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Pflichtversicherung
21.01.2026
Einige Dienstleister sind in Irland dazu angehalten, Berufshaftpflichtversicherungen zu schließen. Nachstehend einige Beispiele:
Die obligatorische Berufshaftpflichtversicherung irischer Rechtsanwälte (solicitors) ist in Artikel 3 der Rechtsverordnung The Solicitors Acts 1954 to 2011 (Professional Indemnity Insurance) Regulations 2016 festgelegt. Die Mindestversicherungssumme beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro (vergleiche Punkt 3.1 in Anhang 1 ebendort - Appendix 1 Minimum terms and conditions of professional indemnity insurance for solicitors and registered lawyers in Ireland).
Architekten in Irland sind auf Grund der Berufsverhaltensgrundsätze (Code of Professional Conduct 2013) der irischen Architektenkammer (Royal Institute of the Architects of Ireland) dazu angehalten, eine ihrer beruflichen Praxis angemessene Berufshaftpflichtversicherung zu unterhalten (Artikel 2.12 des Code of Conduct).
Ähnliches gilt für irische Steuerberater / Wirtschaftsprüfer und Buchhaltungsdienstleister, die dem Institut geprüfter Steuerberater / Wirtschaftsprüfer in Irland angehören (Chartered Accountants Ireland - abgekürzt: CAI). Gemäß dessen Public Practice Regulations muss eine Berufshaftpflichtversicherung bestehen. Die Deckungssumme variiert je nach Umsatz (siehe die Regeln 6.15 ff. ebendort).
Das RICS (Royal Institute of Chartered Surveyors) schreibt eine Berufshaftpflicht für alle in der Republik Irland registrierten Berufsträger verpflichtend vor. Dies regeln die Rules of Conduct.
In Irland gibt es weder eine Berufsgenossenschaft noch eine Pflicht zum Abschluss einer privaten Versicherung, die Arbeitsunfälle abdeckt. Kunden verlangen daher zum Teil von irischen Dienstleistern die private Eindeckung einer solchen Versicherung.
Germany Trade & Invest (Stand: Januar 2026)