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In Zeiten vielfältiger globaler Herausforderungen stärkt Deutschland seine wirtschaftlichen, technologischen und politischen Beziehungen zu dieser Wachstumsregion. Mit dem Ziel, die Partnerschaft und wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter auszubauen, bringt die Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft (APK) alle zwei Jahre Entscheidungsträger aus Deutschland und Asien zusammen.
Die 19. APK findet vom 29. bis 31. Oktober 2026 in Seoul, Südkorea, statt. Diskutiert wird über geopolitische und geoökonomische Themen, Innovation, Resilienz und nachhaltiges Wachstum. Die APK wird vom Vorsitzenden des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA), Dr. Roland Busch, und von der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, geleitet und gemeinsam organisiert vom APA, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs).
19. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft
Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier
Anders als in der Vergangenheit geht die wirtschaftliche Dynamik weniger von China aus. Viele Staaten und Unternehmen richten ihren Umgang mit China strategisch neu aus. Sie entwickeln Strategien zum De-Risking, und die übrigen asiatischen Länder rücken stärker in ihren Fokus.
Die kommenden Wachstumsstars liegen vor allem in Südasien und Südostasien. Insbesondere Indien als bevölkerungsreichstes Land mit sehr hohen BIP-Zuwächsen wird als neue Wachstumslokomotive gesehen. Die Bundesrepublik und Indien tauschten im Jahr 2025 Waren in einem Rekordwert von 35,4 Milliarden US-Dollar aus.
Der Anteil von Asien-Pazifik an den deutschen Gesamtexporten ging von 2015 bis 2025 von 13,8 auf 12,2 Prozent zurück, die Absatzmärkte haben also an Bedeutung verloren. Gleichzeitig wachsen die Importe aus Asien und erreichten 2025 einen Anteil von knapp 23 Prozent der Gesamteinfuhren.
Ein wichtiger Baustein, um neue Märkte zu erschließen und die Diversifizierung zu befördern, sind Freihandelsabkommen. Die Europäische Union hat zuletzt mit Indien, Indonesien und Australien neue Abkommen abgeschlossen, weitere sind in Verhandlungen. Deutsche Exporteure werden künftig von niedrigeren Zöllen, dem Abbau von nichttarifären Handelshemmnissen und Erleichterungen im Dienstleistungshandel profitieren.
Gleichzeitig steigt der Anpassungsdruck an neue Wettbewerbsbedingungen. Diese resultieren unter anderem aus der aggressiven US-Handelspolitik. Darüber hinaus spannen die asiatischen und pazifischen Staaten ein Netz an Freihandelsabkommen auf, das den Handel innerhalb der Region erleichtert. Zwischen den ASEAN-Mitgliedsstaaten und den fünf Industrieländern China, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland trat beispielsweise 2022 ein umfassendes Partnerschaftsabkommen in Kraft. Im Rahmen des Regional Comprehensive Economic Partnership-Abkommens haben sie sich zur größten Freihandelszone der Welt zusammengeschlossen.
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