Branche kompakt | Griechenland | Landwirtschaft

Griechenlands Agrarsektor unter Modernisierungsdruck

Strukturelle Schwächen der Landwirtschaft erhöhen den Bedarf an Maschinen in Griechenland. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Anschaffungen von Technik zügiger erfolgen.

Von Michaela Balis | Athen

Ausblick der Landwirtschaft in Griechenland

  • Geringe Größe der Betriebe
  • Großer Modernisierungsbedarf, um wettbewerbsfähig zu werden
  • Abhängigkeit von Subventionen
  • Finanzierungsmöglichkeiten aus EU-Töpfen
  • Kooperationen sind förderfähig

Anmerkung: Einschätzung der Autorin für die kommenden zwölf Monate auf Grundlage von prognostiziertem Umsatz- und Produktionswachstum, Investitionen, Beschäftigungsstand, Auftragseingängen, Konjunkturindizes etc.; Einschätzungen sind subjektiv und ohne Gewähr; Stand: Mai 2026

  • Niedrige Mechanisierung und Digitalisierung belasten Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Für deutsche Zulieferer bestehen dank der EU-Fördermittel gute Chancen.

    Der Konflikt im Nahen Osten sorgt aktuell für Unsicherheit in Griechenlands Agrarsektor. Steigende Strom- und Dieselpreise sowie höhere Kosten für Tierfutter, Pflanzenschutz- und Düngemittel belasten die Betriebe.

    Unruhe unter griechischen Landwirten

    Zugleich wächst das Risiko instabiler Lieferketten zu. Sorgen bereitet zudem, dass die Fördermittel im Rahmen der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP 2028 bis 2034) geringer ausfallen könnten.

    Zusätzlichen Druck erzeugen Ermittlungen wegen mutmaßlicher Veruntreuung von EU‑Agrarfördermitteln bei der zuständigen Behörde OPEKEPE. Im Fokus stehen systematische Falschangaben zu Weideland und Viehbestand. Zwar trifft dies einzelne Landwirte nicht unmittelbar, doch setzt der Verdacht möglicher Verstrickungen von Abgeordneten und Ministern die Regierung politisch unter Zugzwang.

    Strukturelle Schwächen prägen das Geschehen

    Der griechische Agrarsektor ist stark kleinteilig. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt zwischen 5 und 6 Hektar, gegenüber etwa 17 Hektar im EU‑Durchschnitt. Rund 75 Prozent der Betriebe bewirtschaften im Jahr 2020 laut Eurostat höchstens 5 Hektar.

    Knapp die Hälfte der eingesetzten Traktoren ist älter als 25 Jahre, so der griechische Verband der Maschinenimporteure und -vertreter SEAM. Dies würde grundsätzlich für neue Anschaffungen sprechen. Die geringe Größe der Betriebe steht jedoch Investitionen und Anschaffungen entgegen, da sich Banken bei der Gewährung von Krediten zurückhalten.

    Rund ein Drittel der Betriebe wird von Landwirten über 65 Jahren geführt. Sie stützen sich überwiegend auf Erfahrung und stehen technischen Neuerungen häufig skeptisch gegenüber. Offen für digitale Lösungen und Ansätze für Präzisionslandwirtschaft zeigt sich vor allem die jüngere Generation. Allerdings verfügen nur etwa 5 Prozent der Landwirte über eine fachliche Grundausbildung.

    EU-Fördermittel und Synergien sollen Modernisierung fördern

    Um die Herausforderungen im Agrarsektor zu bewältigen, müssen Synergien zwischen den landwirtschaftlichen Betrieben etwa in Form von Clustern, Produzentengruppen oder Agrargenossenschaften gefördert werden. Der EU-Aufbaufonds und das EU-Partnerschaftsprogramm 2021 bis 2027 stellen dafür Mittel bereit. Diese Kooperationen erleichtern den Zugang zur Finanzierung für Neuanschaffungen und stärken die Verhandlungsposition der Landwirte gegenüber den Einzelhändlern, so die griechische Denkfabrik Dianeosis. Landwirte erhalten nur einen Bruchteil des Einzelhandelspreises. Marktexperten zufolge verdreifachen sich beispielsweise die Preise für Obst und Gemüse auf dem Weg von der Farm in die Regale des Einzelhandels. Rund 520 Millionen Euro aus dem EU-Aufbaufonds sind seit 2021 bereits teilweise in den griechischen Agrar- und Lebensmittelsektor sowie in die ökologische Verarbeitung geflossen.

    Bislang ist der Einsatz digitaler Lösungen kaum verbreitet. Gleichwohl besteht ein hoher Bedarf, die erforderlichen Ausgaben effizienter und damit kostengünstiger zu gestalten. Besonders interessant für einen Rückgriff auf digitale Anwendungen sind der Einsatz von Dünger oder Pflanzenschutzmitteln sowie die künstliche Bewässerung. Knapp 85 Prozent des Wasserverbrauchs in Griechenland entfallen auf die Landwirtschaft. Etwa 200 Millionen Euro kommen dem Bau und der Modernisierung von Bewässerungsnetzen, Dämmen und Wassertanks zugute.

    Das Preis-Leistungs-Verhältnis und der Umfang des After-Sales-Services sind für Anschaffungen ausschlaggebend. Deutsche Produkte genießen einen guten Ruf, sind jedoch oft teurer als italienische oder chinesische Technik.

    Ausländische Direktinvestitionen in die griechische Landwirtschaft bleiben selten. Perspektiven bieten Modelle der Vertragslandwirtschaft, bei denen Produzenten und Abnehmer Mengen, Qualität, Preise und Liefertermine vertraglich festlegen. Ein erfolgreiches Beispiel ist das in der griechischen Olivenverarbeitung tätige Unternehmen GAEA Products, das mehrheitlich zur Hamburger Zertus GmbH gehört. Mit deutscher Unterstützung ist es für griechische Betriebe einfacher, gezielt in die Modernisierung ihrer Produktion zu investieren.

    Neue Anbaumethoden wie Hydro- oder Aeroponik, bei denen Pflanzen statt in Erde in einer nährstoffreichen Wasserlösung kultiviert werden, haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Es bestehen gute Chancen für deutsch-griechische Kooperationen und Know-How-Transfer.

    Deutsche Landmaschinenexporte rutschen auf Platz 3 ab

    Die deutschen Lieferungen von Landmaschinen gaben im Jahr 2025 um knapp 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach. Zwischenzeitlich hatten sie um fast 60 Prozent zulegen können, da der Bedarf nach der Coronapandemie und insbesondere nach einer verheerenden Flutkatastrophe 2023 in Zentralgriechenland kurzfristig nach oben geschnellt war.

    Deutschland war 2025 drittgrößter Lieferant von Agrartechnik, hinter Italien und China. Bis 2024 hatten deutsche Lieferungen zuvor entweder Platz 1 oder Platz 2 belegt. Chinesische Produkte werden dank der stetigen Verbesserung ihrer Qualität und ihres wettbewerbsfähigen Preisniveaus zunehmend attraktiver. Aus Deutschland importiert Griechenland vorrangig Melk- und Molkereitechnik sowie Ernte- und Dreschmaschinen.

    Griechenlands Einfuhren von Landmaschinen im Jahr 2025Importwerte in Millionen Euro; Anteile und Veränderung in Prozent
    Wichtige Importländer

    Landmaschinen *)

    Anteile

    Veränderung 2025/2024

    Italien

    49,9

    26,4

    1,5

    China

    32,2

    17,0

    12,6

    Deutschland

    28,0

    14,8

    -39,5

    Frankreich

    10,2

    5,5

    0,6

    Niederlande

    9,3

    5,2

    -14,1

    Importe insgesamt

    188,9

    100

    -6,2

    * SITC 721Quelle: Eurostat 2026

    Bei Traktoren gingen die Importe aus Deutschland 2025 um 15 Prozent zurück. Die Gesamtimporte verringerten sich sogar um mehr als ein Drittel. Der starke Rückgang hat mit der nachlassenden Wirkung von Unterstützungsmaßnahmen der EU zu tun. Diese hatten den Technikimporten insbesondere zwischen 2020 und 2024 zu einer Sonderkonjunktur verholfen.

    Daten des Verbandes SEAM zufolge lagen die Verkaufszahlen für Traktoren 2025 um knapp 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt erwarben griechische Landwirte 2.426 Traktoren.

    Griechenlands Einfuhren von Traktoren im Jahr 2025Importwerte in Millionen Euro; Anteile und Veränderung in Prozent
    Wichtige Importländer

    Traktoren *)

    Anteile

    Veränderung 2025/2024

    Italien

    31,8

    38,0

    -50,0

    Deutschland

    20,5

    24,5

    -15,3

    Frankreich

    5,9

    7,5

    -39,6

    Belgien

    4,6

    5,5

    -32,9

    Japan

    4,1

    4,9

    1,5

    Importe insgesamt

    83,7

    100

    -35,9

    * SITC 722Quelle: Eurostat 2026

    Von Michaela Balis | Athen

  • Oliven, Hartweizen, Baumwolle und Obst sind die Hauptprodukte der griechischen Landwirtschaft. Zahlreiche kleine Agrarbetriebe und Zulieferer prägen die Marktstruktur.

    Die Landwirtschaft (inklusive Forstwirtschaft und Fischerei) trägt nur knapp 4 Prozent zum griechischen Bruttoinlandsprodukt bei. Rund 15 Prozent der Agrarproduktion werden exportiert, etwa ein Viertel wird im Land selbst industriell verarbeitet, informiert die griechische Denkfabrik Dianeosis.

    12,2 %

    der griechischen Ackerfläche entfallen auf ökologischen Anbau

    Knapp 56 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche entfielen laut dem nationalen Statistikamt Elstat im Jahr 2023 auf einjährige Kulturen. Dauerkulturen nahmen 36,5 Prozent der Fläche ein. Davon wiederum werden rund 43 Prozent bewässert. Rund 12 Prozent der griechischen Ackerfläche wird ökologisch bewirtschaftet.

    Oliven und Obst sind wichtige landwirtschaftliche Produkte

    Der Anbau von Oliven zur Produktion von Olivenöl ist der wichtigste Zweig der griechischen Landwirtschaft. Auf Olivenhaine entfielen 2023 knapp 48 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Knapp dahinter folgt der Getreideanbau, der auf rund 45  Prozent der Fläche betrieben wird, so Elstat. Zu den wichtigsten Einzelkulturen nach Flächennutzung zählen Hartweizen und Baumwolle. In der Sparte Obst sind neben Weintrauben, Zitrusfrüchte wie Apfelsinen sowie Pfirsiche und Nektarinen gemessen an ihrer Anbaufläche besonders wichtig.

    Eckdaten zur Landwirtschaft in Griechenland
    Kennziffer

    2023

    Einwohner (in Mio.) 1)

    10,4

    Ackerfläche (in Mio. ha)

    1,4

    Landwirtschaftliche Fläche (in Mio. ha)

    4,1

    Anteil der Landwirtschaft an der Entstehung des BIP (in %)

    4,1

    Exporte Agrargüter (in Mrd. Euro) 1) 2)

    10,0

    1 2025; 2 SITC 0 und 4214.Quelle: Griechisches Statistikamt Elstat 2026; Eurostat 2026

    Struktur der Agrarbetriebe in Griechenland im Jahr 2023Größe in Hektar; Anteile an der Gesamtzahl in Prozent
    Größe der Agrarbetriebe

    Anzahl der Betriebe

    Anteil

    <5

    349.620

    71,9

    5 bis 29,9

    120.080

    24,7

    30 bis 99,9

    15.300

    3,2

    >100

    1.000

    0,2

    Insgesamt

    486.000

    100

    Quelle: Eurostat 2026

    Griechenlands Lebensmittelindustrie ist ausbaufähig

    Die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie ist die wichtigste Branche des verarbeitenden Gewerbes in Griechenland und trägt fast ein Drittel zur Bruttowertschöpfung bei. In diesen Bereich fallen rund 28 Prozent aller im Land tätigen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes.

    Die Chancen für den Ausbau der Lebensmittelindustrie über deutsch-griechische Joint Ventures oder Aufkäufe sind gut. Dabei können traditionelle oder innovative Produkte für den deutschen Markt oder den globalen Handel produziert werden wie beispielsweise die Olivenöle und -produkte des Unternehmens GAEA Products, hinter dem die deutsche Zertus GmbH steht.

    Deutsche Unternehmen haben führende Position bei Agrarchemikalien

    Düngemittel werden vorrangig aus Ägypten, Deutschland und Norwegen importiert. China steht an vierter Stelle in der Rangordnung der Lieferanten. Die Importe aus Deutschland stiegen im Jahr 2025 um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

    Die größten Mengen Rohdünger stammen aus Jordanien, Libanon und Ägypten. Als Lieferant kam Deutschland 2025 auf Rang 10 ein. Auf dem Markt sind unter anderem die deutschen Produzenten BASF, K+S und Compo vertreten.

    Der Bereich Düngemittel umfasst mehr als 2.300 Unternehmen in Griechenland, die als Hersteller oder/und Vertriebsgesellschaft tätig sind. Darunter ist etwa ein Zehntel auf organische Düngemittel spezialisiert. Hersteller mischen in aller Regel importierte Rohstoffe zu verkaufsfähigen Endprodukten. Gemäß den Angaben des Marktberatungsunternehmens Icap Crif produzierten 2025 rund 70 Firmen Düngemittel. Die inländische Düngerproduktion deckt rund die Hälfte des landesweiten Bedarfs ab.

    Produktion ausgewählter Erzeugnisse der griechischen Agrarwirtschaft 2025Wert in Millionen Euro; Veränderung in Prozent

    Sparte

    Wert

    Veränderung 2025/2024

    Futtermittel

    3.829,5

    1,7

    Landmaschinen, -geräte, -fahrzeuge

    2.377,3 1)

    8,3 2)

    Saat- und Pflanzgut

    508,6

    5,7

    Dünge- und Bodenverbesserungsmittel

    476,7

    -2,1

    Mittel zur Pflanzenbehandlung und Schädlingsbekämpfung

    296,3

    3,3

    1 Angabe für das Jahr 2024; 2 Veränderung 2024/2023Quelle: Eurostat 2026

    In der Sparte Pflanzenschutzmittel weist Icap Crif 28 Unternehmen als Produzenten aus. Rund 2.700 Firmen verkauften Pflanzenschutzmittel. Produkte aus Frankreich, Deutschland und Spanien dominieren den Markt. BASF Hellas S.A. ist auf dem Markt für Agrarchemikalien und Saatgut ein führender Anbieter.

    Saatgut wird zum größten Teil aus den Niederlanden, Italien und Frankreich importiert. Laut dem Institut für Wirtschafts- und Industrieforschung (IOBE) waren 2019 etwa 130 Unternehmen im Register für die Produktion von Saatgut eingetragen.

    In Griechenland gibt es eine überschaubare, aber durchaus wichtige Fertigung von Landmaschinen. Ihr Sortiment umfasst zum Beispiel Erdverarbeitungsmaschinen, Treibhaustechnik sowie Geräte für den Pflanzenschutz, insbesondere Feldspritzen.

    Wichtige Agrarbetriebe in GriechenlandUmsätze im Jahr 2024; in Millionen Euro
    Sparte (NACE) / Unternehmen

    Umsatz

    Nach der Ernte anfallende Tätigkeiten in der pflanzlichen Erzeugung (0163)

     

      Violar

    197,4 *)

      Markou K.B.

    130,1

      Karagiorgos Cotton Industry

    97,9

      Kapa Sigma Vamvakourgia

    95,5

      Cotton Giners

    54,1

      Avgi

    50,3

      Thrakika Ekkokistiria

    48,8 *)

    Zucht und Haltung von Schafen und Ziegen (0145)

     

      Family Farm

    78,2

    Haltung von Schweinen (0146)

     

      Mitsopoulos Farm

    48,8

    Anbau von Gemüse und Melonen sowie Wurzeln und Knollen (0113)

     

      Wonderplant

    43,5

    * Angaben für 2025Quelle: ICAP CRIF 2026

    Mangel an Landarbeitenden hält an

    Etwa 11 Prozent aller griechischen Beschäftigten sind in der Landwirtschaft (inklusive Forstwirtschaft und Fischerei) tätig. Die Nachfolgeproblematik verschärft die strukturellen Herausforderungen des Agrarsektors. Immer seltener übernehmen junge Menschen elterliche Betriebe, da Einkommens- und Entwicklungsperspektiven als wenig attraktiv wahrgenommen werden.

    Der allgemeine Mangel an Arbeitskräften trifft auch die Landwirtschaft. Weniger Personal bedeutet eine geringere Produktion. Bei der Gewinnung von Arbeitskräften für die Landwirtschaft steht Griechenland in Konkurrenz zu anderen Ländern, die häufig höhere Löhne zahlen und Aufenthaltsgenehmigungen schneller erteilen. Mit der Coronapandemie fielen viele ausländische Landarbeiter weg, da sie in ihre Heimatländer zurückkehrten. Die griechische Regierung arbeitet an Lösungen, um beispielsweise verstärkt Personen aus Ägypten und Indien ins Land zu holen. Traditionell stammen die Landarbeiter aus Ägypten, Albanien oder Bangladesch. Jedes Jahr benötigt Griechenlands Landwirtschaft rund 180.000 Arbeitskräfte.

    Von Michaela Balis | Athen

  • Als Mitglied der EU gelten in Griechenland die EU-Vorschriften. Gute Chancen zur Optimierung des Vertriebs bestehen für Agro-Großmärkte.

    Griechische Landwirte schätzen gute Kontakte 

    Griechische Landwirte lassen sich beim Kauf von Düngemitteln, Saatgut und Pflanzenschutzmitteln von Agrarwissenschaftlern vor Ort beraten. Die Lieferkette führt vom Produzenten oder Importeur weiter zum lokalen Vertreter und Verkäufer, um anschließend über die Geschäfte für Agrarbedarf, über Agrarwissenschaftler oder landwirtschaftliche Genossenschaften zum Landwirt zu gelangen. Um eine größere Zahl von Agrarbetrieben direkt zu erreichen, wären Agro‑Großmärkte ein geeigneter Vertriebskanal. Allerdings hat sich dieses Modell in der Praxis bislang noch nicht durchgesetzt.

    Interessenten können sich über die Einfuhrbestimmungen für Düngemittel auf der Webseite des Ministeriums für Agrarentwicklung und Lebensmittel informieren: Einfuhrbestimmungen und Rechtsinformationen über das Saatgut sind dort in griechischer Sprache abrufbar.

    Bei der Anschaffung von Maschinen und Traktoren spielen die Importeure und Vertreter eine zentrale Rolle. Ihre Produkte vermarkten sie über Verkäufer und Werbung.

    Ausländer können problemlos Land erwerben. Zu den Voraussetzungen dafür zählen ein gültiger Pass und eine griechische Steuernummer.

    Wenn der Eigentümer eines Landstücks es nicht selbst bearbeiten möchte, kann er es verpachten. Interessenten können Griechen oder Ausländer sein. Allerdings wird es aufgrund des Fachkräftemangels in der Landwirtschaft immer schwieriger, das Land zu verpachten oder geeignete Landarbeiter, beispielsweise für die Olivenernte zu finden.

    Im innergemeinschaftlichen Warenverkehr der Europäischen Union (EU) sind die Regelungen des Umsatzsteuerkontrollverfahrens in der EU zu beachten. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern. Hinsichtlich der Normierung gelten die einschlägigen EU-Richtlinien (siehe etwa die Website des Deutschen Instituts für Normung e.V.).

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Von Michaela Balis | Athen