Branchen | Indonesien | Bauwirtschaft

Zulieferprodukte: Marktlage

Urbane Bauprojekte in Indonesien sind noch auf eine Vielzahl ausländischer Produkte angewiesen. Mittelfristig wird aber eine Importsubstitution durch Fertigung vor Ort angestrebt.

Von Oliver Döhne | Jakarta

Indonesien hat großen Bedarf an vielfältigen Zulieferprodukten für Bauprojekte in den modernen, städtischen Regionen – beispielsweise für Luxuswohnungen, Hotels von internationalem Standard oder Sportstadien. Einfachere Waren kommen zumeist aus China, hochwertigere unter anderem auch aus Europa. 

Importe sind der Regierung allerdings ein Dorn im Auge. Sie werden durch eine Vielzahl von administrativen Vorgaben gezügelt, seien es Importkontingente, der nationale Produktstandard Standar Nasional Indonesia (SNI) oder hohe Local-Content-Quoten, die Anforderungen an den Anteil inländischer Wertschöpfung definieren.

In vielen Branchen ist die politische Strategie, importierte Waren durch Produkte zu ersetzen, die in Indonesien hergestellt werden. Ausländische Unternehmen, die eine Produktion vor Ort aufbauen und dadurch Arbeitsplätze schaffen, Wertschöpfung generieren und Know-how übertragen, sind daher willkommen. Allerdings nur, solange sie keine zu starke Konkurrenz für heimischen Unternehmen darstellen. 

Indonesien ist im Vergleich zu anderen Mitgliedsländern der Vereinigung südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN) ein schwieriger Investitionsstandort. Die Änderungen des Investitionsrechts und des Arbeitsrechts seit dem Frühjahr 2022 haben die Bedingungen für ausländische Unternehmen jedoch deutlich verbessert. Inzwischen verfolgt die Regierung eine aktive Industriepolitik, die vorher lange vernachlässigt wurde.

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