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Neue Rahmenbedingungen für Ghanas Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Die Modernisierung des Abfallsektors ist zentrales umwelt- und wirtschaftspolitisches Ziel Ghanas. Ein neues Gesetz dürfte künftig wichtiger Treiber werden.

Von Corinna Päffgen | Accra

Ausblick der Abfallwirtschaft in Ghana

  • Modernisierung des Abfallsektors und Aufbau einer Kreislaufwirtschaft geplant.
  • Gesetzentwurf zur Herstellerverantwortung sieht neue Strukturen, Akteure und Finanzierungsmechanismen vor.
  • Einführung von Sammel- und Recyclingquoten vorgesehen. 

Anmerkung: Einschätzung der Autorin für die kommenden zwölf Monate auf Grundlage von prognostiziertem Umsatz- und Produktionswachstum, Investitionen, Beschäftigungsstand, Auftragseingängen, Konjunkturindizes etc.; Einschätzungen sind subjektiv und ohne Gewähr; Stand: Mai 2026

 

  • Ghana stellt die Weichen zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft. Veraltete Praktiken und geringe Recyclingquoten erfordern massive Investitionen. Dabei soll der Privatsektor helfen. 

    Zunehmende Urbanisierung, wandelnde Konsummuster und begrenzte Entsorgungsinfrastruktur setzen das Land unter Druck, die Abfallwirtschaft zu modernisieren und eine Kreislaufwirtschaft aufzubauen. 

    In den letzten Jahren hat Ghana klare rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen für den Abfallsektor geschaffen. Dabei ist das Konzept einer Kreislaufwirtschaft schon länger systemisch verankert, die wirtschaftliche Realität ist jedoch noch vielerorts linear, weil Infrastruktur, Finanzierung, Marktmechanismus und Durchsetzung der gesetzlichen Regelungen noch im Aufbau sind.

    Geordnete Abfallwirtschaft steht noch am Anfang

    Ghanas Abfallwirtschaft verfügt über eine formale Organisationsarchitektur, die praktische Abfallwirtschaft ist jedoch noch stark von unvollständiger Erfassung, Infrastruktur- und Governancelücken sowie einem starken informellen Sektor geprägt.

    Es existieren eine Reihe von Strategien und ein konsolidierter Rechtsrahmen. Die tatsächliche Umsetzung ist vielerorts jedoch noch lückenhaft, stark ortsabhängig und wird häufig von informellen Strukturen mitgetragen.

    Die im Jahr 2020 verabschiedete National Solid Waste Management Strategy (NSWM) bildet den Rahmen, der Ziele, Prioritäten und Handlungsfelder definiert. Zudem verankert die revidierte Environmental Policy 2024 Abfallmanagement als durchgängige Leistungskette und betont Kreislaufwirtschaft als Leitprinzip.

    Für die Kreislaufwirtschaft sind zudem Sektorpolitiken relevant, wie die National Plastics Management Policy und die Ghana National Plastic Action Partnership (NPAP) mit Roadmap-Ansatz im Kunststoffbereich.

    Abfallentsorgung ist nur teilweise organisiert

    Im Jahr 2021 hat Ghana mit einer Bevölkerung von 30,8 Millionen Menschen 7,1 Millionen Tonnen Abfall produziert. Das entspricht einer Abfallmenge von 0,6 kg pro Person täglich. Das bedeutet bei einer aktuellen Bevölkerungszahl von rund 36 Millionen Menschen (Stand 2026) ein Abfallaufkommen von ungefähr 7,9 Millionen Tonnen pro Jahr. Aktuellere Referenzzahlen liegen noch nicht vor. 

    6,3 Millionen Tonnen

    beträgt die jährliche Abfallmenge.

    Die Kommunen sind für die Sammlung und Entsorgung von Siedlungsabfällen zuständig und beauftragen dafür meist private Unternehmen. Ergänzend sammelt und sortiert der informelle Sektor Abfälle, um Wertstoffe zu gewinnen. Etwa 70 Prozent der Abfälle werden gesammelt, wobei die Abfallabholungsquote landesweit 33 Prozent beträgt. In urbanen Gegenden ist die Quote deutlich höher.

    Entsorgt wird über wenige geordnete Deponien und viele ungeregelte Halden; zusätzlich kommen wilde Müllkippen, Ablagerungen am Straßenrand oder in Abwasserkanälen sowie offene Verbrennung – teils auch toxischer Abfälle – vor. 

    Der Müll wird bisher kaum verwertet 

    Mülltrennung und Recycling finden zwar statt, jedoch in einem weitgehend unkoordinierten und fragmentierten Rahmen. Von den rund 1,58 Millionen Tonnen jährlich produzierten Plastikmüll werden weniger als 10 Prozent recycelt, insbesondere wegen Sammlungslücken, geringer Sortierung, Qualitätsproblemen bei Inputströmen sowie Finanzierungs- und Datenlücken. Organische Abfälle stellen mit rund 50 Prozent den größten Anteil an der Gesamtabfallmenge dar, wiederverwertet bzw. kompostiert werden Branchenkennern zufolge nur 5 bis 10 Prozent.

    Im Vergleich sind die Regulierung, Wiederverwertung und Behandlung von Elektroschrott am weitesten. So existiert seit Jahren ein eigenes Regime (inklusive einer Öko-Abgabe) und konkrete Kettenmodelle, wie Sammlung und Recycling organisiert werden sollen: über Sammler, Sammel- und Rückkaufzentren und formale Recycling-Unternehmen. In der Praxis dominiert jedoch weiterhin der informelle Sektor und damit u.a. die riskante Materialgewinnung, während formale Anlagen häufig um ausreichende Mengen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen konkurrieren.

    Neues EPR-Gesetz wird viele Änderungen bringen

    Das Ministerium für Umwelt, Wissenschaft und Technologie (MEST) hat einen Gesetzentwurf zur erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility - EPR Act) ausgearbeitet. Derzeit finden Konsultationen mit Stakeholdern statt, danach soll der Entwurf ins Parlament eingebracht werden.

    Das geplante Gesetz wird den Abfallsektor spürbar verändern. Ziel ist die Verlagerung der Verantwortung für Plastikabfälle vom Staat auf Produzenten und Importeure. Dies soll zunächst für Kunststoffverpackungen und Einweg-Kunststoffprodukte gelten. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen weitere Abfallströme (Textilien, Glas und Metalle) integriert werden.

    Auf Produzenten und Importeure kommen eine Reihe von Pflichten zu. Ein Großteil der Kosten für Sammlung und ordnungsgemäße Bewirtschaftung und Recycling wird von den Kommunen nun zu den Produzenten und Importeuren verlagert. Dazu ist die Erhebung von Gebühren bei den Herstellern vorgesehen, womit Sammlung, Sortierung und Recycling finanziert werden sollen. Die Bemessung der Höhe der EPR-Beiträge soll nach Menge, Material und Recyclingfähigkeit abhängig gemacht werden, zu deren Meldung die Produzenten verpflichtet werden.

    Zur Umsetzung der neuen Vorgaben ist die Einrichtung von Producer-Responsibility-Organisations (PRO) vorgesehen, die im Auftrag der Hersteller und Importeure die Mittel bündelt und entsprechende Sammel- und Recyclingleistungen beauftragt. Damit entsteht im Abfallsektor ein zusätzlicher Akteur bzw. Auftraggeber: Nicht nur die Städte und Kommunen, sondern auch die PROs, die Leistungen einkaufen wie Sammlung, Aggregation, Sortierung, Transport und Recycling.

    Wichtige Neuerung ist zudem die Einführung verbindlicher Sammel- und Recyclingquoten, die produktspezifisch festgelegt werden. Einzelheiten sind dazu noch nicht bekannt.

    Ausgewählte Investitionsprojekte in der Abfallwirtschaft in Ghanain Millionen US-Dollar
    Projekt

    Investitionssumme 

    Stand

    Projektträger
    Waste-to-energy Anlage; Sortieranlange und Bioreaktor

    300 

    In PlanungArmech Accra Waste Projekt
    Bottle-to-bottle Recycling Anlage

    37 

    In PlanungMohinani Group
    IRECOP Programm, Recycling- und Kompostieranlagen

    n.a.

    In UmsetzungJospong Group
    Quelle: Recherchen Germany Trade & Invest 2026

    Von Corinna Päffgen | Accra

  • Private Unternehmen dominieren den Abfallsektor. Sie entsorgen den Müll meist unsortiert. Hinzu kommt ein hoher Anteil informeller Akteure. 

    Der Abfallsektor ist geprägt von einer Mischung aus kommunaler Verantwortung und privater Durchführung. Steuerung, Finanzierung und Verantwortung liegen überwiegend beim öffentlichen Sektor, während der Abfallsektor operativ überwiegend privat organisiert ist. Ein Teil wird über die Erhebung von Gebühren für private Haushalte finanziert.

    Auf nationaler Ebene überwacht das Umweltministerium MEST (Ministry of Environment, Science and Technology) den Abfallsektor. Die Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) ist hingegen für Genehmigungen, die Kontrolle der Abfallbehandlung sowie die Festlegung von Standards und Richtlinien zuständig.

    Der größte Teil des Abfalls wird in Ghana auf offenen und teilweise wilden Deponien abgelagert. Offiziell gibt es sechs technisch gesicherte Deponien (Sanitary Landfills), etwa 20 kontrollierte Deponien und über 200 Endablagerungsplätze, vor allem rund um große Städte wie Accra, Tema, Takoradi und Kumasi. 

    Privatsektor spielt entscheidende Rolle

    Städte und Kommunen (Metropolitan-, Municipal- und District Assemblies - MMDA) tragen die Hauptverantwortung für das Abfallmanagement. Sie führen bislang die Ausschreibungen und Vergaben von Aufträgen sowie Konzessionen durch und schließen die Verträge mit privaten Unternehmen. Künftig dürften mit den geplanten PROs weitere Akteure hinzukommen, die Leistungen einkaufen und entsprechende Aufträge vergeben werden. 

    Abfallsammlungs- und Entsorgungsleistungen werden, neben einem hohen informellen Anteil , zum größten Teil von privaten Unternehmen erbracht. Dabei dominieren lokale Unternehmen den Markt, ausländische Unternehmen agieren in erster Linie als Zulieferer und sind nur wenig vor Ort vertreten. Viele Anlagen, Maschinen und Fahrzeuge stammen aus Asien, vor allem aus China. Sind jedoch ausreichend finanzielle Mittel da, werden lieber deutsche Produkte aufgrund ihrer Qualität beschafft.

    Informeller Sektor führend bei Mülltrennung 

    Die Mülltrennung ist bislang schwach ausgeprägt. In den meisten Haushalten erfolgt keine Trennung der Abfälle an der Quelle, sodass Siedlungsabfälle unsortiert abgeholt werden. Vereinzelt gibt es öffentliche Container zur Sammlung von Plastikflaschen. Zwar existieren politische Programme und einzelne Pilotprojekte zur Einführung getrennter Sammelsysteme, diese sind jedoch bislang nicht flächendeckend umgesetzt. Einige wenige Unternehmen bieten zudem gewerblichen Kunden die Sammlung und Abholung von Papierabfall an, der anschließend an die Papierindustrie weiterverkauft wird.

    Eine Sortierung von Abfällen findet somit erst nachgelagert, oft durch Akteure des informellen Sektors, statt. Müllsammler konzentrieren sich in erster Linie auf das Sammeln von Altmetallen oder Plastik. Dabei picken sie die Wertstoffe entweder vor der Abholung aus dem Müll oder sammeln diese nach der Abholung von den Deponien. Manche Unternehmen, wie City Waste Management und Nelplast Eco, binden auch Menschen aus dem informellen Sektor bei der Sammlung und Sortierung von Abfällen ein.

    Die formelle Recycling- und Sortierinfrastruktur ist demgegenüber noch begrenzt. Vorhandene Anlagen können ihr Potenzial oft nicht ausschöpfen, da die Abfälle unsortiert angeliefert werden. Insgesamt bleibt die Recyclingquote niedrig, während ein Großteil der Abfälle deponiert oder unkontrolliert verbrannt wird.

    Das derzeit im Gesetzgebungsprozess befindliche neue EPR-Gesetz wird direkte und indirekte Auswirkungen auf die Mülltrennung und Sortierung haben. Durch die stärkere Inanspruchnahme der Hersteller und einen neuen Finanzierungsmechanismus dürften mehr organisierte Systeme für die Sammlung bestimmter Abfallarten entstehen. 

    Organischer Abfall dominiert bei Abfallaufkommen

    Biomüll ist mit einem Anteil von rund 50 Prozent am Abfallaufkommen der größte Abfallstrom. Pro Jahr entspricht das 3,95 Millionen Tonnen. Es existieren einige Abfallsortier- und Kompostieranlagen in Ghana, wie die Accra Compost and Recycling Plant, die über eine Kapazität von 600 Tonnen täglich verfügt. Insgesamt wird aber nur ein kleiner Anteil des Biomülls kompostiert, obwohl sowohl die Kompostierung als auch die energetische Nutzung großes Potenzial bieten.

    Die Gründe für die geringe Verwertung liegen vor allem in der fehlenden Mülltrennung an der Quelle, der begrenzten Infrastruktur und der (noch) geringen Nachfrage nach Kompost. 

    Die energetische Verwertung von biogenen Abfällen bewegt sich mit einer Verwertungsquote von 5 bis 10 Prozent noch auf geringem Niveau, nimmt an Bedeutung jedoch zu. Bislang betreibt Ghana mit der Safisana-Anlage eine vergleichsweise kleine Waste-to-energy-Anlage mit rund 100 kW elektrischer Leistung. Auch der Markt für Biogasanlagen ist noch unterentwickelt. 

    Potenzial biogener Abfälle noch wenig genutztZusammensetzung Siedlungsabfälle im Jahr 2021 in Ghana nach Abfallart (Anteil in Prozent)

    Abfallart

    Anteil an Gesamtabfallmenge 

    Bioabfälle

    48,6

    Plastik

    20

    Papier

    7,1

    Textilien

    4,2

    Metalle

    1,2

    Glas

    1,0

    Inertabfälle (Sand, Asche, Steine)

    5,6

    Sonstige Abfälle

    11,9

    Quelle: UN Environment Programme, OEWG 2024

    Unternehmen, die recycelten Kunststoff in einem industriellen Prozess verarbeiten, gibt es bislang wenig. Dazu gehören unter anderem Nelplast Eco, das Bau- und Gehwegblöcke aus recyceltem Kunststoff herstellt. Zudem konnten sich einige kleinere Unternehmen in den letzten Jahren auf dem Markt etablieren, die sich vor allem auf das Aufbereiten von Plastik für den Weiterverkauf an große Unternehmen im In- und Ausland spezialisiert haben. 

    In Zukunft wird das geplante EPR-Gesetz deutliche Auswirkungen auf die Verwertung von Abfällen haben, da es erstmals Verpflichtungen und wirtschaftliche Anreize für Recycling und andere Verwertungsformen schafft. 

    Für deutsche Unternehmen bieten sich vielfältige Chancen

    Chancen für deutsche Unternehmen bieten sich vor allem bei der Entsorgung und Verwertung von Abfällen. Diese reichen von der Abfallwirtschaftsplanung über den Bau und die Planung von Recycling-, Sortier- und Kompostieranlagen bis hin zur Deponiewirtschaft. Dafür werden Maschinen und Anlagen sowie entsprechende Technologien benötigt. Der Bedarf an Beratungsleistungen und Schulungen für Fachpersonal wird ebenfalls steigen. Internationale Geber stellen regelmäßig Gelder für Projekte im Abfallsektor bereit.

    Wichtige Branchenunternehmen in Ghana

    Unternehmen

    Sparte

    Accra Compost & RecyclingPlant Kompostieranlage, Kunststoffsortierung und -recycling
    City Waste Mangement Recycling von Kunststoffen und Elektroschrott
    Coliba GhanaKunststoffsammlung und -recycling
    Integrated Compost & Recycling PlantKompostieranlage, Kunststoffsortierung und -recycling, Papierrecycling
    Jekora VenturesKunststoffrecycling, Textilrecycling und Verwertung organischer Abfälle
    Mohinani GroupRecycling, Tochterfirma ist Polytank
    Nelplast Eco GhanaKunststoffrecycling
    J. Stanley Owusu GroupAbfallentsorgung und Betreiber von Deponien
    Waste Landfills CompanyBetreiber und Konstrukteur von Deponien
    Zoomlion GhanaAbfallentsorgung und Betreiber von Deponien
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Von Corinna Päffgen | Accra

  • Projekte und Ausschreibungen von Geberorganisationen sind beliebt. Local-Content spielt kaum eine Rolle.

    Der Abfallsektor ist stark reguliert und geprägt von umfangreichen Umweltauflagen. Zentrales Gesetz ist der Environment Protection Act (Act 1124, 2025), daneben existieren zahlreiche weitere einschlägige Gesetze und Verordnungen wie der Hazardous and Electronic Waste Control and Management Act (Act 917, 2016).

    Unternehmen benötigen zudem eine Lizenz von der zuständigen Umweltschutzbehörde (EPA; Environmental Protection Agency) und vor dem Start eines Projektes oftmals ein Environmental Impact Assessment (EIA). Hier kann es zu komplexen Genehmigungsprozessen mit hohem administrativen Aufwand kommen.

    Unternehmen mit Interesse am Markt sollten das neu geplante Gesetz zur erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility - EPR Act) im Auge behalten. Hier wird es große Auswirkungen auf die Strukturen des Sektors und die Kostenverteilung haben sowie neue Pflichten begründen.

    Staat ist größter Auftraggeber

    Die Vergabe öffentlicher Aufträge erfolgt durch die jeweiligen Ministerien oder nachgeordneten Behörden. An nationalen Ausschreibungen können nur ghanaische Unternehmen teilnehmen. Das bedeutet, dass die Mehrheit des Unternehmens in ghanaischer Hand sein muss. Bei internationalen Ausschreibungen können auch ausländische Unternehmen teilnehmen. Öffentliche Ausschreibungen erfolgen digital über die Plattform Ghana Electronic Procurement System (GHANEPS).

    Politischer Wunsch ist die stärkere Einbindung des Privatsektors, vor allem bei Investitionen. Dazu sollen vermehrt öffentlich-private-Partnerschaften (PPP) geschlossen werden, der rechtliche Rahmen wurde dazu 2018 geschaffen. Die Umsetzung beziehungsweise der Abschluss neuer PPP-Projekte verläuft jedoch schleppend.

    Aufgrund des begrenzten Staatshaushaltes sind viele Projekte von der Finanzierung durch Entwicklungshilfeorganisationen wie Weltbank, EU oder Afrikanische Entwicklungsbank abhängig. Hier können sich auch für deutsche Unternehmen interessante Beteiligungschancen ergeben. 

    Informationen über Projekte und Ausschreibungen

    Bei der Umsetzung von geberfinanzierten Vorhaben schreiben die Staaten die benötigten Bau-, Liefer- und Beratungsleistungen oft international aus.

    GTAI informiert tagesaktuell mit Projektfrühinformationen und Hinweisen auf Ausschreibungen über die vielfältigen Geschäftschancen in der internationalen Zusammenarbeit. Die kostenfreie Datenbank ist nach Land, Branche und Geber filterbar.

    Unser E-Mail-Service Tenders & Projects Daily liefert Ihnen täglich die neuesten öffentlichen Ausschreibungen und Projekte aus der ganzen Welt - direkt in Ihr Postfach.

    Local-Content-Vorschriften gibt es nur vereinzelt

    Local-Content-Vorschriften existieren im Abfallsektor nicht. Bestimmte Beteiligungsvorschriften können allerdings zum Tragen kommen, wenn es um Aktivitäten im Bereich der Erdölindustrie geht. Zudem sind die allgemeinen Vorschriften bezüglich Unternehmen mit ausländischer Beteiligung zu beachten. Danach müssen sich Unternehmen registrieren lassen, eine bestimmte Investitionssumme aufbringen und eine Quotenregelung beachten, die die Anzahl ausländischer Mitarbeiter betrifft.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

     

    Von Corinna Päffgen | Accra

  • Bezeichnung

    Anmerkungen

    Delegation der Deutschen Wirtschaft in Ghana

    Anlaufstelle für deutsche Unternehmen

    German RETech Partnership e.V.

    Netzwerk deutscher Unternehmen und Institutionen der Entsorgungs- und Recyclingbranche zur Exportförderung

    Ministry of Environment, Science and Technology 

    Zuständiges Ministerium für den Abfallsektor
    Environmental Protection AgencyRegulierungsbehörde für den Abfallsektor. Erstellt entsprechende Normen sowie Richtlinien und erteilt Genehmigungen.

    West African Clean Energy and Environment Exhibition and Trade Fair

    Jährliche Messe zu Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien, Wasser- und Abwassermanagement

    Waste Recovery Platform

    Plattform zur Vernetzung aller Akteure im Abfallsektor 
    Public Procurement AuthorityZentrale Plattform für staatliche Ausschreibungen

     

    Von Corinna Päffgen | Accra