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Kroatien investiert in Sanierung denkmalgeschützter Gebäude

Für die Modernisierung kulturhistorisch bedeutender Gebäude steht erstmals ein langfristiges Förderinstrument bereit. Das eröffnet Marktchancen auch für deutsche Anbieter.

Von Snjezana Buhin Peharec, Kirsten Grieß | Zagreb

Kroatien will die Wohnqualität in Städten bis 2030 spürbar erhöhen. Anfang 2026 beschloss die Regierung neue Förderprogramme für den Einbau von Aufzügen und die Sanierung von Fassaden in modernisierungsbedürftigen Bestandsgebäuden. Grundlage ist das 2024 verabschiedete Gesetz über die Verwaltung und Instandhaltung von Gebäuden, das erstmals eine kontinuierliche staatliche Unterstützung vorsieht. 

Künftig sollen Altbauten in historischen Stadtkernen bei der Förderung stärker berücksichtigt werden, insbesondere denkmalgeschützte Gebäude oder kulturell wichtige Gebäudekomplexe. Bisher wurden sie nur vereinzelt gefördert und selten energetisch modernisiert. Nach dem neuen Fördermodell übernimmt der Staat ein Drittel der Sanierungskosten, ein weiteres Drittel tragen die Kommunen, während die Eigentümer den verbleibenden Anteil finanzieren.

Die Fördermittel werden jährlich ausgeschrieben, erstmals voraussichtlich im März 2026. Für das laufende Jahr sind 3 Millionen Euro vorgesehen, für 2027 weitere 4 Millionen. Vorrang erhalten Gebäude mit komplexem Sanierungsbedarf; Projekte mit hoher Energieeffizienz werden zusätzlich bewertet. 

Nach Schätzungen des kroatischen Bauministeriums könnten so rund 100 Vorhaben pro Jahr kofinanziert werden. Das dürfte die Nachfrage nach modernen Sanierungskonzepten erhöhen, wovon auch deutsche Anbieter mit innovativen Produkten und Beratungsleistungen profitieren können. Empfohlen wird jedoch eine Zusammenarbeit mit lokalen Partnern.

Kontaktadressen

Bezeichnung

Anmerkungen

Ministerium für Raumplanung, Bau und Staatseigentum (Abteilung für Wohnungspolitik, Wohnungsqualität und kommunale Verwaltung)

Fachministerium, schreibt Fördermittel aus

Kroatische Kammer der BauingenieureFachverband für Bauingenieure, Bauleiter und Projektierer
Register der Gebäudeverwalter und Register der Gemeinschaften der GebäudemiteigentümerSeit Mitte 2025 in Kraft; Gebäudeverwalter stellen die Förderanträge
AHK KroatienAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

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