Branche kompakt | Marokko | Abfallwirtschaft

Marokko fördert private Initiative in der Abfallwirtschaft

Entsorgung und Wiederverwertung von Abfällen sind in Marokko zu einem extrem wichtigen Thema geworden. Das Interesse von Staat und Wirtschaft ist riesig.

Von Ullrich Umann | Casablanca

Ausblick für die Abfallwirtschaft in Marokko

Bewertung:

  • Es gibt ein großes öffentliches Interesse auf allen Verwaltungsebenen, die Abfallwirtschaft zu formalisieren.
  • Fußball-WM 2030 gilt als zeitliches Ziel zur Neuausrichtung und Modernisierung der Abfallwirtschaft.
  • Deutsche Technologieanbieter haben gute bis sehr gute Absatzchancen als Subauftragnehmer.

Anmerkung: Einschätzung des Autors für die kommenden zwölf Monate auf Grundlage von prognostiziertem Umsatz- und Produktionswachstum, Investitionen, Beschäftigungsstand, Auftragseingängen, Konjunkturindizes etc.; Einschätzungen sind subjektiv und ohne Gewähr; Stand: März 2026

  • Marokko richtet seine Abfallpolitik zunehmend auf Abfallvermeidung, Verwertung und Kreislaufwirtschaft aus.

    Die Recyclingquote ist im Landesmaßstab noch niedrig und wird durch eine starke Informalität begrenzt. Die entstehende Lücke zwischen Menge und Verwertung sorgt für einen dauerhaften Investitionsbedarf – insbesondere bei Vorsortierung, Materialrückgewinnung, Kompostierung/Bioabfallbehandlung, RDF‑Aufbereitung (Refuse-Derived Fuel/Ersatzbrennstoffe) und digitaler Erfassung.

    Nachfrage nach "Green Landfill"-Technik

    Kurzfristig bleibt die Deponieinfrastruktur ein zentraler Hebel: Der Fokus liegt auf der Aufrüstung bestehender Standorte (Abdichtung, Gasfassung, Sickerwasserbehandlung, Umweltmonitoring) sowie auf neuen Anlagen, die stärker auf Rückgewinnung und Energie zielen. In der Praxis treiben internationale Betreiber und Konsortien diese Modernisierung voran. SUEZ kündigte zum Beispiel für Rabat (Oum Azza) den Bau und Betrieb eines Abfallbehandlungs- und Verwertungszentrums an, das jährlich 850.000 Tonnen aus 13 Kommunen aufnimmt und als "green landfill" weniger als die Hälfte deponieren soll; dabei werden Flüssigreste u. a. für Biogas genutzt.

    Geschäftschancen für deutsche Firmen nach Sektoren
    BereichBedarf & Chancen für deutsche Firmen
    Sortier- & RecyclinganlagenGesetzlich vorgeschrieben wird die Recyclingquote für Plastik, Papier und Metall bis 2030 von aktuell weniger als 10 auf 80 Prozent steigen. Gefragt sind automatisierte Sortiersysteme.
    Waste-to-EnergyEs besteht großes Interesse an Technologien zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen (RDF) für die Zementindustrie sowie Biogasanlagen für organische Abfälle.
    SonderabfallbehandlungAufbau nationaler Behandlungszentren für gefährliche Industrieabfälle. Hier sind spezialisierte deutsche Ingenieurdienstleistungen gefragt.
    DigitalisierungIT-Lösungen für Smart Waste Management (Routenoptimierung, Füllstandssensoren, digitale Kataster für Abfallströme).
    Beratung & TrainingEs besteht Bedarf an technischem Know-how für den Betrieb moderner Deponien und die Integration des informellen Sektors in formelle Wertschöpfungsketten.
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Für Kenitra erhielt SUEZ 2024 einen 20‑Jahresvertrag im Umfang von rund 120 Millionen Euro für ein weiteres Verwertungszentrum mit Biogasrückgewinnung. Genau bei dieser Art Vorhaben liegen Anknüpfungspunkte für deutsche Anbieter von Deponiegastechnik, Fackeln/CHP‑Module (Combined Heat and Power/Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen), Sickerwasser- und Prozesswassertechnik, Mess‑/Regeltechnik, Labor- und Umweltmonitoring, mobile Aufbereitung, Ersatzteile und O&M‑Services (Operation and Maintenance Support/Betriebs‑ und Wartungsunterstützung).

    Prognostiziertes Abfallaufkommen nach Kategorien (in 1.000 t)

    Kategorien

    2015

    2030

    Bau- und Abrissabfälle

    14.051

    15.646

    Industrieabfälle

    5.468

    12.075

    Hausmüll etc.

    5.936

    9.419

    Quelle: Ministre de l‘Énergie, des Mines et de l`Environment

    Biogas, RDF und industrielle Mitverbrennung als Treiber

    Die energetische Verwertung wird künftig sichtbarer, weil sie zwei Probleme adressiert - Deponieemissionen und Energiekosten. Ein Referenzpfad sind Deponie- und Behandlungszentren mit Biogasnutzung. Das Beispiel Meknès wird als ein weiterer SUEZ‑Standort genannt, der etwa 5.500 Megawattstunden pro Jahr erzeugt und damit energieautark arbeitet. Parallel steigt die Rolle von Biogaslösungen in gleich mehreren Städten. Für deutsche Hersteller ergeben sich Chancen bei der Vorbehandlung von organischen Abfällen (Zerkleinerung, Hygienisierung), Vergärungstechnik, Gasreinigung, Blockheizkraftwerk/Generatoren, Fackelsystemen, aber auch beim Aufbau von RDF‑Ketten (Trocknung, Ballistik, NIR‑Sortierung, Shredder, Pressen) zur Lieferung an Industrieabnehmer.

    Industrieabfälle, Sonderabfälle und E‑Waste bieten hohe Margen

    Die nationale Programmatik setzt zusätzlich auf den Aufbau spezifischer Verwertungs- und Rücknahmeströme (u. a. Altbatterien, Altreifen, Altöle, Papier/Karton, Altspeiseöle, Elektroaltgeräte, Bau‑ und Abbruchabfälle, Altfahrzeuge). Je stärker diese Ströme künftig formalisiert werden, desto höher wird die Nachfrage nach sicheren Lager‑/Behandlungslösungen, Zerkleinerung/Separation, chemisch‑physikalischer Behandlung und auditfähiger Nachverfolgbarkeit. Besonders interessant für Neueinsteiger sind Compliance‑nahe Technologien: Traceability‑Software, Waagen‑/RFID‑Systeme, Digitallösungen zur Abfallerfassung und zur Abrechnung kommunaler Leistungen, weil sie die formale Steuerung gegenüber informellen Strukturen stärken.

    Flugzeug-Recycling als spezieller Investitionsfall

    Auch außerhalb der kommunalen Abfallwirtschaft entstehen Spezialprojekte. Die Flughafenbehörde ONDA schrieb 2021 international ein Zentrum für Lagerung, Demontage und Recycling ausgemusterter Flugzeuge in der Nähe von Oujda-Angad aus (Startfläche ca. 10 ha, erweiterbar). Berichte weisen jedoch darauf hin, dass das Vorhaben ins Stocken geraten ist, u. a. wegen Flächenverfügbarkeit. Für deutsche Technologieanbieter bleibt das Segment dennoch interessant (Demontage‑/Schneidtechnik, Materialsortierung, Arbeitsschutz, Wertstofflogistik), sobald die Projektumsetzung Fahrt aufnimmt.

    "Pakete" statt Einzelmaschinen

    Erfahrungsgemäß gewinnen Anbieter, die Komplettpakete liefern: Machbarkeits‑/Abfallcharakterisierung, Engineering, Lieferung, Inbetriebnahme, Schulung, Ersatzteilversorgung und O&M‑Support – besonders dort, wo internationale Programme und Betreiber Performance‑Kennzahlen (Deponieanteil, Emissionsminderung, Energieertrag) einfordern. In den kommenden Jahren dürften Ausschreibungen und Betreiberverträge vor allem rund um "green landfills", Sortierzentren, Bioabfall-/Biogaslinien, RDF‑Aufbereitung, Sickerwasser- und Emissionskontrolle entstehen – also genau in den Feldern, in denen deutsche Umwelttechnik traditionell wettbewerbsstark ist.

    Von Ullrich Umann | Casablanca

  • Marokkos Abfallwirtschaft ist regional zersplittert. Private Entsorger machen unterschiedliche Erfahrungen.

    Während die kommunale Ebene formal für Sammlung und Entsorgung zuständig ist, bleibt das operative Geschäft in vielen Regionen unübersichtlich. Insbesondere der informelle Sektor spielt eine bedeutende Rolle, was Transparenz, Planungssicherheit und Investitionsbereitschaft beeinflusst.

    Privates Engagement nimmt zu – gemischte Erfahrungen

    Trotz struktureller Fragmentierung wächst das Engagement privater Dienstleister. Viele Großstädte haben das Abfallmanagement vollständig oder teilweise an private Betreiber vergeben. Französische, spanische und ein libanesisches Unternehmen blicken auf eine längere Marktpräsenz zurück und verfügen über gut etablierte Netzwerke. Partnerschaften mit ihnen oder deren Tochterfirmen können deshalb eine sinnvolle Option für deutsche Neueinsteiger darstellen.

    Das spanische Unternehmen Urbaser und dessen marokkanische Tochterfirma Tecmed betreiben Hausmüll‑ und Industrieabfallprojekte in gleich mehreren Städten. Obwohl Tecmed inzwischen mehrheitlich in den Besitz der chinesischen Ying Zhan Investment Limited übergegangen ist, setzt das Unternehmen weiterhin auf Kooperationen mit spanischen Techniklieferanten – darunter Piquersa. Unter den weiteren bekannten Firmennamen bei den privaten Akteuren sind Averda (Libanon), Derichebourg Environnement (Frankreich) und Suez (Frankreich) zu finden.

    Averda ist in mehreren Städten aktiv, darunter in Casablanca, wo es eine Partnerschaft mit dem marokkanischen Unternehmen Arma unterhält, weiterhin in Nador und in Rabat. In Tanger hat Averda 2025 eine Anlage zur Abfallbehandlung eröffnet. Derichebourg ist geschäftlich in Rabat, Marrakesch und in Kenitra unterwegs. Es hat sich zu einem der stabilsten internationalen Partner im Bereich der kommunalen Dienstleistungen entwickelt. 

    Suez hat seine Präsenz Ende 2024/Anfang 2025 nicht nur durch vier neue Abkommen in den Bereichen Wasser und Abfall gestärkt, sondern ist auch im Bereich der Spezialabfälle engagiert. Hier ist die Firma vor allem bei der Behandlung von Industrieabfällen, darunter in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, aktiv. Spezialabfälle entsorgt auch Chimirec (Frankreich). Deren marokkanische Tochtergesellschaft bekam in Kenitra Ende 2024 ihre Betriebsgenehmigungen für weitere fünf Jahre verlängert und baut ihre Kapazitäten zur Behandlung besonders gefährlicher Industrieabfälle aus.

    Finanzielle Engpässe der Kommunen als Nadelöhr

    Es gibt aber auch negative Erfahrungen: Das französische Unternehmen Pizzorno Environnement beendete 2020 seinen Betrieb an der Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlage Oum Azza nahe Casablanca, hält jedoch an anderen Standorten fest. Pizzorno gab den Standort Oum Azza unter anderem deshalb auf, weil das Geschäftsmodell durch die Zahlungsunwilligkeit der Kommunen und den dadurch entstandenen Investitionsstau kollabiert war. So hatte der Gemeindeverband "Al Assima" (es handelt sich um einen Zusammenschluss der Kommunen Rabat, Salé und Témara) gegenüber Pizzorno Schulden angehäuft. Presseberichten zufolge beliefen sich die unbezahlten Rechnungen zum Zeitpunkt des Rückzugs der französischen Firma auf bis zu 250 Millionen Dirham (23 Millionen Euro). 

    Für Pizzorno war der Betrieb unter diesen Bedingungen wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Zudem stieß die Deponie Oum Azza an ihre Kapazitätsgrenzen. Daraufhin traten Unstimmigkeiten darüber auf, wer die Kosten für die dringend benötigte Erweiterung des Standorts (den Bau neuer Deponiezellen) und die Modernisierung der Technik trägt. Pizzorno weigerte sich, weitere Investitionen zu tätigen, solange die alten Schulden nicht beglichen und keine neuen vertraglichen Anpassungen vorgenommen wurden. Von Bedeutung für die Rückzugsentscheidung war auch die ungelöste Entsorgung des Sickerwassers, das bei der Zersetzung von Abfällen entsteht. 

    Die Anlage in Oum Azza hat Schwierigkeiten, die riesigen Mengen an giftigem Sickerwasser zu bewältigen. Die Behörden warfen dem Unternehmen Versäumnisse vor, während Pizzorno argumentierte, dass die vertraglich vereinbarten Mittel und Strukturen nicht ausreichten, um die ökologischen Standards unter dem enormen Müllaufkommen der wachsenden Metropolregion zu halten. Nach dem Rückzug von Pizzorno wurde die Anlage in eine lokale Übergangslösung überführt, kämpfte jedoch weiterhin mit massiven Umweltproblemen (insbesondere der Sickerwasser-Thematik).

    Andere Anbieter, zum Beispiel Arma Environment Maroc, treiben ihre Präsenz im Königreich voran. Das Unternehmen betreut die Abfallwirtschaft in rund 20 Gemeinden, darunter in mehreren Großstädten. Mit dem Großauftrag für die 3,5-Millionen-Metropole Casablanca im Jahr 2019 positionierte sich Arma sogar als ein zentraler privater Entsorger.

    Verbundlösungen zwischen Industrie und Staat

    Im Mai 2025 hat die marokkanische Regierung eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben, um das Modell der Abfallsammlung grundlegend zu reformieren. Als Ziel steht eine stärkere Integration der Kreislaufwirtschaft und die Einbindung informeller Müllsammler ("Chiffonniers") in das formale System im Raum. Im Ergebnis wird erwartet, dass auch die spanischen Branchenfirmen Urbaser und FCC sich stärker in Marokko unternehmerisch engagieren könnten.

    Als ein zentrales Element zur besseren Strukturierung des Sektors hat sich der Interessenverbund COVAD (Coalition de la Valorisation des Déchets) etabliert. Dieser Zusammenschluss aus dem Dachverband der Privatwirtschaft, Confédération Générale des Entreprises du Maroc/CGEM, und verschiedenen Ministerien dient nach eigener Darstellung als Plattform, um Abfallströme systematisch zu kategorisieren, die Kreislaufwirtschaft zu fördern und regulatorische Reformen zu beschleunigen.

    Von Ullrich Umann | Casablanca

  • Der Einstieg in die marokkanische Abfallwirtschaft ist alles andere als ein Selbstläufer.

    Die gesetzlichen und verwaltungstechnischen Rahmenbedingungen für deutsche Hersteller von Abfalltechnik basieren im Kern auf dem Gesetz Loi n° 28‑00, das seit 2006 den Rechtsrahmen für sämtliche Abfallarten bildet.

    Administrative Anforderungen an Importe

    Ebenso schreibt es die Planung auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene vor, wodurch technische Lösungen aus dem Ausland nachweislich einen Beitrag zu nachhaltigen Abfallstrukturen leisten müssen. Die zentrale Bedeutung des Loi n° 28‑00 wird durch den breiten Anwendungsbereich deutlich. Es umfasst Haushalts-, Industrie-, medizinische und gefährliche Abfälle. Ausgenommen sind radioaktive Abfälle sowie bestimmte maritime oder flüssige Einträge.

    Damit entsteht für Hersteller ein Umfeld, in dem detailliert belegt werden muss, dass die technischen Anlagen den Anforderungen eines ökologisch rationalen Abfallmanagements entsprechen und in genehmigungsrelevanten Bereichen lückenlose technische Dokumentationen liefern können.

    Gefährliche Abfälle gesondert geregelt

    Besonders strenge Anforderungen gelten beim Umgang mit gefährlichen Abfällen. Eine Verwaltungsvorschrift mit dem Namen Décret n° 2‑07‑253 aus dem Jahr 2008 klassifiziert diese Abfälle im marokkanischen Abfallkatalog, Catalogue Marocain des Déchets, was für ausländische Hersteller bedeutet, dass ihre Technik mit der marokkanischen Abfalltypologie kompatibel sein muss.

    Die Verwaltungsvorschrift Décret n° 2‑14‑85 von 2015 konkretisiert die organisatorischen und technischen Vorschriften zur Entsorgung und Verwertung gefährlicher Abfälle. Dazu gehören Genehmigungsverfahren für Anlagen, Anforderungen an Sammel- und Transportunternehmen sowie die technischen Mindeststandards zur Sammlung, zum Transport sowie zur Lagerung und zur Behandlung. Zudem sieht sie Dokumentationspflichten wie den Certificat d’acceptation préalable und den Certificat d’élimination vor, was impliziert, dass Hersteller umfassende technische Spezifikationen und Leistungsangaben bereitstellen müssen, um ihren Kunden die Einhaltung dieser Vorschriften zu ermöglichen.

    Auch der Bereich der Deponien und Abfallanlagen ist klar strukturiert. Das Décret n° 2‑09‑284 definiert die Voraussetzungen für den Bau, den Betrieb und die Klassifizierung von kontrollierten Deponien (décharges contrôlées) in drei Kategorien sowie die technischen Anforderungen an Abdichtungssysteme, Sickerwassermanagement, Gasfassung und Monitoring. Diese Standards bestimmen, welche technologischen Lösungen zulässig sind und welche Nachweise über Umweltperformance und Betriebssicherheit erforderlich sind.

    Sondervorschriften für medizinische Abfälle

    Bei medizinischen Abfällen sind die Anforderungen im Décret n° 2‑09‑139 verankert, das die Kategorien medizinischer und pharmazeutischer Abfälle sowie die Vorschriften für deren Behandlung, Verpackung, Sammlung, Transport und Beseitigung festlegt. Hersteller von Entsorgungsanlagen für medizinische Abfälle – etwa Autoklaven, thermische Behandlungsanlagen oder Zerkleinerer – müssen ihre Produkte entsprechend diesen Vorgaben auslegen.

    Auch der Transport von Gefahrstoffen spielt eine Rolle: Das Gesetz Loi n° 30‑05 von 2011 regelt den Straßentransport gefährlicher Güter und legt Pflichten sowie Sanktionen für alle Beteiligten fest, was für Hersteller insbesondere dann relevant wird, wenn ihre Maschinen Gefahrstoffe enthalten oder im Betrieb damit arbeiten.

    Für den Import von Abfalltechnik ergibt sich aus den genannten Vorschriften ein Bündel administrativer Anforderungen. Zwar richten sich die Gesetze überwiegend auf Abfallströme und Behandlung, doch verlangen die Behörden bei der Einfuhr von Anlagen umfangreiche technische Dokumentationen, Umwelt- und Sicherheitsnachweise sowie kompatible Einstufungen im nationalen Abfallkatalog. Dies betrifft insbesondere Anlagen für die Behandlung gefährlicher Abfälle, da die technischen Unterlagen mit den Anforderungen der Verwaltungsvorschrift Décret n° 2‑14‑85 übereinstimmen müssen.

    Zugleich hängt die Genehmigungsfähigkeit einer Abfallanlage davon ab, ob der Hersteller detaillierte Angaben zu Emissionen, Energieeffizienz, Abfallströmen, Materialverträglichkeit und Umweltwirkungen bereitstellt – ein Punkt, der die aktive Begleitung des Kunden im marokkanischen Genehmigungsverfahren erforderlich macht.  

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.
     

    Von Ullrich Umann | Casablanca

  • Bezeichnung

    Anmerkungen

    AHK Marokko

    Vertretung der Deutschen Wirtschaft

    German RETech Partnership e.V.

    Netzwerk deutscher Unternehmen und Institutionen der Entsorgungs- und Recyclingbranche zur Exportförderung

    Ministère de la Transition Energetique et du Developpment Durable Ministerium für Energiewende und Nachhaltige Entwicklung
    Coalition pour la Valorisation des DéchetsVerbund für Abfallverwertung
    MessenGlobal Green Event by Pollutec – Casablanca (14.–17. Oktober 2026), PLAST EXPO – Casablanca (2.–6. Juni 2027)

     

    Von Ullrich Umann | Casablanca