Wirtschaftsstandort | Serbien

Serbien bleibt als Wirtschaftsstandort auf dem Westbalkan führend

Serbiens Wirtschaft basiert auf dem verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor. Deutsche Firmen sind stark investiert. Das Westbalkanland setzt aber nicht nur auf Europa.

Hans-Jürgen Wittmann

Von Hans-Jürgen Wittmann | Belgrad

Trotz der aktuellen Regierungskrise nach dem Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad am 1. November 2024 und nachfolgenden Großdemonstrationen gegen Korruption in der Regierung bleibt Serbien ein Wachstumsmarkt. Die Wirtschaft ist von der Protestbewegung bis dato kaum betroffen, Unternehmen machen Business as usual.

Das Westbalkanland zählt mit rund 6,6 Millionen Einwohnern zu den mittelgroßen Ländern Europas. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2024 nominal um 9,3 Prozent auf rund 82 Milliarden Euro, erwartet das Statistikamt - vergleichbar mit dem EU-Land Kroatien.

Das deutsch-serbische Handelsvolumen belief sich 2024 auf rund 9,4 Milliarden Euro - mehr als die anderen Westbalkanstaaten zusammen mit Deutschland handeln. Deutsche Firmen schätzen Serbien zudem als Investitionsstandort.

  • Serbien ist der wirtschaftliche Motor des Westbalkans. Getragen wird das Wachstum von einer breiten Industriebasis in mehreren Zentren des Landes und dem Dienstleistungssektor.

    Serbien ist die mit Abstand größte Volkswirtschaft auf dem westlichen Balkan. Die Wirtschaft ist breit aufgestellt und wird vor allem von der verarbeitenden Industrie sowie dem Dienstleistungssektor getragen. Dienstleistungen erwirtschaften mehr als die Hälfte der Bruttowertschöpfung des BIP.

    Das verarbeitende Gewerbe stützt sich auf die breite industrielle Basis. Stark entwickelt sind vor allem die Kfz-Zulieferindustrie und die Verarbeitung von Metall. Weitere wichtige Zweige sind die Lebensmittel- und Holzverarbeitung.

    Serbien hat viele Bodenschätze - Abbau von Lithium umstritten

    Serbien ist reich an Bodenschätzen. Den Bergbau dominieren jedoch Staatskonzerne aus der VR China. Sie fördern Kupfer in den Minen Bor und Majdanpek. Zur Energiegewinnung wird vor allem Kohle gefördert. Perspektivisch bietet der Abbau von Lithium im Jadartal Chancen. Doch dieses Vorhaben ist in weiten Teilen der Bevölkerung aufgrund der Auswirkungen auf die Umwelt sehr umstritten und führt immer wieder zu massiven Protesten.

    Bei der Verarbeitung von Öl und Gas dominiert der Ölkonzern NIS, an dem das russische Unternehmen Gazprom Neft beteiligt ist. Um möglichen Sekundärsanktionen der USA zu entgehen, forciert die Regierung einen Eigentümerwechsel bei dem Unternehmen.

    Die serbische Landwirtschaft ist durch viele kleine Familienbetriebe geprägt. Landwirtschaft in kommerziellem Ausmaß findet vor allem in der fruchtbaren Region Wojwodina statt. In manchen Bereichen gehört das Land zur internationalen Spitze, zum Beispiel beim Anbau von Himbeeren.

    Im Dienstleistungssektor wächst die Produktion von Informations- und Kommunikationstechnologien dynamisch. Die Entwicklung der Branche unterstützen Technologieparks. Beim Tourismus war Serbien 2024 das am schnellsten wachsende Reiseziel in Europa. Das Land investiert in den Ausbau von Spa- und Wellnesstourismus.

    Serbiens Wirtschaft hat seit dem Ende Jugoslawiens bereits mehrere Umbrüche erlebt. Seit dem Antrag auf EU-Mitgliedschaft 2009 dominieren vor allem Reformen und die Anpassung an EU-Standards die Wirtschaftspolitik des Landes. Aktuell steht die serbische Wirtschaft vor der Aufgabe, die grüne Transformation zu bewältigen. Damit serbische Firmen auch nach dem 1. Januar 2026, dem Tag des Inkrafttretens des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), in den Lieferketten deutscher Firmen bleiben können, müssen sie verstärkt in grüne Technologien investieren.

    6,6 Mio.

    Menschen lebten 2024 in Serbien.

    Quelle: Serbisches Statistikamt 2025

    89,1 Mrd.

    US-Dollar betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 laut Prognosen.

    Quelle: Serbisches Statistikamt 2025

    13.500

    US-Dollar machte das BIP pro Kopf damit 2024 aus.

    Quelle: Serbisches Statistikamt 2025

    Rang 44

    belegte das Land 2024 unter den deutschen Handelspartnern.

    Quelle: Destatis 2025

    Rang 105

    nimmt das Land im Corruption Perceptions Index 2024 ein (unter 180 Ländern).

    Quelle: Transparency International 2024

    0,5 %

    betrug die Analphabetenquote im Jahr 2019.

    Quelle: Weltbank 2024

    Ausführliche Informationen zur Wirtschaft finden Sie in den Wirtschaftsdaten kompakt.

    Deutsche Firmen schätzen Potenzial des Standorts Serbien

    Das größte Westbalkanland steht nicht erst seit der Coronapandemie bei deutschen Unternehmern hoch im Kurs. Eine gute industrielle Basis, verfügbare gut ausgebildete Fachkräfte sowie vergleichsweise niedrigere Kosten für Personal und Energie locken immer mehr kleine und mittelständische Betriebe ins Land. Besonders als Nearshoring-Standort und Beschaffungsmarkt macht sich Serbien einen Namen.

    Im World Business Outlook der Auslandshandelskammern (AHK) vom Herbst 2024 beurteilen die teilnehmenden Unternehmen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage in Serbien als auch ihre Konjunkturerwartungen positiver als im weltweiten Vergleich. Bei den Investitionsabsichten schneidet das Land hingegen schwächer ab. Dies dürfte daran liegen, dass nach der Coronapandemie zahlreiche deutsche Unternehmen Investitionsprojekte im Land bereits realisiert haben. Aktuell ist eine gewisse Sättigung bei Investitionen erkennbar.

    Bei den Risiken dominieren die schwächelnde Nachfrage nach Vorprodukten aus Mitteleuropa, die steigenden Arbeitskosten sowie der Fachkräftemangel. Seit der landesweiten Protestbewegung muss bei den Standortnachteilen zudem eine gewisse politische Instabilität genannt werden.

    SWOT-Analyse Serbien

    S

    Stärken Strengths

    • Geografische Nähe zum EU-Markt
    • Nahezu zollfreier Handel mit der EU
    • Wettbewerbsfähige Kostenstruktur und attraktive Steuersätze
    • Verfügbarkeit von Rohstoffen und guter industrieller Basis
    • An Euro gekoppelte Landeswährungen oder Euro als Zahlungsmittel
    W

    Schwächen Weaknesses

    • Hoher Modernisierungsbedarf der Infrastruktur
    • Überschaubare Größe des Binnenmarktes
    • Unzureichend praxisorientierte Ausbildungen
    • Geringe Einbindung lokaler Betriebe in globale Wertschöpfungsketten
    • Ineffiziente Verwaltung und bürokratische Hürden
    O

    Chancen Opportunities

    • Wachsendes Potenzial als Nearshoring- und Sourcing-Standort
    • Mitgliedschaft in EFTA, CEFTA sowie Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU
    • Freihandelsabkommen mit China, EAWU oder Türkei
    • EU-Vorbeitrittshilfen und Finanzhilfen bilateraler und internationaler Geber
    • Mittelfristige EU-Integration
    T

    Risiken Threats

    • Steigende Abhängigkeit von China
    • Außenpolitische Nähe an Russland
    • Starke Emigration und daraus resultierender Fachkräftemangel
    • Korruption und intransparente öffentliche Ausschreibungen
    • Politische Krisen und zögerliche Implementierung von Reformen

    Automobilbau und IT-Industrie zielen auf höhere Wertschöpfung

    Das verarbeitende Gewerbe ist einer der wichtigsten Wachstumstreiber Serbiens. Dabei sticht vor allem die Automobilindustrie hervor. Rund 95.000 Menschen arbeiten landesweit in Auto- und Zulieferfabriken. Verlagerten europäische Autobauer zunächst einfache, aber arbeitsintensiven Tätigkeiten ins Land, geht aktuell der Trend hin zur Herstellung von Produkten mit einer tiefergehenden Wertschöpfung. Einige Lieferanten wie ZF lokalisieren zudem Forschung und Entwicklung in Serbien.

    Ein vergleichbarer Trend zeichnet sich auch bei Informationstechnologien ab. Die Erbringung digitaler Dienstleistungen boomt und der Umsatz der Branche mit mehr als 100.000 Beschäftigten legt pro Jahr um rund ein Fünftel zu. Wichtigster Wachstumstreiber ist die Entwicklung von Software. Auch internationale Branchenriesen wie Microsoft oder Huawei nutzen das vorhandene Potenzial gut ausgebildeter Programmierer und unterhalten vor Ort Entwicklungszentren. Daneben wächst eine dynamische lokale Start-up-Szene heran.

    Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen sind wichtigste WachstumstreiberBedeutung der Wirtschaftszweige in Serbien, Anteile in Prozent

    Sektoren

    Anteil an der nominalen Bruttowertschöpfung 2023

    Anteil an den Beschäftigten 2023

    Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

    3,8

    13,1

    Bergbau (inklusive Öl- und Gasförderung)

    2,8

    0,9

    Verarbeitendes Gewerbe

    13,3

    28,2

    Energieversorgung

    2,0

    2,2

    Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung

    0,8

    2,2

    Baugewerbe

    5,0

    6,7

    Groß- und Einzelhandel

    10,4

    22,5

    Transport und Logistik

    4,0

    7,4

    Information und Kommunikation

    8,2

    6,2

    Quelle: Serbisches Statistikamt 2025

    Regionen Belgrad und Novi Sad bleiben bedeutendste Wirtschaftszentren

    Serbien ist in mehrere Regionen unterteilt, die jeweils unterschiedlich stark zur Wirtschaftsleistung beitragen. Wirtschaftlicher Dreh- und Angelpunkt Serbiens ist die Hauptstadt Belgrad. Die Metropole ist Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten und ausländischer Investitionen und fungiert als Zentrum für Forschungs- und Entwicklungszentren (F&E), für den Dienstleistungssektor sowie die öffentliche Verwaltung.

    Belgrad geht im Norden in die Region Wojwodina über. Die Wojwodina ist Serbiens Kornkammer. Zugleich ist sie auch ein geeigneter Standort für das verarbeitende Gewerbe. In und um die größeren Städte wie Novi Sad, Zrenjanin, Subotica, Pančevo und Vršac haben sich Industriebetriebe angesiedelt. Novi Sad ist zudem Standort für F&E-Aktivitäten.

    Der Süden und Osten Serbiens gelten als eher strukturschwache Regionen. Einzelne Ansiedlungen von Unternehmen tragen aber dazu bei, ein dynamisches Wachstum anzufeuern. Die Entwicklungsagentur Serbiens (Razvojna agencije Serbije RAS) unterstützt über entsprechende Subventionen die Ansiedelungen von Unternehmen vor allem in diesen Regionen.

    Eckdaten der wichtigsten Regionen in Serbien (2023)

    Gebiet

    BIP pro Kopf (in US$) *)

    Belgrad

    21.980

    Wojwodina

    13.446

    Šumadija und Westserbien

    8.817

    Süd- und Ostserbien

    8.636

    * Umrechnung anhand des durchschnittlichen Wechselkurses für 2023: 1 US$ = 107,83 Serbische DinarQuelle: Serbische Entwicklungsagentur 2024, Serbische Nationalbank 2025

     

    Hans-Jürgen Wittmann

    Von Hans-Jürgen Wittmann | Belgrad

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  • Serbien ist ein attraktiver Investitionsstandort. Deutsche Firmen errichten neue Produktionswerke im Land. Doch die Konkurrenz aus China nutzt Serbien als Sprungbrett nach Europa.

    Eine wachsende Wirtschaft, ein hoher Modernisierungsbedarf sowie der einfache Zugang zum EU-Markt machen Serbien zu einem attraktiven Ziel ausländischer Direktinvestitionen (FDI). Im Jahr 2024 stiegen die FDI im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,5 Prozent auf rund 4,95 Milliarden US-Dollar (US$), berechnet das Fachportal Makroekonomija.org. Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2011 von 4,93 Milliarden US$ übertroffen.

    China sichert sich Zugang zu strategischen Aktiva

    Wichtigster ausländischer Investor in Serbien mit einem Anteil von rund 30 Prozent an den FDI ist China. Der Fokus chinesischer Konzerne liegt dabei auf der Ausbeutung von Ressourcen. Zudem nutzt China Serbien als Sprungbrett auf den EU-Binnenmarkt und investiert in Werke zur Produktion von Konsum- und Investitionsgütern für den Export in die EU.

    Von den EU-Mitgliedstaaten ist - abgesehen von den Niederlanden - Österreich der größte Investor. Auf Platz 3 folgt Deutschland mit einem Anteil von 4 Prozent. Etwa 900 meist kleine und mittelständische Unternehmen mit deutschem Kapital sind auf dem serbischen Markt aktiv. Branchengrößen wie Continental, ZF, Knauf oder Lidl sind in der Autozuliefer-, der Baustoffindustrie sowie im Groß- und Einzelhandel investiert. Die meisten deutschen Firmen unterhalten vor Ort eigene Produktionsstätten, Logistikflächen sowie Vertriebsgesellschaften und bearbeiten so den Markt. Insgesamt beschäftigen deutsche Firmen rund 80.000 Mitarbeitende vor Ort.

    Ein weiterer wichtiger außereuropäischer Großinvestor sind die Vereinigten Arabischen Emirate, die vor allem in Infrastrukturobjekte investieren, wie das Wohngebiet Belgrade Waterfront.

    Direktinvestitionen aus Russland - traditionell einem engen Wirtschaftspartner Serbiens - sind seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine kaum mehr der Rede wert. Wegen der Gefahr, unter Sekundärsanktionen der USA zu geraten, gelten russische Aktiva auch in Serbien als toxisch. Daher forciert die serbische Regierung einen Eigentümerwechsel beim landesweiten größten Ölkonzern NIS, an dem bis dato Gazprom die Mehrheit hält.

    Deutsche Firmen investieren vor allem in Zulieferbetriebe

    Rund 40 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen fließen in die verarbeitende Industrie, speziell in die Produktion von Kfz- und Elektronikkomponenten. In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Automobilzulieferer in Serbien angesiedelt und Produktionsstätten errichtet, auch aus Deutschland.

    Deutsche Unternehmen investieren darüber hinaus auch in die Produktion von Maschinen und Ausrüstungen in Serbien und verbessern dadurch die Leistungsfähigkeit der gesamten Branche. Beim Ausbau erneuerbarer Energien stehen bei deutschen Investoren vor allem Wind- und Solarenergieprojekte im Fokus.

    Ausgewählte deutsche Investoren mit Produktion in SerbienStand: März 2025
    UnternehmenBranche

    Investitionen (in Millionen Euro)

    Angestellte

    Stada-HemopharmProduktion von Arzneimitteln in Vršac

    900

    3.800

    ZF GroupProduktion von Komponenten für Elektro- und Hybridfahrzeuge sowie Forschungs- und Entwicklungszentrum in Pančevo

    430

    1.000

    BoschProduktion von Komponenten für Kfz sowie Forschungs- und Entwicklungszentrum in Pećinci

    91

    1.100

    SiemensProduktion von Komponenten für Windkraftanlagen in Subotica

    60

    2.000

    BizerbaProduktion von Waagen sowie Lösungen in der Wiege-, Schneide- und Etikettiertechnologie in Valjevo

    33

    300

    Quelle: Serbische Entwicklungsagentur (RAS), Pressemeldungen, Unternehmenswebsites

    Investitionsförderung: Serbien bietet finanzielle Anreize und Freizonen

    Serbien verbessert stetig sein Investitionsklima und fördert ausländische Investitionen. Die Ansiedlung ausländischer Investoren hat für die serbische Regierung absolute Priorität. Im Zentrum dieser Strategie stehen Produkte mit einer hohen Wertschöpfung in der verarbeitenden Industrie sowie der Bereich Forschung und Entwicklung. Um dieses Ziel zu erreichen, subventioniert die Regierung die Schaffung entsprechender Arbeitsplätze.

    Zentrale Anlaufstelle für ausländische Unternehmen, um an Subventionen zu gelangen, ist die serbische Entwicklungsagentur (RAS). Die Höhe der finanziellen Zuwendungen richtet sich dabei nach verschiedenen Kriterien. Dazu gehören unter anderem die Unternehmensgröße sowie die Region und die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze. Im Fokus stehen dabei eher strukturschwache Regionen. Gefördert werden können Investitionen in Grundstücke, Produktionshallen oder Maschinen und Anlagen.

    Die Serbische Entwicklungsagentur bietet Investoren finanzielle Zuschüsse
    RegionMindestanzahl neuer Angestellter

    Mindestinvestitionssumme (in Euro)

    Zuschuss für 2-Jahre Bruttogehalt (in Prozent)

    Zuschuss für jeden neu geschaffenen Arbeitsplatz (in Euro)

    Belgrad

    50

    500.000

    20

    2.000

    Wojwodina

    40

    400.000

    25

    3.000

    Šumadija und Westserbien, Süd- und Ostserbien

    30

    300.000

    30

    5.000

    Quelle: Serbische Entwicklungsagentur (RAS)

    Auch auf regionaler und kommunaler Ebene kümmern sich Investitionsförderagenturen um die Unterstützung ansiedlungswilliger Firmen. Generell ist ein "guter Draht" in die lokale Verwaltung von Vorteil, um das Projekt mit geringstmöglichem bürokratischen Aufwand realisieren zu können.

    Freihandelszonen bieten spezielles Zollregime

    Darüber hinaus wirbt Serbien um ausländische Investoren mit Industrie- und Freihandelszonen. Nach Angaben der Verwaltung für freie Zonen (Uprava za slobodne zone) sind in den landesweit 15 Freizonen aktuell über 250 Unternehmen angesiedelt. Darunter sind mit Continental in Novi Sad sowie der Norma Group oder Dunkermotoren in Subotica auch deutsche Firmen.

    Investoren können die bereits bestehende Infrastruktur mit Strom- und Wasseranschluss nutzen. Zudem erhalten sie eine Befreiung auf Zölle und Einfuhrabgaben für den Import von Anlagen und Ausrüstung. Auch die Einfuhr von Rohmaterialien für die Verarbeitung zu Produkten und deren anschließender Export ist befreit.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Hans-Jürgen Wittmann

    Von Hans-Jürgen Wittmann | Belgrad

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  • BezeichnungAnmerkung
    Germany Trade & InvestAußenhandelsinformationen für die deutsche Exportwirtschaft
    Deutsch-serbische Wirtschaftskammer (AHK Serbien)Lokale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministarstvo privredeWirtschaftsministerium
    Razvojna agencija Srbije (RAS)Serbische Entwicklungsagentur, Beratung ausländischer Investoren und zuständig für Fördermittel
    Serbia Investment and Export Promotion Agency (SIEPA)Serbische Agentur für Investitions- und Exportförderung
    Foreign Investors Council (FIC)Rat ausländischer Investoren in Serbien
    Uprava za slobodne zone (Verwaltung für freie Zonen,)Wirtschaftszonen mit besonderen Vergünstigungen und Infrastruktur
    Privredna Komora Srbije (PKS)Industrie- und Handelskammer Serbiens mit Industrie- und Facharbeitskreisen