Branche kompakt | Rumänien | Maschinenbau
Branchenstruktur
Die rumänische Maschinenbaubranche ist überschaubar. Die meisten Unternehmen sind auf die Zulieferung von Einzelteilen konzentriert, insbesondere im Bereich Werkzeugproduktion.
18.03.2026
Von Dominik Vorhölter | Bukarest
Im Jahr 2024 waren laut Eurostat rund 1.420 Unternehmen in der Maschinenbaubranche aktiv. Ein Zentrum der rumänischen Maschinenbauindustrie ist die Region Brasov. Der rumänische Hersteller von Hebe- und Aufzügen, Elmas, ist dort ebenfalls aktiv und zählt mit rund 400 Mitarbeitern zu den mittelgroßen Arbeitgebern der Region, berichtet die Zeitung Ziarul Financiar.
Werkzeugmaschinenbau hat Tradition in Rumänien
In Rumänien haben der Werkzeugmaschinenbau und die Metallindustrie Tradition. Es gibt aber nur noch wenige heimische Produzenten von Werkzeugen. Die meisten Unternehmen konzentrieren sich darauf, Einzelteile herzustellen. Die größten Abnehmer sind Unternehmen der Automobilindustrie und der Elektroindustrie. Einige Unternehmen vermarkten ihre Produkte selbst, wie zum Beispiel das rumänische Unternehmen Proinvest Group, das sich auf die Verarbeitung von Stahl spezialisiert hat.
Die deutschen Werkzeugmaschinenbauer TRUMPF, DMG Mori und HOMAG bearbeiten Rumänien als Absatzmarkt. Ihre größten Konkurrenten kommen aus Italien und China.
| Sparte | 2024 | Veränderung 2024/2023 | Anteil an der Produktion |
|---|---|---|---|
| Maschinen und Anlagen (C28) | 5.676 | 0.5 | - |
| Maschinen für allgemeine Zwecke (Turbinen, Motoren, Pumpen, Kompressoren) (C281) | 2.646 | -4 | 46 |
| Herstellung von anderen Maschinen für allgemeine Zwecke (Öfen, Lüftungsanlagen, Hebemaschinen, Werkzeug) (C282) | 1.725 | 9 | 30 |
| Herstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen (C283) | 114,15 | -44 | 2 |
| Herstellung von Maschinen zur Metallumformung und Werkzeugmaschinen (C284) | 180,11 | -3 | 3 |
| Herstellung von sonstigen Spezialwerkmaschinen (Bergbau) (C289) | 1.009 | 10 | 17 |
Hersteller von elektrischen Motoren, Komponenten und Haushaltsgeräten haben innerhalb der vergangenen drei Jahren neue Produktionsstätten in Rumänien eröffnet oder bestehende erweitert. Sie bilden ein weiteres starkes Cluster. Dazu gehören deutsche Unternehmen wie Zollner, Stiehl, Kärcher, emz-Hanuer oder ebm-Papst.
Unternehmen | Sparte | Umsatz 2023 |
|---|---|---|
| Schaeffler Rumänien (Deutschland) | Maschinenbau | 789 |
| ZES Zollner Electronic (Deutschland) | Elektronik | 624 |
| De'Longhi (Italien) | Haushaltsgeräte | 491 |
| Makita (Japan) | Elektrogeräte | 408 |
| Honeywell (USA) | Sicherheitstechnologie | 219 |
| Haulotte (Deutschland) | Hebezeuge | 179 |
| Timken (USA) | Maschinenbau | 100 |
Deutschland war 2024 mit Abstand der größte Lieferant von Maschinen und Anlagen nach Rumänien mit einem Anteil von 26 Prozent am gesamten rumänischen Import von Maschinen und Anlagen, gefolgt von China (9,5 Prozent) und Italien (7,2 Prozent), wie aus Daten von UN Comtrade hervorgeht. Etwa 30 Prozent der rumänischen Ausfuhren von Maschinen und Anlagen gehen nach Deutschland.
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