Wirtschaftsstandort | Indonesien

Indonesien hat noch viel ungenutztes Potenzial

Indonesien ist der größte Markt Südostasiens und besitzt große Reserven an strategischen Rohstoffen. Die Regierung forciert den Ausbau der verarbeitenden Industrie. 

Oliver Döhne

Von Oliver Döhne | Jakarta

Mit einem stetigen Wirtschaftswachstum um die 5 Prozent, steigendem Konsum und großen Vorkommen an Nickel, Kupfer, Bauxit, Zinn, Palmöl und Kohle entwickelt sich Indonesien zu einer Wirtschaftsmacht. Damit die fast 300 Millionen Einwohner nicht in der mittleren Einkommensfalle verbleiben, will das Land beispielsweise bei verarbeiteten Produkten international wettbewerbsfähiger werden. Dazu benötigt Indonesien Know-how und Technologie aus dem Ausland. 

Die Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd: Staatseingriffe, Transparenzprobleme und Überregulierung erschweren Unternehmen die Geschäftstätigkeit. Ab 2027 könnte das Freihandelsabkommen mit der EU für Erleichterung sorgen. 

  • Indonesien ist weniger breit industrialisiert als Vietnam, Malaysia oder Thailand. Aufgrund seiner Größe liegt das Land aber bei der industriellen Wertschöpfung insgesamt vorn. 

    Auf Indonesien entfällt mehr als ein Drittel der Wirtschaftsleistung des südostasiatischen Wirtschaftsbundes Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Der Archipel ist jedoch schwächer industrialisiert als die anderen großen ASEAN-Mitglieder. Die Wachstumsmotoren Indonesiens sind der Rohstoff- und Agrarreichtum, denn das Land verfügt über große Vorkommen an Kohle, Nickel sowie Kautschuk- und Ölpalmen-Plantagen, die hohe Exportgewinne erzielen. Auch Kupfer, Zinn, Bauxit und Gold sind in großen Mengen vorhanden. Die Priorität der Regierung ist es, diese Rohstoffe stärker im eigenen Land weiterzuverarbeiten. Zudem ist ein Schwerpunkt von Präsident Prabowo Subianto, durch vermehrte Nutzung eigener Rohstoffe und Energiequellen unabhängiger von Importen zu werden. 

    Industrie ist nur punktuell wettbewerbsfähig

    Bisher hat sich eine starke verarbeitende Industrie nur in einigen Bereichen entwickelt, zum Beispiel in der Lebensmittelproduktion. Diese ist für mehr als ein Drittel der industriellen Wertschöpfung im Land verantwortlich und wird von wenigen international tätigen Großkonzernen dominiert. 

    Der Archipel ist vor allem Standort für günstige Lohnfertigung etwa in der Sportschuh- und Textilindustrie und bei einigen Produkten der Elektroindustrie. Unternehmen, die eine große Anzahl von Vorprodukten benötigen, stoßen in Indonesien oft auf Lücken in der Lieferkette. Zudem ist der Import aufwendig und auch an qualifizierten Arbeitskräften mangelt es. 

    Hochwertige Industriegüter werden daher in Indonesien kaum hergestellt. Angesichts marginaler Investitionen in Forschung und Entwicklung dürfte sich daran vorerst wenig ändern. Ein Ansatz ist ein verstärkter Know-how-Transfer internationaler Firmen an indonesische Fertigungspartner. In der Kfz-Industrie produzieren zum Beispiel indonesische Auftragsfertiger für japanische Erstausrüster Pkw und Motorräder für das Inland und den regionalen Export. Auch in der Elektroindustrie gibt es solche Beispiele. 

    Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind ein großes Problem. Jedes Jahr drängen drei Millionen Menschen neu auf den Arbeitsmarkt, der sie nicht vollständig aufnehmen kann. Noch immer sind mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen im informellen Sektor beschäftigt.

    Seit 2021 läuft eine Liberalisierung des Investitionsrechts. Der Archipel sollte insbesondere jene Produktionsunternehmen anziehen, die ihre Abhängigkeit von China verringern wollen. Noch bleiben die Erfolge weitgehend aus. Der Industrieanteil an der Wirtschaft ist mit 20 Prozent zu niedrig für ein Land mit dem Entwicklungsstand Indonesiens. 

    285,7 Mio.

    Personen lebten 2025 in Indonesien.

    Quelle: Vereinte Nationen 2026

    1.446 Mrd.

    US-Dollar betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2025.

    Quelle: IWF 2026

    5.082

    US-Dollar machte das BIP pro Kopf damit 2025 aus.

    Quelle: IWF 2026

    Rang 55

    belegte Indonesien 2025 unter den deutschen Exportzielen.

    Quelle: Destatis 2026

    Rang 109

    nimmt Indonesien im Corruption Perceptions Index 2025 ein (unter 182 Ländern).

    Quelle: Transparency International 2026

    2,9 %

    betrug die Analphabetenquote (der über 15-Jährigen) im Jahr 2025.

    Quelle: Statistikamt BPS 2025

    Ausführliche Informationen zur Wirtschaft finden Sie in den Wirtschaftsdaten kompakt

    Indonesien ist Nischenstandort für deutsche Unternehmen

    Die deutschen Exporte nach Indonesien lagen 2025 bei unter 3 Milliarden Euro. Vor Ort sind laut AHK Indonesien/EKONID lediglich etwa 250 bis 300 deutsche Firmen aktiv. Nur wenige Dutzend haben eine eigene Produktion, die meisten unterhalten Büros für Vertrieb und Kundendienst. Deutsche Großkonzerne sind schon lange im Land und erzielen stabile, wenn auch begrenzte Geschäfte.  

    Für deutsche kleinere und mittlere Unternehmen ist es deutlich schwieriger, Fuß zu fassen.

    Die finanziellen Anforderungen für die Gründung eines Unternehmens mit ausländischen Eigentümern und die Aufnahme der Geschäftstätigkeit in Indonesien wurden im Jahr 2025 etwas gelockert, können aber für kleine und mittelständische Unternehmen weiterhin eine Hürde darstellen. Die Kapitalausstattung des Unternehmens muss nunmehr mindestens 2,5 Milliarden Rupiah betragen. Die Mindestinvestitionssumme beträgt – in Abhängigkeit von der Komplexität des Geschäftsmodells – mindestens 10 Milliarden Rupiah, die jedoch – nach bisheriger Verwaltungspraxis – über einen gewissen Zeitraum erbracht werden kann.

    Tom Pagels Partner und Managing Director Indonesien, Rödl

    SWOT-Analyse Indonesien

    S

    Stärken Strengths

    • Großer Markt mit Potenzial
    • Stabiles Wirtschaftswachstum
    • Rohstoffreichtum
    • Junge, digitalaffine Bevölkerung mit vergleichsweise guten Englischkenntnissen
    • Wettbewerbsfähige Löhne
    W

    Schwächen Weaknesses

    • Nur marginale Einbindung in globale Lieferketten
    • Hohe Logistikkosten
    • Importabhängigkeit
    • Geringe Rechtssicherheit, Intransparenz
    • Schwaches Bildungsniveau, wenige Arbeitskräfte mit Auslandserfahrung
    O

    Chancen Opportunities

    • Öffnungstendenzen ergeben Erleichterungen für ausländische Firmen
    • Freihandels- und Investitionsschutzabkommen mit der EU (voraussichtlich Anfang 2027 in Kraft)
    • Mehr Weiterverarbeitung von Rohstoffen im Land und wachsender Bedarf an Technologie
    • Guter Ruf von “Made in Germany“
    • Ausbau der Sonderwirtschaftszonen mit interessanten Anreizen
    T

    Risiken Threats

    • Zunehmend autoritäre Linie der Regierung, plötzliche Eingriffe und Regeländerungen
    • Sinkendes Investorenvertrauen, Kapitalabfluss, Abwertung, Herabstufungsrisiko bei Ratingagenturen
    • Starke Abhängigkeit von China
    • Starke Zentralisierung, Governance- und Transparenz-Bedenken bezüglich Staatsfonds (Danantara)
    • Steigende Unzufriedenheit auf den Straßen, Proteste

    Rohstoffweiterverarbeitung ist das Herz der Industriepolitik

    Indonesien hat im Vergleich zu den anderen größeren ASEAN-Volkswirtschaften eine schwache Leichtindustrie. Ausnahmen sind das Elektronikcluster in der Freihandelszone Batam nahe Singapur sowie die exportorientierte Textilindustrie. Letztere leidet allerdings unter starkem Wettbewerbsdruck durch China, Vietnam, Kambodscha und Bangladesch. 

    Anders ist die Lage in der Rohstoffweiterverarbeitung (Downstreaming). Dem Investitionsboom in der Nickelverarbeitung folgt nun Ähnliches in der Aluminium-Wertschöpfungskette. Flankiert wird das durch Ausfuhrverbote unverarbeiteter Rohstoffe und staatlicher Kontrolle beim Export von Zwischenprodukten. Das Ziel der Regierung ist eine möglichst vollständige Wertschöpfungskette im Land. Als Flaggschiff der Branche gilt die Produktion nickelbasierter Batterien für Elektrofahrzeuge.

     

    Dienstleistungen haben den höchsten Anteil am BIP und an BeschäftigtenBedeutung der Wirtschaftszweige in Indonesien; Anteile in Prozent

    Sektoren

    Anteil am BIP 2025

    Anteil an den Beschäftigten 2025

    Dienstleistungen

    43,9

    49,7

    Verarbeitendes Gewerbe

    19,1

    13,9

    Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

    13,1

    28,1

    Baugewerbe

    9,8

    6,5

    Bergbau (inklusive Öl- und Gasförderung)

    8,8

    1,1

    Energieversorgung

    1,0

    0,2

    Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, Beseitigung von Umweltverschmutzungen

    0,1

    0,4

    Quelle: Statistikamt BPS 2026

    Java ist Schwerpunkt der Industrie

    Java ist das wirtschaftliche Zentrum Indonesiens. Auf die Insel entfallen fast 60 Prozent der Bevölkerung und der landesweiten Wirtschaftsleistung. Die Insel hat die mit Abstand beste Infrastruktur des Landes. Die meisten Betriebe der verarbeitenden Industrie liegen um Jakarta herum, die chemische Industrie in der westlich angrenzenden Provinz Banten. Zentraljava punktet mit niedrigen Löhnen und Sonderwirtschaftszonen. Wirtschaftszentrum Ostjavas ist Surabaya.

    Bei den anderen indonesischen Hauptinseln liegt der Schwerpunkt auf Landwirtschaft und Rohstoffen. Sumatra ist das Zentrum der Palmölindustrie, fast 20 Prozent der Insel sind mit Plantagen bedeckt. Kalimantan hat große Kohlevorkommen und darüber hinaus große Palmöl- und Kautschukplantagen und baut auch die Bauxitverarbeitung aus. Sulawesi und die Nordmolukken sind Zentren für Nickelabbau und Verarbeitung. Papua soll künftig eine stärkere Rolle spielen, unter anderem in der Agrar-, Erdöl- und -gasproduktion.

    Eckdaten der wichtigsten Provinzen in Indonesien (2025)

    Gebiet

    Anteil am BIP (in %)

    BIP pro Kopf (in Euro) *

    Bevölkerung (in Mio.)

    Jakarta

    16,6

    18.615

    10,7

    Ostjava

    14,4

    4.095

    42,3

    Westjava

    12,9

    3.032

    50,8

    Zentraljava

    8,2

    2.572

    38,2

    Nordsumatra

    5,2

    3.964

    15,8

    Riau

    5,1

    9.930

    6,8

    Banten

    4,0

    3.782

    12,5

    Ostkalimantan

    3,8

    10.545

    4,5

    Südsulawesi

    3,2

    3.984

    9,6

    * Jahresdurchschnittskurs 2025 nach Bundesbank: 1 Euro = 19.753 Rupiah.Quelle: Statistikamt BPS 2026

    Oliver Döhne

    Von Oliver Döhne | Jakarta

  • Indonesien gilt weiterhin als herausfordernder Investitionsstandort für Fortgeschrittene. Das Investitionsschutzabkommen mit der EU könnte die Rahmenbedingungen verbessern.

    Der Reichtum an strategischen Rohstoffen, die stabile Wirtschaftslage, die Größe des Absatzmarktes und die günstigen Arbeitskräfte erhöhen Indonesiens Sichtbarkeit für internationale Investoren. Das zeigte der Foreign Direct Investment Confidence Index 2026 von Kearney. Insbesondere seit dem Omnibus-Gesetz von 2021 haben sich einige Rahmenbedingungen verbessert. Das Gesetz ermöglicht eine einfachere Firmengründung, flexibilisiert das Arbeitsrecht und öffnet bislang beschränkte Tätigkeitsfelder für ausländische Firmen. Ende 2025 senkte die Regierung zudem das sofort einzuzahlende Mindestkapital für ausländische Firmengründungen deutlich ab.

    Jedoch bremsen Bürokratie und komplexe Regulierungen ein stärkeres Engagement, weshalb Indonesien im Jahr 2026 bei Kearney unter den Schwellenländern um einen Platz auf Rang 13 abstieg. Malaysia, Thailand und Vietnam verbesserten sich dagegen deutlich.

    Gelegentlich abrupte Staatseingriffe

    Investitionsanreize und Liberalisierungsansätze gehen in Indonesien oft einher mit unerwarteten Staatseingriffen. Ein Beispiel dafür ist die kurzfristig und ohne Rücksprache mit der Industrie eingesetzte Rohstoffexportbehörde DSI. Über sie soll künftig die Ausfuhr von rohem Palmöl, Ferronickel, Kohle und später noch weitere Warengruppen laufen. Damit will Indonesien vermeiden, dass Gewinne über Unterfakturierung unrechtmäßig ins Ausland verlagert werden, was Währung und Haushalt schwächt. 

    Mit solchen Verstaatlichungstendenzen ist weiterhin zu rechnen. Sie sind zum einen eine Panikreaktion auf globale Krisen, zum anderen resultieren sie aus dem Selbstverständnis Indonesiens als selbstbewusstes Schwellenland. Zudem verfolgt der Präsident eine zunehmend autoritäre Linie. Allerdings werden viele Maßnahmen in der Folge pragmatisch abgemildert und angepasst. Enteignungen finden nicht statt, in vielen strategischen Sektoren besteht der Staat aber auf einer Kontrollmehrheit. 

    Über den staatlichen Investitionsfonds Danantara will Indonesien mehr Transparenz und Effizienz bei den vielen Staatskonzernen erreichen. Zudem soll der Fonds für weniger politische und finanzielle Risiken für Investoren bei strategischen Projekten sorgen. Danantara tritt zusammen mit dem Privatsektor als Co-Investor beispielsweise bei der Rohstoffweiterverarbeitung (Downstream) von Nickel, Bauxit, Kupfer und anderen Rohstoffen, bei erneuerbaren Energien, digitaler Infrastruktur und Petrochemie in Erscheinung.

    Investitionsschutzabkommen mit EU verbessert Lage

    In Bezug auf Rechtssicherheit könnte sich die Lage für europäische Firmen, die in Indonesien investieren, künftig durch ein Investitionsschutzabkommen verbessern. Dieses ergänzt das Freihandelsabkommen zwischen Indonesien und der EU und tritt voraussichtlich Anfang 2027 in Kraft. Durch das Abkommen werden europäische Investoren grundsätzlich mit einheimischen Firmen gleichbehandelt und können in der Regel nicht zu Technologietransfer verpflichtet werden. Auch geistiges Eigentum wird künftig besser geschützt. 

    Indonesien verspricht zudem, Anforderungen an einen Mindestanteil lokaler Wertschöpfung zu senken, unter anderem in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Elektroindustrie, IKT, Halbleiter, Batterien, Kfz und erneuerbare Energie. Dennoch ist zu erwarten, dass Indonesien die "local content"-Auflagen grundsätzlich beibehält, damit ausländische Unternehmen eine Produktion im Land aufbauen. 

     

    Auswahl größerer deutscher Investitionen in Indonesien

    Unternehmen

    Produktionsportfolio

    Hauptstandorte
    BASFBauchemie, Polymerdispersionen und PapierchemikalienJakarta, Depok, Cikarang (beide Westjava), Merak (Banten)
    BayerInsektizide, Pflanzenschutz, PharmazeutikaSurabaya (Ostjava), Tangerang (Banten), Depok (Westjava)
    B.BraunInfusionspumpen und -lösungenKarawang (Provinz Westjava, Großraum Jakarta)
    BeurerWellness- und MedizintechnikausrüstungSemarang (Zentraljava)
    BoschKomponenten für Kfz- und Bauteile (modular ausbaufähig)Cikarang/Bekasi (Provinz Westjava, Großraum Jakarta)
    Daimler TrucksBus- und Lkw-MontageCikarang/Bekasi (Westjava, Großraum Jakarta)
    SchottAmpullen, Phiolen, PipettenCikarang/Bekasi (Provinz Westjava, Großraum Jakarta)
    SiemensKomponenten für Energieverteilung, Netzautomatisierung und SchutztechnikJakarta
    Siemens EnergyKomponenten für Energieerzeugung Cilegon (Provinz Banten, westliches Java)
    Stand: Juli 2026Quelle: Medienberichte 2026, Unternehmenswebseiten 2026

    Rohstoffsektor dominiert Investitionen

    Ausländisches Kapital fließt mehrheitlich in den Bergbau und die Basismetallurgie, insbesondere auf den Inseln Sulawesi und Halmahera (Nordmolukken). In der verarbeitenden Industrie stehen Investitionen in Westjava und Banten im Vordergrund, unter anderem im Bereich Papier und Druck, in der Lebensmittelindustrie, Chemie und Pharma. Wichtigste Auslandsinvestoren waren 2025 Singapur, Hongkong, China, Malaysia und die USA. 

    Die Investitionen der verarbeitenden Industrie zielen in der Regel auf den Inlandsmarkt ab, da Indonesien in globale Lieferketten vergleichsweise gering integriert ist. Die indonesische Außenhandelsquote (Anteil der Im- und Exporte im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung) war 2025 mit 36 Prozent die mit Abstand geringste aller großen Volkswirtschaften der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). In Thailand, Malaysia und Vietnam liegt sie um das drei- bis vierfache höher. Dort hat sich durch bessere Investitionsbedingungen mehr Industrie angesiedelt. Der Anspruch Indonesiens ist es jedoch, künftig mehr export- und wettbewerbsfähige Fertigprodukte herzustellen. 

    Investitionsförderung: Sonderwirtschaftszonen bieten Vorteile

    Investoren mit einer eigenen Produktion bekommen mehr Zugang zu Anreizen als Unternehmen, die nur ihre Produkte im Land verkaufen wollen. Das gilt insbesondere für die Ansiedlung in Industrieparks oder Sonderwirtschaftszonen (SEZ). Hier stechen insbesondere die SEZ Batam nahe Singapur, Kendal (Semarang) und Gresik (Surabaya) hervor. Dazu kommen neue, branchenspezifische SEZ. 

    Zu den Vergünstigungen, die meist bilateral verhandelt werden, gehören Ein- und Ausfuhrzollfreiheit, Steuererleichterungen, Service- und Unterstützungsleistungen sowie erleichterte Visaregelungen für ausländische Fachkräfte.

    Kleinere und mittelgroße Investitionsmöglichkeiten in den Regionen abseits vom Großraum Jakarta stellt die indonesische Zentralbank regelmäßig in regionalen Investorenkonferenzen vor. Die zuständige Behörde für Direktinvestitionen auf föderaler Ebene ist das Ministerium für Investitionen und Downstream-Industrie (Badan Koordinasi Penanaman Modal).

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Oliver Döhne

    Von Oliver Döhne | Jakarta

  • BezeichnungAnmerkung
    AHK Indonesien ("Ekonid")Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Germany Trade & InvestInformationenquelle für die deutsche Außenwirtschaft
    Badan Koordinasi Penanaman Modal (BKPM)Investitionsministerium
    Special Economic Zones (SEZ)Portal der Sonderwirtschaftszonen
    Badan Pusat Statistik (BPS)Statistikbehörde