EU Customs & Trade News EU Antidumping, Antisubvention
Antidumping - Kupferrohre mit Ursprung in China
Die Europäische Kommission leitet ein Antidumpingverfahren ein. Die Untersuchung betrifft Einfuhren aus China, Mexiko, Vietnam und Usbekistan.
13.03.2026
Von Stefanie Eich | Bonn
Diese Waren sind betroffen
Gegenstand der Untersuchung sind Rohre aus raffiniertem Kupfer in gespulten Coils, glatt oder mit Innenrillen, nicht weiterverarbeitet. Die Ware hat ihren Ursprung in China, Mexiko, Vietnam und Usbekistan. Sie wird derzeit unter dem folgenden KN-Code eingereiht: ex 7411 10 90 (TARIC-Code 7411 10 90 10).
So sieht der Zeitplan aus
Stellungnahmen interessierter Parteien sind innerhalb der in der Bekanntmachung genannten Fristen bei der Europäischen Kommission einzureichen. Die Bekanntmachung enthält ausführlichere Informationen zur Untersuchung und die Kontaktdaten der Kommission (siehe Punkt 5.8 der Bekanntmachung). Die Kommission hat insgesamt 14 Monate Zeit, um die Untersuchung abzuschließen. Es besteht die Möglichkeit, vor Abschluss des Verfahrens vorläufige Maßnahmen einzuführen. Dies geschieht in der Regel sieben bis acht Monate nach Veröffentlichung der Einleitungsbekanntmachung, sofern die Kommission davon Gebrauch macht.
Die EU-Kommission beabsichtigt, die zollamtliche Erfassung der Einfuhren anzuordnen. Hierzu folgt eine separate Verordnung. Die Kommission hat Ende September 2024 beschlossen, bei allen laufenden Antidumping- und Antisubventionsverfahren die betroffenen Einfuhren zollamtlich zu erfassen, um gegebenenfalls Antidumpingzölle rückwirkend erheben zu können.
Das Verfahren wird auf Antrag von EU Copper Tubes Defence Committee im Namen des Wirtschaftszweigs der EU eingeleitet.
Quelle:
Bekanntmachung über die Einleitung eines Antidumpingverfahrens betreffend die Einfuhren von Rohren aus Kupfer mit Ursprung in der Volksrepublik China, Mexiko, Vietnam und Usbekistan; ABL. C vom 12. März 2026.