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Großinvestitionen stärken Schwedens Verkehrsnetze
Schweden will bis 2037 rund 110 Milliarden Euro in Schienen, Straßen und Leitsysteme investieren. Die Ausschreibungen richten sich auch an internationale Anbieter.
25.03.2026
Von Judith Illerhaus | Stockholm
Schweden plant in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen in seine Verkehrsinfrastruktur. Die nationale Infrastrukturplanung 2026–2037 umfasst Ausgaben von 110 Milliarden Euro für den Erhalt und Ausbau von Straßen, Schienen sowie Wasser‑ und Luftverkehr. Ziel ist es, bestehende Engpässe zu beseitigen, Transportkapazitäten zu erhöhen und die Infrastruktur widerstandsfähiger gegenüber Klimarisiken auszurichten.
Der nationale Infrastrukturplan setzt einen Schwerpunkt auf Modernisierung und Instandhaltung der Verkehrsnetze. Für die Schieneninfrastruktur sind rund 46 Milliarden Euro vorgesehen. Dazu zählen Investitionen in Gleise, Brücken und die weitere Einführung des europäischen Zugsicherungssystems ERTMS.
Im Straßenverkehr stehen Maßnahmen zur Erhöhung der zulässigen Fahrzeuggewichte im Fokus, etwa durch die Verstärkung von Brücken und die Anpassung wichtiger Fernverkehrsachsen für schwere Lkw. Zudem soll die Verkehrssicherheit erhöht werden. Zu den Maßnahmen zählen bauliche und digitale Lösungen, etwa an stark frequentierten Knotenpunkten und Hauptverkehrsachsen. Besonders gefragt sind Lösungen und Dienstleistungen in den Bereichen Bahntechnik, Signal‑ und Leitsysteme, Bau‑ und Instandhaltungstechnik, digitale Verkehrssteuerung und klimaangepasste Infrastruktur.
Internationale Anbieter sind ausdrücklich angesprochen. Relevante Ausschreibungen werden von Trafikverket zentral veröffentlicht.
Webinar: Geschäftsmöglichkeiten in der schwedischen Verkehrsinfrastruktur
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