jahr 2025 auf 33,5 Milliarden US-Dollar (US$). Gegenüber den ersten Reformjahren 2017/2018 hat sich dieser Wert mehr als verzehnfacht. Im Jahr 2025 entfielen 71 Prozent des insgesamt im Land investierten Kapitals auf Auslandsmittel. Vom gesamten Auslandskapital im Anlagevermögen entfielen 2024 und 2025 jeweils durchschnittlich 60 Prozent auf Investitionen. Weitere 33 Prozent entfielen auf direkt vergebene Kredite und 7 Prozent auf Darlehen mit staatlicher Bürgschaft.

    Das Gros dieser Gelder fließt in die Finanzierung großer Projekte sowie in Kreditlinien für die Handelsfinanzierung und die Finanzierung von Projekten kleiner und mittelständischer Unternehmen. In den Jahren 2026 und 2027 erwarten Landeskenner jeweils eine weitere Zunahme des Kapitalzuflusses um etwa 20 Prozent.

    China ist und bleibt der mit Abstand größte Geldgeber. Das Reich der Mitte ist der wichtigste externe Treiber des Strukturwandels. Die Kapitalzuflüsse aus China nach Usbekistan dürften 2026 im Vergleich zu 2025 um ein Drittel auf 21 Milliarden US$ expandieren, so die Prognose der usbekischen Regierung. Zu den größeren Investoren zählen außerdem Russland, Saudi-Arabien, die Türkei und Deutschland.

    Die breit gefächerte verarbeitende Industrie ist traditionell der Hauptanlagesektor für ausländische Investoren und Kreditgeber. Weitere wichtige Anlagebereiche sind die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die Ernährungswirtschaft, der Hochbau sowie der Bereich Verkehr und Lagerei.

    Hemmnisse für Direktengagements bestehen fort

    Grenzüberschreitende Investitionen, Beteiligungen sowie Fusionen und Übernahmen nehmen zwar im Trend zu. Vom Volumen her fallen sie jedoch weiterhin bescheiden aus. Sie betrugen 2025 nach vorläufigen Angaben der Zentralbank 4,4 Milliarden US$.

    Gründe für das verhaltene Interesse sind anhaltende strukturelle Defizite: weitreichende staatliche Eingriffe, Schwächen im Rechtssystem (insbesondere bei Unabhängigkeit der Gerichte und Rechtsdurchsetzung), unzureichende Korruptionsbekämpfung, eine große Schattenwirtschaft sowie ein unterentwickelter Kapital- und Finanzmarkt.

    Hinzu kommen Defizite in Verkehrs- und Logistikinfrastruktur sowie Wettbewerbsverzerrungen zugunsten staatlicher Unternehmen, etwa bei Steuern und beim Zugang zu Produktionsressourcen. Auch die geringe Bekanntheit des Marktes im Ausland und Vorbehalte infolge der bis 2017 restriktiven Handels- und Devisenpolitik bremsen Engagements.

    Für die kommenden Jahre ist mit steigenden Investitionen zu rechnen. Treiber sind Industrialisierungsprogramme, Privatisierungen sowie Initiativen zur Entwicklung von Kapital- und Bankenmarkt.

    Auswahl großer deutscher Investoren mit Produktion in Österreich (Stand: März 2024)

    Unternehmen/Ort

    Branche/Aktivität

    Investitionssumme
    BMW/SteyrMotorenproduktion und -entwicklung, ab 2025 Produktion von E-Motoren, 4.500 Mitarbeitende

    1 Mrd. Euro (bis 2030)

    Infineon/VillachVollautomatisierte Halbleiterfertigung, 300mm-Wafer insb. für die Kfz-Industrie, erneuerbare Energien und Rechenzentren, F&E

    1,6 Mrd. Euro  (2018-2021)

    Bosch/u.a. LinzProduktion von Einspritzsystemen für Großmotoren, Automatisierungstechnik, Heiz- und Heißwasserkessel für industrielle und kommunale Anwendungen, Kompetenzzentren Mobilitätslösungen und Wasserstoff, 12 Standorte, 3.100 Mitarbeitende

    15 Mio. Euro (2022)

    Henkel/WienProduktion von Reinigungsmitteln/Osteuropazentrale für Reinigungsmittel, Kosmetik, Klebstoffe

    rund 1 Mrd. Euro (2012-22)

    Siemens/u.a. WienEngineering und Produktion Schienenfahrzeuge/Fahrwerke, Industriestromversorgung, 6 Werke, 9.300 Mitarbeitende

    k.A.

    Quelle: Pressemeldungen; Unternehmenswebsites

    Investitionsförderung: Regierung baut Investitionsförderung kräftig aus

    In Usbekistan profitieren ausländische Investoren von investitionsfreundlichen Regeln, erschlossenen Gewerbeflächen sowie Steuer- und Zollerleichterungen. Je nach Investitionshöhe sind Befreiungen von der Körperschaftsteuer für drei bis zehn Jahre möglich, ergänzt um Vergünstigungen bei Grund-, Vermögensteuer und Abgaben, etwa bei der Gebühr für die Wasserentnahme.

    Investoren sollten die lokalen Bedingungen projektbezogen prüfen und Verträge mit den Verwaltungen der Gewerbegebiete rechtssicher gestalten. Änderungen im Steuerrecht und unklare Prüfungsanweisungen können zu Konflikten bei Steuerbefreiungen führen. Auch Zusagen zur Strom-, Gas- und Wasserversorgung sind kritisch zu prüfen und abzusichern. Defizite bestehen zudem in der logistischen Infrastruktur und im Management der meist staatlichen Direktionen.

    Wer Produktionsstandorte aufbauen oder erweitern will, sollte staatlich geförderte Gewerbeflächen einbeziehen. Das Angebot reicht von Sonderwirtschaftszonen über Industriezonen und Technologieparks bis zu Clustern und einem landesweiten IT‑Park; zahlreiche neue Projekte sind geplant. Dazu zählen spezialisierte Parks etwa für Maschinenbau und Kfz-Zulieferer sowie Cluster in der Agrarverarbeitung. Zudem planen Investoren aus China, Russland, Japan, der Türkei und Ungarn eigene Industriegebiete, die schrittweise mit internationalen Partnern ausgebaut werden sollen.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

  • BezeichnungAnmerkung 
    Delegation der Deutschen Wirtschaft für ZentralasienAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministerium für Investitionen, Industrie und Handelps://gov.uz/en/miitoberste Behörde für Industrie, Investitionen und Handel, Türöffner für Investitionsprojekte ausländischer Unternehmen   
    Agentur für die Gewinnung ausländischer InvestorenFörderung und Unterstützung ausländischer Investitionen
    Handels- und Industriekammer UsbekistansUnterstützung bei der Geschäftsanbahnung und Partnersuche
    IT Park UzbekistanRepräsentanz in BerlinKontaktpartner für das nationale Start-up-Ökosystems, spezieller landesweiter Gewerbepark für IT-Firmen
    https://xarid.uzex.uzOnlineportal für Beschaffung
    https://my.soliq.uzOnlineportal des Steuerkomitees der Republik Usbekistan (Informationen, Auskünfte über das Steuerrecht)