Wirtschaftsstandort | Indien

Indien bleibt ein attraktiver Investitionsstandort

Indiens Wirtschaft ist auf dem Weg in die globale Top 3. Dabei soll ein stärkeres verarbeitendes Gewerbe helfen. Direktinvestitionen fließen bereits im großen Stil ins Land.

Von Florian Wenke | Mumbai

Seit Mitte 2023 ist Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde – und wirtschaftlich rückt es ebenfalls in den Fokus. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist Indien laut Internationalem Währungsfonds (IWF) dabei, Japan zu überholen. Aller Voraussicht nach wird das 2026 passieren. Damit läge Indien dann auf Rang 4 der größten Volkswirtschaften weltweit – hinter den USA, China und Deutschland. Der IWF prognostiziert, dass Indien bis Ende der Dekade auch an Deutschland vorbeiziehen wird.

Im Zuge der Diversifizierung des Außenhandels rückt das Land in Südasien zunehmend in den Blickpunkt deutscher Unternehmen. Das schlägt sich im wachsenden bilateralen Handel mit Deutschland nieder. Im Jahr 2024 handelten beide Länder Waren im Wert von mehr als 33 Milliarden US-Dollar

  • Der riesige Markt lockt auch deutsche Firmen an. Die Regierung versucht, die industrielle Wertschöpfung zu steigern.

    Indien hofft, als großer Sieger aus dem Wettstreit um Investitionen im Zuge der Verlagerung von Lieferketten hervorzugehen. Das Land möchte ein globales Produktionszentrum werden. 

    Es werden Millionen Arbeitsplätze abseits der Subsistenzlandwirtschaft benötigt, um die junge, aufstiegsorientierte und wachsende Bevölkerung in Lohn und Brot zu bringen. Eine weitere Mammutaufgabe ist der Wandel des Landes zu Klimaneutralität. Dieses Ziel möchte Indien bis 2070 erreichen

    Die mit dem Bevölkerungswachstum einhergehende Welle der Urbanisierung wird Indien ebenfalls prägen. Momentan leben etwas mehr als ein Drittel der Menschen in Städten. Laut den Vereinten Nationen sollen es bis 2030 rund 40 Prozent sein. Dafür sind große städtebauliche Maßnahmen nötig, die Themen wie Transport und Nahverkehr, aber auch Bauwirtschaft und Wasserversorgung betreffen.

     

    1.464 Mio.

    Personen lebten Mitte 2025 in Indien.

    Quelle: UN 2025

    4.187 Mrd.

    US-Dollar beträgt das Bruttoinlandsprodukt 2025/2026 laut Prognosen.

    Quelle: IMF 2025

    2.878

    US-Dollar machte das BIP pro Kopf damit 2025/2026 aus.

    Quelle: IMF 2025

    Rang 22

    belegte das Land 2024 unter den deutschen Exportzielen.

    Quelle: Destatis 2025

    Rang 96

    nimmt das Land im Corruption Perceptions Index 2024 ein (unter 180 Ländern).

    Quelle: Transparency International 2025

    19,1 %

    betrug die Analphabetenquote im Betrachtungszeitraum Juli 2023 bis Juni 2024.

    Quelle: Ministry of Statistics and Programme Implementation 2024

    Ausführliche Informationen zur indischen Wirtschaft finden Sie in den Wirtschaftsdaten kompakt

    Die Marktgröße bietet deutschen Unternehmen Vorteile

    Regelmäßig befragen die Deutsche Industrie- und Handelskammer und die Auslandshandelskammern (AHK) deutsche Unternehmen zur Einschätzung der Lage in Auslandsmärkten. Die Ergebnisse werden im World Business Outlook veröffentlicht. In der Ausgabe für Frühjahr 2025 schätzen die befragten Unternehmen die aktuelle Geschäftslage und die zukünftigen Geschäftserwartungen für Indien deutlich besser ein als für die gesamte Region Asien-Pazifik (ohne China). 

    Im Gespräch häufig genannte Gründe für die positiven Erwartungen an Indien sind die Marktgröße sowie die Nähe zum Kunden. Kostenvorteile gehören ebenfalls zu den Punkten, die deutsche Unternehmen an Indien schätzen. 

    Anlässlich eines Besuches im Oktober 2025 äußerte sich Oliver Richtberg, Leiter Außenwirtschaft VDMA, zum Standort:

    „Die Entwicklung in Indien bleibt dynamisch und die Nachfrage nach Investitionsgütern weiterhin hoch. Nahezu alle wichtigen Kundenbranchen sowie der Maschinenbau selbst investieren verstärkt im Land. Zahlreiche VDMA-Mitglieder prüfen derzeit mögliche neue Geschäftschancen, die sich daraus ergeben können.“

    Allerdings gibt es auch andere Stimmen: Die lähmende Bürokratie ist einer der am häufigsten genannten Kritikpunkte beim Gespräch mit Unternehmensvertretern. Im German-Indian Business Outlook 2025 der AHK Indien sind bürokratische Hürden der am häufigsten genannte negative Standortfaktor. Hinzu kommt eine mangelnde Berechenbarkeit der Verwaltung oft werden Vorschriften oder Subventionsverfahren direkt nach Inkrafttreten wieder geändert. Außerdem existieren Verfahrensprobleme. So kann nicht immer damit gerechnet werden, dass den zuständigen Ansprechpartnern außerhalb von Metropolen die aktuellen Verwaltungsverfahren bekannt sind. Die Lücke zwischen geltenden Regelungen und der konkreten Umsetzung kann in Indien groß sein. Daher ist es wichtig, sich vorab genau zu informieren und mit vertrauenswürdigen lokalen Partnern zusammenzuarbeiten. 

    SWOT-Analyse Indien

    S

    Stärken Strengths

    • Breite industrielle Basis
    • Westlich orientiertes Rechtssystem
    • Wettbewerbsfähiges Lohnniveau
    • Große Anzahl an Hochschulabsolventen
    • Reformwillige Regierung
    W

    Schwächen Weaknesses

    • Bürokratische Hürden
    • Rechtsdurchsetzung kann langwierig sein
    • Mangelhafte Infrastruktur
    • Importabhängigkeit bei Vorprodukten und Rohstoffen
    • Niedrige Produktivität in der Industrie
    O

    Chancen Opportunities

    • Junge, konsumfreudige Bevölkerung
    • Modernisierung der Infrastruktur
    • Verlagerung von Lieferketten
    • Investitionsanreize für Industrieansiedlungen
    • Indische Unternehmen sind an internationalen Kooperationen und Wissenstransfer interessiert
    T

    Risiken Threats

    • US-Zollpolitik
    • Wirtschaft wächst nicht ausreichend, um Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung abzubauen
    • Geringe Ausgaben von Unternehmen für Forschung und Entwicklung bremsen Innovationen
    • Investitionstätigkeit ist vom öffentlichen Sektor abhängig
    • Zunehmende lokale Zertifizierungsbestimmungen für Waren

    Indien strebt stärkere Industrialisierung an

    Der Agrarsektor beschäftigt zwar das Gros der Arbeitskräfte, trägt laut Weltbank aber nur 16 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Der Dienstleistungssektor dominiert die Wirtschaft mit einem BIP-Anteil von etwa 50 Prozent. Ziel der Regierung ist die Stärkung des verarbeitenden Gewerbes. Bisher steuert dieses lediglich etwa 14 Prozent zum BIP bei, mit sinkender Tendenz. Das Regierungsziel liegt bei 25 Prozent. 

    Dienstleistungen prägen Wirtschafsstruktur, Landwirtschaft schafft die meisten Jobs Bedeutung der Wirtschaftszweige; Anteile in Prozent; Schätzungen

    Sektoren

    Anteil an Bruttowertschöpfung 2024/2025

    Anteil an den Beschäftigten 2024/20251)

    Finanzdienstleistungen, Immobilienwirtschaft und sonstige Dienstleistungen

    22,9

    12,62)

    Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

    17,9

    32,6

    Handel, Transport, Telekommunikation und Gastgewerbe

    17,5

    23,1

    Öffentliche Verwaltung, Verteidigung 

    14,5

    5,4

    Verarbeitendes Gewerbe

    13,9

    10,7

    Baugewerbe

    8,8

    14,53)

    Energieversorgung (inklusive Gas- und Wasserversorgung)

    2,7

    0,4

    Bergbau

    1,8

    0,3

    Finanzjahr 1. April bis 31. März; Erwerbsbevölkerungsanteile sind Näherungswerte; 1 Gesamtbeschäftigtenzahl: 420 Millionen; 2 ohne Immobilienwirtschaft; 3 mit Immobilienwirtschaft. Quelle: Ministry of Statistics and Programme Implementation 2025; Centre for Monitoring Indian Economy 2025

    Unter dem Schlagwort "Atmanirbhar Bharat" (frei übersetzt: Wirtschaftlich unabhängiges Indien) will die Regierung die Industrieproduktion im Land stärken und unabhängiger von Importen werden. Mit den lokal hergestellten Gütern soll der Binnenmarkt versorgt werden. Gleichzeitig hofft Indien, auch als Standort für exportorientierte Unternehmen attraktiver zu werden. Dafür strebt Indien bessere Exportbedingungen durch Handelsabkommen an. Derzeit verhandelt das Land unter anderem mit den USA und der EU. Bis Ende 2025 oder 2026 dürften hier Übereinkommen erzielt werden. Mit dem Vereinigten Königreich und den Staaten der European Free Trade Association (EFTA) gelangen 2025 Einigungen. Zudem werden Importe teils durch Zölle, vor allem aber durch nicht tarifäre Handelshemmnisse unattraktiver gemacht.

    Die Automobilbranche ist ein Wachstumsmotor. Hinzu kommt eine leistungsfähige chemische Industrie mit der auf Generika spezialisierten Pharmabranche als Teilbereich. Der Maschinenbau wächst ebenfalls. Zusätzlich gewinnt Indien im Bereich der Elektronikfertigung rapide an Bedeutung und ist zudem dabei, in die Halbleiterproduktion einzusteigen. 

    Deutlich stärker als die Industrie ist in den vergangenen Jahren der exportstarke Dienstleistungssektor gewachsen. Indien ist ein wettbewerbsfähiger Standort für IT-Dienstleistungen. Firmen setzen branchenübergreifend immer häufiger auf digitale Forschungs- und Entwicklungszentren im Land oder lassen gleich ganze zentrale unternehmensinterne Dienstleistungen für alle Standorte von sogenannten Global Capability Center erbringen. Auch als Standort der Datenverarbeitung wird Indien durch die Ansiedlung von Rechenzentren wichtiger. 

    Regionale Unterschiede sind ausgeprägt

    Die Landesteile sind gekennzeichnet durch wirtschaftliche Uneinheitlichkeit. Der Süden, der Westen und die Hauptstadtregion New Delhi sind tendenziell stärker industrialisiert und wohlhabender als der Rest des Landes. 

    Deutsche Unternehmen siedeln sich vornehmlich in Regionen rund um Mumbai, Pune, Bangalore, Chennai sowie New Delhi an. Insbesondere die Automobilindustrie, aber auch der Maschinenbau haben dort ihre Zentren. Bedeutende Regionen sind zudem traditionelle Wirtschaftszentren wie Kolkata und die immer wichtiger werdenden Bundesstaaten Gujarat und Telangana. 

    Eckdaten ausgewählter Bundesstaaten in Indien 2024/2025Anteile in Prozent; BIP pro Kopf in US-Dollar

    Bundesstaat/Unionsterritorium

    Anteil am BIP

    BIP pro Kopf 1)

    Bevölkerung (in Mio.)2)

    Maharashtra

    13,7

    4.233

    128

    Tamil Nadu

    9,4

    4.826

    77

    Uttar Pradesh

    9,0

    1.486

    239

    Gujarat

    8,1

    4.361

    73

    Karnataka

    8,7

    5.041

    68

    Westbengalen

    5,5

    2.172

    100

    Rajasthan

    5,2

    2.472

    82

    Madhya Pradesh

    4,5

    2.037

    88

    Andhra Pradesh

    4,8

    3.561

    53

    Telangana

    5,0

    5.112

    38

    New Delhi

    3,7

    6.605

    22

    Haryana

    3,7

    4.712

    31

    Bihar

    3,0

    914

    130

    Finanzjahr vom 1. April bis 31. März; 1 Umrechnungskurs laut Bundesbank als jährlicher Durchschnitt 2024: 1 US$ = 83,68 Rupien; 2 Schätzungen.Quelle: Ministry of Statistics and Programme Implementation 2025; Gujarat Finance Department 2025

    Von Florian Wenke | Mumbai

  • Indien zieht Milliarden an ausländischen Direktinvestitionen an. Auch aus Deutschland fließt Geld, besonders in einen Bundesstaat.

    Indien ist an Investitionen aus dem Ausland interessiert. Grundsätzlich gibt es dafür zwei Wege: Die "Automatic Route" oder die "Government Route". Bei letzterer ist die Zustimmung der Regierung für die Investition notwendig. Seit 2014 wurden zahlreiche Obergrenzen unter der Government Route aufgehoben oder erweitert, zuletzt 2025 für die Versicherungsbranche. Damit wird der Investitionsprozess einfacher. 

    Im German-Indian Business Outlook 2025 der Auslandshandelskammer (AHK) Indien gaben 79 Prozent der befragten Unternehmen an, bis 2030 ihre Investitionen in Indien steigern zu wollen.

    Indien wünscht sich mehr Investitionen aus Deutschland. Die Investitionsbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren verbessert, wenngleich Indien weiterhin ein komplexer Standort bleibt. Wer seine Lieferketten breiter aufstellen möchte oder neue Märkte sucht, kommt an Indien schwer vorbei, allein schon aufgrund der Marktgröße.

    Jan Nöther Hauptgeschäftsführer AHK Indien

    Zwischen Indien und Deutschland existiert derzeit kein Investitionsschutzabkommen. Indien hatte ein bestehendes Vertragswerk 2017 unilateral außer Kraft gesetzt. Derzeit verhandelt das Land mit der EU über ein umfassendes Freihandels- und Investitionsschutzabkommen. Eine Einigung halten Beobachter frühestens Ende 2025 für wahrscheinlich. In der Zwischenzeit kommen andere Instrumente zum Einsatz, so zum Beispiel die Investitionsgarantien des Bundes.

    Indien glänzt bei angekündigten Greenfield-Investitionen

    Der World Investment Report 2025 der Vereinten Nationen meldet, dass Indien 2024 Direktinvestitionen (Foreign Direct Investments; FDI) in Höhe von 28 Milliarden US-Dollar (US$) anzog, was in etwa dem Vorjahresniveau entsprach. Damit lag das Land auf Rang 16 aller erfassten Investitionsziele. Bei angekündigten Greenfield-Investitionen fand sich Indien mit etwas über 1.000 Projekten auf Rang 4 wieder hinter Großbritannien, aber vor Deutschland.

    Das indische Department for Promotion of Industry and Internal Trade (DPIIT) erfasst ebenfalls FDI-Daten. Im Finanzjahr 2024/2025 (1. April bis 31. März) erhielt Indien rund 50 Milliarden US$ an FDI, inklusive des Erwerbs von Unternehmensanteilen. Für den Zeitraum von April bis Juni 2025 meldete DPIIT Zuflüsse von etwas unter 19 Milliarden US$. Seit April 2000 bis Juni 2025 sind 748 Milliarden US$ als Direktinvestitionen eingegangen. Laut DPIIT ist Deutschland mit rund 15 Milliarden US$ auf Rang 10 der wichtigsten Herkunftsländer für FDI. Den 1. Platz belegt seit Jahren Mauritius, es folgen Singapur und die USA. 

    Branchenschwerpunkt der Investitionen bildet der Dienstleistungsbereich mit 16 Prozent Anteil an den FDI seit April 2000. Darunter fällt unter anderem die Auslagerung von Unternehmensdienstleistungen. Danach folgen die Bereiche Computersoft- und Hardware (16 Prozent), Handel und Telekommunikation (6 beziehungsweise 5 Prozent) und die Automobilindustrie (5 Prozent). 

    Regionale Schwerpunkte bilden die Bundesstaaten Maharashtra mit 31 Prozent Anteil am FDI, Karnataka (21 Prozent), Gujarat (15 Prozent), die Hauptstadtregion New Delhi (13 Prozent) und Tamil Nadu (6 Prozent).

    Maharashtra im Fokus deutscher Investitionen 

    Zwischen 2.000 und 2.200 deutsche Unternehmen haben sich in Indien angesiedelt. Indischen Meldungen zufolge investierte die Bundesrepublik von April 2000 bis Juni 2025 rund 15,3 Milliarden US$ in Indien. Davon entfielen 469 Millionen US$ auf das Finanzjahr 2024/2025, in der Vorjahresperiode waren es 505 Millionen US$. Etwa 191 Millionen US$ wurden im Zeitraum April bis Juni 2025 investiert. 

    Die seit April 2000 bis März 2025 aus Deutschland investierten Mittel verteilen sich zu 21 Prozent auf den Automobilsektor, rund 15 Prozent gingen in den Dienstleistungsbereich, 9 Prozent in den Maschinenbau, 8 Prozent flossen in den Handel und 7 Prozent in die chemische Industrie (ohne Düngemittel). 

    Die wichtigste Region für deutsche Investitionen ist der Bundesstaat Maharashtra. Dort wurde seit April 2000 ein FDI-Anteil in Höhe von 47 Prozent verzeichnet, gefolgt von Tamil Nadu (17 Prozent) und Karnataka (15 Prozent). Ein Grund für die Bedeutung von Maharashtra liegt in der Clusterbildung. So gehen viele Investitionen in Regionen, in denen bereits deutsche Unternehmen angesiedelt sind. Dazu zählt Pune mit schätzungsweise 300 deutschen Firmen.

    Die Deutsche Bundesbank hat ebenfalls wachsende deutsche Direktinvestitionen in Indien festgestellt. Der Direktinvestitionsbestand kletterte von umgerechnet knapp über 10 Milliarden US$ im Jahr 2010 auf 27,5 Milliarden US$ im Jahr 2023. 

    Deutsche Unternehmen aus verschiedensten Branchen investieren in IndienBeispiele für deutsche Investoren in Indien; Ankündigungen und Absichtserklärungen aus dem Jahr 2025

    Unternehmen

    Branche

    Volumen
    Knorr BremseBahntechnik226 Millionen US$ für Bau einer Fabrik für Bremssysteme und Bahntüren
    NordexWindenergie113 Millionen US$ für den Ausbau der bestehenden Anlagen
    EBM-PapstElektrogeräte40 Millionen US$ für den Aufbau einer weiteren Fertigung
    HerrenknechtMaschinenbau28 Millionen US$ für den Ausbau der bestehenden Anlagen
    WitzenmannMetallverarbeitung23 Millionen US$ für den Ausbau der Produktion von Kfz-Teilen und Metallverbindungsstücken
    Quelle: Pressemeldungen 2025; GTAI-Recherchen 2025

    Investitionsförderung: Der Einzelfall entscheidet

    Unterstützungsmaßnahmen für Firmen mit Investitionswunsch sind vielfach vorhanden. Sie reichen von Bundes- bis auf Gemeindeebene. Oft wird zusätzlich nach Branchen unterschieden. Allgemein ist derzeit ein zunehmender föderaler Wettbewerb zu beobachten. Unternehmen sollten daher die Förderangebote der Bundesstaaten vergleichen. Eine gezielte Unterstützung kann der Country Desk der Investitionsbehörde Invest India liefern, der für Anfragen aus Deutschland eingerichtet wurde. Die AHK Indien berät ebenfalls. Hinzu kommen individuelle Beratungsangebote privater Unternehmen. 

    Für Interessenten, die Indien als Standort für die Exportproduktion nutzen wollen, ist ein Blick auf die Sonderwirtschaftszonen interessant. Diese sind auf Exportunternehmen ausgerichtet und bieten beispielsweise vereinfachte Verwaltungsverfahren bei Investitionen oder vergünstigte Importe.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Von Florian Wenke | Mumbai

  • Netzwerke sind in Indien essenziell. Es ist wichtig, die richtigen Ansprechpartner zu kennen. 

    BezeichnungAnmerkung
    Germany Trade & InvestAußenhandelsinformationen für die deutsche Exportwirtschaft mit Regionalbüros in New Delhi und Mumbai.
    Deutsch-Indische Handelskammer (AHK Indien)Anlaufstelle für deutsche Unternehmen mit Hauptbüro in Mumbai sowie Zweigstellen in New Delhi, Pune, Bangalore, Chennai, Kolkata und einem Verbindungsbüro in Düsseldorf.
    Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG)Tochtergesellschaft der KfW, unterstützt den Privatsektor mit einem Regionalbüro in New Delhi.
    KfW IPEX-BankTochtergesellschaft der KFW, die Projektfinanzierungen und Exportkredite anbietet mit Regionalbüro in Mumbai.
    Exportkreditgarantien durch Allianz Trade (früher Euler Hermes)Angebot von Exportkreditgarantien des Bundes mit eigener Vertretung in Mumbai.
    Markterschließungsprogramm (MEP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und EnergieFörderprogramm zur Internationalisierung, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Regelmäßig mit Projekten in Indien und Fokus auf Anbahnung von Geschäften.
    AuslandsmesseprogrammMöglichkeit zur geförderten Teilnahme an Messen im Ausland über deutschen Gemeinschaftsstand. Zahlreiche Messen in Indien im Angebot.
    Invest IndiaNationale Investitionsbehörde.
    Regionale InvestitionsagenturenÜbersicht von Investitionsbehörden auf regionaler Ebene. 
    Make in IndiaRegierungsinitiative zur Ausweitung der Industrieproduktion in Indien. "Make in India Mittelstand" ist ein Teilprogramm, das sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland wendet.