Special Thailand Wege aus der Coronakrise

2021 wird für Thailand ein Übergangsjahr

Die Hälfte der Bevölkerung soll im Herbst 2021 geimpft sein. Tourismus und Lieferketten warten auf den Neustart.


  • Konjunktur und wichtigste Branchen

    Die Konjunktur in Thailand dürfte sich erst 2022 vollständig erholen. Einige Branchen sind aber schon im Aufschwung. (Stand: 30. März 2021)

    Der staatliche Thinktank National Economic and Social Development Council (NESDC) meldet, dass das thailändische Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 real um 6,1 Prozent schrumpfte. Dies ist einer der stärksten BIP-Rückgänge in Südostasien. Das Wachstum in Zukunftsbranchen - wie Bildung, Informations- und Kommunikationsdienstleistungen sowie Infrastrukturbau - setzte sich aber fort.

    Die Wirtschaft Thailands dürfte 2021 ungefähr die Hälfte des BIP-Rückgangs aus dem Vorjahr aufholen. Der NESDC prognostiziert ein Wachstum von rund 3 Prozent. Direktzahlungen des Staates an bedürftige Bürger, öffentliche Investitionen und Kreditprogramme unterstützen derzeit die Konjunktur. Ab 2022 könnte das Schwellenland auf einen Pfad mit höheren Zuwachsraten zurückkehren. Dies hängt von Impfungen, Öffnungen der Grenzen für Touristen und Geschäftsreisende sowie von der Erholung der Weltwirtschaft ab.

    Ähnlich sehen es die Mitglieder der Deutsch-Thailändischen Handelskammer. Die Mehrheit erwartet gemäß einer Umfrage vom 23. Februar 2021, dass die Geschäfte 2021 besser als im Vorjahr laufen werden. Die meisten meinen aber auch, dass die Wirtschaft sich erst 2022 vom Covid-19-Schock erholen werde.

    Covid-19 kaum verbreitet, daher wird nur langsam geimpft

    Der Staat hat bei mehreren Herstellern Impfdosen bestellt. Die Planungen sehen vor, dass im Herbst 2021 die Hälfte der Einwohner geimpft sein werden. Ab Oktober soll eine Herdenimmunität erreicht sein, um die Landesgrenzen ganz zu öffnen.

    Das Impfprogramm läuft an. Ende März 2021 waren rund 121.000 Personen geimpft, hauptsächlich Angestellte im Gesundheitswesen. Im Oktober sollen 45 Prozent und Ende 2021 ungefähr 60 Prozent der knapp 70 Millionen Einwohner geimpft sein. Das Staatsunternehmen Government Pharmaceutical Organization (GPO) des Gesundheitsministeriums hat für die erste Impfphase ab April circa 2 Millionen Impfdosen bei Sinovac Biotech in China bestellt. In der zweiten Phase ab Juni sollen 61 Millionen Dosen des AZD1222-Impfstoffs von AstraZeneca importiert werden. Die Firma Siam Bioscience, die dem königlichen Crown Property Bureau gehört, wird daraus die fertigen Impfdosen herstellen. Die GPO und die Abteilung Tropenmedizin  der Mahidol-Universität haben außerdem einen eigenen Impfstoff entwickelt, der seit dem 23. März 2021 an Probanden getestet wird.

    Konjunktur hängt vom Fremdenverkehr ab

    Seit Schließung der Grenzen Mitte März 2020 fallen die Touristeneinkünfte völlig weg, und der leicht steigende Inlandstourismus kann diese Einnahmeausfälle kaum ausgleichen. Fachleute schätzen, dass der internationale Tourismus 2019 noch rund 14 Prozent zur Wirtschaftsleistung beigetragen hatte.

    Die staatliche Vermarktungsstelle Tourism Authority of Thailand und Verbände schlagen immer wieder Lockerungen der Quarantänevorschriften vor. Strenge Einreisebestimmungen für Touristen und Geschäftsreisende dürften aber erst bei erfolgreichen Impfungen gelockert werden.

    Erfolge gegen Covid-19 sollen nicht gefährdet werden. Gesundheitsbehörden und Bürger konnten Infektionen mit Disziplin und mit gegenseitiger Rücksichtnahme eindämmen. Neuinfektionen und Erkrankungen mit dem Virus sind vergleichsweise gering.

    Lieferkettenprobleme hemmen den Außenhandel

    Thailand profitierte vor Covid-19 wie kaum ein anderes Land von der Globalisierung. Der Wert der Warenausfuhr entsprach 2020 rund 45 Prozent des BIP, und die Exportquote lag auf Augenhöhe mit der Deutschlands. Die wichtigsten Industriezweige Nahrungsmittel, Kraftfahrzeuge und Elektroindustrie lieferten 2020 sogar mehr als die Hälfte ihrer Produktion ins Ausland..

    Die Coronapandemie unterbricht seit Frühjahr 2020 aber Lieferketten und lähmt den internationalen Handel. Unternehmen klagen insbesondere über die anhaltenden Engpässe im Container-Seeverkehr mit hohen Frachtraten und völlig ungewissen Lieferzeiten.

    Branchen müssen sich unterschiedlich anpassen

    Thailand ist der größte Kfz-Standort in Südostasien. Der Industrieverband Federation of Thai Industries (FTI) erwartet, dass 2021 rund 1,5 Millionen mehrspurige Fahrzeuge und damit etwa 5 Prozent mehr als im Vorjahr von den Bändern rollen.

    Der FTI prognostiziert zudem eine Zunahme der Produktion von Motorrädern um 15 Prozent auf 1,9 Millionen Stück. Die Vorkrisenniveaus wären damit allerdings noch nicht erreicht, denn die Finanzlage der Unternehmen und Haushalte ist angespannt. Viele können sich größere Anschaffungen kaum noch leisten.

    Besser sieht die Nachfrage nach Verbrauchsgütern aus. Die Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken läuft relativ stabil. Produzenten von verpackten Lebensmitteln und Fertiggerichten sind gut ausgelastet. Der Absatz von Frischwaren und Getränken an die Gastronomie ist hingegen geschrumpft.

    Sehr exportorientiert arbeitet die Elektronikindustrie. Bei Halbleitern und Transistoren steigt die Produktion. Ferner produziert und bestückt die Branche Leiterplatten, fertigt Festplatten und andere elektronische Bauteile für den Weltmarkt. Viele Bereiche profitieren von Aufträgen aus China und von Verlagerungen von Betrieben aus China.

    Auch in der Gesundheitswirtschaft laufen die Geschäfte unterschiedlich. Einerseits brechen die Umsätze im Medizintourismus weg, andererseits geben die Bürger mehr Geld für die Gesundheitsvorsorge aus. Covid-19 schärft das Bewusstsein und beschleunigt auch in dieser Branche einen Strukturwandel.

    Von Thomas Hundt | Bangkok

  • Konjunktur- und Hilfsprogramme

    Thailand unterstützt bedürftige Bürger und Unternehmen. Die Zentralbank sorgt für Liquidität. (Stand: 30. März 2021)

    Die thailändische Regierung verabschiedete 2020 drei Hilfspakete in Höhe von zusammengenommen über 70 Milliarden US-Dollar (US$). Dies entsprach circa 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Ein Teil dieser Mittel steht auch 2021 noch zur Verfügung.

    Unternehmen werden auch 2021 etwas entlastet

    Unternehmen zahlen vom 1. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2021 einen von 3 Prozent auf 2 Prozent reduzierten Satz der Quellensteuer (Withholding Tax), wenn ihre Zahlungen über das elektronische Quellensteuersystem erfolgen. Der reduzierte Satz gilt für Leistungen wie Honorare, Makler- und Anwaltsgebühren, Kommissionen, Zahlungen für Urheberrechte, Architektur- und Ingenieurleistungen sowie Auftragsarbeiten.

    Betriebe, die von Covid-19 betroffen sind, können von Januar bis Juni 2021 ihre Zahlungen an den Pensionsfonds Provident Fund aussetzen oder verschieben. Das Finanzministerium hat den auf 7 Prozent reduzierten Satz der allgemeinen Mehrwertsteuer (Value Added Tax) bis zum 30. September 2021 verlängert. Ferner können Firmen mit weniger als 200 Beschäftigten unter bestimmten Voraussetzungen ihre Zinszahlungen für Kredite von der Steuer abziehen.

    Wegen Covid-19 geschlossene Unternehmen erhalten Leistungen

    Arbeitgeber müssen Beschäftigten, die sich wegen Covid-19 in Quarantäne oder in einem Krankenhaus befinden, Löhne nicht fortzahlen. Der Social Security Fund unterstützt in solchen Fällen sozialversicherte Arbeitnehmer mit 50 Prozent des Lohns für die Dauer von maximal 90 Tagen. Berechnungsgrundlage ist der Monatslohn bis zu einem Betrag von 15.000 Baht (circa 500 US$). Diese Beträge erhalten auch sozialversicherte Beschäftige von Firmen, die auf staatliche Anordnung wegen der Pandemie temporär den Betrieb schließen müssen.

    Ein staatliches Kurzarbeitergeld gibt es nicht. Unternehmen, die unter geringeren Einnahmen und Aufträgen leiden, haben mit ihren Beschäftigten kürzere Arbeitszeiten bei niedrigeren Löhnen und Gehältern vereinbart.

    Falls Betriebe Mitarbeiter entlassen, zahlt das Social Security Office seit März 2020 Arbeitslosen 200 Tage lang 70 Prozent des Monatslohns (statt 50 Prozent wie vor Coronazeiten). Maximale Bemessungsbasis sind auch hier 15.000 Baht. Kündigt der Arbeitnehmer, erhöht die Sozialversicherung das Arbeitslosengeld von 30 Prozent auf 45 Prozent des Monatslohns für maximal 90 Tage. Die erhöhten Sätze gelten bis zum 22. Februar 2022.

    Staat investiert mehr

    Weil das Finanzministerium für die Maßnahmen über 30 Milliarden US$ an zusätzlichen Schulden aufnimmt, steigen die Staatsschulden nach Berechnungen der Behörde Public Debt Management Office von 41 Prozent 2019 auf 57 Prozent der Wirtschaftsleistung im Jahr 2021.

    Staatliche Stellen sind zudem angehalten ihre Projekte zügig auszuschreiben und zu vergeben. Der Thinktank National Economic and Social Development Council erwartet daher, dass 2021 die öffentlichen Investitionen real um satte 11 Prozent zulegen werden.

    Das Finanzministerium möchte von 2020 bis 2027 Public-Private-Partnership Vorhaben (PPP) in einem Umfang von insgesamt rund 35 Milliarden US$ von privaten Investoren realisieren lassen. Das für Staatsunternehmen zuständige State Enterprise Policy Office (SEPO) führt derzeit 92 PPP-Infrastrukturprojekte auf, von denen 18 als vorrangig eingestuft sind. Auch ausländische Unternehmen können sich auf die Vorhaben bewerben.

    In- und ausländische Investoren können bei der Investitionsförderstelle Board of Investment of Thailand (BOI) umfangreiche Befreiungen von Steuern und Einfuhrabgaben für neue Projekte beantragen. Das BOI hat die Abgabe von Dokumenten und Anträgen wegen der Pandemie auf Online-Verfahren umgestellt und befreit bis Ende 2021 Investments, die einen Wert von umgerechnet circa 32 Millionen US$ übertreffen, zusätzlich von der Körperschaftsteuer.

    Banken helfen bei finanziellen Schieflagen

    Die Asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank, ADB) bezeichnet den thailändischen Finanzmarkt als relativ robust. Staat und Banken seien mit genügend Reserven ausgestattet, um die aktuelle Krise abzumildern und einen Aufschwung zu stützen.

    Immer mehr private Unternehmen und Haushalte geraten allerdings in finanzielle Schieflagen. Die Zahl der Kredite, die die Zentralbank (Bank of Thailand, BOT) als uneinbringlich oder mit Risiken behaftet einstuft, nimmt zu. Die BOT möchte verhindern, dass noch mehr Verbraucher und Firmen ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Das Finanzministerium und die BOT haben daher am 23. März 2021 ein weiteres Paket im Umfang von 11 Milliarden US$ für die Vergabe von zinsgünstigen Softloans und Restrukturierungen von Schulden verabschiedet.

    Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können bei ihrer Bank Anträge auf zwei- bis fünfjährige Softloans mit einem vergünstigten Zinssatz von 2 Prozent stellen. Dabei bürgt die BOT für 70 Prozent der Kreditsumme. Marktübliche Zinssätze sind 6 Prozent bis 10 Prozent. Auch der staatliche Kreditversicherer Thai Credit Guarantee Corporation übernimmt für neue KMU-Kredite zusätzliche Bürgschaften.

    Alle Unternehmen aus der Tourismusbranche und KMU aus anderen Wirtschaftsbereichen können zudem bei der staatlichen Government Savings Bank und bei der Small and Medium Enterprise Development Bank of Thailand zinsgünstige Softloans beantragen.

    Die BOT informiert auf ihrer Covid-19-Sonderseite in thailändischer Sprache über die genauen Instrumente und Verfahren, die Firmen und Privatpersonen in Anspruch nehmen können. Die Deutsch-Thailändische Handelskammer und Germany Trade & Invest berichten auf der Webseite Covid-19 Update über weitere staatliche Hilfsmaßnahmen des Staats. Die Sonderseite verlinkt auch zu staatlichen Stellen und weiteren Informationsquellen.

    Von Thomas Hundt | Bangkok

  • Einschränkungen im Personen- und Warenverkehr

    Personen, die nach Thailand reisen möchten, benötigen eine Erlaubnis. Quarantäne bleibt Pflicht, wird aber angepasst. (Stand: 30. März 2021)

    Das 2020-Covid-19- Krisenzentrum (Center for COVID-19 Situation Administration, CCSA) legt die Einreisesonderregeln fest. Das CCSA wird einige Einschränkungen aufrechterhalten, denn das Amt für Seuchenbekämpfung stellt während der obligatorischen Quarantäne immer wieder Covid-19-Fälle fest. Ab dem 1. April 2021 wurden die Quarantänezeiten verkürzt.

    Geschäftsreise- und Touristenvisa wieder möglich

    Geschäftsreisende und Touristen aus einer Reihe von Ländern können Visa und Einreisebescheinigungen beantragen. Folgende sonstigen Personengruppen dürfen außerdem Anträge auf Einreise stellen:

    • Thailändische Staatsangehörige
    • Ausländische Ehepartner, Kinder und Eltern thailändischer Staatsangehöriger
    • Ausländer mit einer thailändischen Wohnsitzbescheinigung
    • Ausländer mit einem Jahresvisum (Kategorien O-A und O-X)
    • Ausländer, die eine Arbeitsgenehmigung haben, und ihre Ehepartner und Kinder
    • Gastarbeiter mit einer Arbeitsgenehmigung und einem Aufenthaltsvisum
    • Ausländische Studierende mit einer behördlichen Genehmigung
    • Ausländer, die medizinische Behandlung benötigen, und ihre Begleitpersonen
    • Diplomaten und Repräsentanten ausländischer Regierungen
    • Personen mit Sondergenehmigungen oder auf Sondereinladung

    Einem Einreiseantrag müssen folgende Dokumente beigefügt werden: Krankenversicherungsnachweis für die Aufenthaltsdauer in Thailand (inklusive Abdeckung von Covid-19-Behandlungen), je nach Reisezweck ein Visum, weitere Nachweise je nach Personengruppe und ein Buchungsnachweis für eine spezielle Quarantäneeinrichtung.

    Eine Liste der Quarantäne-Hotels und deren Preise sind unter http://www.hsscovid.com abrufbar. Die ASQ-Hotels und -Resorts haben ihre Zimmer gemäß ASQ-Hygienevorschriften umgebaut, kooperieren mit einem Krankenhaus und haben ihr Personal entsprechend geschult. Die thailändische Botschaft oder die Generalkonsulate stellen bei Vorlage aller Dokumente ein Einreisezertifikat (Certificate of Entry) aus.

    Aktuelle Informationen zu Einreisebeschränkungen

    Mehrere europäische Fluggesellschaften bieten Flüge nach Thailand an. Am Flughafen muss vor Abflug ein negativer Covid-19 RT-PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) vorliegen. Ausländer müssen vor Abreise außerdem die TrackingApp ThailandPlus auf ihrem Smartphone installieren.

    Quarantäne auf eigene Kosten

    Alle Einreisenden werden in Thailand am Flughafen empfangen und in Fahrzeugen mit Isolierzellen abgeholt. Sie müssen sich direkt in ihre vorab bezahlte Quarantäneeinrichtung begeben. Die Quarantäne dauert acht, elf oder 15 Nächte. Acht Nächte gelten für geimpfte Personen, die ein Impfzertifikat vorweisen können. Die elf oder 15 Nächte hängen von der Einstufung des Einreiselandes ab. Einreisen aus Ländern mit Corona-Mutationen erfordern 15 Nächte Quarantäne, ansonsten elf Nächte. Das Gesundheitsministerium wird die Ländereinstufungen regelmäßig anpassen.

    Während der Quarantäne werden mehrere RT-PCR Tests durchgeführt. Wenn auch der letzte Test negativ ausfällt, können sich Ausländer nach der Quarantäne im Inland frei bewegen. Die thailändischen Fluggesellschaften bedienen zahlreiche Inlandsverbindungen.

    Falls eine Verbreitung des Virus im Inland droht, können Behörden an den innerstaatlichen Administrationsgrenzen Gesundheitskontrollen durchführen, die Bewegungsfreiheit einschränken und Lockdowns verhängen. Ausländer sollten daher die Nachrichtenlage verfolgen und öffentliche Anweisungen unbedingt befolgen.

    Schutzmaßnahmen während des Aufenthalts beachten

    Eine Maskenpflicht gilt in Geschäften, Gebäuden, Parks, Museen, Verkehrsmitteln und in Taxis. In Bangkok tragen die meisten Menschen auch auf der Straße einen Mund-Nasen-Schutz. Darüber hinaus halten die Bürger Abstandsregeln und -markierungen ein.

    An Eingängen zu Gebäuden oder Parks wird die Körpertemperatur kontaktlos gemessen. Besucher müssen sich zudem an vielen Orten vor dem Zutritt mit ihrem Namen und ihrer Telefonnummer registrieren. Dies erfolgt entweder handschriftlich oder über einen QR-Code, den das Smartphone der Person einliest. Der Code führt auf eine nationale Webseite oder eine weitere vorinstallierte App zur Kontaktverfolgung. Diese heißt ThaiChana, was übersetzt bedeutet "Thailand gewinnt".

    Keine Einschränkungen im Warenverkehr

    Thailand zählt zu den relativ offenen Volkswirtschaften mit meist niedrigen Einfuhrabgaben. In einigen Branchen sind nicht-tarifäre Handelshemmnisse, insbesondere Standards und Zulassungsverfahren, allerdings noch verbreitet.

    Die Regierung hat den internationalen Warenverkehr während Covid-19 nicht eingeschränkt. Die Investitionsförderstelle Thailand Board of Investment (BOI) lanciert seit Juli 2020 die Kampagne "Think Resilience, Think Thailand". Der Standort positioniert sich hier mit seiner Widerstandskraft gegen die Pandemie und bietet sich als zusätzlicher oder alternativer Standort zu China an.

    Die Regierung strebt zudem eine Modernisierung und Automatisierung von Zukunftsbranchen mit Hilfe neuer Ausrüstungen an. Vom BOI genehmigte Investitionsvorhaben können Maschinen zollfrei einführen.

    Thailand hat 2020 das asiatisch pazifische Freihandelsabkommen Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) unterzeichnet. Die Regierung studiert zudem Vor- und Nachteile eines Beitritts zum Handelsabkommen Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership und führt mit der Europäischen Union Gespräche über eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen.

    Mehr Informationen rund um Freihandel und neue Handelshemmnisse finden Sie in unserem Themenschwerpunkt Offene Märkte.

    Von Thomas Hundt | Bangkok

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