Wirtschaftsstandort | Nordmazedonien

Nordmazedonien – Europas Werkbank am Westbalkan

Nordmazedonien ist in die Lieferstrukturen deutscher Unternehmen eingebunden. Die Regierung arbeitet kontinuierlich daran, das Investitionsumfeld zu verbessern – was sich auszahlt.

Hans-Jürgen Wittmann

Von Hans-Jürgen Wittmann | Belgrad

Mit einer Bevölkerung von rund 1,8 Millionen Einwohnern im Jahr 2024 und einem Bruttoinlandsprodukt von nominal rund 15,4 Milliarden Euro ist Nordmazedonien die viertgrößte Volkswirtschaft auf dem Westbalkan. Deutsche Firmen betrachten das Land als wichtigen Fertigungsstandort, vor allem für die Autozulieferindustrie. Ein Großteil der verarbeiteten Produkte geht in die Bundesrepublik. Als einziges Westbalkanland verzeichnet es ein Außenhandelsüberschuss mit Deutschland.

Das NATO-Mitglied Nordmazedonien ist seit 2005 Beitrittskandidat der EU, im Jahr 2022 begannen die Verhandlungen. Zudem erhält das Land über die Wachstumsfazilität Gelder aus Brüssel und implementiert SEPA. Doch ein bulgarisches Veto wegen eines Minderheitendisputs steht einer weiteren EU-Annäherung im Wege.

  • Das verarbeitende Gewerbe ist eng mit der EU-Wirtschaft vernetzt. Erneuerbare Energien, Infrastruktur, Tourismus und IKT bieten wachsendes Potenzial.

    Nordmazedoniens Wirtschaftspolitik ist unabhängig von der jeweiligen Regierung geprägt von Freihandel, wirtschaftlichen Reformen und regionaler Integration. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner ist Deutschland. Das Westbalkanland ist Mitglied im Central European Free Trade Agreement (CEFTA) und schloss Freihandelsabkommen unter anderem mit der Türkei und der Ukraine.

    Die günstige geografische Lage ist ein großer Standortvorteil. Das Land liegt im Zentrum wichtiger Transportkorridore in Nord-Süd sowie Ost-West-Richtung. Eine Anbindung nach Deutschland ist über die Autobahn A1 in Richtung Serbien gegeben.

    Das Westbalkanland überzeugt seit der Coronapandemie als Produktionszentrum vor der Haustür der EUZudem entwickelt sich Nordmazedonien zu einem beliebten Beschaffungsmarkt für verarbeitende Betriebe aus Deutschland. Die Zulieferlandschaft ist vor allem durch kleine und mittelständische Betriebe geprägt.

    1,8 Mio.

    Menschen lebten 2024 in Nordmazedonien.

    Quelle: Vereinte Nationen 2025

    15,3 Mrd.

    Euro betrug das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024.

    Quelle: IWF 2025

    7.897

    Euro betrug das nominale BIP pro Kopf 2024.

    Quelle: IWF 2025

    Rang 57

    belegte Nordmazedonien 2024 unter den deutschen Außenhandelspartnern.

    Quelle: Destatis 2025

    Rang 88

    nimmt Nordmazedonien im Corruption Perceptions Index 2024 ein (unter 180 Ländern).

    Quelle: Transparency International 2025

    1,6 %

    betrug die Analphabetenquote im Jahr 2020.

    Quelle: CIA 2024

    Solide Industriebasis als Treiber für Investitionen und Entwicklung

    Nordmazedoniens Firmen sind tief in die Lieferketten europäischer Unternehmen integriert. Lokale Hersteller produzieren vor allem Kfz-Teile wie Kabelbäume, Steckverbindungen, Batterien, technische Textilien, Filtersysteme sowie Sitze oder Spiegel. Diese Produkte werden auch bei der E-Mobilität benötigt und sichern so die Zukunft des Standorts. Die Zulieferteile aus Nordmazedonien werden vor allem in Pkw verbaut. Zur Verringerung der Abhängigkeit vom Pkw-Markt trägt die niederländische VDL Group bei. Nach der Übernahme der Bussparte von Van Hool will VDL dessen Produktion von Omnibussen in Skopje ausbauen.

    Die lokale Kfz-Zulieferindustrie muss sich für den Strukturwandel hin zur E-Mobilität wappnen. Mit Johnson Matthey ist aktuell einer der größten europäischen Hersteller von Katalysatoren mit einem jährlichen Exportvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro angesiedelt. Da E-Mobile keine Katalysatoren benötigen, stößt das Geschäftsmodell des britischen Konzerns bald an seine Grenzen. Daneben müssen lokale Lieferanten verstärkt in grüne Technologien investieren, um nach dem Inkrafttreten des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) in den Lieferketten deutscher Firmen bleiben zu können.

    Bauwirtschaft, grüne Energie und IKT bieten Potenzial

    Die Regierung investiert Milliarden in den Ausbau der Infrastruktur, vor allem in neue Autobahnen und Bundesstraßen, wie zwischen Skopje und Ohrid. Zudem soll die Schienenstrecke zwischen Tabanovce und Gevgelija als Teil des paneuropäischen Korridors X ausgebaut werden. Weitere Mittel fließen in den Bau und die Modernisierung medizinischer Einrichtungen.

    Darüber hinaus erwartet die Regierung bis 2030 private Investitionen von rund 3 Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien, vor allem in Solarkraftwerke und Windparks. Nordmazedonien bleibt abhängig vom Import von Öl und Gas. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit wird eine neue Gaspipeline aus Griechenland verlegt. Diese Röhre ist auch für den Transport von grünem Wasserstoff ausgelegt.

    Eine traditionsreiche Branche ist die Fertigung von Bekleidung, Textilien sowie Berufs- und Spezialkleidung. Lokale Firmen produzieren überwiegend für europäische Modemarken. Das deutsche Unternehmen Iprotex fertigt technische Textilien und Wärmedämmstoffe für die Kfz-Industrie.

    Zudem wird das Land als Zielland für Touristen immer beliebter. Als Besuchermagnet fungiert neben der Hauptstadt Skopje das Weltkulturerbe Ohridsee. Im Jahr 2025 erwartet die Regierung erstmals mehr als 1,5 Millionen Gäste. Deutsche Touristen liegen hinter Besuchern aus der Türkei auf Platz 2.

    Nordmazedonien ist reich an nicht metallischen Rohstoffen, die zu Baustoffen verarbeitetet werden können, darunter Gips oder Naturstein zur Fassadenverkleidung. Mit Knauf nutzt auch der erste deutsche Investor im Land die lokalen Vorkommen zur Produktion von Gipskartonplatten. Im Dienstleistungssektor bietet das Balkanland gute Chancen für Informations- und Kommunikationstechniken, insbesondere für IKT-Outsourcing und den Export digitaler Lösungen. 

    Die Landwirtschaft spielt eine untergeordnete Rolle. Angebaut werden vor allem Getreide und Wein, zudem wird Viehzucht betrieben. Der Ökolandbau bietet jedoch Potenzial.

    Bedeutung der Wirtschaftszweige in NordmazedonienAnteile in Prozent
    Sektor

    Anteil an nominaler Bruttowertschöpfung 2023

    Bergbau und Industrie

    18,3

    Transport, Logistik und Kommunikation

    8,9

    Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft

    8,1

    Baugewerbe

    6,4

    Quelle: Vereinte Nationen 2025

    Deutsche Firmen erweitern Präsenz in Nordmazedonien

    Die deutsche Wirtschaft investiert seit Jahren in eigene Werke im Land. Rund 200 Unternehmen mit deutschem Kapital geben rund 26.000 Menschen Arbeit und produzieren in erster Linie für den Export. Im World Business Outlook der Auslandshandelskammern (AHK) vom Frühjahr 2025 bewerteten die teilnehmenden Firmen ihre Konjunkturerwartungen positiver als in der EU und bekräftigten ihre Investitionsabsichten in Nordmazedonien. Bei den Risiken nennen die Teilnehmer die steigenden Arbeits- und Energiekosten sowie den Fachkräftemangel. Die größte Herausforderung sehen die Firmenvertreter in der digitalen Transformation. Direkte negative Auswirkungen der neuen US-Handelspolitik auf ihre Geschäfte im Land erwartet die Mehrheit der Unternehmen hingegen nicht. 

    Antje Wandelt, Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Nordmazedonien, fasst die Vorteile des Standortes zusammen:

    "Deutsche Firmen sind integraler Bestandteil einer dynamischen Wirtschaftsszene und geschätzte Arbeitgeber. Gleichzeitig finden sie hier, weniger als 24 Autostunden von Deutschland entfernt, kompetente, erfahrene und äußerst flexible Partner für Zulieferprodukte. Zudem erweist sich die stabile Sicherheitslage als klarer Standortvorteil."

    SWOT-Analyse Nordmazedonien

    S

    Stärken Strengths

    • Strategische Lage an überregionalen Transportkorridoren
    • Stark entwickelte und diversifizierte industrielle Basis
    • Nahezu zollfreier regionaler Handel mit CEFTA
    • Wettbewerbsfähige Kostenstruktur und attraktive Steuersätze
    • An Euro gekoppelte Landeswährung
    W

    Schwächen Weaknesses

    • Hoher Modernisierungsbedarf bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung
    • Hohe Importabhängigkeit der Industrie bei Vorprodukten
    • Überschaubare Größe des Binnenmarktes
    • Defizite bei Rechtsstaatlichkeit und Transparenz
    • Ineffiziente Verwaltung
    O

    Chancen Opportunities

    • Wachsendes Potenzial als Nearshoring- und Sourcing-Standort
    • Mitgliedschaft in EFTA/CEFTA sowie Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU
    • EU-Vorbeitrittshilfen und Finanzhilfen bilateraler und internationaler Geber
    • Erweiterung und Modernisierung von Verkehrskorridoren
    • Ausbau erneuerbarer Energien und nachhaltiger Produktion
    T

    Risiken Threats

    • Ungelöster Disput über EU-Beitritt mit Bulgarien
    • Starke Abhängigkeit von Entwicklungen auf EU-Markt, v.a. in der Kfz-Industrie
    • Steigender Arbeitskräftemangel und Emigration
    • Sinkende Einwohnerzahl, schrumpfender Markt
    • Hohe Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger

    Regionen: Skopje ist bedeutendstes Wirtschaftszentrum

    Dreh- und Angelpunkt des wirtschaftlichen Lebens ist Skopje. Die Hauptstadt und die nahe gelegenen Industriezonen sind Zentrum der Geschäftsaktivitäten und ausländischer Investitionen. Bitola beheimatet das landesweit größte Kohlekraftwerk. Kumanovo ist ein Zentrum der Metall- und Textilindustrie. Ohrid bildet ein regionales wirtschaftliches und touristisches Zentrum am gleichnamigen See.

    Eckdaten der wichtigsten Regionen in NordmazedonienBIP pro Kopf in Euro, Jahr 2022
    Region

    BIP pro Kopf 1)

    Bevölkerung 2)

    Skopje

    9.607

    607.163

    Südwest

    6.481

    176.357

    Vardar

    6.840

    137.226

    Ost

    6.914

    148.036

    Südost

    7.644

    146.909

    1 Umrechnung anhand des durchschnittlichen Wechselkurses für 2022: 1 Euro = 61,93 Denar; 2 Stand: 30. Juni 2023Quelle: Statistikamt der Republik Nordmazedonien 2025

    Hans-Jürgen Wittmann

    Von Hans-Jürgen Wittmann | Belgrad

  • Die günstige geografische Lage und ein attraktives Unternehmensumfeld machen das Balkanland zu einem interessanten Standort. Deutsche Investoren nutzen die Anreize.

    Eine gut ausgeprägte industrielle Basis, wettbewerbsfähige Arbeitskosten sowie ein hoher Grad an Offenheit machen Nordmazedonien zu einem attraktiven Ziel ausländischer Direktinvestitionen (FDI). Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zum Wachstum und zur Diversifizierung der Wirtschaft. Wurden zu Beginn des neuen Jahrtausends vor allem arbeitsintensive Produkte mit geringer Fertigungstiefe wie Textilien produziert, brachten ausländische Firmen Kapital, Know-how und Technologie zur Steigerung der Wertschöpfung ins Land.

    Ausländische Investoren genießen völlige Gleichbehandlung wie einheimische Firmen. Niedrige Körperschaftssteuersätze, befristete Zoll- oder Steuerbefreiung sowie vergünstigte staatliche Kredite stehen auch deutschen Firmen vor Ort zu. Wichtige Branchen wie die verarbeitende Industrie, IKT und erneuerbare Energien fördert die Regierung besonders. Allerdings besteht weiterer Reformbedarf bei den Themen Rechtssicherheit, ineffiziente Verwaltung sowie überbordender Bürokratie.

    Länder aus der Region sind wichtigste Investoren

    Ende des Jahres 2023 belief sich der Bestand an FDI in Nordmazedonien auf rund 7,8 Milliarden Euro, meldet die Statistikagentur der Vereinten Nationen UNCTAD. Größter Investor mit rund 1,2 Milliarden Euro war Österreich, gefolgt von Griechenland. Auf den nachfolgenden Rängen reihen sich die Türkei, Deutschland und die Niederlande ein. Rund ein Drittel der investierten Mittel floss in den Auf- und Ausbau von Fertigungskapazitäten.

    Deutsche Unternehmen planen Ausbau ihrer Aktivitäten

    Der Bestand der FDI aus Deutschland kletterte 2023 um 3,3 Prozent auf 493 Millionen Euro, berichtet die Bundesbank. Vor allem Mittelständler errichten neue Fabriken und kündigen weitere Investitionen an.

    Siedelten sich zunächst vor allem Kfz-Zulieferbetriebe an, diversifizierte sich das deutsche Investitionsportfolio in den letzten Jahren. Gerresheimer erweitert sein Werk zur Fertigung von Glasspritzen in Skopje. Die Kiel Group investiert 10 Millionen Euro in den Ausbau ihres Werkes zur Produktion von Sitzen für Busse und Bahnen in Tetovo. Die Wik Group fertigt in Nordmazedonien Haushaltsgeräte. Im Mai 2025 nahm die BMZ Group ein Werk zur Herstellung von Batteriespeichersystemen bei Skopje in Betrieb. Kostal kündigt mittelfristig neue Investitionen in Nordmazedonien an. 

    Auswahl großer deutscher Investoren in Nordmazedonien *)Investitionssumme in Millionen Euro

    Unternehmen

    Branche

    Investitionssumme

    Deutsche TelekomKommunikation

    1.150

    KostalKfz-Elektrik

    150

    Gerresheimer AGMedizintechnik

    150

    BMZ GroupBatterieproduktion

    65

    Kiel GroupSitze für Busse und Bahnen

    10

    * Stand August 2025.Quelle: Pressemeldungen 2025, Recherchen von Germany Trade & Invest 2025

    Investitionsförderung: Industriezonen bieten Investoren Vorzugsbedingungen

    Die nordmazedonische Regierung setzt für weiteres Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätze auf staatliche Investitionen in die Infrastruktur. Darüber hinaus spielen ausländische Direktinvestitionen eine große Rolle. Ziel der Anstrengungen sind vor allem Investoren im Hochtechnologiebereich. Zentrales Element zur Anwerbung ausländischer Investoren ist Invest North Macedonia. Die Investitionsförderagentur lockt Interessenten mit niedrigen Einkommen- und Körperschaftssteuersätzen von 10 Prozent. Zudem können Investitionen mit bis zu 10 Prozent der förderfähigen Ausgaben für neue Maschinen, Geräte, Gebäude oder Grundstücke erstattet werden.

    Daneben setzt Nordmazedonien für die Ansiedlung ausländischer Unternehmen vor allem auf technologisch-industrielle Entwicklungszonen (TIDZ). Die landesweit aktuell 15 TIDZ bieten in- und ausländischen Investoren eine zehnjährige Befreiung von der Einkommens-, Gewinn- und Körperschaftssteuer. Residenten sind zudem von Zöllen auf importierte Geräte, Maschinen und Ersatzteile befreit. Grundstücke in den TIDZ können bis zu 99 Jahre zu ermäßigten Konditionen gepachtet werden.

    Beinahe alle Größen der Kfz- und Elektronikindustrie wie Johnson Matthey, Kemet, Van Hool oder ODW Elektrik sind in TIDZ angesiedelt. Deutsche Firmen machen rund ein Drittel der Residenten in Industriezonen aus. Da diese sich meist außerhalb der Metropolen befinden, haben die Residenten eine große Bedeutung für die Entwicklung kleinerer Städte und hoher Gehälter in den Regionen.

    SEPA-Mitgliedschaft schafft neue Impulse

    Mit der weiteren Integration in die EU wird Nordmazedonien noch interessanter für ausländische Investoren. Aktuell implementiert das Land die Single European Payment Area (SEPA). Diese Mitgliedschaft ermöglicht schnellere, sicherere und günstigere grenzüberschreitende Zahlungen in Euro. Das Einsparpotenzial wird auf bis zu 48 Millionen Euro jährlich geschätzt. Sinkende Kosten für den Zahlungsverkehr steigern die Attraktivität des Landes für ausländische Investoren. Die Regierung erwartet, dass die Mitgliedschaft im SEPA-Zahlungsraum FDI-Entscheidungen positiv beeinflusst.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

  • BezeichnungAnmerkung
    Germany Trade & InvestAußenhandelsinformationen für die deutsche Exportwirtschaft
    AHK NordmazedonienLokale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministarstvo za ekonomija i trudWirtschafts- und Arbeitsministerium
    Invest North MacedoniaAgentur zur Förderung ausländischer Investitionen in Nordmazedonien
    Direkcijata za tehnološki industriski razvojni zoni (TIDZ)Verwaltung der Industriezonen
    Sovet na Stranski InvestitoriRat für ausländische Investoren
    Deutsche Botschaft SkopjeDeutsche Auslandsvertretung in Nordmazedonien