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Rahmenbedingungen

In der Recycling- und Entsorgungsbranche Japans ist der Absatz ausländischer Ausrüstung nicht einfach.

Von Frank Robaschik | Tokyo

Für Ausländer ist der Einstieg in die Recycling- und Entsorgungsbranche in Japan praktisch nur über lokale Partner möglich. Neben regulatorischen Hürden existieren auch sprachliche Barrieren, die eine Teilnahme an den Ausschreibungsverfahren sehr schwierig machen. Denn gewachsene, enge Geschäftsbeziehungen spielen bei der Auftragsvergabe eine wichtige Rolle.

Die Ausschreibungen für Umwelttechnik erfolgen durch die Kommunen. Sie greifen dafür auf Internetportale zurück, die alle in japanischer Sprache und kostenpflichtig sind, wie PFI/PPP Association, NJSS und Construction News. Das EU-Japan Centre for Industrial Cooperation bietet zwar einen wöchentlichen Service für europäische kleine und mittelgroße Firmen an, der öffentliche Ausschreibungen aufführt, die für ausländische Unternehmen offen sind. Viele der lokalen Tender dürften jedoch nicht darunter fallen.

Eine andere Möglichkeit für ausländische Anbieter, an dem Markt teilzuhaben, ist die Lizenzvergabe an lokale Partner, vor allem in Bereichen, in denen Japan nicht über eigene Ausrüstung verfügt. Nicht zuletzt ist auch die direkte Lieferung von Ausrüstung und Technologie möglich, wie beispielsweise Fahrzeuge für die Müllabfuhr.

Eine Messe für Umwelttechnik in Japan ist die New Environmental Exposition (N-Expo). Diese findet jährlich auf dem Big-Sight-Messegelände in Tokyo statt.

Die GTAI stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

 

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