Special Spanien Wege aus der Coronakrise

Wirtschaftliche Trendwende mit Risiken

Spaniens Bruttoinlandsprodukt soll 2021 real um 6,2 Prozent wachsen. Preissteigerungen bei Energie und Vorprodukten bereiten jedoch zunehmend Sorge.

Von Oliver Idem | Madrid


  • Konjunktur und wichtigste Branchen

    Spaniens Wirtschaft lässt 2021 das schwache Vorjahr hinter sich. Die Preise für Energie und viele Vorprodukte heizen die Inflation an. (Stand: 13. Oktober 2021)

    Spanien war 2020 das von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie am stärksten betroffene Mitglied der Europäischen Union (EU). Das Statistikamt INE errechnete einen Einbruch des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um real 10,8 Prozent.

    Eine Trendwende zeichnet sich immer klarer ab. Im Sommer 2021 geht die EU-Kommission von real 6,2 Prozent Wachstum im laufenden Jahr und von plus 6,3 Prozent für 2022 aus.

    Zweistellige Zunahmen erwartet die Kommission im Frühjahr 2021 für Ausrüstungsinvestitionen (12,2 Prozent) sowie Importe (11,7 Prozent) und Exporte (10,4) von Waren und Dienstleistungen. Alle drei Indikatoren sollen auch 2022 auf ähnlich hohem Niveau zulegen.

    Statistikamt korrigiert Wachstumsraten nach unten

    Das Statistikamt INE revidierte seine Prognose für das 2. Quartal 2021 ungewöhnlich stark nach unten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum reduzierte das Amt die Wachstumsrate um 2,3 Punkte auf 17,5 Prozent. Verglichen mit dem Vorquartal schrumpfte der Zuwachs um 1,7 Punkte auf nurmehr 1,1 Prozent. Hauptgrund für die Korrekturen war eine schlechte Datengrundlage bei den Umsätzen der Unternehmen.

    Die Nachfrage von Haushalten und Unternehmen befindet sich auf einem hohen Niveau. Das verarbeitende Gewerbe kann sich jedoch teilweise nur unzureichend und zu hohen Preisen mit Werkstoffen versorgen. Der kalenderbereinigte Index der Industrieproduktion lag im August um 1,6 Punkte über dem Wert des Vorjahresmonats. Der Einkaufsmanagerindex der Industrie schwächte sich im September auf 57 Punkte ab.

     

    Der Tourismussektor entfernt sich vom niedrigen Niveau des Jahres 2020, ohne an das Rekordergebnis von 2019 anknüpfen zu können. Im Sommer 2021 sorgten vor allem inländische Gäste für eine hohe Hotelauslastung zum Beispiel in Asturien und dem Baskenland. 

    Die Zahl ausländischer Gäste erreichte von Anfang Juni bis Ende August 11,8 Millionen Menschen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht das einer imposanten Wachstumsrate von 131 Prozent. Weitaus bitterer fällt die Bilanz in Relation zum Rekordjahr 2019 aus. Die Besucherzahl liegt um 59 Prozent unter dem damaligen Resultat. 

    Die Investitionen in Hotels ziehen mittlerweile stark an. Die Wirtschaftszeitung Expansión berichtete im Oktober 2021 von besonders regen geschäftlichen Aktivitäten. In den ersten drei Quartalen lag demnach Barcelona mit 712 Millionen Euro Investitionen an der Spitze in Europa. Auf Madrid entfielen 378 Millionen Euro Investitionen.

    Hohe EU-Zuschüsse für die Transformation des Landes

    Die Bestätigung des spanischen Wiederaufbauplans durch die EU am 16. Juni 2021 fand ein positives Echo im Land. Auf Spanien entfallen laut einer Pressemitteilung der Regierung insgesamt rund 140 Milliarden Euro. Spanien erhält 69,5 Milliarden Euro Zuschüsse bis 2026 und überholt Italien damit knapp als größtes Empfängerland.

    Die Zielrichtung ist ein nachhaltigeres und digitaleres Spanien. Von Unternehmen und Institutionen gingen rund 17.600 Projektvorschläge ein. Aus diesen muss die Regierung nun auswählen. Seit Mitte Juli sind Informationen zur Mittelverwendung und dem Zugang zu Fördergeldern auf einer Internetseite gebündelt. Im Juli gab die EU erste 9 Milliarden Euro an Hilfen für Spanien frei.

    Die Versteigerung von Fotovoltaik- und Windenergiekapazitäten im Januar 2021 verdeutlichte, dass die Energiewende bereits in vollem Gange ist. Unternehmen boten für dreimal mehr Megawatt als verfügbar waren. Mitte August 2021 kündigte Umweltministerin Teresa Ribera eine weitere Versteigerung von insgesamt 3.300 Megawatt Kapazitäten für erneuerbare Energien an.

    Erste Produktionsunterbrechungen wegen hoher Strompreise

    Die Kfz- und Kfz-Teileindustrie in Spanien bewegt sich weiterhin in einem unsicheren Umfeld. Ende September kalkulierte der Automobilindustrieverband Anfac, dass 2021 landesweit etwa 900.000 Fahrzeuge verkauft werden. Das entspräche einer geringfügigen Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Die Verkäufe blieben bei diesem Ergebnis jedoch um 25 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019.

    Auf der Produktionsseite macht sich der Halbleitermangel immer deutlicher bemerkbar. Einschränkungen in der Produktion betrafen im Sommer unter anderem SEAT in Martorell, Stellantis in Zaragoza und Renault in Valladolid. Mittlerweile rechnen Branchenexperten damit, dass die Halbleiterprobleme noch bis zum Sommer 2022 anhalten werden. 

    Auch weitere Sektoren beklagen knappe und entsprechend teure Vorprodukte - eine Kehrseite des Wirtschaftsaufschwungs und der wachsenden Nachfrage. Dazu zählen die Informations- und Kommunikationstechnologie, die Metallindustrie und die Spielwarenbranche. 

    Hinzu kommt, dass auch die Strompreise in Spanien kräftig anziehen. Viele Kleinunternehmen können die höheren Kosten nicht weitergeben. Besonders energieintensive Unternehmen stehen ebenfalls vor Schwierigkeiten. Das Stahlunternehmen Sidenor kündigte an, die Spezialstahlproduktion für 20 Tage zu unterbrechen um Verluste zu vermeiden. Nach Unternehmensangaben stiegen die Energiekosten im Jahresverlauf 2021 gegenüber dem Vorjahr von 60 auf 260 Euro pro Megawattstunde. Beim Düngemittelhersteller Fertiberia ruht im Werk Palos de la Frontera (Huelva) im Oktober die Produktion. Andere Unternehmen nutzen zur Fertigung nur noch die Stunden mit den günstigsten Stromtarifen.

    Die Bauinvestitionen lagen im 2. Quartal 2021 um 10,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im August 2021 wechselten knapp 49.900 Häuser die Besitzer. So viele Vertragsabschlüsse wurden zuletzt vor 14 Jahren registriert.

    Der Verband Confederación Nacional de la Construcción rechnet für das Gesamtjahr mit einer Zunahme der Bauproduktion um 7 Prozent gegenüber 2020. Haupttreiber ist die Gebäudesanierung. 

    Bauunternehmen beklagen allerdings hohe Preissprünge für Kupfer, Aluminium, Stahl und Erdölprodukte. Der Branchenverband SEOPAN forderte rechtliche Änderungen, um Verträge mit öffentlichen Auftraggebern anpassen zu können. Zudem fehlen der Branche laut der Wirtschaftszeitung Cinco Días etwa 700.000 Arbeitskräfte.

    Von Oliver Idem | Madrid

  • Konjunktur- und Hilfsprogramme

    Spanien stützt die Wirtschaft 2021 mit Direkthilfen von 28,4 Milliarden Euro. Die Möglichkeit zur Kurzarbeit wurde bis zum 28. Februar 2022 verlängert. (Stand: 13. Oktober 2021)

    Spaniens Regierung greift den Unternehmen, Arbeitnehmern und Selbstständigen vor allem mit Kurzarbeitergeld und Bürgschaften unter die Arme. Hinzu kommen Sonderausgaben für Soziales und Gesundheit.

    Die Regierung bezifferte im April 2021 ihre Direkthilfen für das Krisenjahr 2020 auf insgesamt 44,9 Milliarden Euro. Davon flossen 29,3 Milliarden in die Wirtschaft und 15,6 Milliarden in gesundheitliche und soziale Aufgaben.

    Auch 2021 bleiben die Krisenfolgen ein erheblicher Posten. Im laufenden Jahr wird mit 20 Milliarden Euro Direkthilfen für Unternehmen und weiteren 8,4 Milliarden Euro für den Bereich Gesundheit und Soziales gerechnet.

    Insgesamt standen zudem 153 Milliarden Euro zur Liquiditätssicherung bereit. Von diesen wurden bis April 2021 rund 90,4 Milliarden Euro genutzt. Der Staat sichert mit eigenen Bürgschaften Kredite für Unternehmen ab. 

    Erleichterungen in Form von Aufschüben und weiteren Hilfen bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen summierten sich auf insgesamt 4,8 Milliarden Euro.

    Lange Rückzahlungsfristen für staatliche Bürgschaften

    Seit Anfang Mai 2021 existiert ein rechtlicher Rahmen für die Rückzahlung der Bürgschaften. Dieser sieht Erleichterungen für Unternehmen vor, die mindestens 30 Prozent Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr erlitten haben. Zahlungsaufschübe können länger als zwei Jahre gewährt werden. Die Laufzeit der Bürgschaften kann auf bis zu 12 Jahre gestreckt werden.

    Bis Ende April 2021 erhielten der Tourismus- und Kultursektor Bürgschaften im Wert von 17,9 Milliarden Euro. Knapp 12,9 Milliarden Euro entfielen auf Bauunternehmen und weitere 10,8 Milliarden auf Dienstleister. Das gab die Behörde Instituto de Credito Oficial (ICO) bekannt.

    Im März 2021 legte die Zentralregierung einen weiteren Hilfsfonds über 11 Milliarden Euro auf. Davon sind 7 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuschüsse eingeplant. Unternehmen mit mindestens 30 Prozent Umsatzrückgang im Jahr 2020 gegenüber 2019 können zwischen 3.000 und 200.000 Euro erhalten. Der regionale Schwerpunkt wird auf den balearischen und kanarischen Inseln liegen. Gelder aus diesem Paket flossen laut Medienberichten jedoch nur schleppend ab. Das Wirtschaftsministerium will für mehr Klarheit hinsichtlich der Anforderungen an die Unternehmen sorgen.

    Vor allem Tourismusbetriebe sollen von den Zahlungen profitieren, doch sind im Real Decreto Ley 5/2021 noch zahlreiche weitere Aktivitäten aufgeführt. Zudem sind 3 Milliarden Euro für die Umstrukturierung von Schulden im Zusammenhang mit dem Bürgschaftsprogramm der Regierung vorgesehen. Die restliche Milliarde fließt in einen Fonds für kleine und mittlere Unternehmen, der von der Investitions- und Entwicklungsagentur Cofides verwaltet wird.

    Höherer Mindestlohn und verlängerte Kurzarbeit

    Im September 2021 wurde unter Federführung des Arbeitsministeriums eine Anhebung des Mindestlohns auf 965 Euro pro Monat beschlossen. Dies entspricht einem Anstieg um 1,6 Prozent gegenüber dem Stand von 2020. Aufgrund der üblichen 14 Zahlungen summiert sich der Mindestlohn auf 13.510 Euro pro Jahr. Für 2022 und 2023 sind weitere Anhebungen auf insgesamt 1.027 Euro geplant. 

    Kurzarbeit federte auf dem Höhepunkt der Krise die Arbeitsplatzrisiken von 4,8 Millionen Menschen ab. Im Zuge der Erholung des Arbeitsmarkts waren am 16. September 2021 nur noch 256.000 Personen registriert. Von November 2021 bis Ende Februar 2022 werden die Ermäßigungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen danach gestaffelt, ob Kurzarbeiter Weiterbildungsmaßnahmen erhalten.

    Bei den Kosten der Kurzarbeit kann Spanien auf die Europäische Union (EU) zählen. Zur Finanzierung wird das Land 21,3 Milliarden Euro erhalten.

    Internetseite informiert über Zugang zu EU-Zuschüssen

    Nach der Einigung am 21. Juli 2020 wird Spanien aus dem 750-Milliarden-Euro-Paket der EU insgesamt rund 140 Milliarden Euro erhalten. Davon fließen 69,5 Milliarden Euro bis 2026 in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse. Mitte August 2021 vermeldete die spanische Regierung den Eingang einer ersten Tranche über 9 Milliarden Euro.

    Am 16. Juni 2021 hatte das Land von der EU die Zustimmung für die Verwendung der Mittel im Rahmen der Aufbau- und Resilienzfazilität erhalten. Im Juli 2021 wurde der angekündigte Internetauftritt mit Informationen zum Resilienzplan in Spanien freigeschaltet. Derzeit ist ausschließlich eine spanische Sprachversion vorhanden. Diese hilft Unternehmen unter anderem dabei, sich über den Zugang zu den Fördermitteln zu informieren.

    Bereits im April 2021 hatte die Regierung Bereiche festgelegt, in denen strategische Projekte gemeinsam mit privatem Kapital umgesetzt werden sollen. Das erste "Proyecto Estratégico para la Recuperación y Transformación Económica" (PERTE) wurde zwischenzeitlich beschlossen. Es bezieht sich auf Elektromobilität und vernetztes Fahren.

    Weitere PERTE zu den Themen Luft- und Raumfahrt, Landwirtschaft und Nahrungsmitteln und digitale Gesundheitswirtschaft befinden sich in Vorbereitung. Im August 2021 kündigte die Regierung an, dass im Herbst 2021 das Projekt zu Landwirtschaft und Nahrungsmitteln öffentlich vorgestellt wird.

    Haushaltsdefizit soll schrittweise sinken

    Die Staatsschulden Spaniens sind gemessen an der Wirtschaftsleistung dreimal so hoch wie vor der letzten Krise 2007. Im 1. Quartal 2021 registrierte Spanien mit 125,2 Prozent den höchsten Schuldenstand seit 140 Jahren.

    Im September 2021 kalkulierte die spanische Regierung für das Gesamtjahr mit einem Haushaltsdefizit von 8,4 Prozent. Der Ausgabenüberschuss soll 2022 auf fünf Prozent gesenkt werden.

    Durch die demografische Entwicklung im Land gerät die Sozialversicherung weiter unter Druck. Steigende Verbraucherpreise werden eine Anpassung der Renten nach sich ziehen. Der Bedarf der Sozialversicherung an Zuschüssen aus dem staatlichen Budget dürfte damit weiter steigen.

    Spanischer Impfplan

    Ein groß angelegter Impfplan soll helfen, Spanien vor neuen Covid-19-Infektionswellen zu schützen. Das Regierungsziel lautete, bis Ende August 2021 rund 70 Prozent der Bevölkerung zu immunisieren. Diese Zielmarke von 33 Millionen Einwohnern konnte erreicht werden.


    Die Aktion wird weiter fortgesetzt. Bis zum 13. Oktober hatten rund 36,9 Millionen Menschen einen vollständigen Impfschutz erhalten, wie das Gesundheitsministerium bekannt gab.

    Von Oliver Idem | Madrid

  • Einschränkungen im Personen- und Warenverkehr

    Spanien stuft Deutschland derzeit komplett als Risikogebiet ein. Bei ausreichendem Abstand gilt im Freien keine Maskenpflicht mehr. (Stand: 13. Oktober 2021)

    Auch nach dem Ende des Alarmzustands limitieren einige Autonome Gemeinschaften weiterhin die Anzahl von Personen, die sich zuhause oder in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Zudem können Sperrstunden für die Gastronomie verhängt werden. Bei Gemeinden mit besonders hohen Infektionszahlen sind zusätzliche Einschränkungen möglich.

    Sonderregeln für die Einreise aus anderen Teilen Spaniens oder aus dem Ausland sind ebenfalls möglich. Die Autonomen Gemeinschaften haben Informationshotlines eingerichtet. Hier können die aktuellen Gegebenheiten erfragt werden. Außerdem existiert eine Übersicht des Gesundheitsministeriums mit Hinweisen für Reisende.

    Verpflichtungen bei der Einreise aus Risikogebieten 

    Spanien stuft alle deutschen Bundesländer als Risikogebiete ein. Reisende ab einem Alter von zwölf Jahren, die aus einem solchen Risikogebiet nach Spanien kommen, benötigen einen der folgenden Nachweise:

    Ein negatives Testergebnis (Nukleinsäureamplifikationstest wie PCR-, LAMP- oder TMA-Test) oder in der Europäischen Union anerkannte Antigen-Schnelltests. Die PCR-Testung darf frühestens 72 Stunden vor der Einreise erfolgen. Bei einem Schnelltest beträgt die Frist 48 Stunden. Der Nachweis muss folgende Angaben enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Testabnahme, angewandtes Testverfahren, Sitzstaat des Labors und das negative Testergebnis.

    Die Einreise ist auch mit einem Nachweis, dass die vollständige Impfung mindestens 14 Tage vor Reiseantritt mit einem von der Europäischen Arzneimittelagentur oder der Weltgesundheitsorganisation im Wege der Notfallzulassung zugelassenen Impfstoff erfolgt ist, möglich. Der Nachweis muss folgende Angaben enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Impfung, Impfstoff, Anzahl der Impfungen, Ausstellungsstaat sowie die zuständige Stelle.

    Darüber hinaus ist die Einreise mit einem Nachweis möglich, dass die Genesung von einer Infektion mit Covid-19 nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Der Nachweis darf frühestens elf Tage nach dem ersten Positivergebnis erfolgen. Ein solcher Beleg muss enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Testabnahme des ersten positiven Nukleinsäureamplifikationstests, angewandtes Testverfahren und Ausstellungsstaat.

    Bei Einreisen aus einem Risikogebiet in Frankreich auf dem Landweg gelten diese Verpflichtungen ebenfalls. Transportunternehmen, Grenzpendler und Grenzgänger, die auf dem Landweg einreisen, sind allerdings von der Nachweispflicht ausgenommen.

    Gesundheitsformular bleibt notwendig

    Bereits seit dem 1. Juli 2020 müssen Flugreisende ein Formular zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Die Registrierung erfolgt entweder über das entsprechende Gesundheitsportal, die dazugehörige App oder durch ein gedrucktes Formular. Die elektronische Variante spart Zeit bei der Einreise.

    Nach dem Ausfüllen des Formulars wird ein QR-Code erzeugt, der bei der Einreise vorgezeigt und eingescannt wird. Das Formular muss für jeden einzelnen Reisenden und jede Reise ausgefüllt werden. Es steht im Gesundheitsportal zusammen mit Hintergrundinformationen auch in deutscher Sprache bereit.

    Bei der Einreise kann außerdem eine kurze Gesundheitskontrolle erfolgen. Weisen Reisende eine Körpertemperatur von mehr als 37,5 Grad Celsius oder andere Auffälligkeiten auf, ist eine genauere Untersuchung möglich.

    Spanien hat vor dem Sommer die Regeln zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gelockert. Die Maskenpflicht im Freien gilt seit dem 26. Juni nur noch dort, wo kein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden kann. An öffentlichen Orten innerhalb geschlossener Räume sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Mund und Nase jedoch weiterhin bedeckt sein. Verstöße werden mit Geldstrafen von etwa 100 Euro geahndet.

    Regeln für die Rückreise nach Deutschland beachten

    Spanien gilt in Deutschland derzeit weder als Hochrisiko- noch als Virusvariantengebiet. Da sich die Einreiseregeln kurzfristig ändern können, sollten die aktuelle Lage und die deutschen Quarantäne- und Testregeln im Blick behalten werden. Eine Einreiseanmeldung ist nicht erforderlich, solange Spanien nicht in eine der Risikokategorien eingestuft wird. 

    Aktuelle Informationen zu Reisebeschränkungen

    Aktuelle Informationen zu Bewegungsbeschränkungen im Inland

    Von Oliver Idem | Madrid

nach oben
Feedback

Anmeldung

Bitte melden Sie sich auf dieser Seite mit Ihren Zugangsdaten an. Sollten Sie noch kein Benutzerkonto haben, so gelangen Sie über den Button "Neuen Account erstellen" zur kostenlosen Registrierung.