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Wirtschaftsumfeld | Belgien | Personal

Personalsuche und Personalmanagement

Unternehmen setzen beim Recruiting in Belgien auf digitale Kanäle und Personalvermittlungsagenturen. Dabei ist Know-how der arbeitsrechtlichen Besonderheiten gefragt.

Recruiting in Belgien ist zunehmend digital, mehrsprachig und stark reguliert. Unternehmen nutzen eine Mischung aus öffentlichen Arbeitsverwaltungen, privaten Agenturen und digitalen Plattformen, um maßgeschneiderte Talente zu finden. Der Fachkräftemangel macht eine langfristige und strategische Planung des Recruitings besonders wichtig. 

Personalsuche und Einstellungen sind in Belgien geprägt von klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen. Arbeitsrecht, Lohnstrukturen und Tarifverträge sind klar geregelt. Unternehmen müssen diese Vorgaben im Recruiting berücksichtigen. Außerdem sehen sie sich mit den regionalen Unterschieden von Flandern, Wallonien und der Hauptstadtregion Brüssel konfrontiert. 

Regionale Plattformen beachten

Belgische Arbeitgeber nutzen bei der Personalsuche intensiv behördliche Online-Plattformen. Diese gehören zu den drei regionalen Arbeitsverwaltungen, die aktiv in den Recruiting-Prozess eingebunden sind: VDAB in Flandern, Forem in Wallonien und Actiris für Brüssel. Sie bieten Unterstützung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, für letztere beispielsweise durch Weiterbildungsprogramme. Außerdem bringen sie die beiden Gruppen durch Matching-Services zusammen. Beliebte private Jobbörsen in Belgien sind StepStone, Indeed oder Jobat.

Personalvermittlungsagenturen spielen besonders für Fachkräfte, Expats und auch bei temporärem Beschäftigungsbedarf eine große Rolle. Zunehmend setzen Unternehmen in Belgien den Fokus auf Recruiting über Social Media, auf Hochschulkooperationen oder Employer-Branding-Kampagnen.

Es ist üblich, Stellen parallel auf mehreren regionalen Portalen zu posten. Aufgrund des mehrsprachigen Standorts und der internationalen Ausrichtung muss das Recruiting sprachlich flexibel ablaufen.

HR-Outsourcing ist oft sinnvoll

Die Personalverwaltung in Belgien lässt sich über spezialisierte HR‑Dienstleister, Payroll‑Provider oder Employer‑of‑Record‑Anbieter outsourcen. Diese sind mit dem komplexen belgischen Arbeitsrecht vertraut. Zudem sollten sie neben lokaler Arbeitsrechtsexpertise auch Mehrsprachigkeit und Vertragsflexibilität bieten.

Im klassischen HR-Outsourcing, bei dem der externe Dienstleister Teile oder die gesamte Personalverwaltung übernimmt, sind die Unternehmen HR Capital (Lohnbuchhaltung, Consulting und HR-Softwareintegration) oder Tawzef (auch Recruiting) Marktführer. Unternehmen mit internationalen und komplexeren HR‑Anforderungen bedient unter anderem der Anbieter Parakar.

Belgien hat viele spezialisierte HR‑Dienstleister, z.B. die Ceres Group, die auch projektbezogene Outsourcing-Personalleistungen anbieten.

Wer in Belgien Personal beschäftigen möchte, ohne eine eigene belgische Niederlassung zu gründen, kann einen Employer of Record (EOR) installieren, um den Markteintritt zu beschleunigen. Der EOR-Dienstleister stellt Mitarbeiter im Namen des Unternehmens ein und übernimmt alle administrativen Aufgaben. Die Firma Remote wäre dafür eine Option. 

AHK debelux bietet Unterstützung

Auch die Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer (AHK debelux) bietet verschiedene Personaldienstleistungen an. Unter anderem zählt dazu die Gehalts- und Lohnbuchhaltung für Unternehmen, die bereits vor Ort über Personal verfügen oder Einstellungen planen, aber selbst keine eigene Personalverwaltung haben.

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