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Rahmenbedingungen

Die Einfuhr von Maschinen nach Mexiko ist in den vergangenen Jahren komplexer geworden. Gleichzeitig fallen beim Export von Maschinen von Mexiko in die USA neue Zölle an.

Von Edwin Schuh | Mexiko-Stadt

Generell wird für den Import von Maschinen in Mexiko keine spezielle Lizenz benötigt und das Importverfahren verläuft nach den allgemein geltenden Regeln ab. Unternehmen berichten jedoch seit rund drei Jahren von größeren Schwierigkeiten bei der Zertifizierung von Produkten. Wenn früher nur ein Zertifikat für eine Maschine verlangt wurde, müssen inzwischen auch einzelne Teile (Touchscreen, Steuerungsgerät etc.) zertifiziert werden.

Regeln im Außenhandel werden komplexer

Zudem müssen Unternehmen, die Maschinen importieren wollen, die mit dem Sicherheitssektor in Verbindung gebracht werden können, gesondert bei der Steuerbehörde SAT registriert sein (Padrón de Importadores con Sectores Específicos). Beispiele sind Maschinen mit integriertem Laser oder Infrarotkameras.

Beim Export von in Mexiko hergestellten Maschinen in die USA gilt seit Anfang 2025 ein Zusatzzoll in Höhe von 25 Prozent (International Emergency Economic Powers Act, IEEPA), falls das Produkt nicht unter das Handelsabkommen USMCA (United States-Mexico-Canada-Agreement) fällt. USMCA-konforme Waren gehen weiterhin zollfrei über die Grenze, hier kann jedoch anteilig ein Zoll auf den Stahl-, Aluminium- und Kupfergehalt einer Maschine anfallen. Über den aktuellen Stand der US-Zölle informieren wir auf der GTAI-Sonderseite Handelspolitik unter Trump.

Verschiedene Stellen führen Zertifizierungen durch

Für Normen und Standards ist in Mexiko die Behörde SINEC (Sistema Integral de Normas y Evaluación de la Conformidad) zuständig, welche dem Wirtschaftsministerium Secretaría de Economía untersteht. Das mexikanische Recht unterscheidet zwischen folgenden Normen:

  • Normas Oficiales Mexicanas (NOM) sind technische Regulierungen, die von der Regierung erlassen werden und von Unternehmen eingehalten werden müssen.
  • Normas Mexicanas (NMX) sind freiwillige Standards, die von anerkannten nationalen Organisationen erlassen werden.
  • Für die Sicherheit von Maschinen gilt die Norm NOM-004-STPS-1999 des Arbeitsministeriums STPS ("Secretaría del Trabajo y Previsión Social"). Es existiert ein Gesetzesvorschlag für eine neue Norm (PROY-NOM-004-STPS-2020), die bald in Kraft treten soll. Bei deren Ausgestaltung haben von deutscher Seite her die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie das Unternehmen TÜV Rheinland mitgewirkt.
  • Die Normen schieben die Verantwortlichkeit für die Sicherheit nicht auf den Hersteller von Maschinen, sondern auf den Anwender.

Zertifizierungen führen unter anderem die folgenden Stellen durch: Normalización y Certificación (NYCE, gehört zur globalen QIMA Group), Asociación de Normalización y Certificación, A.C. (ANCE) und Instituto Mexicano de Estandarización y Evaluación de la Conformidad (IMEEC).

Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

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