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Bericht Wirtschaftsumfeld
Schritt 4: Aus Erfahrungen lernen
Der Blick auf bestehende Projekte liefert wertvolle Orientierung. Erfahren Sie, welche Faktoren erfolgreiche Engagements prägen und welche Herausforderungen typischerweise auftreten. So können Sie Ihr eigenes Vorhaben realistischer bewerten und gezielt ausrichten.
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Welche Erfahrungen haben andere internationale und deutsche Investoren gemacht?
Bestehende Investoren sind der Ukraine trotz des Krieges in weiten Teilen treu geblieben. Neue Investoren prüfen den Markt zunehmend mit Blick auf den Wiederaufbau und langfristiges Wachstum. Die bisher sichtbaren Erfahrungsmuster zeigen:
Wiederaufbau beginnt nicht erst nach Kriegsende: Unternehmen engagieren sich bereits heute in Projekten, Partnerschaften und Marktvoraussetzungen, obwohl das Umfeld schwierig bleibt.
Interesse neuer Investoren nimmt zu: Nach einer Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft mit KPMG wächst das Interesse von Unternehmen, die sich frühzeitig für die Zeit nach einem Friedensschluss bzw. für den laufenden Wiederaufbau positionieren wollen.
Branchenspezifische Unterschiede sind groß: Besonders dynamisch sind derzeit Energie, Bau, Infrastruktur, Agrarwirtschaft, Maschinenbau sowie IT- und verteidigungsnahe Industrien.
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Wie schätzen bestehende Investoren den ukrainischen Markt ein?
Die bisherige Investorenerfahrung in der Ukraine spricht nicht für einen "normalen" Emerging-Market-Fall, sondern für einen Ausnahmemarkt mit hoher Resilienz bestehender Akteure. Legitimiert wird dieses Fazit dadurch, dass engagierte Unternehmen trotz hoher Risiken am Standort festhalten, wenn strategische Perspektive, lokale Verankerung und Absicherung stimmen. Entsprechend sind Erfahrungswerte anderer Investoren besonders wertvoll, weil sie Hinweise darauf geben, unter welchen Bedingungen Engagement tragfähig bleibt – nicht nur, ob Chancen bestehen.
Erfolgsmodelle sind klar erkennbar: projektbasiert, fördergestützt und regional angepasst. Die Herausforderungen bleiben zwar erheblich, aber planbar und wiederkehrend. Die zentralen Erfolgsfaktoren sind:
Frühe Positionierung in relevanten Sektoren: Unternehmen, die sich bereits jetzt in Zukunftsfeldern wie Energie, Bau, Industrie oder Technologie verankern, schaffen Vorteile für den weiteren Wiederaufbauverlauf.
Standort- und Regionalwahl mit Augenmaß: Viele Unternehmen haben sich an die Kriegslage angepasst, etwa durch Verlagerung von Aktivitäten in sicherere Regionen der Zentral- und Westukraine.
Kooperation mit lokalen Partnern: In mehreren Bereichen – insbesondere bei Industrie- und Technologieprojekten – gewinnen Joint Ventures und strukturierte Partnerschaften an Bedeutung.
Nutzung staatlicher und internationaler Absicherung: Investitionsgarantien und Exportkreditgarantien werden als zentrale Ermöglichungsinstrumente beschrieben; ohne sie wären viele Projekte kaum darstellbar.
Schrittweiser Markteintritt: Die Quellen legen nahe, dass erfolgreiche Modelle häufig mit kleineren, operativ beherrschbaren Schritten beginnen – etwa über Projekte, Zulieferbeziehungen, Pilotaktivitäten oder Kooperationsmodelle.
Einordnung für Investoren:
Der Erfolg solcher Engagements hängt weniger von der aktuellen Attraktivität des Marktes ab. Entscheidend sind vielmehr eine passende Strukturierung, die richtige regionale Auswahl, verlässliche Partnerschaften und eine solide Absicherung.
Von der Theorie zur Praxis
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Mit dem Ukraine Investment Framework hat die EU ein etwa 10 Milliarden Euro großes Fördervehikel für Investitionen in der Ukraine geschaffen – und hält die Erfolgsgeschichten nach.
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