Wirtschaftsstandort | Kasachstan

Kasachstan ist Spitzenreiter bei Investitionen in Zentralasien

Kasachstan ist ein gefragter Wirtschaftspartner, der mit Rohstoffen und seiner Lage im Herzen Asiens lockt. Der Ausbau der Infrastruktur und Industrie birgt gute Geschäftschancen.

Von Viktor Ebel | Almaty

Mit einer Fläche von 2,7 Millionen Quadratkilometern ist Kasachstan das neuntgrößte Land der Erde. Dort leben mittlerweile mehr als 20 Millionen Menschen. Mit den Nachbarstaaten Russland und China ist Kasachstan wirtschaftlich am stärksten verflochten. Doch immer mehr Unternehmen aus anderen Teilen der Welt investieren in der Steppenrepublik, vor allem in den Energiesektor, die Landwirtschaft und die verarbeitende Industrie. Für Deutschland ist Kasachstan der wichtigste Handelspartner in der Region Zentralasien.

  • Kasachstans Wirtschaft ist stark von der Rohstoffgewinnung geprägt. Mehrere Branchen des verarbeitenden Gewerbes legen aber kräftig zu. Das eröffnet auch deutschen Firmen Chancen.

    Kasachstan verfügt über eine breite Palette an Rohstoffen. Zudem profitiert das Land von seiner günstigen geografischen Lage an der Neuen Seidenstraße. Dadurch wächst seine Bedeutung als Drehscheibe für Warenströme zwischen Ost und West.

    Der wirtschaftliche Strukturwandel kommt trotz ehrgeiziger Ziele nur langsam voran. Zwar entwickeln sich einzelne Branchen des verarbeitenden Gewerbes robust, doch Ölproduktion und Pipelines bleiben die zentralen Lebensadern der kasachischen Wirtschaft. Ebenso ambitioniert ist die schrittweise Abkehr von fossilen Energieträgern. Kasachstan strebt bis 2060 Klimaneutralität an. In der kasachischen Steppe bestehen günstige Bedingungen für Wind- und Solarfarmen. Der dort erzeugte Strom soll perspektivisch auch zur Produktion von grünem Wasserstoff für Abnehmer im In- und Ausland dienen. Zudem hat sich Kasachstan für die Nutzung der Kernenergie geöffnet. Das erste Atomkraftwerk soll 2035 ans Netz gehen.

    20,5 Mio.

    Personen lebten 2025 in Kasachstan.

    Quelle: Qazstat - Büro für nationale Statistik 2026

    306 Mrd.

    US-Dollar betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2025 laut Schätzungen.

    Quelle: Qazstat - Büro für nationale Statistik 2026

    15.003 US$

    US-Dollar machte das BIP pro Kopf damit 2025 aus.

    Quelle: Qazstat - Büro für nationale Statistik 2026

    Rang 54

    belegte Kasachstan 2025 unter den deutschen Exportzielen.

    Quelle: Destatis 2026

    Rang 96

    nimmt das Land im Corruption Perceptions Index 2025 ein (unter 182 Ländern).

    Quelle: Transparency International 2026

    0,2 %

    betrug die Analphabetenquote im Jahr 2020.

    Quelle: Weltbank 2025

    Ausführliche Informationen zur Wirtschaft finden Sie in den Wirtschaftsdaten kompakt.

    SWOT-Analyse Kasachstan

    S

    Stärken Strengths

    • Großer Rohstoffreichtum
    • Geringe Staatsverschuldung und hohe Devisenreserven
    • Brückenfunktion zwischen Asien und Europa
    • Großer, breit aufgestellter Agrarsektor
    • Diversifizierung der Wirtschaft hat hohe Priorität
    W

    Schwächen Weaknesses

    • Hohe Abhängigkeit von Rohstoffexporten und Transportwegen über Russlands Territorium
    • Bürokratie, Korruption, mangelnde Rechtssicherheit, 
    • Volatiler Wechselkurs zu Leitwährungen
    • Große Entfernungen, hohe Transportkosten
    • Wirtschaftliche Nähe zu Russland und dadurch entstehende Risiken aufgrund von Sekundärsanktionen
    O

    Chancen Opportunities

    • Deutlicher Modernisierungsbedarf bei Infrastruktur und Industrie
    • Ausbau der Transportwege zwischen Europa und Asien
    • Gute Bedingungen für großflächige Wind- und Solarparks
    • Politische Reformagenda zielt auch auf attraktives Geschäfts- und Investitionsklima ab
    • Wachsender Markt für Umwelttechnik (Wasser, Abfallwirtschaft)
    T

    Risiken Threats

    • Schwankende Weltmarktpreise für Rohstoffe
    • Starke Abhängigkeit von Entwicklungen in Russland und China
    • Defizit an Fachkräften in technologieorientierten Sektoren
    • Latente Gefährdung des sozialen Frieden durch große Einkommensgefälle und wenig Perspektiven in ländlichen Regionen
    • Nachlassendes Tempo bei Umsetzung von Reformen

    Kasachische Wirtschaft muss sich breiter aufstellen

    Der Rohstoffsektor samt nachgelagerter Industrien ist das Rückgrat der kasachischen Wirtschaft. Schwerpunkt der Bergbauaktivitäten ist die Ölförderung. Auf sie entfielen 2025 mehr als zwei Drittel des Produktionsvolumens im Bergbau. Regelmäßig steht das schwarze Gold für mehr als 50 Prozent der kasachischen Exporterlöse. Rund 76 Prozent des im Land geförderten Öls werden exportiert, vor allem nach Europa.

    Mit Teilen seiner Öleinnahmen finanziert der Staat laufende Ausgaben und speist den Nationalfonds. Dieser soll zwar hauptsächlich als Rücklage für künftige Generationen dienen. Gerade in Krisenzeiten nutzt Kasachstan ihn auch als Notreserve für Sonderausgaben.

    Eine wichtige Rolle im Bergbau spielt zudem der Abbau von Metallerzen und Kohle. Während die Kohle größtenteils selbst verbraucht wird, exportiert das Land die Erze in Form von Konzentraten und fertigen Metallen. Als bedeutsam gelten Kupfer, Eisen/Stahl, Gold, Blei, Chrom, Mangan und Zink. Weltweit an erster Stelle liegt Kasachstan beim Abbau und Export von Uran.

    Gleichwohl sorgt die Volatilität der Weltmarktpreise für Rohstoffe dafür, dass sich die kasachische Wirtschaft anfällig für Konjunkturschwankungen erweist. Die Regierung ist daher seit längerem bestrebt, die Wirtschaft breiter aufzustellen. In einigen Branchen kann sie auf Erfolge verweisen.

    Dazu gehört beispielsweise die expandierende Kfz-Industrie, die 2025 erneut ein Rekordergebnis einfuhr. Zwar dominiert hier noch die Montage von zugelieferten Bausätzen. Doch in- und mittlerweile auch ausländische Unternehmen steigern die lokale Wertschöpfung zunehmend. Eine Zulieferindustrie befindet sich im Aufbau.

    Breite Rohstoffbasis ist gute Grundlage für verarbeitende Industrie

    Der gezielte Auf- und Ausbau auch in anderen Sparten des verarbeitenden Gewerbes soll Kasachstan mittel- bis langfristig zu mehr wirtschaftlichen Standbeinen verhelfen und das Exportportfolio erweitern. Weitere perspektivreiche Branchen sind die chemische und petrochemische Industrie sowie die Produktion verschiedener Lebensmittel. Hier punktet das Land mit einer breiten Rohstoffbasis sowie Exportpotenzial in nah gelegene Wachstumsmärkte.

    Einst geprägt von grundlegenden Transformationsprozessen, ist die Region heute ein dynamischer Partner mit wachsender globaler Relevanz. Kasachstan verbindet Märkte, bietet vielfältige Investitionschancen und ist zu einem zentralen Knotenpunkt zwischen Europa und Asien geworden.

    Eduard Kinsbruner Delegierter der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien

    Neben dem verarbeitenden Gewerbe gilt die Transport- und Logistikbranche als Wachstumstreiber. Kasachstan profitiert von der seit Jahren angespannten geopolitischen Lage und arbeitet daran, mit dem Mittleren Korridor eine alternative Transportroute für den Handel zwischen Europa und Asien auf seinem Territorium zu etablieren. Hoffnung wird zudem in den aufstrebenden Tourismus sowie Finanzdienstleistungen mit dem Astana International Financial Centre (AIFC) als zentralasiatisches Hub.

    Mehr als ein Drittel des industriellen Outputs entfällt auf Metallurgie

    Die Erst- und Weiterverarbeitung von Metallerzen dominiert bislang das verarbeitende Gewerbe. Dessen Gesamtproduktionswert bestreitet die Metallindustrie mit etwa 41 Prozent. Davon entfallen rund drei Viertel auf Nichteisen-Metalle, der Rest auf Eisen und Stahl. Dahinter beläuft sich der Beitrag der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie auf etwa 17 Prozent. Insbesondere in der Fleisch- und Milchverarbeitung strebt Kasachstan einen starken Kapazitätsausbau an.

    Im Dienstleistungssektor ist der Groß- und Einzelhandel die wichtigste Sparte. Da sich der Privatkonsum trotz signifikanter Inflation solide entwickelt, dürfte dieser Bereich seine Position auch mittelfristig weiter festigen. Für den deutschen Handelskonzern Metro ist Kasachstan der am schnellsten wachsende Markt im Firmenportfolio, angetrieben durch eine wachsende Mittelschicht und Urbanisierung.

    Bedeutung der Wirtschaftszweige in KasachstanAngaben für 2025; Anteile in Prozent

    Sektoren

    Anteil am BIP

    Anteil an den Beschäftigten

    Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

    3,7

    10,6

    Bergbau (inklusive Öl- und Gasförderung)

    11,9

    3,1

    Verarbeitendes Gewerbe

    12,7

    6,7

    Energieversorgung

    1,5

    1,7

    Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen

    0,2

    0,9

    Baugewerbe

    6,1

    6,9

    Dienstleistungen

    57,7

    70,1

    Nettogütersteuern

    6,2

    --

    Quelle: Büro für nationale Statistik Kasachstans (Qazstat) 2026

    Ölregion Atyrau und Metropolen Astana und Almaty geben den Ton an

    Die Millionenmetropole Almaty ist das wirtschaftliche Zentrum mit den Schwerpunkten Handel, Finanzen und Tourismus. Die Hauptstadt Astana holt aber dank gezielter Förder- und Ansiedlungsmaßnahmen auf. Als bedeutendste Ölregion erzielt das Gebiet Atyrau landesweit das höchste Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf. Weitere Zentren der Öl- und Gasförderung sind die Gebiete Mangystau und Westkasachstan. Über größere Vorkommen metallischer Erze verfügen die Gebiete Ostkasachstan, Aktobe, Pawlodar, Turkestan und Kostanai, wo die Erze häufig auch aufbereitet und verarbeitet werden.

    Steinkohle wird vorrangig in den Gebieten Karagandy und Pawlodar abgebaut, was sie auch zu bedeutenden Energieerzeugern und -versorgern macht. Das Land verfügt über drei Großraffinerien in Atyrau, Pawlodar und Schymkent. Schwerpunkte der Nahrungsmittelproduktion sind die Stadt Almaty sowie die Gebiete Almaty und Kostanai. Die aufstrebende Kfz-Industrie konzentriert sich auf das Gebiet Kostanai und die Stadt Almaty. Während der Norden gute Bedingungen für die Vieh- und Milchwirtschaft sowie den Getreideanbau bietet, ist der trockene Süden stärker von Weidewirtschaft sowie vom Obst- und Gemüseanbau geprägt.

    Eckdaten wichtiger Regionen in KasachstanAngaben für 2024

    Gebiet

    Anteil am BIP (in %) 1)

    BIP pro Kopf (in 1.000 US$) 2)

    Bevölkerung (in Mio.) 3)

    Stadt Almaty

    21,8

    27,6

    2,3

    Stadt Astana

    11,5

    22,3

    1,5

    Atyrau

    11,2

    45,2

    0,7

    Karagandy

    6,9

    17,3

    1,1

    Almaty

    4,4

    8,2

    1,6

    Mangystau

    3,8

    13,8

    0,8

    Pawlodar

    3,8

    14,6

    0,8

    Aktobe

    3,7

    11,2

    0,9

    Kostanai

    3,7

    12,7

    0,8

    Ostkasachstan

    3,6

    14,1

    0,7

    1 Die sonstigen Gebiete und die Stadt Schymkent kommen zusammen auf einen Beitrag von 25,6 Prozent; 2 Umrechnungskurs der kasachischen Zentralbank für 2024: 1 US$ = 469,44 Tenge; 3 Stand: Anfang 2025.Quelle: Qazstat 2026

  • Kasachstan ist der wichtigste Investitionsstandort in Zentralasien. Ein verbesserter Investorenschutz soll das Potenzial auch außerhalb der Ölförderung erschließen.

    Aufgrund der Repatriierung von Gewinnen in größerem Umfang verzeichnete Kasachstan im Jahr 2025 einen Nettoabfluss ausländischer Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment; FDI). Der Investitionsdynamik tat das jedoch keinen Abbruch: Gleichzeitig gingen mit 19 Milliarden US-Dollar (US$) fast 90 Prozent aller FDI-Ankündigungen in der Region Zentral- und Nordasien auf das Konto Kasachstans, so die Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik (Economic and Social Commission for Asia and the Pacific; ESCAP), eine von fünf regionalen Wirtschaftskommissionen der Vereinten Nationen (UN)

    Die Zuflüsse deutscher FDI nach Kasachstan erreichten 2025 nach einem schwächeren Vorjahr rund 274 Millionen US$. Kumuliert stammten Ende 2025 laut kasachischer Zentralbank knapp 1,5 Milliarden US$ aus Deutschland.

    Ausländische Investoren besonders an Rohstoffen interessiert

    Insgesamt haben ausländische Akteure mittlerweile mehr als 156 Milliarden US$ in Kasachstan investiert. Hauptherkunftsländer sind die Niederlande, die USA, Frankreich, China und Russland. Die Rohstoffförderung gilt als wichtigste Zielbranche, die rund zwei Drittel aller ausländischen Direktinvestitionen in Kasachstan auf sich vereint. Die Spitzenstellung der Niederlande ist auf die dort registrierten Holdingstrukturen international agierender Konzerne zurückzuführen, die auch in Kasachstans Rohstoffsektor aktiv sind.

    Deutsche Unternehmen sind in verschiedenen Branchen tätig

    Größere deutsche Engagements sind vor allem in der Baustoffindustrie zu finden. Auch der Ausbau erneuerbarer Energien in Kasachstan zieht Investitionen aus Deutschland an. Zu den Vorreitern gehört das Unternehmen Goldbeck Solar, das Bau und Betrieb von zwei großen Solarparks mit insgesamt 175 Megawatt Leistung im Gebiet Karagandy verantwortet.

    Gute Aussichten im Groß- und Einzelhandel haben den Handelskonzern Metro in Kasachstan expandieren lassen. Die deutsche Logistikgruppe Rhenus hat zuletzt in ein multimodales Containerterminal investiert und stärkt damit die Präsenz im Land. Der große Coup aus Deutschland, das geplante 50 Milliarden US$ teure Megaprojekt Hyrasia One zur Produktion von grünem Wasserstoff, steht aber noch aus.

    Größte deutsche Investoren in Kasachstan Angaben für 2023; Volumen in Millionen US-Dollar

    Unternehmen

    Branche

    Volumen

    Heidelberg MaterialsBaustoffe

    500

    Linde GroupTechnische Gase

    250

    Goldbeck SolarGrüner Strom (Photovoltaik)mehr als 200 *)
    MetroHandel

    mehr als 170

    KnaufBaustoffe

    42

    RhenusLogistik

    k.A.

    * Schätzung.Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Investitionsförderung: Breitgefächerte Förderung und mehr Schutz von Investorenrechten

    Der größte Teil der vielfältigen Maßnahmen zur Investitionsförderung spricht in Kasachstan sowohl einheimische als auch ausländische Unternehmen an. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Arten von Investitionsvereinbarungen mit der öffentlichen Hand. Wichtige Anlaufstelle für ausländische Investoren ist die staatliche Agentur Kazakh Invest. Sie bietet eine umfassende Betreuung vor allem für Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von über 50 Millionen US$. Bei diesen Großprojekten winken im Rahmen individueller Übereinkünfte erhebliche Steuer- und Zollvergünstigungen.

    Um Investoren noch besser zu schützen, wurde Ende 2025 das Komitee zum Schutz von Investorenrechten gegründet. Unter Leitung des Generalstaatsanwaltes überwacht dieses mehr als 2.800 Investitionsprojekte. Investoren bekommen regionale Staatsanwälte zugewiesen. Die Vertreter der Exekutive sollen dafür Sorge tragen, dass keine ungerechtfertigten Inspektionen durchgeführt, Beschränkungen verhängt und Verwaltungsverfahren gegen Unternehmen eingeleitet werden.

    Sonderwirtschaftszonen locken mit zahlreichen Vergünstigungen

    Verschiedene Steuervergünstigungen winken zudem in derzeit 17 Sonderwirtschaftszonen (SEZ) mit jeweiligen Branchenschwerpunkten und unterschiedlichen Laufzeiten. Investoren in Sonderwirtschaftszonen zahlen keine Umsatz-, Körperschaft-, Vermögen- und Grundsteuer. Auch fallen Zollgebühren dort weg. Vereinzelt erfolgt auch eine Befreiung von der Sozialsteuer. Darüber hinaus gelten vorteilhafte Abschreibungsregeln. Hinzu kommt ein vereinfachtes Verfahren für die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte.

    Sonderwirtschaftszonen sollen noch attraktiver werden

    Der kasachische Präsident kritisierte jüngst den mangelnden Erfolg der SEZ. Zu gering sei deren Beitrag zum Wachstum, den Exporten und den Investitionen. Im Laufe des Jahres 2026 soll die Regierung die SEZ umstrukturieren. 

    Mehrere Vorschläge befinden sich in der Diskussion, darunter:

    • Erweiterung der zulässigen Tätigkeitsarten,
    • Vereinheitlichung der Laufzeiten,
    • Entwicklung der Infrastruktur im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften,
    • Einbindung privater Unternehmen in das Management,
    • Umverteilung ungenutzter Grundstücke zwischen Teilnehmern der SEZ. 

    Zentren für Finanzwesen und Start-ups befinden sich in Astana

    Eine Sonderrolle bei Steuervergünstigungen genießt das Astana International Financial Centre (AIFC). Seine Gründung geht auf ein spezielles Verfassungsgesetz zurück, womit dem AIFC auch eine eigene Investitionsgerichtsbarkeit nach englischem Recht zugestanden wurde. Steuervorteile können im AIFC registrierten Unternehmen zunächst bis 2065 beanspruchen. Finanzdienstleister sind dort von Körperschaft-, Umsatz-, Vermögen- und Grundsteuer befreit. Hinzu kommt eine weitestgehende Befreiung von der Quellensteuer auf Dividenden und Veräußerungsgewinne.

    In direkten Nachbarschaft angesiedelt ist das Astana Hub, Kasachstans Zentrum für Start-ups und Künstliche Intelligenz. Um Innovationen zu fördern, erlässt die Regierung hier registrierten Unternehmen seit 1. Januar 2026 bis vorerst Ende 2028 unter anderem die:

    • Körperschaftssteuer,
    • Mehrwertsteuer auf produzierte Güter und erbrachte Dienstleistungen,
    • Mehrwertsteuer auf importierte Waren,
    • Sozialsteuer auf Einkommen der Mitarbeitenden.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

  • BezeichnungAnmerkung
    AHK Zentralasien (Delegation der  Deutschen Wirtschaft für Zentralasien)Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Komitee für InvestitionenKoordiniert im Außenministerium die Anwerbung von Investitionen
    Kazakh InvestAgentur zur Förderung ausländischer Investitionen in vorrangigen Wirtschaftszweigen
    Qazaqstan Investment CorporationKoordiniert private Investitionsfonds mit staatlicher Beteiligung zur Anwerbung von Investitionen außerhalb des Rohstoffsektors
    Rat für ausländische Investitionen Plattform für den Dialog zwischen ausländischen Investoren und kasachischer Regierung, unter Schirmherrschaft des kasachischen Präsidenten
    QazstatBüro für nationale Statistik