Zollbericht Welt Freihandelsabkommen (Warenursprung, Präferenzen)

FAQ - Handelspolitik (Freihandel vs. Protektionismus)

Offene Märkte sind die Grundlage für Wachstum und Wohlstand in Deutschland.

Freihandel und Protektionismus sind dabei zwei gänzlich verschiedene Ansätze. Für welche Handelspolitik sich ein Land entscheidet und warum ein steigender Protektionismus im Trend ist, erfahren Sie bei GTAI.

Warum handeln Staaten protektionistisch?

Staaten handeln aus verschiedenen Gründen protektionistisch. Dabei könnten folgende Gründe angeführt werden:

  • Schutz junger und unerfahrener Unternehmen im Inland;
  • Schutz der Gründungsunternehmen aufgrund hoher Anfangsinvestitionen (Trittbrettfahrer vorbeugen);
  • Abwanderung nationaler Unternehmen in Niedriglohnländer verhindern;
  • Einkommensniveau im Inland halten;
  • Beschäftigungsniveau im Inland halten;
  • Nationale Sektoren im Inland halten;
  • Wettbewerbsnachteile durch unterschiedliche Steuersätze vorbeugen;
  • Staatseinnahmen generieren;
  • Attraktivität inländischer Waren erhöhen;
  • Druckmittel, um nationale Interessen durchzusetzen.

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Was sind tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse?

Tarifäre Hemmnisse (Zölle, Mindestpreise und Exportsubventionen) sind protektionistische Maßnahmen, die den Außenhandel in direkter Weise beschränken. Die Ziele tarifärer Hemmnisse sind der Schutz der inländischen Wirtschaft vor dem Wettbewerb des Auslands und die Generierung zusätzlicher Staatseinnahmen.

Nichttarifäre Handelshemmnisse sind all die Maßnahmen, die nicht in Listen oder Zolltarifen geführt werden und ausländischen Teilnehmern den Zugang zum inländischen Markt erschweren. Aufgrund ihrer Intransparenz lassen sich nichttarifäre Maßnahmen nur schwer erfassen und setzen zudem den Preismechanismus außer Kraft. 

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Schafft der Freihandel wirklich Vorteile?

Ja, ein freier Handel bzw. ein Markt ohne Barrieren sorgt für die Ausweitung des Güter- und Dienstleistungsangebotes im Inland, da ohne zusätzliche Kosten Waren aus dem Ausland importiert werden können. Die Verbraucher können folglich auf ein größeres Warenangebot innerhalb des Landes zurückgreifen und zudem Waren aus dem Ausland, die möglicherweise dort günstiger sind, beziehen. Zudem können sich Unternehmen zusammenschließen und gemeinsam Waren produzieren, Wissen austauschen und sich spezialisieren. Aber auch der Konkurrenzdruck wird durch den Freihandel gesteigert, was sodann in einer Qualitätssteigerung mündet.

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Hat der Freihandel auch Nachteile?

Verlegt ein deutsches Unternehmen die Produktion z.B. in ein Niedriglohnland, um Kosten zu sparen, erhöhen sich die Arbeitsplätze im Ausland, jedoch verlieren die deutschen Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz.

Zudem führt die Arbeitsteilung zu starken Abhängigkeiten, da bestimmte Produkte nur im Ausland hergestellt oder angebaut werden. Dies kann als Druckmittel des Auslandes eingesetzt werden, um ggf. nationale Interessen durchzusetzen. Handelt es sich um elementare Produkte, auf die das Ausland angewiesen ist, können Abhängigkeiten große Nachteile mit sich bringen.

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