Branche kompakt | Finnland | Abfallwirtschaft

Finnlands Entsorgungsbranche auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft

Finnlands Abfallinfrastruktur ist gut entwickelt und wird kontinuierlich ausgebaut. Im Fokus stehen Projekte, die Kreislaufwirtschaft stärken und Nebenströme nutzbar machen.

Von Fabian Möpert | Berlin

Ausblick der Abfallwirtschaft in Finnland

  • Strategien für die Kreislaufwirtschaft zielen auf mehr Recycling von Nebenströmen.
  • EU-Vorgaben erhöhen den Handlungsdruck in Bezug auf bessere Marktanreize.
  • Ausländische Unternehmen können als Ausrüster sowie Skalierungs- und Innovationspartner punkten.
  • Überkapazitäten bei Müllverbrennung sorgen für Zielkonflikte im Abfallmanagement.
  • Regional geringe Besiedlungsdichte und kleine Stoffströme verlangen nach kosteneffizienten dezentralen Sortierlösungen.
  • Der Entsorgungsmarkt ist stark auf einheimische Akteure konzentriert.

Anmerkung: Einschätzung des Autors für die kommenden zwölf Monate auf Grundlage von prognostiziertem Umsatz- und Produktionswachstum, Investitionen, Beschäftigungsstand, Auftragseingängen, Konjunkturindizes etc.; Einschätzungen sind subjektiv und ohne Gewähr; Stand: April 2026.

  • Während Finnland bei Deponieabbau und Energiegewinnung aus Abfall europaweit führend ist, bleiben die Recyclingquoten ausbaufähig. Strategische Investitionen könnten dies ändern.

    Der finnische Entsorgungssektor muss die Kreislaufwirtschaft stärken. Treiber sind ehrgeizige nationale Programme und Zielvorgaben der EU. Wie andere EU-Länder hat sich Finnland verpflichtet, bis 2025 einen Anteil von 55 Prozent der Siedlungsabfälle zu recyceln (60 Prozent bis 2030, 65 Prozent bis 2035). Zurzeit erfüllt Finnland die Ziele noch nicht.

    48 %

    des finnischen Siedlungsabfalls wurden 2024 recycelt.

    Der Anteil von wiederverwendeten oder recycelten Materialien am gesamten Materialverbrauch (Circular Material Use Rate, CMUR) war 2024 mit 2 Prozent einer der niedrigsten Werte in der EU (EU-Durchschnitt 2024: 12,2 Prozent).

    Ein Bericht der EU-Kommission vom Sommer 2025 beziffert Finnlands jährlichen Investitionsbedarf bis 2027 auf 1,1 Milliarden Euro für Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft und weitere 0,4 Milliarden für Abfallmanagement bei Siedlungsmüll und Verpackungen. Weil die tatsächlichen Investitionsvolumina darunter liegen, bestehe eine Investitionslücke von insgesamt etwa 454 Millionen Euro pro Jahr. 

    Verwerten statt Verbrennen

    Finnlands nationaler Abfallplan bis 2027 definiert Ziele und Maßnahmen und formuliert eine Vision bis 2030. Das Strategische Programm für die Kreislaufwirtschaft von 2021 umreißt den Pfad hin zu einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft bis 2035. Ergänzt werden die Pläne durch übergreifende Sektorstrategien wie die "Plastics Roadmap".

    Finnlands Ziele und Maßnahmen für die Abfallwirtschaft (Auszug)

    Nationaler Abfallplan bis 2027

    • Abfallvermeidung und bessere Materialeffizienz senken Ressourcenverbrauch.
    • Zirkuläre Geschäftsmodelle und mehr Recycling/Wiederverwendung helfen, Siedlungsabfallaufkommen vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln.
    • Digital nutzbare Abfall- und Produktdaten unterstützen die Kreislaufwirtschaft und ermöglichen datengestützte Informationsplattformen für Nebenströme.
    • Recyclingquote für Verpackungsabfälle wird mindestens auf das Niveau der EU-Ziele erhöht.
    • Menge an Einweg‑Kunststoffprodukten wird reduziert.
    • Lebensmittelverschwendung wird bis 2030 halbiert.
    • Bioabfälle im Siedlungsmüll werden zu mindestens 65 Prozent recycelt.
    • Recycling‑Düngemittel ersetzen häufiger Düngemittel aus Primärrohstoffen.
    • Wiederverwendung von Elektro‑ und Elektronikgeräten nimmt zu.
    • Recycling von Elektro‑ und Elektronikaltgeräten wird verstärkt und kritische Rohstoffe werden effizienter zurückgewonnen.
    • Bauabfälle werden reduziert oder wiederverwertet.

    Quelle: Finnisches Umweltministerium 2026

    Sortieranlagen sollen mehr Kunststoff recyceln

    Kunststoffrecycling steht in Finnland noch vor dem Durchbruch. Etwa ein Fünftel aller Kunststoffabfälle wird bislang recycelt, der größere Teil verbrannt. Trotz flächendeckendem Sammelsystem liegt die Recyclingquote für Plastikverpackungen mit rund einem Drittel deutlich unter EU-Schnitt. Auch deshalb investieren finnische Unternehmen in Sortiertechnik, Waschanlagen, Extruder und chemische Recyclingverfahren - nicht selten in Zusammenarbeit mit deutschen Maschinen- und Anlagenbauern.

    Wegweisend ist eine Erweiterungsinvestition in intelligente Sortiertechnologie für Verpackungskunststoffabfälle, die der Branchenspezialist Remeo im 2. Quartal 2025 in Vantaa abgeschlossen hat. Das Recyclingwerk verfügt über eine jährliche Verarbeitungskapazität von 100.000 Tonnen Kunststoffverpackungen. Bereits seit 2021 betreibt Remeo in Vantaa eine der modernsten Sortier- und Recyclinganlagen Europas. Die Anlage mit Sortierlinien für Gewerbe-, Industrie-, Bau- und Abbruchabfälle ist ausgestattet mit innovativer Verfahrenstechnik vom deutschen Ausrüster Stadler Anlagenbau GmbH und KI-basierten Sortierrobotern vom finnischen Anbieter ZenRobotics.

    Syklo ist dabei, in Hyvinkää eine Kunststoffrecyclinganlage mit 50.000 Tonnen Jahreskapazität in Betrieb zu nehmen. Technologielieferant ist der schottische Ausrüster Impact Recycling. Syklo baut am Standort zudem eine Biokomposit-Produktionslinie vom Pilotprojekt zum industriellen Maßstab aus.

    Auch ausgediente Industriegüter stehen im Fokus. Der Recyclingkonzern Kuusakoski errichtete in Südfinnland die erste Anlage zum Aufbereiten industrieller Verbundkunststoffe wie Glas- und Kohlefaser. Die Investition belief sich auf über 4 Millionen Euro und setzt auf in Deutschland erprobte Lösungen. Die Anlage ging Ende 2025 in Betrieb und verarbeitet zum Beispiel Windturbinenblätter oder Elektroautoteile. 

    Paradigmenwechsel bei Bio- und Holzabfällen

    Finnlands Abfallplan setzt auch verbindliche Ziele für das getrennte Sammeln und Recyceln von Bioabfällen. Nach Angaben des finnischen Biozyklus- und Biogasverbands (SBB) befinden sich von 2024 bis 2027 landesweit Projekte im Umfang von zusammen über 500 Millionen Euro im Bau oder in Planung, um Bioabfälle, landwirtschaftliche Nebenströme und Lebensmittelreste stofflich oder energetisch zu verwerten. Der Schwerpunkt liegt auf zentralen Biogasanlagen, teils mit Aufbereitung zu Biomethan für den Verkehrssektor.

    Bei Holzabfällen zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: weg von der Verbrennung, hin zur stofflichen Nutzung. Im Holz- und Papiersektor, einer großen Branche in Finnland, fallen Nebenprodukte wie Rinde, Lignin oder Schlämme an. 

    Vorzeigeprojekte im Urban Mining

    Auf Edelmetalle aus Elektro- und Elektronikschrott zielt das Konsortium Zero Mine Solutions in Jyväskylä ab. Darin haben sich die Firmen Alva-yhtiöt, Elker und Tapojärvi zusammengetan, um ein metallurgisches Laugungsverfahren zu skalieren. Ziel ist der Bau einer Anlage, die täglich etwa 3 Tonnen Elektronikteile wie Leiterplatten verarbeitet und wertvolle Rohstoffe zurückgewinnt. Die Investitionsentscheidung soll bis 2027 fallen.

    Ein Flaggschiffprojekt im Urban Mining realisiert der Konzern Fortum, der in Harjavalta seit 2023 Europas größte hydrometallurgische Batterierecycling-Anlage betreibt. Dort werden aus alten Lithium-Ionen-Akkus sowie aus Ausschuss der Batterieproduktion im industriellen Maßstab Metalle zurückgewonnen. Fortum plant, die Kapazität der Anlage fast zu verzehnfachen. Weil solche Vorhaben die Importabhängigkeit Europas bei kritischen Rohstoffen verringern, ist die Anlage eines von sechs finnischen Vorhaben auf der EU-Liste der strategischen Projekte im Rahmen des Europäischen Gesetzes zu kritischen Rohstoffen.

    Im Bergbauabraum schlummern Potenziale

    Mit den über 40 aktiven Bergwerken und Steinbrüchen gehen Abraumhalden und Aufbereitungsrückstände (Tailings) einher. Hohe Preise für kritische Rohstoffe, strengere Umweltziele und Europas Streben nach Ressourcensouveränität erhöhen den Anreiz, diese Rohstoffquelle besser zu erschließen.

    Unterstützt durch das geologische Forschungszentrum Finnlands (GTK) will das Bergbauunternehmen Otanmäki Mine 9,8 Millionen Tonnen Tailings aufbereiten und wirtschaftlich relevante Mengen an Ilmenit sowie weiteren Mineralien extrahieren. Der Stahlhersteller Outokumpu hat in Kemi ein Pilotprojekt gestartet. Nebenströme dortiger Bergbauaktivitäten werden datengestützt systematisiert und für externe Industriepartner nutzbar gemacht. Für das entstehende Ökosystem suche man auch internationale Partner, insbesondere bei Technologie, Aufbereitung und Materiallösungen.

    Ausgewählte Investitionsprojekte in Finnlands Abfall- und KreislaufwirtschaftIn Millionen Euro
    Projekt / Ort

    Investition

    StandProjektträger
    Vanadiumrückgewinnungsanlage, 9.000 t Vanadium pro Jahr / Pori

    400

    Planung; Investitionsbeihilfe von Business Finland; geplante Fertigstellung 2027Novana Oy
    Batterierecycling, Kapazitätserhöhung auf 28.000 t pro Jahr / Harjavalta

    170

    PlanungFortum Oyj
    Gewinnung von Chemikalien aus Braunalgen der Karibik / Kokkola

    70

    Investitionsentscheidung; geplante Fertigstellung 2028Origin by Ocean & CABB Group
    Abfallsortieranlage, 200.000 t pro Jahr / Vantaa

    50

    Planung; geplante Fertigstellung 2028; zunächst sollen pro Jahr 18.000 t Kunststoff sortiert und der Wiederverwertung zugeführt werden, später soll die Anlage auch andere Wertstoffe wie Pappe und Textilien aussortieren könnenVantaan Energia Oy
    Rückgewinnung Seltener Erden aus Elektro- und Elektronikschrott / Jyväskylä

    40-50

    PlanungZero Mine Solutions Oy
    Rückgewinnung von Abwärme aus der Industrie, 35 MW / Vantaa-Martinlaakso

    38

    Geplante Fertigstellung/Inbetriebnahme 2028, 7,5 Mio. Euro Förderung vom finnischen Ministerium für Arbeit und Wirtschaft (TEM)Vantaan Energia Oy
    Chemisches Kunststoffrecycling, Kapazitätserweiterung von 10.000 t pro Jahr auf 40.000 t pro Jahr / Porvoo

    36 (1. Bauabschnitt, fertig 2026) plus 25 (2. Bauabschnitt)

    Bau/InvestitionsentscheidungLamor Corporation Oyj
    Neubau einer Sortierstation / Turku-Topinoja,

    25

    InvestitionsentscheidungLounais-Suomen Jätehuolto Oy (LSJH)
    Ausbau des Kunststoffrecyclings / Merikarvia

    1

    Bau; geplante Fertigstellung Anfang 2027; die Kunststoffrecyclingkapazität soll auf das 1,5-Fache erhöht werden; die Umweltgenehmigung wurde für 20.000 t/a beantragtLassila & Tikanoja Oyj
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Von Fabian Möpert | Berlin

  • Kommunale Dienstleister prägen zwar Finnlands Entsorgungswirtschaft, aber auch private Firmen sind am Markt aktiv. Ein Zielkonflikt lässt die Recyclingquote stagnieren.

    Finnland verfügt über eine moderne Abfall- und Recyclingwirtschaft. Strukturprägend für das Abfallmanagement ist die klare Aufgabenteilung zwischen öffentlichen und privaten Akteuren. Die Kommunen sind per Gesetz für die Entsorgung von Haushaltsabfällen verantwortlich. Unternehmen und Produzenten organisieren die Entsorgung ihrer eigenen Abfälle weitgehend selbst, flankiert durch Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR).

    Laut finnischem Umweltministerium entfallen rund die Hälfte der Siedlungsabfälle auf die kommunale Zuständigkeit (hauptsächlich Haushaltsmüll), rund 25  Prozent auf gewerbliche Siedlungsabfälle und etwa 25  Prozent auf EPR-Systeme wie zum Beispiel Verpackungen oder Altgeräte.

    Hohes Abfallaufkommen rührt aus Bergbau

    Im Jahr 2023 fielen etwa 121,6  Millionen Tonnen Abfall insgesamt an (inklusive Bau-, Bergbau- und Industrieabfälle). Aufgrund des Bergbausektors belegte Finnland 2022 pro Kopf mit circa 20 Tonnen EU-weit den ersten Platz. Ohne die gewaltige Menge an Abraum und Tailings entspricht das Pro-Kopf-Aufkommen mit 1,8 Tonnen nahezu dem EU-Durchschnitt (2022: 1,77 Tonnen; Deutschland: 1,79 Tonnen).

    Mineralische Nebenströme aus Zweigen wie Bergbau und Bauwirtschaft sind die dominierende AbfallartGesamtes Abfallaufkommen in Finnland nach Abfallart (in 1.000 Tonnen, Veränderung und Anteil in Prozent)
    Abfallart (nach EU-Abfallverzeichnis)

    2023

    2022

    Veränderung 2023/ 2022* 

    Anteil am Gesamtaufkommen (2023)*

    Insgesamt, darunter

    121.568

    113.188

    7,4

    100

    Mineralische Abfälle

    113.580

    104.997

    8,2

    93,4

    Hausmüll und gemischte Siedlungsabfälle

    2.189

    2.186

    0,1

    1,8

    Holzabfälle

    1.904

    2.232

    -14,7

    1,6

    Tierische und pflanzliche Abfälle

    1.081

    1.093

    -1,1

    0,9

    Sonstige Abfälle

    711

    805

    -11,7

    0,6

       davon Gefahrstoffe

    24,5

    29,3

    -16,4

     

    Chemische Abfälle

    710

    376

    88,8

    0,6

    Schlämme

    679

    644

    5,4

    0,6

    Papier und Kartonagen

    438

    484

    -9,5

    0,4

    Metallische Abfälle

    277

    371

    -25,3

    0,2

    * Berechnung von Germany Trade & Invest auf Basis der nicht gerundeten Werte.Quelle: Statistics Finland 2026

    Beim Sammeln von Siedlungsabfall setzt Finnland grundsätzlich auf ein flächendeckendes, verpflichtendes Trennsystem. Haushalte wie gewerbliche Verursacher sortieren (mit regionalen Unterschieden) in gängige Fraktionen wie Biomüll, Papier, Kartonverpackungen, Glas, Metall, Kunststoffe sowie gemischten Restmüll und Sondermüll.

    Im Großraum Helsinki müssen alle Gebäude ab fünf Wohneinheiten separate Tonnen für die vorgenannten Fraktionen auf dem Grundstück vorhalten. In ländlichen Gebieten gibt es häufiger Sammelstellen und Wertstoffhöfe statt haushaltsnaher Behälter und Rückgabepunkte.

    Für Plastik- und Glasflaschen sowie Getränkedosen hat Finnland eines der weltweit effizientesten Pfandsysteme etabliert. Es generiert Rücklaufquoten von teils über 90 Prozent.

    Müllverbrennung dominiert die Abfallbehandlung

    Bei Siedlungsabfällen dominiert die thermische Verwertung zur Energiegewinnung (Fernwärme, Strom). Ihr Anteil ist in den letzten zwei Jahrzehnten durch Deponiebesteuerung und Ausbau von Müllverbrennungsanlagen deutlich gestiegen (2024: rund 51 Prozent). Deponien spielen eine marginale Rolle für Abfallreste, deren Verwertung technisch oder wirtschaftlich nicht möglich ist.

    Der recycelbare Anteil im finnischen Abfall wird aber noch nicht so verwertet, dass nationale wie europäische Kreislaufziele sicher erreicht werden. EU-Regeln sahen für 2025 eine Recyclingquote von 55 Prozent vor. Bis 2035 soll die Quote auf 65 Prozent steigen. Dafür sind größere Anstrengungen nötig – insbesondere bei Bioabfall und Kunststoff, wo Finnlands Sammel- und Verwertungsraten deutlich unter den europäischen Zielen liegen.

    Ein Problem beim Recycling sind die hohen Kapazitäten der Müllverbrennung. Martin Brandt von Finnlands öffentlichem Beratungsdienstleister Motiva erklärt im Gespräch mit Germany Trade & Invest: "Es gibt einen Trade-off zwischen Verbrennen und Recyceln. Wird mehr recycelt, wirkt sich das auf die Auslastung der Müllverbrennungsanlagen aus. Zudem ist Verbrennen oft die günstigere Art der Entsorgung. Dieser Zielkonflikt ist ein zentrales Geschäfts- und Strategieproblem auch innerhalb vieler Firmen."

    Große Behandlungsanlagen bündeln Materialströme

    Finnland hat mehrere hochmoderne Müllkraftwerke. Die Waste-to-Energy-Anlage von Vantaan Energia in Vantaa ist die größte des Landes, weitere bestehen zum Beispiel in Turku, Tampere, Oulu und Lahti. Sie werden ergänzt durch Mitverbrennungsanlagen in der Industrie und Fernwärmekraftwerke, die Ersatzbrennstoffe nutzen.

    Parallel bestehen Recycling- und Aufbereitungsanlagen für verschiedene Nebenströme. So bereitet etwa die Kunststoffrecyclinganlage von NG Nordic (früher Fortum, davor Ekokem) in Riihimäki die landesweit gesammelten Kunststoffverpackungen zu Granulat auf.

    Ebenso werden Bioabfälle in mehreren Biogasanlagen vergoren. Eine große Anlage betreibt etwa der regionale Entsorger Stormossen in Vaasa. Die Infrastruktur für weitere Abfallströme – etwa die seit 2023 separat gesammelten Textilabfälle – befindet sich im Aufbau.

    Marktsegmente sind klar verteilt

    Eine Reihe von Akteuren sammelt, sortiert und behandelt Abfälle in Finnland. Haushaltsabfälle lassen die Kommunen in der Regel durch Kommunalunternehmen oder Zweckverbände entsorgen. Private Anbieter treten vor allem als Subunternehmer, Zulieferer oder Innovationspartner in Erscheinung. Im Verband KIVO sind 33 und damit fast alle öffentlichen Abfallbetriebe vertreten. Größter kommunaler Entsorger sind die Stadtwerke des Großraums Helsinki HSY.

    Der wettbewerblich orientierte Privatsektor übernimmt insbesondere Gewerbe-, Industrie- und Spezialabfälle. Zu den führenden heimischen Entsorgern zählt Lassila & Tikanoja (L&T). Auch europäische beziehungsweise deutsche Branchengrößen wie Veolia, Stena oder Remondis (über den Kauf des finnischen Dienstleisters Delete) sind im Markt präsent. Sie erreichen aber nicht die Umsätze einheimischer Branchenführer.

    Wichtige Unternehmen der Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft in FinnlandUmsatz insgesamt in Millionen Euro, Veränderung in Prozent
    UnternehmenFirmensitzSparte

    Umsatz 2024

    Veränderung 2024/2023

    Lassila & TikanojaHelsinkiRecyclingwirtschaft, Abfallentsorgung

    770,7

    -3,9

    Kuusakoski Group OyEspooRecyclingdienstleistungen, insbesondere gefährliche Abfälle

    646,7

    -0,7

    Helsingin Seudun Ympäristöpalvelut (HSY)HelsinkiKommunale Abfallentsorgung und Wasserwirtschaft

    458,9

    8,8

    NG Nordic Finland Oy (ehem. Fortum Recycling & Waste Oy)RiihimäkiRecycling

    241,8

    6,7

    Stena Recycling OyHelsinkiAbfallentsorgung und Recycling

    176,11)

    63,82)

    Delete Finland Oy (Teil der Remondis-Gruppe)LempääläEntsorgungsdienstleistungen für die Industrie, auch Sanierungsabfälle

    72,9

    8,0

    Pirkanmaan Jätehuolto OyTampereAbfallentsorgung und Recycling

    56,2

    11,7

    RemeoVantaaAbfallentsorgung und Recycling

    49,1

    -14,9

    Lounais-Suomen Jätehuolto (TSJH)TurkuAbfallentsorgung, Müllverbrennung

    39,1

    22,5

    Sortera OyHelsinkiAbfallentsorgung und Recycling

    22,0

    -2,5

    Veolia Services Suomi OyEspooAbfallwirtschaft

    21,9

    78,2

    1 Geschäftsjahr 09/2024-08/2025, 2 Veränderung gegenüber dem vorigen Geschäftsjahr.Quelle: Wirtschaftsauskunftei Suomen Asiakastieto 2026, Jahresabschlüsse der Unternehmen 2026, Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Fokus: Finnische Ausrüster

    Einige lokale Hersteller bieten entsorgungstechnische Maschinen, Anlagen und Lösungen an. Darunter sind der Anlagenbauer BMH Technology (Abfallzerkleinerer, Sortiersysteme und Anlagen zur Erzeugung von Sekundärbrennstoffen), der Hersteller von Abfallpressen Europress Group oder die Firma Molok (Halbunterflur-Abfallbehälter). Der finnische Maschinenbauer Metso unterhält eine Konzernsparte für Lösungen zur Materialrückgewinnung aus Elektro- und Elektronikgeräten.

    Im Ausstellerverzeichnis der umwelttechnologischen Leitmesse IFAT 2026 sind 16 finnische Firmen vertreten, darunter Tana (Müllverdichter, Abfallzerkleinerungs- und Sortiermaschinen) und FinBin (Müllcontainer). Das als Start-up gegründete ZenRobotics entwickelt Sortieranlagen, die mit künstlicher Intelligenz verschiedene Abfallarten erkennen und trennen. Es wurde 2022 vom US-amerikanischen Baumaschinenhersteller Terex Corporation gekauft.

    Finnland ist Nettoimporteur von Abfall

    Ein spezieller Aspekt der finnischen Wettbewerbslandschaft ist der grenzüberschreitende Abfallhandel. Durch den Ausbau der Müllverbrennung hat Finnland inzwischen mehr Kapazitäten als für den heimischen Müll nötig. Infolgedessen werden Abfälle aus dem Ausland importiert, um die Verbrennungsanlagen auszulasten – 2024 über 350.000 Tonnen. Die Müllkraftwerke konkurrieren um diesen zusätzlichen Abfallbrennstoff. Die heizwertreichen Siedlungs- und Gewerbeabfälle stammen aus Ländern wie Schweden, Norwegen, dem Vereinigten Königreich oder Italien.

    Von Fabian Möpert | Berlin

  • Finnlands Abfall- und Umweltrecht basiert auf den Richtlinien und Zielvorgaben der EU. Die Entsorgungswirtschaft im dünn besiedelten Land weist dennoch eigene Spezifika auf.

    Die Verantwortung für Siedlungsabfälle liegt nach dem finnischen Abfallrecht grundsätzlich bei den Gemeinden. Sie haben die Entsorgungsdienstleistungen in der Regel Inhouse-Betreibern (Kommunalunternehmen oder kommunalen Zweckverbänden) übertragen, denen primär die Organisation der Abfallentsorgung für Haushalte sowie bestimmte Aufgaben im Bereich der Abfallinfrastruktur obliegt. Vergaben können in dieser Struktur häufig auf direktem Weg erfolgen, ohne öffentliche Ausschreibung.

    Privatwirtschaftliche Unternehmen im freien Wettbewerb dominieren hingegen beim Management gewerblicher Abfälle und der Nebenströme aus Industrie, Bau und Bergbau. Zudem erfüllen sie kommunale Aufträge. Vielerorts bestehen umgekehrt auch Kooperationsvereinbarungen zwischen industriellen Abfallverursachern und den öffentlichen Entsorgern. 

    Nicht zuletzt aufgrund der geringeren Besiedlungsdichte vor allem im Norden des Landes ist die Zahl der Marktakteure in einzelnen Regionen überschaubar und das Abfallmanagement unter betriebswirtschaftlichen Aspekten nicht immer kostendeckend.

    Inhouse-Strukturen kommunaler Entsorger geraten unter Druck

    Viele finnische Kommunalunternehmen im Abfallsektor haben wiederum Tochterfirmen gegründet, um marktorientierte Dienstleistungen an private Kunden oder andere Kommunen zu verkaufen, ohne dabei geltende Inhouse-Quoten zu verletzen. In Finnland sind maximal 10 Prozent Umsatz durch Tätigkeit am freien Markt zulässig. Ein Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom Januar 2026 stellt die Inhouse-Praxis nun (europaweit) in Frage. Der Richterspruch verschärft die Regeln für ausschreibungsfreie Inhouse-Vergaben spürbar. Laut der Entscheidung ist der konsolidierte Umsatz eines gesamten kommunalen Unternehmensverbunds maßgeblich für die Beurteilung der Bedingungen für die interne Beschaffung. Bislang wurden die Quoten oft nur auf die einzelne Inhouse-Gesellschaft bezogen.

    Die Neuregelung hat Auswirkungen auf kommunale Abfallentsorgungsunternehmen, die - wie in Finnland weit verbreitet - sowohl interne als auch marktorientierte Geschäftstätigkeiten über Tochtergesellschaften betreiben. Sie müssen ihre Inhouse-Modelle prüfen und möglicherweise neu organisieren. Das Ausmaß ist offen. 

    In der Praxis könnte aber eine wachsende Zahl öffentlicher Entsorgungsaufträge auf den Markt kommen, da die interne Direktvergabe an eigene Betriebe seltener möglich wäre. Einige Entsorgungsdienstleistungen könnten stärkerem Wettbewerb unterliegen. Manch kommunaler Entsorger könnten erwägen, Tochtergesellschaften aufzulösen, zu verkaufen oder anders zu strukturieren, um Marktumsatzgrenzen einzuhalten.

    Finnische Kommunalvertreter warnen vor drohenden Mehrkosten sowie administrativem Mehraufwand und verweisen darauf, dass in dünn besiedelten Regionen Nordfinnlands aufgrund geringer Marktvolumina ohnehin kaum wirksamer Wettbewerb entstehen könne. Der finnische Recyclingverband Kierrätysteollisuus ry, in dem sich private Unternehmen der Kreislaufwirtschaft organisieren, begrüßt hingegen die Entwicklung. Dies sei ein positiver Schritt, der den finnischen Markt verbessere und den Wettbewerb stärke, so die Verbandsgeschäftsführerin Mia Nores in einer Pressemitteilung vom Januar des Jahres.

    Unterstützung für innovative Lösungen der Kreislaufwirtschaft

    Finnland unterstützt die Kreislaufwirtschaft und Recyclingindustrie mit öffentlichen Förderinstrumenten, die aus nationalen Mitteln und EU-Geldern finanziert werden. Unternehmerische Investitionen, die Ressourceneinsparungen durch Wiederverwendung, Wiederaufbereitung oder Recycling ermöglichen, qualifizieren sich unter bestimmten Voraussetzungen für Investitionsdarlehen der Förderbank Finnvera.

    Ein Programm der staatlichen Förderagentur Business Finland gewährte bislang unter bestimmten Bedingungen Investitionszuschüsse für die Kreislaufwirtschaft. Darunter fallen Investitionen in neue Recyclingtechnologien, Anlagen, die über EU‑Umweltstandards hinausgehen, oder digitale Lösungen zur Verbesserung von Recyclingquoten. Das Zuschussprogramm ist an Ausschreibungsrunden gebunden. Vorerst gibt es allerdings keine geöffneten Aufrufe.

    Im EU-Haushalt bis 2027 sind aus den Regional- und Strukturfonds für Finnland 11,5 Millionen Euro zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Nutzung von Nebenströmen zugewiesen. Damit sollen Maßnahmen kofinanziert werden, die zirkuläre Geschäfts‑ und Kooperationsmodelle sowie Innovationen hervorbringen. Detailliertere Informationen bietet ein Informationsportal zu den Strukturfonds in Finnland.

    EU-Regeln definieren den Rahmen

    Deutsche Unternehmen, die in Finnland produzieren oder dorthin exportieren, unterliegen bei einschlägigen Produktkategorien der Herstellerverantwortung und sind für die Entsorgung dieser Produkte verantwortlich. Dies betrifft unter anderem Kfz, Reifen und Kfz-Ausrüstung, elektronische Geräte, Batterien, Papier- und Druckerzeugnisse sowie Verpackungen. Weiterführende Informationen, unter anderem zum Beitritt zu einer Herstellerorganisation, listet Finnlands Umweltbehörde in einer Übersicht auf. 

    Im innergemeinschaftlichen Warenverkehr der Europäischen Union (EU) sind die Regelungen des Umsatzsteuerkontrollverfahrens in der EU zu beachten. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern. Hinsichtlich der Normierung gelten die einschlägigen EU-Richtlinien (siehe etwa Deutsches Institut für Normung e.V.).

    Beim grenzüberschreitenden Verbringen von Abfall innerhalb der EU sind die einschlägigen Regularien, Verordnungen und Notifizierungspflichten zu beachten. Zu ihnen zählt die EU-Abfallverbringungsverordnung (EU) 2024/1157, die am 21. Mai 2026 die bislang geltende Verordnung (EG) Nr. 1013/2006 ablöst.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Von Fabian Möpert | Berlin

  • Deutsche Technikanbieter für Recycling und Abfallbehandlung finden in Finnland gute Anknüpfungspunkte, sei es als Ausrüster oder Partner für Entwicklung und Skalierung.

    Gelegenheiten zur Geschäftsanbahnung bieten verschiedene Kanäle und Formate. Wenn Finnlands öffentliche Entsorger Beschaffungs- und Investitionsvorhaben ausschreiben, erfolgt dies über das zentrale Portal für öffentliche Ausschreibungen HILMA. Die Vergabe öffentlicher Aufträge läuft in Finnland ausgesprochen transparent. Unterstützung bei der Angebotsabgabe und Geschäftsanbahnung erhalten interessierte Unternehmen von der Deutsch-Finnischen Handelskammer (AHK Finnland).

    Frühjahrsforum 2026 der AHK Finnland zum Thema Kreislaufwirtschaft

    Unter dem Motto "Circular Competitiveness – Wege zu nachhaltiger Ressourcen-Unabhängigkeit" treffen beim Frühjahrsforum der AHK Finnland deutsche und finnische Unternehmen der Kreislaufwirtschaft zusammen. Die Veranstaltung bietet einen Rahmen für das Knüpfen neuer Geschäftskontakte und den Austausch von Erfahrungen.

    12.-13. Mai 2026 | Vantaa, Finnland

    Informationen zur Teilnahme erhalten Interessierte über die Veranstaltungsseite.

    Eine Möglichkeit zur Ansprache finnischer Branchenunternehmen bieten Messeevents und Fachkongresse. Abfall- und Recyclingthemen sind in Finnland meist Bestandteil von Umwelt‑ oder Bautechnikmessen wie MAXPO, FinnMETKO oder FinnMateria. Finnische Unternehmen wiederum informieren sich regelmäßig auch auf der internationalen Branchenleitmesse für Umwelttechnologien IFAT. Der Abfallwirtschaftsverband Jätehuoltoyhdistys ry (JHY) beispielsweise organisiert für seine Mitglieder eine Delegationsreise zur IFAT im Mai 2026.

    Partner bei Skalierung und Sprungbrett für Drittmärkte

    Chancen bieten sich deutschen Unternehmen auch als Skalierungs- und Industrialisierungspartner für finnische Innovatoren. "Deutsche Firmen profitieren vom finnischen Know-how in der Kreislaufwirtschaft und Finnland umgekehrt von deutscher Industrietradition und Umwelttechnologie, die im Land hoch angesehen sind", sagt Marktkenner Martin Brandt von Motiva Services Oy, einem von der öffentlichen Hand getragenen finnischen Beratungsdienstleister, im Interview mit Germany Trade & Invest.

    Finnische Anbieter innovativer Lösungen der Kreislaufwirtschaft seien für deutsche Unternehmen zudem interessante Kooperationspartner für Projekte in Drittmärkten. "Der finnische Markt kann – trotz seiner kleinen Größe – als gemeinsames Testlabor und Sprungbrett für globale Kreislaufwirtschaftslösungen dienen", erläutert Brandt.

    24.04.2026 Interview | Finnland | Kreislaufwirtschaft
    "Finnlands Kreislaufwirtschaft bietet viele Anknüpfungspunkte"

    Abfälle minimieren, Produkte wiederverwenden, Ressourcen im Umlauf halten - Lösungen für die Kreislaufwirtschaft finden in Finnland Anklang. Ein Marktkenner ordnet die Chancen ein.

    Eine Plattform zur Initiierung von Kooperationen für Drittmärkte außerhalb der EU bietet der staatliche finnische Innovationsfonds Sitra. Er hat mit Unterstützung der EU im Jahr 2025 das European Union Circular Economy Resource Centre ins Leben gerufen. Es soll den Austausch zwischen Akteuren aus der EU und Drittländern über Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft fördern. Ein Business-Lab unterstützt die Anbahnung entsprechender Partnerschaften.

    Informationsportale machen Nebenströme zugänglich

    Damit aus Abfall neue Produkte und Geschäftsmodelle entstehen, fördert Finnland aktiv die industrielle Symbiose. Was bei einer Fabrik als Reststoff anfällt, sei es Abwärme, Abwasser oder ein Produktionsrückstand, soll von einem anderen Akteur als wertvoller Rohstoff genutzt werden. Als Instrument zum Aufbau entsprechender regionaler und sektorspezifischer Kooperationsnetzwerke dient das finnische industrielle Symbiosesystem (FISS)

    Der Symbiosedienst ist Teil der Aktivitäten der Plattform Kreislaufwirtschaft Finnland (KISU), die vom staatlichen Wissensdienstleister Motiva und dem Finnischen Umweltzentrum (Syke) koordiniert werden. Unterstützt wird explizit auch die Internationalisierung. Deutsche Anbieter von Technik und Lösungen zur Aufbereitung von Nebenströmen (etwa für Chemie-, Forst- oder Metallindustrie) finden hier Anknüpfungspunkte.

    Konkret der Marktbildung dient das Onlineportal Materiaalitori. Es fungiert als landesweiter, kostenloser Marktplatz für Abfall, Produktionsreste und relevante Dienstleistungen von Unternehmen und Organisationen. Über ihn können Materialanbieter und Suchende miteinander in Kontakt treten.

    Von Fabian Möpert | Berlin

  • Bezeichnung

    Anmerkungen

    AHK Finnland

    Anlaufstelle für deutsche Unternehmen

    German RETech Partnership e.V.

    Netzwerk deutscher Unternehmen und Institutionen der Entsorgungs- und Recyclingbranche zur Exportförderung

    Ministerien/Behörden/Institutionen

     
    Työ- ja elinkeinoministeriö (TEM)Finnisches Ministerium für Arbeit und Wirtschaft
    Ympäristöministeriö (YM)Finnisches Umweltministerium
    Suomen ympäristökeskus (SYKE)Finnisches Umweltzentrum, Experten- und Forschungseinrichtung der öffentlichen Hand
    Kiertotalous-Suomi (KISU)Öffentliches Kompetenzzentrum und Wissensplattform für die Kreislaufwirtschaft
    MotivaWissensdienstleister für die Regierung, die Kommunen und Unternehmen in Fragen der nachhaltigen Entwicklung

    Nationale Branchenverbände

     
    Suomen Kiertovoima ry (KIVO)Finnischer Verband der kommunalen Entsorgungsunternehmen
    Jätehuoltoyhdistys ry (JHY)Finnischer Abfallwirtschaftsverband 
    Kierrätysteollisuus ryVerband der finnischen Recyclingindustrie
    Finland Cleantech CompaniesFinnischer Branchenverbund für Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen

    Fachmessen

     
    MaxpoFachmesse für Bautechnik, Umweltmanagement und Kommunaltechnik; zweijährlich, nächster Termin: 2.-4.9.2027, Hyvinkää Airport
    BioenergiaFachkongress für Bioenergie; 5.5.2026, Helsinki
    YT27 (Yhdyskuntatekniikan näyttely)Regionale Fachmesse für Kommunaltechnik inkl. Abfallentsorgung; nächster Termin 12.-13.5.2027, Jyväskylä

    Branchenportale und Fachmagazine

     
    YmpäristöGemeinsames Informationsportal der finnischen Umweltbehörden
    UusiouutisetFinnische Fachzeitschrift für Kreislaufwirtschaft
    JäteplusZeitschrift des Finnischen Verbands der Abfallwirtschaft
    Öffentliches Ausschreibungsportal 
    Hankintailmoitukset.fi (HILMA)Offizielles Portal für Bekanntmachungen über öffentliche Ausschreibungen in Finnland