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Branchen | Thailand | Abfallwirtschaft

Branchenstruktur

Die Betriebe sind eher klein und arbeiten mit einfachen Mitteln. Einige mechanisieren ihre Prozesse.

Von Thomas Hundt | Bangkok

Die private Abfallwirtschaft in Thailand umfasste gemäß einer Zusammenstellung aus dem Handelsregister im Jahr 2020 über 2.500 Firmen, die zusammengenommen Umsätze von 4,4 Milliarden US-Dollar (US$) erzielten. Größter Bereich war der Wertstoffhandel.

Viele kleine Branchenfirmen

Die Branchenunternehmen erwirtschaften im Durchschnitt nur einen Umsatz von 1,7 Millionen US$. Das heißt, sie verfügen über wenige Einnahmen und Kapital, um in größere und moderne Ausrüstungen zu investieren.

Die Trennung von Abfällen erfolgt meist manuell entlang von Förderbändern. Die sortierten Abfälle werden dann mit einfachen Schreddern und Pressen verarbeitet. Eine Recyclingindustrie entwickelt sich immerhin.

Mehrere Betriebe kaufen Papier, Plastik und Metalle auf. Fachleute bezeichnen das Unternehmen Wongpanit als einen der größten Händler, der Abfälle mit größeren Maschinen trennt und verarbeitet.

Abfallwirtschaft in Thailand

Sektor

Anzahl der Unternehmen

Umsätze 2020 in Millionen US$ *)

Sammlung nicht gefährlicher Abfälle

257

231

Sammlung gefährlicher Abfälle

25

21

Behandlung und Beseitigung nicht gefährlicher Abfälle in Deponien

53

123

Behandlung und Beseitigung nicht gefährlicher Abfälle in Verbrennungsanlagen

32

24

Biologische Behandlung und Beseitigung nicht gefährlicher Abfälle

39

65

Sonstige Behandlung und Beseitigung nicht gefährlicher Abfälle

115

214

Behandlung und Beseitigung gefährlicher Abfälle einschließlich radioaktiver Abfälle

40

31

Beseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstige Entsorgung

57

16

Großhandel mit Abfällen und Altmetallen

1.923

3.685

Insgesamt

2.541

4.410

*) Durchschnittskurs 2020: 1 US$ = 31,43 BahtQuelle: Department of Business Development


Firmen investieren in Plastikrecycling

Der französische Konzern Suez eröffnete Ende 2020 ein Kunststoff-Recyclingwerk bei Bangkok. Es kann pro Jahr 30.000 Tonnen an Polyethylenfolien in Recyclingkunststoffe umwandeln. Das Gemeinschaftsunternehmen Envicco, das dem thailändischen Chemiekonzern PTT Global und dem Kunststoffkonverter Alpla aus Österreich gehört, möchte ein Werk aufbauen, das aus Plastikabfällen Polyethylenterephthalat- und High Density Polyethylene-Rezyklate herstellt. Universitäten und lokale Kunststoffhersteller arbeiten zudem an Pilotprojekten, die aus Rezyklaten Baustoffe oder andere Waren herstellen.

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