Branche kompakt | Kenia | Medizintechnik

Rahmenbedingungen

Während die Transportlogistik zwischen Deutschland und Kenia recht problemlos funktioniert, nehmen die Zertifizierungsprozesse von Medizintechnik teils viel Zeit in Anspruch.

Von Carsten Ehlers | Nairobi

Medizinische Produkte müssen in Kenia zertifiziert sein. Dieser Prozess läuft über das Pharmacy & Poisons Board (PPB). Insgesamt wird dem PPB von Unternehmensseite ein internationaler Standard bescheinigt. Allerdings bezeichnen Branchenunternehmen die Genehmigungsprozesse als häufig sehr langsam. Den Antrag übernehmen meist die lokalen Handelsvertreter.

Zertifizierung bleibt wichtig und aufwändig

Wenn der Kunde dies verlangt, kann zusätzlich vor Verschiffung noch eine Pre-Export Verification of Conformity (PVoC) durch den Dienstleister Intertek erfolgen. Bei Lieferungen an staatliche Stellen wird geraten die PVoC auch dann durchzuführen, wenn es im Vertrag nicht ausdrücklich verlangt wird. Häufig verlangen staatliche Stellen dies im Nachhinein und haben nun einen Grund mehr für eine Zahlungsverzögerung. Bei bestimmten Produktgruppen wird die PVoC grundsätzlich im Auftrag des kenianischen Normenamts Kenya Bureau of Standards (KEBS) verlangt.

Medizintechnikimporte sind in Kenia von der Mehrwertsteuer ausgeschlossen. Damit will die Regierung die Beschaffung solcher Produkte vergünstigen und damit einen Anreiz für Investitionen schaffen.

Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

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