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Zollbericht Aserbaidschan Tier- und pflanzengesundheitliche Bestimmungen

Gesundheitspolizeiliche Anforderungen

Sanitär-epidemiologische-, Veterinär- und Phytosanitärkontrolle müssen bei der Einfuhr von Waren beachtet werden. 

Von Karin Appel | Bonn

Sanitär-epidemiologische Kontrolle

Bei der Einfuhr von Lebensmitteln und Arzneimitteln ist ein Hygienezertifikat notwendig. Nach vorheriger erfolgreicher Registrierung des entsprechenden Produktes vergibt das Gesundheitsministerium das Zertifikat. 

Veterinäre Kontrolle

Die Einfuhr von lebenden Tieren, zubereitetem Futter aber auch anderen tierischen Produkten, unabhängig vom Verwendungszweck, bedarf eines Veterinärzeugnisses. Dieses muss nach Vorgaben der Weltorganisation für Tiergesundheit ausgestellt sein. In Deutschland ist das jeweilige städtische Veterinäramt für die Ausstellung der Veterinärzeugnisse zuständig.

Daneben wird jedoch auch eine Einfuhrerlaubnis benötigt. Diese stellt auf Antrag der Staatliche Veterinärdienst Aserbaidschans aus.

Veterinärpräparate, Biopräparate, Zellkulturen von Bakterien, Viren und Pilzen bedürfen wie Arzneimittel einer staatlichen Registrierung. Diese ist beim Staatlichen Veterinärdienst Aserbaidschans möglich. Ohne eine solche Registrierung ist die Einfuhr nur zu Demonstrations- und Forschungszwecken möglich.

Für die Einfuhr von Tierarzneimitteln muss man den entsprechenden Einfuhrvertrag zusätzlich beim Wirtschaftsministerium in Aserbaidschan registrieren lassen. Im Rahmen einer Prüfung des Vertrages muss sich das Ministerium von der Veterinärkontrollabteilung der zuständigen Behörde für Lebensmittelsicherheit eine entsprechende Erlaubnis einholen.

Phytosanitäre Kontrolle

Für die Einfuhr von Pflanzen, Pflanzenbestandteilen und pflanzlichen Produkten wird ein phytosanitäres Zertifikat benötigt. Bevor das Zertifikat ausgestellt werden kann, muss eine Risikoanalyse auf mögliche Schädlinge durchgeführt werden. Erst nach dem Ergebnis der Analyse kann der staatliche Dienst für phytosanitäre Kontrolle das Zertifikat ausstellen. Ein Beispiel für ein solches Zertifikat ist auf der Seite des Julius-Kühn-Instituts zu finden.

Zusätzlich ist bei der Einfuhr von bestimmten Pflanzen und deren Erzeugnisse die Vorlage einer Konformitätsbescheinigung für das Hygieneregistrierungsverfahren obligatorisch. Gemäß dem Getreidegesetz der Republik Aserbaidschan müssen Importeure die Qualität der importierten Pflanzensorte, also Getreide und Hülsenfrüchte, durch Vorlage eines Qualitätszertifikats bei den Zollbehörden nachweisen.

Für importiertes Saatgut ist eine Patentanmeldung erforderlich, die von der dem Ministerium übertragenen Agentur für landwirtschaftliche Dienstleistungen durchgeführt wird. Danach nimmt die Agentur die Saatgutsorten in ein Register des Landwirtschaftsministeriums auf. Diese Registrierung ist für den Marktzugang der betreffenden Waren obligatorisch. Um erfolgreich in das Register aufgenommen zu werden, ist eine von einem akkreditierten Labor im Ausfuhrland ausgestellte Bescheinigung erforderlich, die den Reinheitsgrad bestätigt.

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