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Indische Regierung will Abfallwirtschaft modernisieren

Indien startet den langen Transformationsprozess hin zu einer modernen Kreislaufwirtschaft. Dafür gibt es spezielle Anreizprogramme der Regierung.

Von Mareen Haring | New Delhi

Ausblick der Abfallwirtschaft in Indien

Bewertung:

  • Erhöhter Handlungsdruck durch wachsende Bevölkerung und wirtschaftlichen Aufschwung.
  • Indische Müllbranche steht ausländischen Unternehmen offen.
  • Großer Nachholbedarf bei Entsorgung und Recycling.
  • Unterfinanzierung der Kommunen und unzureichende Durchsetzung bleiben zentrale Herausforderungen.

Anmerkung: Einschätzung der Autorin für die kommenden zwölf Monate auf Grundlage von prognostiziertem Umsatz- und Produktionswachstum, Investitionen, Beschäftigungsstand, Auftragseingängen, Konjunkturindizes etc.; Einschätzungen sind subjektiv und ohne Gewähr; Stand: Februar 2026

  • Mit Bevölkerung und Konsum steigt in Indien auch das Müllaufkommen. Das Recycling hinkt hinterher, Investitionen und die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft sind dringend nötig.

    Indien ist das bevölkerungsreichste Land der Welt und die am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft. Mit einer konsumfreudigen Bevölkerung verschärft sich die Müllproblematik, vor allem in schnell wachsenden Ballungszentren. Derzeit liegt das jährliche urbane Müllaufkommen bei etwa 55 Millionen Tonnen. Allein in den Städten sollen bis zum Jahr 2030 jährlich 165 Millionen Tonnen an Siedlungsabfällen anfallen, prognostiziert die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in einer Analyse in Zusammenarbeit mit indischen Ministerien. Bis 2050 könnte das Müllaufkommen auf 436 Millionen Tonnen pro Jahr steigen

    Um das Abfallaufkommen in Indien nur im Bereich der Siedlungsabfälle bewältigen zu können, sind laut Experten Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe nötig. Indiens Wirtschaft ist zu einem Großteil vom informellen Sektor geprägt. Rund 90 Prozent der Beschäftigten arbeiten in diesem Wirtschaftssegment – auch in der Abfallentsorgung. Laut der Asian Development Bank fehlt es an Kennzahlen zu Abfallströmen, transparenten Messungen sowie Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette, so dass über den tatsächlichen Investitionsbedarf in der indischen Abfallwirtschaft nur spekuliert werden kann.

    Plastikmüll und Elektroschrott sind große Herausforderungen

    Der Kunststoffverbrauch im Land lag laut Prognosen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2025 bei fast 40 Millionen Tonnen. Im Jahr 2060 sollen es rund 160 Millionen Tonnen sein. Das Regierungsziel für Plastik-Recycling im Finanzjahr 2025/2026 (1. April bis 31. März) lag bei durchschnittlich 50 Prozent und soll bis 2027/2028 jährlich um 10 Prozentpunkte steigen. Allerdings werden derzeit nur etwa 20 Prozent des Plastikmülls für Recycling gesammelt, fast die Hälfte wird illegal entsorgt oder verbrannt. 

    Mit über 4,1 Millionen Tonnen Elektroschrott lag das Land im Jahr 2022 laut der Internationalen Fernmeldeunion der Vereinten Nationen auf Platz 3 weltweit hinter China (12,1 Millionen Tonnen) und den USA (7,2 Millionen). Rund 70 Prozent des Elektroschrotts kamen dabei von Haushalten, vor allem größere Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Klimaanlagen werden entsorgt. Davon wurden 2023/2024 laut dem Ministry of Environment, Forest and Climate Change etwa 43 Prozent recycelt ein signifikanter Unterschied von 10 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr, aber weit unter dem Regierungsziel von 70 Prozent.

    Beim Recycling und bei der Entsorgung besteht großer Nachholbedarf

    Zuständig für die Abfallbehandlung sind die kommunalen Verwaltungsbezirke der Städte und Gemeinden. Diese müssen im Rahmen der seit 2016 geltenden Solid Waste Management Rules die Sammlung, Trennung, Behandlung und Entsorgung des Siedlungsabfalls organisieren. Die Vorschriften zur Abfallwirtschaft verpflichten zudem Produzenten, Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte zu übernehmen. Im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility; EPR) sind beispielsweise Produzenten von Plastikverpackungen und Elektronik dazu verpflichtet, Sammlungs- und Recycling-Systeme zu etablieren. Allerdings ist die Einhaltung der EPR sehr uneinheitlich. Vielen Kommunen fehlen die Infrastruktur und das Fachwissen, um die Bestimmungen wirksam zu überwachen und durchzusetzen.

    21 %

    des Plastikabfalls werden unsachgemäß abgeladen, vergraben, verbrannt oder versenkt. Damit steht Indien auf Platz 1 weltweit.

    Indiens Müllverarbeitung hat dennoch in den letzten Jahren Fortschritte erzielt. Laut dem Ministry of Housing and Urban Affairs und dem Ministry of Statistics and Programme Implementation verarbeitete das Land im Finanzjahr 2023/2024 fast 80 Prozent der gesamten Siedlungsabfälle. Fünf Jahre vorher waren es nur knapp über 50 Prozent. Zudem werden offiziellen Quellen zufolge in den Städten inzwischen 100 Prozent des Mülls an der Haustür abgeholt. 

    Bei anderen Müllarten und den weiteren Behandlungsschritten werden die Defizite allerdings immer offensichtlicher. Vielerorts werden diese nicht verarbeitet und oft auf (teils illegalen) Deponien entsorgt.

    Damit eröffnen sich Geschäftschancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Kreislaufwirtschaft. Da die Abfallbehandlung bislang kaum automatisiert ist, wächst der Bedarf an Sortier- und Recyclinganlagen und auch an Lösungen mit künstlicher Intelligenz. Zudem sollen die Rest- und Sondermüllentsorgung ausgebaut und verbessert werden. Das alles dürfte für zusätzliches Wachstum in der Abfallwirtschaft sorgen.

    Abfallentsorgung ist unterfinanziert

    Die Systeme für Sammlung, Verarbeitung, Bündelung und Verteilung im Bereich der Abfallentsorgung sind nicht ausreichend miteinander verzahnt. Die Regierung versucht seit einigen Jahren, eine umfassende Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Dafür wurden die bisher gültigen "Solid Waste Management Rules" von 2016 geschärft und Verantwortlichkeiten auf allen Ebenen definiert – mit Strafen bei Nichteinhaltung. Die neuen Regeln gelten ab 1. April 2026. 

    Für die Anbieter von Ausrüstung und Dienstleistungen in der Kreislaufwirtschaft bietet die Swachh Bharat Mission (übersetzt: Mission Sauberes Indien) Geschäftschancen. Das Ziel der landesweiten Kampagne der indischen Regierung ist es, die Abfalltrennung beim Verursacher zu verbessern, Plastikmüll zu reduzieren, alte Deponien zu sanieren sowie neue Müllverbrennungs- und Waste-to-Energy-Anlagen in den Städten und Biogasanlagen auf dem Land zu bauen. Im Staatshaushalt 2026 wurden der Mission allerdings nur etwa 1,1 Milliarden US$ zugewiesen. Dies bedeutet einen Rückgang der Mittel um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreshaushalt.

    Auch die kommunalen Verwaltungsbezirke sind unterfinanziert. Ihnen fehlen unter anderem die Gelder, um die bestehenden Gesetze und Regulierungen zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft durchzusetzen.

    Ausgewählte Investitionsprojekte in der Abfallwirtschaft in Indienin Millionen US-Dollar
    Projekt

    Investitionssumme

    Stand

    Projektträger
    Bau einer Waste-to-energy-Anlage; Andhra Pradesh Waste-to-Energy Projects

    385 

    Geplante Bauzeit ca. 24 MonateNew & Renewable Energy Development Corporation of Andhra Pradesh Ltd. (NREDCAP)
    Aufbau einer regional integrierten Abfallwirtschaftsinfrastruktur; Kerala Solid Waste Management Project

    105 

    GenehmigtRegierung des Bundesstaats Kerala
    Bau einer Waste-to-energy-Anlage; Delhi – Bawana Waste-to-Energy Plant

    70 

    Umweltfreigabe erteilt im Juni 2025; vollständige Inbetriebnahme bis Dezember 2027 geplantMunicipal Corporation of Delhi 
    Ausbau einer Kompostanlage; Chennai Composting Expansion

    1,8

    Planungs- und KonzeptionsphaseGreater Chennai Corporation 
    Wiederaufnahme des Baus einer Tierverbrennungsanlage; Animal Waste Incineration Facility – Nagpur

    0,7

    70 Prozent bereits fertiggestellt, aufgrund von Vertragsbeendigung neue Ausschreibung veröffentlicht (2026)Nagpur Municipal Corporation
    Anlage zur Herstellung von grünem Brennstoff aus organischem Kommunalabfall; Nashik – Wet Waste to CNG Plant

    0,5

    Geplante Inbetriebnahme: September 2026Unter anderem Nashik Municipal Corporation (Public private Partnership)
    Ausbau einer bestehenden Waste-to-energy-Anlage; Delhi – Okhla Waste-to-Energy Expansion

    k. A.

    Antrag in Prüfung (Februar 2026)Municipal Corporation of Delhi 
    Bio-Mining und Sanierung einer Deponie; Delhi Landfill Remediation Projects (Okhla, Ghazipur, Bhalswa)

    k. A.

    Antrag in Prüfung (Februar 2026)Municipal Corporation of Delhi 
    Bau von 500 Anlagen zur Erzeugung von Biogas aus kommunalem Abfall; "Waste-to-Wealth" Plants (National Pipeline)

    k. A.

    Implementierung läuftMinistry of Housing & Urban Affairs
    Quelle: Presseberichte; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Von Mareen Haring | New Delhi

  • Privatunternehmen prägen Indiens Recyclingbranche. Die indische Regierung setzt mit einem Anreizprogramm bei Elektroschrott ein klares Signal.

    Das indische Marktforschungsunternehmen Mordor Intelligence bewertet die gesamte indische Abfallwirtschaft im Jahr 2026 mit einer Marktgröße von 14,3 Milliarden US-Dollar (US$). Bis 2031 soll die Marktgröße auf fast 19 Milliarden US$ steigen. Der US-amerikanische Marktforscher Grand View Research gibt die Marktgröße für 2025 bereits mit 68,5 Milliarden US$ an und prognostiziert für 2033 eine Steigerung auf fast 119 Milliarden US$. Allerdings ist die indische Abfallwirtschaft stark fragmentiert und wird vom informellen Sektor beherrscht. Deshalb variieren die Angaben stark und geben nur ein unvollständiges Bild der tatsächlichen Aktivitäten in der Branche wieder. 

    Privatunternehmen dominieren Recycling

    Die Städte und Gemeinden sind für die Abfallsammlung, -behandlung und -entsorgung zuständig. Vor allem in den größeren Städten sind diese Aufgaben aber zum Teil an den Privatsektor outgesourct oder werden im Rahmen von Public-Private-Partnerships (PPP) gemeinsam übernommen. Die indische Regierung versucht, PPP in der Abfallwirtschaft zu fördern, aber gerade im öffentlichen Sektor fehlen die finanziellen Mittel, das Know-how und das technische Verständnis, um große Veränderungen zu bewirken.

    Der Anteil der öffentlichen Dienstleister nimmt im Verlauf der Wertschöpfungskette immer weiter ab, so dass beim Recycling, der Abfallverbrennung oder der Entsorgung von Sondermüll spezialisierte Unternehmen aus dem Privatsektor stärker vertreten sind. Branchenführer wie BVG India, A2Z Group, Cerebra Integrated Technologies oder Antony Waste sind in der Regel überregional aktiv und decken ein breites Dienstleistungsspektrum in der Kreislaufwirtschaft ab. Daneben gibt es eine Reihe von Unternehmen, die sich auf einzelne Bereiche beschränken. So recycelt Attero insbesondere Elektroschrott und Lithium-Ionen-Akkumulatoren.

    Abfallmengen in Indien nach Abfallartin Millionen Tonnen/Jahr*
    Abfallart

    Abfallmenge 

    Industrieabfälle

    500

    Agrarabfälle

    350

    Bauabfälle

    150-500

    Textilabfälle

    150

    Kommunaler Feststoffabfall

    62

    Sondermüll

    12

    * SchätzungenQuelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Anreize in Millionenhöhe für modernere E-Waste-Anlagen

    Die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Elektroschrott gewinnt in Indien rapide an Bedeutung, denn das Land produziert immer mehr elektronische Geräte und wirft diese auch vermehrt weg. Branchenschätzungen zufolge könnte Urban Mining in Indien jährlich bis zu 6 Milliarden US$ wert sein und die Abhängigkeit des Landes von Importen stark verringern. Die indische Regierung hat die Zeichen erkannt und im Haushalt für das Finanzjahr 2026/2027 (1. April bis 31. März) die "Urban Mining Mission" als Teil der größeren Strategie zur Sicherung kritischer Mineralien und Förderung der Kreislaufwirtschaft erwähnt. 

    Bereits im September 2025 hat die indische Regierung das Incentive Scheme for the Promotion of Critical Mineral Recycling, ein Anreizprogramm in Höhe von umgerechnet etwa 170 Millionen US$, ins Leben gerufen. Das Programm läuft über sechs Jahre bis 2030/2031 und fördert den Aufbau moderner Anlagen zur Rückgewinnung von Lithium, Kobalt, Nickel und seltenen Erden.

    Initiativen erhöhen Automatisierungsanteil

    Vor der Einführung der Extended Producer Responsibility, die Hersteller verpflichten, Elektroschrott zu sammeln und an staatlich registrierte Recycler weiterzuleiten, wurden schätzungsweise 95 Prozent des Elektroschrotts im informellen Sektor per Handarbeit recycelt. Branchenkenner schätzen, dass dieser Anteil mittlerweile auf 40 Prozent geschrumpft ist.

    Auch in anderen Segmenten wie Metall und Kunststoff dürften künftig immer mehr Maschinen zur fachgerechten Zerlegung und Reststoffsortierung zum Einsatz kommen und Geschäftschancen für Hersteller von Ausrüstung für die Abfallwirtschaft eröffnen.

    Der Markt für Müllverarbeitungsmaschinen wird von lokalen Anbietern wie Jogindra (Kunststoff) oder Maxin (Plastik, Papier und Siedlungsabfälle) sowie von Importen aus China dominiert. Im Jahr 2024 kamen fast 50 Prozent der Müllverarbeitungsmaschinenimporte aus China. Danach folgten deutsche Maschinen mit einem Anteil von 17,3 Prozent an den Gesamtimporten dieser Maschinenkategorie. 

    Aber auch westliche Hersteller sind auf dem indischen Markt präsent. Beispielsweise hat die österreichische Lindner Recyclingtech 2024 in Indien eine Tochtergesellschaft gegründet. Die Branche lockt zudem immer mehr Start-ups wie Ishitva Robotic Systems an, die nachhaltige Lösungen für die Abfallwirtschaft entwickeln, oft in Verbindung mit künstlicher Intelligenz.

    Wichtige Branchenunternehmen in IndienUmsatz in Millionen US-Dollar

    Unternehmen

    Sparte

    Umsatz Finanzjahr 2024/2025

    BVG IndiaSiedlungsabfälle; Facility Management

    393

    Attero RecyclingElektroschrott; Lithium-Ionen-Akkumulatoren

    132

    Antony WasteKommunale Abfallwirtschaft

    115

    Cerebra Integrated TechnologiesWiederverwertung und Aufbereitung von Elektroschrott

    4,3

    A2Z Green Waste ManagementKommunale Abfallwirtschaft; erneuerbare Energien

    k. A.

    Finanzjahr: 1. April bis 31. März Quelle: Unternehmenswebseiten; Presseberichte; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Von Mareen Haring | New Delhi

  • Indiens Abfallwirtschaft ist offen für ausländische Direktinvestitionen, doch geringe Budgets und Preissensibilität stellen deutsche Anbieter vor Herausforderungen.

    In Indien zählt die Abfallwirtschaft zum Infrastruktursektor. In diesem sind ausländische Direktinvestitionen bis zu 100 Prozent erlaubt und werden über die "Automatic Route" (beschleunigtes Genehmigungsverfahren) bewilligt. Vorhaben der öffentlichen Hand werden auf der zentralen Ausschreibungsplattform der Regierung, dem Government eMarketplace (GeM), publiziert. Der Prozess ist digital und weitgehend transparent. 

    Allerdings sind Städte und Kommunen finanziell eher gering ausgestattet und haben oft andere Prioritäten als Abfallwirtschaft. Während kleinere indische Städte teils bis zu 70 Prozent ihres Budgets für die Siedlungsabfallwirtschaft aufwenden, geben mittelgroße Städte und Metropolen nur rund 10 Prozent des Gesamtbudgets dafür aus. Eine Schätzung des Ministry of Housing and Urban Affairs geht davon aus, dass Großstädte jährlich nur zwischen 0,5 und 2,75 US-Dollar pro Kopf für Siedlungsabfälle ausgeben. Europäische Anbieter können aufgrund des geringen Budgets bei Vergabeverfahren zu teuer sein, daher gehen die Tender meist an lokale Anbieter, die sehr kompetitiv sind. 

    EU-Indien-Freihandelsabkommen eröffnet Chancen

    In der Privatwirtschaft ist die Preissensibilität ebenfalls hoch. Deshalb steigen sowohl Angebot als auch Nachfrage für gebrauchte Importmaschinen, beispielsweise auf Plattformen wie Indiamart und Machineseeker India. Hier könnte das final verhandelte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien zukünftig für weitere Dynamik sorgen, denn die Zölle für Maschinen aus der EU sollen von derzeit bis zu 44 Prozent auf 0 Prozent für fast alle Produkte fallen. Damit werden deutsche Importe von Maschinen in Indien wettbewerbsfähiger. Es könnte allerdings noch bis Mitte 2027 oder sogar 2028 dauern, bis das Abkommen in Kraft tritt.

    Der Bau von Müllverbrennungs- und Waste-to-Energy Anlagen ist in Indien schwierig. Bei den Vorhaben kommt es wegen Umwelt-, Gesundheits- und Finanzierungsbedenken der Bevölkerung oft zu Protesten. Dadurch verzögern sich viele Projekte oder werden ganz eingestellt. So hat beispielsweise die International Finance Corporation, ein Teil der Weltbank, im Jahr 2025 einen vorgeschlagenen Kredit in Höhe von 40 Millionen US-Dollar für Waste-to Energy Projekte im Bundesstaat Gujarat nicht bewilligt. Auch die Privatisierung von kommunalen Dienstleistungen stößt oft auf Widerstand, wenn beispielsweise durch eine effizientere Sammlung und -sortierung unter Einsatz von Müllfahrzeugen und Maschinen Beschäftigungsmöglichkeiten im Niedriglohnsektor wegfallen. 

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Von Mareen Haring | New Delhi

  • Bezeichnung

    Anmerkungen

    GTAI

    Germany Trade and Invest

    AHK Indien

    Anlaufstelle für deutsche Unternehmen

    German RETech Partnership e.V.

    Netzwerk deutscher Unternehmen und Institutionen der Entsorgungs- und Recyclingbranche zur Exportförderung

    Ministry of Environment, Forest and Climate Change

    Umweltministerium

    Ministry of Housing and Urban Affairs

    Ministerium für Stadtentwicklung

    Swachh Bharat Mission

    Staatliches Investitionsprogramm für die Abfallwirtschaft

    Material Recycling Association of India

    Verband der Recycling-Unternehmen

    National Solid Waste Association of India (NSWAI)

    Verband der Abfallwirtschaft

    IFAT India

    Fachmesse für die Abfallwirtschaft (02.12. bis 04.12.21, Gandhinagar)

    Waste Technology India Expo

    Fachmesse für die Abfallwirtschaft (23.02 bis 24.02.21, Greater Noida)

    Clean India Journal

    Fachzeitschrift und Internetportal für die Abfallwirtschaft

    Central Public Procurement Portal

    Zentrale Veröffentlichungsstelle für öffentliche Ausschreibungen

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