Zollbericht Argentinien Produktsicherheit, Normen und Standards, Zertifizierung
Normen und Standards
Stahl- und Aluminiumerzeugnisse, Lebensmittel, Kfz-Teile unterliegen Normen obligatorischen Charakters; Holzverpackungen dem Standard ISPM 15.
02.01.2026
Von Andrea González Alvarez | Bonn
Für die Entwicklung technischer Normen ist das private nichtgewinnorientierte "Instituto Argentino de Normalización y Certificación" (IRAM) zuständig. Gleichzeitig ist das IRAM Vertreter Argentiniens gegenüber internationalen Standardisierungsorganisationen wie der International Organization for Standardisation (ISO). IRAM-Normen gelten für zahlreiche Bereiche, darunter zum Beispiel Lebensmittel, Textilien, Chemikalien, Gesundheit, Automobilindustrie, Treibstoffe, Elektrotechnik, Energie, Informationstechnologie und Sicherheit. Sie werden grundsätzlich freiwillig angewendet, sofern die Regierung nicht anderes beschließt, insbesondere im Falle von Gesundheits- und Sicherheitsstandards.
Eine Pflicht zum Nachweis der Konformität mit den nationalen Normen besteht für bestimmte Waren. Dazu gehören unter anderem, Stahl- und Aluminiumprodukte, Nahrungsmittel, Autoteile, Papier, Feuerzeuge, Spielzeug, Babyartikel und Kinderfahrräder. Mit der Zertifizierung des IRAM weisen Unternehmen nach, dass ihre Produkte den argentinischen Normen entsprechen und somit den Marktzugang erhalten können.
Ein Tool zur Suche der technischen Normen sowie eine Übersicht der Produkte, die zertifiziert werden müssen, hat das IRAM bereitgestellt.
Holzverpackungen
Da Verpackungsmaterial aus Holz ein phytosanitäres Risiko darstellt, muss es in Argentinien gemäß den Vorgaben der IPPC-Norm ISPM 15 behandelt sein. Die Norm schreibt eine Begasung mit Methylbromid, eine Hitzebehandlung bei mindestens 56 Grad Celsius für 30 Minuten oder eine dielektrische Erwärmung vor. Zum Nachweis der ordnungsgemäßen Behandlung muss die Verpackung mit entsprechender Markierung versehen sein.
Für die Phytosanitärkontrolle von Holzverpackungen und sonstigen pflanzlichen Produkten ist das SENASA ("Servicio Nacional de Sanidad y Calidad Agroalimentaria") zuständig.