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Konsolidierung in der Lebensmittelindustrie fördert Investitionen

Die griechische Nahrungsmittelbranche konsolidiert sich und investiert verstärkt in Forschung und Entwicklung. Dabei bleibt sie exportorientiert, ungeachtet der globalen Krisen.

Von Michaela Balis | Athen

Ausblick der Nahrungsmittelindustrie in Griechenland

  • Aufkäufe stärken die Lebensmittelindustrie.
  • Industrie investiert in Forschung und Entwicklung.
  • Branchenexporte steigen.
  • Industrie beklagt hohe Kosten für Energie und Rohstoffe.
  • Preissteigerungen drücken auf Nachfrage.

Anmerkung: Einschätzung der Autorin für die kommenden zwölf Monate auf Grundlage von prognostiziertem Umsatz- und Produktionswachstum, Investitionen, Beschäftigungsstand, Auftragseingängen, Konjunkturindizes etc.; Einschätzungen sind subjektiv und ohne Gewähr; Stand: Mai 2026

 

  • Aus Sorge vor steigenden Preisen begrenzt die Regierung die Gewinnspannen. Die Industrie investiert in Innovation. Deutsch-Griechische Kooperationen bieten gute Chancen.

    Die griechische Ernährungsindustrie steht seit der Eskalation der Lage im Nahen Osten vor neuen Herausforderungen. Hohe Energie‑ und Rohstoffpreise belasten die Branchenunternehmen erneut. Hinzu kommt der Fachkräftemangel in der Landwirtschaft. Die Ernte verläuft dadurch schleppend, und die Produkte verteuern sich.

    Die Branche erwirtschaftet rund 21 Milliarden Euro pro Jahr. Mehr als zwei Drittel der Produktion entfällt auf den Export. Trotz widriger Rahmenbedingungen bleiben die Aussichten verhalten positiv.

    Neben der Erhöhung des Mindestlohns um 4,5 Prozent im Jahr 2025, die die Kaufkraft stützt, setzt auch der Tourismus Impulse. Die Zahl der Besucher erreichte 2025 rund 37 Millionen Menschen und soll Experten zufolge trotz regionaler Konflikte weiter steigen.

    Bevölkerung beklagt hohe Lebensmittelpreise

    Ende März 2026 lag die Inflation in Griechenland bei 3,9 Prozent. Die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke waren zu diesem Zeitpunkt um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau gestiegen.

    Um den Preissteigerungen entgegenzuwirken, führte die griechische Regierung im März 2026 strenge Vorgaben für die Bruttogewinnspanne von Supermärkten, Herstellern und Vertriebsunternehmen ein. Für 61 Grundnahrungsmittel und Güter des täglichen Bedarfs darf die Marge nicht über dem Niveau des Jahres 2025 liegen. Die Begrenzung gilt zunächst bis Ende Juni 2026, kann jedoch bei Bedarf verlängert werden. 

    Einer Umfrage des Forschungsinstituts des Einzelhandels für Verbrauchsgüter (IELKA) vom März 2026 zufolge setzen höhere Lebensmittelpreise Verbraucher besonders stark unter Druck, stärker noch als hohe Brennstoffpreise. Dies bestätigten rund 40 Prozent der etwa 800 Befragten. Von diesen gingen rund zwei Drittel davon aus, in den nächsten sechs Monaten auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein, um ihre Lebensmitteleinkäufe wie gewohnt tätigen zu können.

    Ausgewählte Investitionsprojekte der Ernährungsindustrie in GriechenlandInvestitionen in Millionen Euro
    Akteur/Projekt

    Investitionssumme

    ProjektstandAnmerkungen
    Epirotic Bottling Industry (Tafelwasser)

    100 

    wird bis 2029 umgesetztAusbau der Produktions- und Lagerkapazitäten, Investition in Cloud-Dienste und Erweiterung des Produktsortiments; Installation von Photovoltaikanlagen; Kofinanzierung durch EU-Aufbaufonds
    Athenian Brewery (Bier)

    90

    wird bis 2026 umgesetztInvestitionen in "grüne" Technologien, Verpackungen und in die Produktivität der Brauereien
    Kri Kri (Milchprodukte)

    52

    wird bis 2030 umgesetztEinführung innovativer Technologien, neue Lagertanks und Pasteurisierungsanlagen, Entwicklung neuer Produkte
    Ioniki (Backwaren)

    40

    wird bis 2028 umgesetztneue Produktionsanlage, Lagerräume, Automatisierungssysteme; SwitzGroup (Vereinigte Arabische Emirate) hat Anteile erworben; soll für arabische Staaten produzieren
    Barba Stathis (Tiefkühlgemüse/-fertiggerichte)

    30

    wird bis 2029 umgesetztin Planung; erwägt den Bau einer neuen Produktionsanlage
    Melissa Kikizas (Teigwaren)

    25

    wird umgesetztAusbau der Produktion
    Green Beverages (Erfrischungsgetränke)

    25

    wird umgesetztInvestitionen unter anderem in Digitalisierung; Kofinanzierung durch EU-Aufbaufonds
    Eurimac (Teigwaren)

    2,5

    wird umgesetztModernisierung der Anlage, Investitionen in Cybersecurity
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Deutsch-griechische Kooperationen können beiden Ländern zugutekommen

    Die griechische Lebensmittelindustrie setzt auf den Export. Im Fokus stehen sowohl der Ausbau bestehender Marktanteile im Ausland als auch die Erschließung neuer Märkte.

    Deutschen Unternehmen bieten sich Möglichkeiten, griechische Gesellschaften zu übernehmen, Joint Ventures zu gründen oder im Rahmen von Auftragskooperationen zusammenzuarbeiten. Deutsche Unternehmen oder Kapitalfonds können die Modernisierung der Betriebe und den Einsatz innovativer Technologien mit Kapital unterstützen. 

    Der Wissenstransfer wird zudem durch EU‑Programme und nationale Instrumente gefördert, etwa zwischen deutschen und griechischen Unternehmen.

    Produktion leicht rückgängig

    Mehr als die Hälfte der Branchenunternehmen produzieren Back‑ und Mehlwaren (57Prozent, Stand 2022). Es folgen Hersteller von Ölen (12Prozent) sowie Getränkeproduzenten (7Prozent). Die höchsten Umsätze erzielen die Sparten Milchprodukte, Bäckereien und Mehlverarbeitung (jeweils 16Prozent), gefolgt von der Obst‑ und Gemüseverarbeitung (14Prozent). Danach rangiert die Fleischverarbeitungsindustrie. Dies geht aus einer Studie des griechischen Instituts für Wirtschafts- und Industrieforschung IOBE zur griechischen Ernährungsindustrie aus dem Jahr 2025 hervor. Die höchste Anzahl der Unternehmen in den Unterkategorien entfällt laut Elstat auf die Herstellung von Back- und Süßwaren sowie auf die Käseverarbeitung.

    Im Jahr 2024 ging die Produktion – gemessen in Kilogramm, ohne Getränke– um rund 15Prozent zurück. Hauptgrund war die schwere Flutkatastrophe im September 2023, die die Produktionskapazitäten vieler Betriebe im Folgejahr beeinträchtigte. Positiv entwickelten sich hingegen die Obst‑ und Gemüseverarbeitung (6,5Prozent) sowie die Getränke‑ und Fleischindustrie (10,9Prozent und 3,2Prozent). Deutlich rückläufig war die Produktion in der Backwaren‑ und Mehlindustrie, die um etwa ein Drittel einbrach, ebenso wie in der Milchverarbeitung (–12 Prozent) und bei Ölen und Fetten (–23Prozent).

    Deutschland exportiert nach Griechenland vor allem Melk- und Molkereimaschinen sowie Ernte- und Dreschmaschinen. Deutsche Maschinenanbieter stehen dabei stehen dabei in starker Konkurrenz zu Anbietern aus Italien und China. 

    Griechischer Markt attraktiv für deutsche Anbieter

    Der griechische Lebensmittelmarkt ist vergleichsweise klein. "Er weist aber eine ähnliche Struktur wie der spanische und der italienische Markt auf", sagt Mathias Hoinkis, Inhaber der Süßwarenfabrik Rudolf Hoinkis. Die geringe Größe sei nicht zwingend ein Nachteil. "Wir erwarten keine Riesenaufträge zu Beginn. Wir setzen auf eine langfristige Zusammenarbeit", erklärt Fabian Krämer, Exportmanager beim Süßwaren-Premiumanbieter Viba Sweets aus Thüringen.

    Ausschlaggebend für den Kauf neuer Produkte sind ein attraktiver Preis, handliche Probiergrößen, Werbung sowie Angebote. "Wir müssen keine Standardprodukte verkaufen. Wir können lokale Anbieter dabei unterstützen, ihr Angebot zu erweitern", sagt Franz Xaver Ladenburger, Geschäftsführer der Max Ladenburger Söhne Heimatsmühle. Nicht selten bestehen bereits langjährige Kooperationen mit griechischen Supermärkten, etwa für Biere der Kaiserdom Spezialitäten Brauerei Bamberg, so Mark Osterholzer, Vertriebsleiter des Unternehmens.

    Griechische Konsumenten: Preisbewusst und ihren angestammten Läden treu

    Für Kaufentscheidungen griechischer Konsumenten ist der Preis ausschlaggebend. Darüber informiert die Studie Future Consumer Index von 2025 der Beratungsgesellschaft Ernst and Young. Ebenfalls von Bedeutung sind der gesundheitliche Nutzen eines Produkts und dessen Qualität. Zudem bevorzugen viele Konsumenten lokal produzierte Erzeugnisse.

    Um hohe Preise zu vermeiden, greifen rund 40 Prozent der Verbraucher zu günstigeren Marken mit vergleichbarer Qualität. Mehr als ein Drittel wartet auf Sonderangebote oder weicht auf Eigenmarken aus.  

    Die Ausgaben für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke machten 2024 rund ein Fünftel der gesamten Haushaltsausgaben aus, so Elstat.

    Von Michaela Balis | Athen

  • Große Unternehmen tragen am stärksten zum Umsatz der Branche bei. Die Konsolidierung hält an. Lebensmittelexporte steigen.

    Die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie ist die wichtigste Branche des verarbeitenden Gewerbes in Griechenland. Der Sektor trug im Jahr 2022 rund 23 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei. Zudem beschäftigte er knapp 38 Prozent der Arbeitskräfte in der gesamten Industrie. Dies geht aus einer Studie zur griechischen Lebensmittelindustrie des Instituts für Wirtschafts- und Industrieforschung (IOBE) vom Dezember 2025 hervor.

    Größere Unternehmen bestimmen den Markt

    Nach Daten von Eurostat zählte die griechische Nahrungsmittelindustrie im Jahr 2024 etwa 15.700 Unternehmen mit rund 147.000 Beschäftigten. Die Umsätze der Branche beliefen sich im gleichen Jahr auf 21,9 Milliarden Euro. Lediglich 2,5 Prozent der Unternehmen beschäftigen zwischen 50 und 250 Mitarbeitende und erwirtschaften rund 75 Prozent des Branchenumsatzes, so Eurostat. Knapp 85 Prozent der Hersteller von Lebensmitteln und Getränken beschäftigen weniger als zehn Mitarbeitende.

    Innerhalb der Branche ist die Backwaren- und Mehlindustrie der bedeutendste Zweig, gemessen an der Anzahl der Unternehmen und am Umsatz. 

    Griechische Produzenten sind stark auf dem heimischen Markt vertreten. Zu den zehn umsatzstärksten Lebensmittelherstellern zählen nach Angaben des griechischen Marktforschungsunternehmens Icap Crif der Geflügelproduzent Nitsiakos, der Öl- und Fetthersteller Soya Hellas sowie Nestlé Hellas.

    Verkaufserlöse griechischer Produzenten von ausgewählten Nahrungsmitteln und GetränkenUmsätze im Jahr 2024 in Millionen Euro; Veränderungen 2024 gegenüber 2023 in Prozent

    Sparte

    Umsatz

    Veränderung

    Milch und Molkereierzeugnisse

    3.056,7

    6,7

    Obst- und Gemüseverarbeitung

    2.421,2

    7,9

    Back- und Teigwaren

    1.941,9

    5,1

    Fleisch und Fleischerzeugnisse

    1.818,4

    6,8

    Erfrischungsgetränke, natürliches Mineralwasser

    1.100,6

    20,9

    Pflanzliche/tierische Fette und Öle

    1.083,8

    -2,2

    Mehl, Stärke, Stärkeerzeugnisse, Reis

    808,3

    -4,3

    Bier

    571,8

    5,8

    Quelle: Elstat Prodcom 2026

    Industrie forscht und entwickelt

    Die Lebensmittelindustrie investiert intensiv in Forschung und Entwicklung (F&E). Sie beansprucht etwa 12,5 Prozent der gesamten griechischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung, informiert IOBE. Damit rückt das Land an die Spitze der EU-Länder. Insgesamt gab die Lebensmittelbranche im Jahr 2022 rund 66,7 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aus. Großunternehmen und Investmentfonds unterstützen diesen Kurs durch Übernahmen und innovationsorientierte Investitionen.

    Übernahmen und Fusionen halten an

    In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie hält seit Jahren eine starke Konsolidierung an. Führende griechische und ausländische Unternehmen, Konzerne und Kapitalfonds erwerben kleinere und häufig spezialisierte Gesellschaften.

    Aufgekauft werden unter anderem traditionelle Unternehmen, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, oder Gesellschaften, die von Kapitalfonds und Konzernen im Zuge einer stärkeren Konzentration auf bestimmte Sparten veräußert werden. Häufig handelt es sich um Umstrukturierungen von Konzernen vor Ort, die entweder ihr Produktportfolio durch den Erwerb bestimmter Unternehmen erweitern oder Skaleneffekte in der Produktion sowie im Vertrieb erzielen wollen.

    Hinzu kommt zunehmend die unzureichende Nachfolge in Familienunternehmen. Darüber hinaus entscheiden sich Unternehmenseigentümer, Joint Ventures mit Konzernen oder Investmentfonds zu gründen, um das bestehende Unternehmen gemeinsam auszubauen oder zu modernisieren.

    Ein reges Interesse an Übernahmen bestand auch im Jahr 2024, informiert die Studie "Deals in Greece" der internationalen Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (pwc) vom April 2025:

    • Desserta Hellas, die griechische Tochtergesellschaft des österreichischen Unternehmens Berglandmilch erwarb die Firma Doriki, Teil der Minerva S.A. Edible Oils & Food Enterprises. Damit steigt Desserta in die Käseproduktion in Griechenland ein.
    • Der griechische Kapitalfonds SMERemediumCap mit Sitz in Zypern und die griechische Beteilgungsgesellschaft Inspiring Earth gründeten die Gesellschaft The Olive Legend Group Α.Ε. und erwarben die Olivenölproduktions- und verarbeitungsunternehmen Latzimas, Elaia Siteias-Lasitia und Olympian Green International.
    • Der griechische Schokoladenproduzent ION kaufte 75 Prozent des Bonbonherstellers Lavdas für 19,3 Millionen Euro sowie 75 Prozent des Süßwarenunternehmens Olympic Hermes für 3,2 Millionen Euro.
    • Der Kapitalfonds SMERemediumCap erwarb weitere Anteile am Erfrischungsgetränkehersteller EPSA.
    • Das Latsco Familly Οffice mit Sitz in der Schweiz erwarb 30 Prozent des Cateringunternehmens Eurocatering.
    • Der griechische Backwarenhersteller Karamolegos kaufte 60 Prozent des griechischen Snackproduzenten Nutree.
    Wichtige Branchenunternehmen der griechischen LebenmittelindustrieAngaben für das Jahr 2024; Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmen

    Sparte (SITC)

    Umsatz

    Nitsiakos Th.Verarbeitung und Konservierung von Geflügelfleisch  (1012)

    529,4

    Soya HellasHerstellung von Ölen und Fetten (1041)

    475,8 *)

    Hellenic DiariesMilchverarbeitung (1051)

    436,4

    Nestle HellasVerarbeitung von Kaffee und Tee, Herstellung von Kaffee-Ersatz (1083)

    413,6

    Ioannina Agricultural Poultry Cooperative PindosVerarbeitung und Konservierung von Geflügelfleisch (1012)

    374,5

    Soya MillsHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere (1091)

    313,9

    KrI KriMilchverarbeitung (1051)

    256,4

    E. I. PapadopoulosHerstellung von Dauerbackwaren (1072)

    243,4

    Pepsico HellasKartoffelverarbeitung (1031)

    243,3

    DeltaMilchverarbeitung (1051)

    234,7

    * Umsatz für das Jahr 2025Quelle: ICAP CRIF 2026

    Exporte der Branche befinden sich im Aufwind

    Die gesamten griechischen Exporte gingen im Jahr 2025 um knapp 2 Prozent zurück. Die Exporte von Lebensmitteln und Getränken legten hingegen um rund 8 Prozent zu und erreichten knapp 10,2 Milliarden Euro (ohne Tabak, einschließlich Olivenöl), informiert Eurostat. Besonders erfolgreich auf den Auslandsmärkten waren Obst und Gemüse, Käse, Fisch sowie Olivenöl. Milchprodukte steigerten ihre Ausfuhren im gleichen Zeitraum um 17 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.

    Die griechischen Lieferungen von Lebensmitteln und Getränken nach Deutschland beliefen sich im Jahr 2025 auf 1,3 Milliarden Euro. Sie stiegen um rund 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    Von Michaela Balis | Athen

  • Deutsche Produkte können ohne Beschränkungen nach Griechenland exportiert werden. Wie auch für griechische Erzeugnisse gelten für sie die einheitlichen Regelungen der EU.

    In Griechenland gelten die in der Europäischen Union üblichen Bestimmungen. Dazu zählen die Lebensmittelinformations‑Verordnung für Kennzeichnungen, die EU‑Verpackungsverordnung sowie sämtliche veterinärrechtlichen Regelungen. Deutsche Lebensmittel und Getränke können ohne weitere Registrierung oder Zertifizierung eingeführt werden.

    An den Grenzübergängen sind die Behörden der kommunalen Selbstverwaltung sowie des Ministeriums für Agrarwirtschaft und Lebensmittel für die Importkontrollen zuständig. Sie führen stichprobenartige Prüfungen durch.

    Die Behörde für die Lebensmittelkontrolle (Hellenic Food Authority; EFET) untersteht dem Ministerium für Agrarwirtschaft und Lebensmittel. Sie legt unter anderem die Qualitätsstandards für Lebensmittel fest, die in Griechenland vertrieben werden dürfen, sowie für die Produktionssysteme. EFET übernimmt und koordiniert zudem die Kontrolle von Im- und Exporten sowie von Produktionsverfahren.

    Deutsche Unternehmen können mit griechischen Gesellschaften fusionieren, diese übernehmen oder sich als strategische Investoren beteiligen. Eine Zusammenarbeit mit etablierten lokalen Unternehmen oder Kapitalfonds kann diesen Weg erleichtern.

    Im innergemeinschaftlichen Warenverkehr der EU sind die Regelungen des Umsatzsteuer-Kontrollverfahrens für den EU-Binnenmarkt zu beachten. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern. Hinsichtlich der Normierung gelten die einschlägigen EU-Richtlinien (siehe etwa die Website des Deutschen Instituts für Normung e.V.).

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Von Michaela Balis | Athen

  • BezeichnungAnmerkungen
    Germany Trade & InvestAußenhandelsinformationen für die deutsche Exportwirtschaft
    AHK GriechenlandAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Griechisches Ministerium für Agrarentwicklung und Lebensmittel 
    Griechischer Verband der Lebensmittelindustrie 
    Hellenic Food Authority 
    Griechisches Institut der Einzelhandelsforschung für Konsumgüter (IELKA) 
    Food ExpoMesse für Lebensmittel und Getränke; nächster Termin: 20. bis 22.03.27
    ExpotrofMesse für Lebensmittel und Getränke; 30.01. bis 01.02.27