Wirtschaftsstandort | Bosnien und Herzegowina

Interesse am Wirtschaftsstandort Bosnien und Herzegowina wächst

Deutsche Firmen nehmen das Westbalkanland verstärkt als Produktionsstandort unter die Lupe. Doch die Herausforderungen bleiben seit Jahren gleich.

Hans-Jürgen Wittmann

Von Hans-Jürgen Wittmann | Belgrad

Mit einer Bevölkerung von etwa 3,2 Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 26 Milliarden Euro 2024 ist Bosnien und Herzegowina die zweitgrößte Volkswirtschaft auf dem Westbalkan. Deutsche Firmen betrachten das Land vor der Haustüre der EU als wettbewerbsfähigen Produktionsstandort. Der Bestand deutscher Direktinvestitionen stieg 2023 um 14,4 Prozent auf 412 Millionen Euro.

Politisch bleibt die Lage komplex: Auch 30 Jahre nach dem Friedensabkommen von Dayton steckt Bosnien und Herzegowina in einer Dauerkrise. Milorad Dodik, Präsident der Republika Srpska, missachtet wiederholt Anordnungen des Hohen Repräsentanten und droht mit einer Abspaltung der Entität. Der Streit bremst eine mögliche EU-Integration. Für Firmen im Land ist diese Drohkulisse längst Teil der Lebensrealität.

  • Bosnien und Herzegowina profitiert von seinem Rohstoffreichtum und der verarbeitenden Industrie. Aber auch der Tourismus und die IT-Branche setzen Impulse.

    Bosnien und Herzegowina ist immer noch stark von den Balkankriegen der 1990er Jahre geprägt. Das ursprünglich als Provisorium ausgehandelte Dayton-Abkommen von 1995 ist immer noch in Kraft. Das politische System ist in den beiden Entitäten Föderation Bosnien und Herzegowina sowie Republika Srpska stark föderalisiert. Dazu kommt das Sonderverwaltungsgebiet Brčko. Beide Entitäten verfügen über eigene Regierungen und Kompetenzen. Die Dezentralisierung bringt ein Mehr an Bürokratie mit sich.

    Auch wirtschaftlich hat Bosnien und Herzegowina bereits mehrere Transformationen durchlebt. Dominierten zu Zeiten Jugoslawiens vor allem Großbetriebe wie in der Kfz-Industrie die Wirtschaft des Landes, prägen heute vor allem kleine und mittelständische Firmen das Bild.

    Perspektivisch möchte das Land EU-Mitglied werden. Im Dezember 2022 erhielt das Land den Status als Beitrittskandidat. Nach anfänglichen Fortschritten ist auch dieses Thema mittlerweile zur Geisel innenpolitischer Ränkespiele geworden. Ein rascher Beitritt scheint unwahrscheinlich.

    Aktuell steht die bosnische Wirtschaft vor der Herkulesaufgabe, die grüne Transformation zu bewältigen. Wenn lokale Firmen auch nach dem 1. Januar 2026, dem Tag des Inkrafttretens des Carbon Border Adjustment Mechanism, in den Lieferketten deutscher Firmen bleiben wollen, müssen sie verstärkt in grüne Technologien investieren.

    3,2 Mio.

    Menschen lebten 2024 in Bosnien und Herzegowina.

    Quelle: UNCTAD, 2025

    26,6 Mrd.

    Euro betrug das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024.

    Quelle: Internationaler Währungsfonds 2025

    7.702

    Euro betrug das nominale BIP pro Kopf 2024.

    Quelle: Internationaler Währungsfonds 2025

    Rang 67

    belegte das Land 2024 unter den deutschen Außenhandelspartnern.

    Quelle: Destatis 2025

    Rang 114

    nimmt das Land im Corruption Perceptions Index 2024 ein (unter 180 Ländern).

    Quelle: Transparency International 2024

    1,7 %

    betrug die Analphabetenquote im Jahr 2022.

    Quelle: Weltbank 2025

    Ausführliche Informationen zur Wirtschaft finden Sie in den Wirtschaftsdaten kompakt.

    Industrie, Tourismus und IKT mit starkem Wachstumspotenzial

    Wichtigster Wachstumstreiber in Bosnien und Herzegowina bleibt die Industrie. Verarbeitete Produkte machen rund 70 Prozent der Gesamtexporte des Landes aus. Produkte aus der Metallbearbeitung zum Beispiel gehen größtenteils nach Deutschland, Österreich und Italien. Der Fertigungssektor profitiert von qualifizierten Arbeitskräften und kostengünstiger Produktion. Daher wird der Standort für Outsourcing immer attraktiver. Auch die Autozulieferindustrie siedelt sich verstärkt im Land an. Weitere wichtige Zugpferde sind die Elektro- und Elektronikindustrie sowie die traditionell starke Holz- und Möbelindustrie.

    Auch der Bergbau bleibt von Bedeutung. Reiche Vorkommen an Kohle, Eisenerz und Kupfer, die meist im Tagebau gefördert werden, sorgen für Wirtschaftswachstum und Exporteinnahmen. Allein die elf Kohleminen im Land generieren Brennstoff für rund 60 Prozent der Stromerzeugung. Im Zuge der Transformation der Energieerzeugung setzt Bosnien und Herzegowina zudem verstärkt auf den Ausbau der Windenergie.

    Abseits von den klassischen Wirtschaftszweigen sorgen der Tourismus und die IT-Branche für Wachstum. Im Tourismus ziehen die Hoch- und Mittelgebirgslandschaften, eine weitgehend unberührte Natur und ein reiches kulturelles Erbe mehr und mehr in- und ausländische Gäste an. Das Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot wurde bereits deutlich ausgebaut. Jeder zweite Arbeitnehmer im Land ist im Dienstleistungssektor angestellt.

    In der Informations- und Kommunikationstechnologien sorgt die steigende Nachfrage nach Software für dynamisches Wachstum. Die Perspektiven bleiben langfristig gut. Internationale Unternehmen wollen von den wettbewerbsfähigen Arbeitskosten und hochqualifizierten Fachkräften profitieren und lagern Softwareentwicklung und IT-Dienstleistungen in das Westbalkanland aus. Die Entwicklung der Branche fördern zudem Technologieparks.

    SWOT-Analyse Bosnien und Herzegowina

    S

    Stärken Strengths

    • Geografische Nähe zum EU-Markt
    • Nahezu zollfreier Handel mit der EU
    • Wettbewerbsfähige Kostenstruktur und attraktive Steuersätze
    • Verfügbarkeit von Rohstoffen und diversifizierte industrielle Basis
    • An Euro gekoppelte Landeswährung
    W

    Schwächen Weaknesses

    • Politische Instabilität und komplexe Verwaltungsstruktur
    • Hoher Modernisierungsbedarf der Infrastruktur
    • Überschaubare Größe des Binnenmarktes
    • Unzureichend praxisorientierte Ausbildung
    • Ineffiziente Verwaltung und bürokratische Hürden
    O

    Chancen Opportunities

    • Wachsendes Potenzial als Nearshoring- und Sourcing-Standort
    • EU-Beitrittskandidatenstatus seit Dezember 2022
    • Mitgliedschaft in EFTA, CEFTA sowie Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU
    • EU-Vorbeitrittshilfen und Finanzhilfen bilateraler und internationaler Geber
    • Mittelfristige EU-Integration
    T

    Risiken Threats

    • Latenter ethnischer Konflikt und politische Dauerkrise
    • Starke Emigration und daraus resultierender Fachkräftemangel
    • Korruption und intransparente öffentliche Ausschreibungen
    • Zögerliche Implementierung von Reformen
    • Starke Abhängigkeit von fossilen Energieträgern

    Deutsche Firmen intensivieren Engagement in Bosnien und Herzegowina

    Das zweitgrößte Westbalkanland weckt das Interesse von immer mehr deutschen Unternehmen. Die Bundesrepublik ist der wichtigste Handelspartner des Landes. Besonders als Nearshoring-Standort und Beschaffungsmarkt macht sich Bosnien und Herzegowina einen Namen.

    Im World Business Outlook der Auslandshandelskammern (AHK) vom Frühjahr 2025 bewerten die teilnehmenden Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage in Bosnien und Herzegowina positiver als im weltweiten Vergleich. Auch bei den Investitions- und Beschäftigungsabsichten schneidet das Land im weltweiten Vergleich stärker ab.

    Bei den Risiken nennen die teilnehmenden Firmenvertreter die unklare Wirtschaftspolitik des Landes, vor steigenden Arbeitskosten sowie dem Fachkräftemangel. Eine Mehrheit erwartet hingegen keine direkten negativen Auswirkungen der neuen US-Handelspolitik auf ihre Geschäfte im Land.

    "Bosnien und Herzegowina erweist sich dank der Nähe zu den EU-Märkten, einer starken Industrietradition und qualifizierter Arbeitskräfte als attraktiver Wirtschaftsstandort. Unsere Erwartungen hinsichtlich Produktivität, Flexibilität und Mitarbeiterengagement wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen."

    Mahmut Galijašević, Geschäftsführer bei Mann+Hummel BA.

    Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen sind wichtigste Wachstumstreiber in Bosnien und HerzegowinaAnteile in Prozent
    Sektor

    Anteil an der Bruttowertschöpfung 2023

    Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

    4,6

    Bergbau

    1,3

    Verarbeitendes Gewerbe

    13,3

    Energieerzeugung

    3,7

    Baugewerbe

    4,6

    Groß- und Einzelhandel, Reparatur von Kfz

    14,8

    Transport und Logistik

    3,5

    IKT

    4,7

    Gesundheit und Soziales

    4,8

    Quelle: Statistikagentur Bosnien und Herzegowinas 2025

    Regionen: Sarajewo und Banja Luka bedeutendste Wirtschaftszentren

    Bosnien und Herzegowina ist in der Föderation in zehn Kantone und in der Republika Srpska in sieben Regionen gegliedert. Hinzu kommt der Distrikt Brčko. Sie alle tragen jeweils unterschiedlich stark zur Wirtschaftsleistung bei. Dreh- und Angelpunkt des wirtschaftlichen Lebens ist Sarajewo. Die Hauptstadt ist Zentrum der Geschäftsaktivitäten und ausländischer Investitionen. Sarajewo weist das höchste BIP pro Kopf auf. Getragen wird es von Finanzdienstleistungen, Handel und staatlicher Verwaltung.

    Daneben spielt die geografische Lage und damit die Nähe zum europäischen Binnenmarkt eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Bedeutung einzelner Regionen. Das im Norden gelegene Banja Luka, das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum der Republika Srpska, verfügt über eine starke Industrie- und Dienstleistungsbasis. Tuzla und Zenica sind Industriezentren im Landesinneren mit einem starken Bergbau- und Energiesektor. Mostar im Südwesten des Landes profitiert in erster Linie von Tourismus und Handel. Weitere Wirtschaftszentren sind die Städte Bijeljina im Osten sowie Prijedor und Bihać im Nordwesten des Landes.

    Eckdaten der wichtigsten Regionen in Bosnien und Herzegowina (2023)
    Region

    BIP pro Kopf (in Euro)

    Bosnien und Herzegowina

    7.459

    Entität Republika Srpska

    7.378

    Entität Föderation Bosnien und Herzegowina

    7.571

    * Umrechnung anhand des durchschnittlichen Wechselkurses für 2023: 1 Euro = 1,95583 Konvertible Mark.Quelle: Statistikagentur Bosnien und Herzegowinas 2025

    Hans-Jürgen Wittmann

    Von Hans-Jürgen Wittmann | Belgrad

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  • Gute Standortfaktoren erhöhen das Interesse ausländischer Firmen an Bosnien und Herzegowina. Das Land will für Investoren attraktiver werden. Doch das Umfeld bleibt herausfordernd.

    Eine gut ausgeprägte industrielle Basis, wettbewerbsfähige Arbeitskosten sowie die geografische Nähe zum EU-Markt machen Bosnien und Herzegowina zu einem attraktiven Ziel ausländischer Direktinvestitionen (FDI). Besonders seit der Coronapandemie verzeichnet das Land einen starken FDI-Zufluss, darunter auch aus Deutschland.

    Chancen und Herausforderungen prägen Investitionsklima

    Bei den FDI handelt es sich meist um Gewinne, die in neue Vorhaben reinvestiert werden. Häufig fließen die Mittel in Nearshoring-Projekte, mit denen die Produktion aus Asien wieder näher an den Hauptabnehmermarkt EU zurückgeholt wird. Der Großteil der FDI fließt dabei in die verarbeitende Industrie, das Bankenwesen, sowie den Telekommunikations- und Energiesektor.

    Doch die politische Dauerkrise und die zunehmende Unsicherheit könnten Investoren verunsichern und dazu verleiten, geplante Vorhaben in anderen Ländern der Region zu realisieren. Zudem sehen sich ausländische Investoren mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen vor allem der ineffiziente öffentliche Sektor, eine überbordende Bürokratie, die uneinheitliche Auslegung von Regeln und Vorschriften sowie Korruption.

    Anrainer bleiben wichtigste Investoren

    Die größten ausländischen Investoren in Bosnien und Herzegowina kommen aus den Nachbarstaaten Kroatien, Serbien, Österreich und Slowenien. Unternehmen aus Deutschland landen auf Platz 5. Viele Investitionen aus der Bundesrepublik werden jedoch auch über die Südosteuropa-Zentralen der Konzerne in Österreich abgewickelt.

    Investitionen aus China spielen in Bosnien und Herzegowina kaum eine Rolle. Dafür gehören die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Kuwait zu den Top 15-Investoren.

    Eine Sonderrolle spielt Russland: Im Jahr 2023 flossen rund 192 Millionen Euro an FDI ins Land. Dabei dürfte es sich allerdings um einen Einmaleffekt handeln. Im Vorjahr vereinbarte das größte Land der Erde mit der Entität Republika Srpska den Bau von zwei Gaskraftwerken. Damit will der Kreml die Abhängigkeit des Landes von Gaslieferungen zementieren.

    Mit der weiteren EU-Integration wird das Land für neue Investitionen in Schlüsselbranchen wie die Metallverarbeitung und erneuerbare Energien noch attraktiver. Zudem peilt Bosnien und Herzegowina die Mitgliedschaft in der Single European Payment Area (SEPA) an. Nach der Implementierung könnten Überweisungen ohne Gebühren getätigt werden. Doch aktuell erfüllt das Land noch nicht die notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen.

    Deutsche Firmen investieren in verarbeitende Industrie und Energie

    Rund 550 meist kleine und mittelständische Unternehmen mit deutschem Kapital sind auf dem bosnischen Markt aktiv und beschäftigen rund 25.000 Mitarbeitende. Branchengrößen wie Mann+Hummel, Siemens oder Lidl haben in der Autozuliefer-, der Energiewirtschaft sowie im Groß- und Einzelhandel investiert.

    Vor allem in der Autozulieferindustrie spielen deutsche Firmen eine entscheidende Rolle in den Lieferketten. Zulieferbetriebe fertigen vor Ort unter anderem Bremssysteme oder Sitze für OEM wie Volkswagen, BMW oder Audi. Im Maschinenbau investieren deutsche Unternehmen in Betriebe zur Bearbeitung von Metallteilen, die größtenteils nach Deutschland geliefert werden. In der Energiewirtschaft konzentrieren sich deutsche Investoren auf erneuerbare Energien, insbesondere in Wind- und Solarparks. Zudem erweitern deutsche Discounter wie Lidl ihre Präsenz im Land.

    Die meisten deutschen Firmen bearbeiten den Markt zusammen mit lokalen Partnern oder unterhalten eigene Fertigungsstätten.

    Ausgewählte deutsche Investoren in Bosnien und HerzegowinaStand: Mai 2025

    Unternehmen

    Branche

    Angestellte
    Pass AutomotiveProduktion von Gummischläuchen für die Kfz-Industrie in Bijeljina

    1.000

    Mann+HummelProduktion von Filtersystemen für die Kfz-Industrie in Tešanj

    770

    MubeaProduktion von Faserverbundwerkstoffen für die Kfz-Industrie in Prnjavor

    700

    VolkswagenProduktion von Kfz-Bauteilen in Vogošća

    500

    Veritas AutomotiveProduktion von Kunststoffteilen für die Kfz-Industrie in Sarajevo-Rajlovac

    370

    Quelle: Pressemeldungen, Unternehmenswebsites

    Investitionsförderung: Anreize auf verschiedenen Ebenen

    Bosnien und Herzegowina steht im Wettbewerb mit Serbien und Nordmazedonien um ansiedlungswillige ausländische Unternehmen. Zentrale Anlaufstelle für Investoren ist die Foreign Investment Promotion Agency (FIPA). Die Investitionsfördergesellschaft gewährt Zollvergünstigungen und unterstützt Firmen bei der Ansiedlung in Freizonen. Doch generell hängen Fördermaßnahmen stark vom Standort ab. 

    Gesamtstaat bietet Zollvorteile und Freizonen

    Auf gesamtstaatlicher Ebene setzt das Land vor allem auf Zollvorteile. Investoren dürfen zum Beispiel Produktionsausrüstung für den Neubau oder die Erweiterung einer bestehenden Fertigung, die Modernisierung der Produktion, die Einführung neuer oder die Modernisierung bestehender Technologien zollfrei einführen.

    Als bevorzugte Destination für eine Ansiedlung empfiehlt die FIPA Freizonen. Dort niedergelassene Firmen erhalten eine Befreiung auf Mehrwertsteuer und Einfuhrzölle auf Produktionsausrüstung. Zudem sind Investitionen in Freizonen sowie Gewinn- und Investitionstransfers kostenlos.

    Entitäten bieten Investoren Steuervorteile

    Die Entitäten Föderation Bosnien und Herzegowina und Republika Srpska sowie der Distrikt Brčko stellen eigene Investitionsanreize zusammen. Dabei handelt es sich meist um Steuervergünstigungen. In der Föderation beziehen sich diese sowohl auf Investitionen in Anlagen als auch auf neu eingestelltes Personal. Die Republika Srpska gewährt Vergünstigungen auf Investitionen in der Textil-, Bekleidungs-, Leder- und Lederwarenbranche. Der Distrikt Brčko bietet Investoren finanzielle Unterstützung bei der Firmengründung, bei Anschlüssen an notwendige Infrastruktur und für die Anstellung von Mitarbeitern.

    Auf kantonaler Ebene kümmern sich Investitionsförderagenturen wie die Sarajevo Economic Region Development Agency um die Unterstützung ansiedlungswilliger Firmen. Je nach Tätigkeit des Investors gewähren die Agenturen Fördermittel und Zuschüsse.

    Auch Städte und Gemeinden bieten Investitionsanreize. Diese werden in der Regel nur nach individueller Absprache vergeben. Eine gute Anlaufstelle für Investoren sind Gemeinden, die über ein Business Friendly Certificate (BFC) verfügen.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Hans-Jürgen Wittmann

    Von Hans-Jürgen Wittmann | Belgrad

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  • BezeichnungAnmerkung
    Germany Trade & InvestAußenhandelsinformationen für die deutsche Exportwirtschaft
    Delegation der Deutschen Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina (AHK)Lokale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministarstvo vanjske trgovine i ekonomskih odnosa Bosne i HercegovineWirtschaftsministerium
    Agencija za unapredenje stranih investicija u Bosni i Hercegovini (FIPA)Agentur zur Förderung ausländischer Investitionen in Bosnien und Herzegowina
    Foreign Investors Council (FIC)Rat ausländischer Investoren in Bosnien und Herzegowina
    Business Friendly Certification (BFC)Zertifikat für unternehmensfreundliche Gemeinden und Städte
    Deutsche Botschaft SarajevoDeutsche Auslandsvertretung in Bosnien und Herzegowina