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Bulgarien führt den Euro ein

Zum 1. Januar 2026 wechselte Bulgarien amtlich zum Euro. Was deutsche Unternehmen wissen sollten.

Von Yevgeniya Rozhyna | Bonn

Der Beitritt zur Eurozone bedeutet auch Veränderungen im täglichen Geschäftsverkehr. Als Orientierungshilfe hat die Nationale Einnahmeagentur Richtlinien für die Übergangszeit veröffentlicht.

In der Übergangsphase sind folgende Punkte zu beachten:

  • Waren und Dienstleistungen – auch bei Onlineshops und digitalen Verkaufsplattformen – müssen bis zum 8. August 2026 gut sichtbar mit doppelten Preisschildern ausgezeichnet werden.
  • Bis Februar 2026 können Zahlungen weiterhin in Lew erfolgen. Danach ist Euro das ausschließliche Zahlungsmittel.
  • Bankkonten, Kredite, Einlagen und Zahlungsinstrumente werden automatisch und kostenfrei auf Euro umgestellt.

Besonders wichtig sind Änderungen im Steuerverfahren:

  • Alle von der Steuerbehörde festgelegten Forderungen müssen ab dem 1. Januar 2026 in Euro beglichen werden. Zahlt das Unternehmen selbstständig in Lew, erfolgt die Umrechnung durch die Bank automatisch.
  • Steuererklärungen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2025 sind in Lew einzureichen, auch wenn die Abgabe erst 2026 erfolgt. Ab dem 1. Januar 2026 müssen alle Erklärungen in Euro eingereicht werden.
  • Offene Steuerverbindlichkeiten sowie zu viel gezahlte oder eingezogene Beträge, die bis zum 31. Dezember 2025 entstanden sind, werden automatisch zum offiziellen Wechselkurs umgerechnet und in Euro ausgezahlt.

Der aktuelle Wirtschaftsausblick Bulgarien ordnet die wirtschaftliche Entwicklung durch den Euro ein.

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