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Japans Nahrungsmittelmarkt bleibt auf sehr hohem Niveau stabil

Japans Nahrungsmittelmarkt ist geprägt von hohen Ansprüchen der Kunden. Neue Produkte müssen in der Regel andere verdrängen.

Von Frank Robaschik | Tokyo

Ausblick der Nahrungsmittelindustrie in Japan

Bewertung:

  • Japans Ernährung wird schleichend "westlicher".
  • Freihandelsabkommen zwischen EU und Japan verbessert gegenseitigen Marktzugang.
  • Schrumpfende und alternde Bevölkerung in Japan.

Anmerkung: Einschätzung des Autors für die kommenden zwölf Monate auf Grundlage von prognostiziertem Umsatz- und Produktionswachstum, Investitionen, Beschäftigungsstand, Auftragseingängen, Konjunkturindizes etc.; Einschätzungen sind subjektiv und ohne Gewähr; Stand: Mai 2025

  • Auf Japans Nahrungsmittelmarkt bleiben die produzierten Mengen und die Importabhängigkeit nahezu unverändert. Für Produkte aus Deutschland sinken die Importzölle weiter.

    Der Umsatz in Japans Nahrungsmittelmarkt soll 2026 laut Statista Market Insight 381 Milliarden US-Dollar (US$) erreichen, 2,3 Prozent mehr als 2025. Wachstum für die kommenden Jahre erwarten die Marktforscher unter den größeren Produktgruppen vor allem bei Brot und Zerealien, Molkereiprodukten, Süßwaren und Snacks sowie Fertiggerichten. Der japanische Nahrungsmittelmarkt ist etwa 50 Prozent größer als der deutsche.

    Rang 4

    belegt Japan 2024 weltweit bei der Größe des Nahrungsmittelmarktes nach Daten von Statista.

    Deutsche Exporte profitieren vom Freihandel

    Seit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen Japan und der EU im Jahr 2019 fallen die Einfuhrzölle auf bestimmte Produkte wie Käse. Das kommt auch deutschen Anbietern zugute. Die japanischen Importe aus Deutschland von Süßwaren, Nahrungsergänzungsmitteln, Bier, alkoholfreiem Bier, Frucht- und Gemüsesäften und Kaffee stiegen von 2018 bis 2025 deutlich. Impulse für westliche Nahrungsmittel kommen auch von der gestiegenen Zahl ausländischer Touristen. Diese wuchs 2025 um 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 42,7 Millionen.

    Die Fleischimporte aus Deutschland sind jedoch im Gegensatz zu 2018 sehr gering. Grund ist das von Japan wegen der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland erlassene Importverbot für Schweinefleisch aus deutschen Betrieben. Das Importverbot für frisches Rindfleisch hat das Landwirtschaftsministerium MAFF dagegen im November 2025 aufgehoben.

    Preise steigen weiter

    Höhere Rohstoff-, Logistik- und Energiekosten treiben die Preise weiter, auch wenn sich die Preissteigerungen laut einer Analyse der Teikoku Databank von Ende März 2026 abgeschwächt haben. Risiken für wieder höhere Preissteigerungen ergeben sich vor allem aus dem Krieg im Nahen Osten, etwa über höhere Energiepreise und mögliche Engpässe bei Verpackungsmaterialien.

    Snacks, Süßwaren und Tiefkühlkost legen zu

    Bei Snacks setzte sich der Produktionsanstieg fort. Laut der Japan Snacks and Cereal Foods Association wuchsen die ausgelieferten Mengen 2024 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Fachzeitschrift The Beverage & Food Statistics Monthly schätzt für 2025 eine Zunahme um 2,2 Prozent und erwartet für 2026 ein Plus von 1,4 Prozent.

    Bei Süßwaren stieg 2025 nach Angaben der All Japan Confectionary Association die Produktionsmenge um 3,0 Prozent. Bei Backwaren gab es laut der Japan Baking Industry Association ein Plus von 1,7 Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen. Allerdings bewegt sich die Produktion schon seit etwa 1980 in dieser Größenordnung.

    Bei Tiefkühlkost stieg laut der Japan Frozen Food Association 2025 die Produktion um 2,4 Prozent auf 1,6 Millionen Tonnen. Einschließlich der Importe nahm der Verbrauch um 3,6 Prozent auf 3,0 Millionen Tonnen zu. Der Pro-Kopf-Konsum erhöhte sich ebenfalls.

    Produktion von Nahrungsmitteln und Getränken soll in Japan 2025 wieder wachsen 1)In Milliarden US-Dollar
     

    2022

    2023

    2024 2)

    2025 3)

    Produktion 

    187,8

    181,0

    174,4

    177,9

    1 Wechselkurs: 1 US$ = 131,6 Yen (2022), 140,6 Yen (2023), 151,6 (2024, 2025); 2 Schätzung; 3 Prognose.Quelle: The Beverage & Food Statistics Monthly, Nikkan Keizai Tsushinsha, 2025

     

    Bei Wein und Bier sind alkoholfreie Sorten im Kommen

    Bei alkoholischen Getränken schnallen die Konsumenten bei Champagner angesichts stagnierender Reallöhne den Gürtel enger. Dafür gewinnen Ersatzprodukte wie etwa Schaumwein in Dosen an Popularität. Bei Wein sind, ausgehend von einem sehr geringen Niveau, Weine ohne Alkohol oder mit nur einem geringen Alkoholgehalt im Aufwind. Bei Bier hat sich die alkoholfreie Variante inzwischen klar etabliert, auch wenn der Anteil insgesamt noch gering ist.

    Die Produktion von nicht alkoholischen Getränken erreichte laut der Japan Soft Drink Association 2024 den neuen Rekordwert von 23,6 Milliarden Litern. The Beverage & Food Statistics Monthly schätzt für 2025 einen Rückgang um 2,3 Prozent. Für 2026 rechnet sie bei insgesamt etwa gleichbleibenden Mengen mit positiven Impulsen bei Mineralwasser und Teegetränken.

    Die Milchproduktion stieg im Fiskaljahr 2025 (von April bis März) laut der Japan Dairy Association um 0,2 Prozent auf 7,39 Millionen Tonnen. Für das Fiskaljahr 2026 erwartet der Verband einen leichten Rückgang. 

    Die Produktionsmenge der Mitglieder der Japan Ham and Sausage Processors Cooperative Association fiel 2025 um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 489.000 Tonnen. Die Importmengen von Würstchen und Schinken wuchsen laut dem Verband um 1,0 Prozent auf 31.700 Tonnen.

    Glutenfreie oder vegane Nahrungsmittel sind mittlerweile in mehr Geschäften zu finden. Sie haben jedoch weiter eher einen Nischencharakter.

    In der Landeswährung Yen blieb der Einzelhandelsumsatz mit Nahrungsmitteln von 2014 bis 2022 praktisch unverändert. In den Jahren 2023 und 2024 wuchs er aufgrund höherer Preise deutlich. Wegen der Abwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar (US$) sank der Umsatz umgerechnet in US-Dollar jedoch.

    Hersteller nehmen internationalen Absatz ins Visier

    Viele Anlagen in Japan sind mittlerweile in die Jahre gekommen. Deshalb ersetzen die Hersteller in bestehenden Werken alte durch neue Anlagen. Dies ist beispielsweise der Fall bei Meiji auf Hokkaido und in der Präfektur Kanagawa. Zudem investieren viele Firmen in die Modernisierung ihrer Kühlkettenlogistik.

    Ausgewählte Investitionsprojekte der Ernährungswirtschaft in Japan Investitionssummen in Millionen US-Dollar
    AkteurInvestitionssumme*ZeitraumAnmerkungen
    San-A3612/2026-5/2028Nahrungsmittelverarbeitungsanlage in Ginowan in der Präfektur Okinawa
    Asahi328bis 2029Brauerei in Tosu in der Präfektur Saga auf Kyushu
    Meiji

    321

    4/2024- 3/2027Werk für Molkereiprodukte in Kenebetsu in der Präfektur Hokkaido mit einer Kapazität von 430.000 Tonnen Rohmilchäquivalente pro Jahr
    Meiji2675/2025- 3/2027Werk für Molkereiprodukte in Atsugi in der Präfektur Kanagawa
    Iris Ohyama

    134

    11/2024- 2029 Werk für abgepackten gekochten Reis in Setouchi in der Präfektur Okayama (Logistikgebäude bis 2026, Produktionsgebäude bis 2028 und automatisiertes Lager bis 2029)
    Morinaga Milk

    98

    4/2025-5/2027Werk für Molkereiprodukte in Eniwa in der Präfektur Hokkaido
    Kanro

    87

    10/2025- 3/2027Werk für Fruchtgummis im Landkreis Higashichukuma in der Präfektur Nagano
    * umgerechnet zum Wechselkurs des Jahres 2025: 1 US$ = 149,6 YenQuelle: Unternehmensangaben; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Neben dem Export bauen japanische Unternehmen ihre Produktion im Ausland aus. Laufende Vorhaben gibt es etwa bei Saucen und Gewürzen, probiotischen Getränken, Bier, Süßwaren und Gefrierkost.

    Darüber hinaus erwerben die Firmen Wettbewerber im Ausland. Bei Nahrungsergänzungsmitteln kauften 2023 Kirin in Australien und Otsuka Pharmaceutical in den USA zu. Die Asahi Group übernahm 2024 die Auftragsbrauerei Octopi Brewing in den USA. Im 2. Halbjahr 2026 will Asahi für 2,3 Milliarden US$ in Kenia 65 Prozent an der East African Breweries und eine Mehrheitsbeteiligung an der Spirituosenfirma UDVK erwerben. Toppan Holdings kaufte 2025 für 1,8 Milliarden US$ einen Teil des Verpackungsgeschäfts des US-Unternehmens Sonoco Products.

    Ausgewählte Investitionsprojekte japanischer Firmen der Ernährungswirtschaft im Ausland in Millionen US-Dollar
    AkteurInvestitionssumme*ZeitraumAnmerkungen
    Kikkoman

    560

    06/2024-Herbst 2026Sojasaucenfabrik in Jefferson County im Bundesstaat Wisconsin in den USA; Investitionssumme über 10 Jahre
    Yakult

    397

    10/2024-9/2026Werk für probiotische Getränke in Bartow County im Bundesstaat Georgia in den USA
    Asahi Group

    284

    10/2023-09/2033Modernisierung der Anlagen bei der ungarischen Tochterbrauerei Dreher.
    Ajinomoto

    159

    05/2026-04/2028Werk für Gewürze und Paniermischungen in Tarlac in Central Luzon auf den Philippinen
    Morinaga

    136

    10/2024- 6/2026Süßwarenfabrik in Mebane im Orange County im Bundesstaat North Carolina in den USA
    Nichirei

    100

    ab 2026Werk für Tiefkühlkost in Jonesboro im Bundesstaat Arkansas in den USA
    Meiji

    65

    3/2026-2027Modernisierung und Erweiterung einer Keksfabrik in York im Bundesstaat Pennsylvania in den USA
    * umgerechnet zum Wechselkurs des Jahres 2025: 1 US$ = 149,6 YenQuelle: Unternehmensangaben; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Von Frank Robaschik | Tokyo

  • Japans Nahrungsmittel und Getränke verarbeitende Industrie ist wettbewerbsintensiv. Sie wird von Großunternehmen geprägt. 

    Japans Regierung will die Nahrungsmittelsicherheit stärken, die Importabhängigkeit senken und die Eigenversorgung erhöhen. Dazu setzt sie auf einen stärkeren Anbau von Rohmaterialien für die Agrarindustrie und auf mehr energiesparende Technologien. Diese Ziele hat das Land Ende 2022 im "Food Security Reinforcement Policy Framework" festgelegt.

    Japan will höhere Selbstversorgung und mehr Smart Farming

    Trotz dieser Ziele bleibt Japan bei vielen Rohprodukten und Vorleistungen auf Importe angewiesen. Der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln ist in Japan auf Kalorienbasis mit 38 Prozent im Fiskaljahr 2024 relativ gering. Hierfür ist vor allem die geographische Struktur des Landes verantwortlich. Laut dem neuen "Basic Plan" vom April 2025 will die Regierung bis 2030 die Selbstversorgungsrate auf 45 Prozent ausbauen. Dieses Ziel hatte sich die Regierung allerdings bereits für das Jahr 2025 gesetzt. 

    Vor allem der Einsatz von Smart Farming, also von digitalen Anwendungen, soll die Effizienz der Agrarindustrie erhöhen. Allerdings muss das Land auch dann noch sowohl Rohprodukte zum eigenen Verzehr als auch solche zur Weiterverarbeitung überwiegend importieren. 

    Die Bevorratung von Weizen und Sojabohnen soll kräftig steigen. Die Weizenernte soll von 1,1 Millionen Tonnen im Fiskaljahr 2023 auf 1,4 Millionen Tonnen im Fiskaljahr 2030 zulegen. Bei Phosphordünger hat die Regierung für das Fiskaljahr 2030 ein Ziel für die Eigenversorgung in Höhe von 40 Prozent ausgegeben. Im Fiskaljahr 2021 betrug diese 25 Prozent.

    Großunternehmen prägen das Bild

    Die Produktion von Agrarerzeugnissen findet in Japan vorwiegend in kleinen Betrieben statt. Dahingegen sind die verarbeitenden Unternehmen meist groß und stellen den Löwenanteil der Produktion. Der Wettbewerb ist sehr intensiv.

    Wichtige Hersteller in ausgewählten Segmenten
    SegmentAnbieter
    Süßwaren, SnacksCalbee, Lotte, Morinaga, Ezaki Glico, Fujiya
    GefrierkostNissui, Maruha Nichiro, Ajinomoto, JT
    alkoholische GetränkeSuntory, Kirin, Asahi, Sapporo
    alkoholfreie GetränkeSuntory, Coca Cola, Yakult, Otsuka, Ito En
    FleischverarbeitungNH Foods, Itoham Foods, Prima Meat Packers, Starzen, S Foods
    BackwarenYamazaki Baking, Fuji Baking, Pasco Shikishima, First Baking, Nichiryo Baking
    MolkereiprodukteMorinaga, Megmilk Snow Brand, Yakult, Meiji Holdings, Koiwai Dairy Products
    GewürzeAjinomoto, Kikkoman, Mizkan, Kagome, House Foods
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest, 2025

    Die umsatzstärksten Akteure in Japan sind die drei Getränkekonzerne Suntory, Asahi und Kirin. Unter den ausländischen Anbietern liegt Coca-Cola in der Spitzengruppe. Der US-Konzern betreibt über ganz Japan verteilt mehrere Getränkeabfüllanlagen. Ansonsten sind internationale Branchengrößen wie Mondelez, Nestlé und Unilever mit ihren Nahrungsmitteln in verschiedenen Produktgruppen stark vertreten.

    Deutschlands Lieferanteil bleibt gering

    Japan ist stark auf die Einfuhr von Lebensmitteln angewiesen. Die wichtigsten Lieferländer sind die USA, China, Australien, Thailand und Brasilien. Für die EU war Japan 2025 der fünftgrößte Abnehmer europäischer Agrarausfuhren. Für europäische und deutsche Anbieter von Lebensmitteln und Getränken hat das seit Februar 2019 geltende  Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan die Lieferbedingungen verbessert.

    Japans Nahrungsmittel- und Getränkeimporte beliefen sich 2025 auf 56,5 Milliarden US-Dollar (US$). Der Importmarktanteil Deutschlands blieb unter 1 Prozent. Deutschland lieferte vor allem Käse und andere Molkereierzeugnisse, Süßwaren und Schokolade, Hopfen und Malz, Wein und Bier sowie Nahrungsergänzungsmittel. Potenzial besteht auch bei Fleisch, vor allem wenn die japanischen Behörden die Einfuhren von deutschem Schweinefleisch wieder ermöglichen. Zurzeit sind die Importe aufgrund der Afrikanischen Schweinepest zum Erliegen gekommen. Noch 2019 importierte Japan Schweinefleisch für etwa 126 Millionen US$ aus Deutschland.

    Japans Exporte von Nahrungsmitteln und Getränken legten 2025 um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 8,2 Milliarden US$ zu. Die japanische Regierung will die Ausfuhren des Agrarsektors stärken. Die größten Abnehmer japanischer Nahrungsmittel und Getränke waren die USA, Hongkong, Taiwan und China.

    Distribution ist komplex

    Der Zugang zu Japans Lebensmittelmarkt erfolgt über ein vielschichtiges System aus Importeuren, Großhändlern, Handelshäusern und Distributionsfirmen. Für ausländische Anbieter ist es daher wichtig, die passenden Vertriebswege zu erschließen und das Erzeugnis bei den Zwischen- oder Endkunden bekannt zu machen. Hierfür ist ein gut vernetzter Partner wichtig.

    Der Absatz importierter Lebensmittel konzentriert sich in Japan auf die drei großen Ballungsräume rund um die Metropolen Tokyo (Kanto-Region), Osaka (Kansai-Region) und Nagoya (Tokai-Region). In diesen Regionen leben etwa zwei Drittel der Bevölkerung. Sie weisen zudem das höchste Einkommensniveau auf.

    Von Frank Robaschik | Tokyo

  • In Japans Nahrungsmittelmarkt sind eine Reihe von Bestimmungen zur Qualitätssicherung und Etikettierung zu beachten.

    Japan verbietet beziehungsweise erlaubt bei Nahrungsmitteln andere Zusatzstoffe als die Europäische Union. Die fehlende Harmonisierung bei Additiven kann daher trotz Freihandelsabkommen teilweise zeitaufwändige Verwaltungsprüfungen erforderlich machen. Wenn es sich um nicht verarbeitete Lebensmittel handelt, bestehen zudem strenge Richtlinien bezüglich der Gesundheitsprüfung. Dabei arbeitet Japan mit Positivlisten. Diese weisen aus, welche Additive oder Rückstände in Nahrungsmitteln erlaubt sind. Informationen zu den zulässigen Zusatzstoffen und unbedenklichen Rückständen führt die Japan Food Chemical Research Foundation (JFCRF) auf. 

    Lebensmittelsicherheit ist oberstes Gebot

    Die lebensmittel- und verpackungsrechtlichen Bestimmungen sind bei der Außenhandelsförderorganisation JETRO und beim japanischen Landwirtschaftsministerium MAFF zu finden. Das Ministerium legt den einheimischen Japan Agricultural Standard (JAS) fest. Er ist der Zertifizierungsstandard für die Kennzeichnung von Lebensmitteln. 

    Für die gesetzeskonforme Lebensmittelkennzeichnung ist der Importeur verantwortlich. Die erforderlichen Bestimmungen veröffentlicht die Consumer Affairs Agency (CAA). Die Grundlagen für die wissenschaftliche Risikoanalyse der Lebensmittelsicherheit bestimmt die Food Safety Commission (FSC).

    Auf Portionierung und Verpackung achten

    Um im japanischen Markt erfolgreich zu sein, müssen die Nahrungsmittel teilweise eine "Lokalisierung" durchlaufen. Dazu zählen etwa kleinere Portionen oder eine spezielle feuchtigkeitsabweisende Produktverpackung. Aus klimatischen und hygienischen Gründen werden Nahrungsmittel umfangreich verpackt. In Reaktion auf die alternde Bevölkerung und auf sinkende Haushaltsgrößen sind Verpackungsgrößen und Inhalte meist kleiner als in Deutschland.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Von Frank Robaschik | Tokyo

  • Bezeichnung

    Anmerkungen

    AHK Japan

    Anlaufstelle für deutsche Unternehmen

    Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries (MAFF)Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei
    Ministry of Health, Labour and Welfare (MHLW)Gesundheitsministerium, zuständig für Hygiene und Sicherheit
    Ministry of Economy, Trade, and Industry (METI)Wirtschaftsministerium
    Consumer Affairs Agency (CAA)Verbraucherschutzbehörde
    Japan External Trade Organization (JETRO)Organisation zur Förderung des Außenhandels
    Japan Ham & Sausage Processors Cooperative AssociationIndustriegenossenschaft der Fleischproduzenten
    Japan Dairy Industry AssociationMilchindustrie-Verband
    Japan Frozen Food AssociationTiefkühlkost-Verband
    Brewers Association of JapanBrauerei-Verband
    Japan Soft Drink AssociationVerband der Hersteller von Erfrischungsgetränken
    The Japan Food JournalTageszeitung

    Shurui Shokukin Toukei Geppo

    (The Beverage & Food Statistics Monthly)

    monatliche Fachzeitschrift

    FOODEX JAPAN

    Tokyo Big Sight, findet jährlich statt