Arbeitsmarkt | Kroatien

Kroatiens Beschäftigungsboom treibt Löhne und Arbeitskosten

Der Wettbewerb um geeignetes Personal bleibt intensiv. Passende Qualifikationen fehlen. Zugleich schmälern kräftige Lohnzuwächse Kroatiens Kostenvorteil.

Kirsten Grieß

Von Kirsten Grieß | Zagreb

In den vergangenen Jahren zählte Kroatien zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften der EU. Vor allem Tourismus, Dienstleistungen und Bauwirtschaft schufen zusätzliche Arbeitsplätze. Inzwischen liegt die Beschäftigung auf Rekordniveau. Fachkräfte sind knapp, während Arbeitskosten kräftig steigen. Das belastet gerade arbeitsintensive Unternehmen.

Für 2026 erwarten Analysten ein etwas schwächeres Wirtschaftswachstum. Damit dürfte auch die Beschäftigungsentwicklung an Dynamik verlieren. Der strukturelle Fachkräftemangel bleibt jedoch eine zentrale Herausforderung. Zur Deckung des Personalbedarfs ist die Wirtschaft zunehmend auf Arbeitskräfte aus Drittstaaten angewiesen.

Stärken des Arbeitsmarkts

  • Hohes Bildungsniveau, gute Fremdsprachenkenntnisse
  • Starke Mitarbeiterbindung, geringe Mitarbeiterfluktuation
  • Vergleichsweise niedriges Lohnniveau
  • EU-Fördermittel für Arbeitsmarktmaßnahmen

Schwächen des Arbeitsmarkts

  • Branchenübergreifender Fachkräftemangel
  • Überdurchschnittlich steigende Arbeitskosten
  • Saisonale Nachfrageschwankungen nach Arbeit
  • Arbeitsmarktfernes Berufsausbildungssystem

  • Kroatiens Arbeitsmarkt bleibt trotz schwächerem Beschäftigungszuwachs angespannt. Fachkräfte fehlen, Unternehmen sind auf Mitarbeiter aus Drittstaaten angewiesen.

    Kroatiens Arbeitsmarkt ist so angespannt wie seit Jahrzehnten nicht. Ende Juni 2026 berechnete das kroatische Arbeitsamt HZZ eine Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent. Mit 59.423 registrierten Arbeitslosen erreichte die Zahl einen historischen Tiefstand. Gleichzeitig waren beim Rentenversicherungsträger HZMO rund 1,8 Millionen Beschäftigte erfasst. 

    Regional bleibt das Gefälle groß. Die höchsten Arbeitslosenquoten verzeichneten 2025 die ostkroatischen Gespanschaften Osijek-Baranja und Virovitica-Podravina. Überdurchschnittlich hoch waren die erhobenen Werte auch in Teilen Slawoniens, in Sisak-Moslavina und im dalmatinischen Hinterland. Besonders wenige Arbeitslose gab es Istrien, Zagreb und einigen nordwestlichen Landesteilen.

    Kroatien im weltweiten Vergleich

    Kroatien im weltweiten Vergleich

    Folgende Karte ermöglicht den Vergleich zwischen zahlreichen Ländern weltweit. Bitte beachten Sie, dass die Werte in der Karte aus international standardisierten Quellen stammen und somit ggf. von Angaben aus nationalen Quellen im Text abweichen können.

     

    Beschäftigungszuwachs verlangsamt sich

    Nach der Coronapandemie wuchsen Wirtschaft und Beschäftigung in Kroatien überdurchschnittlich stark. Die Konjunktur 2026 dürfte etwas an Schwung verlieren. Entsprechend wird auch die Beschäftigung langsamer zulegen. Die kroatische Zentralbank rechnet mit einem Beschäftigungsplus von 0,8 Prozent, nach 2,5 Prozent im Vorjahr. Im 1. Quartal 2026 lag die Beschäftigung 0,6 Prozent über dem Vorjahreswert und entwickelte sich damit genauso stark wie im EU-Durchschnitt. Die nachlassende Arbeitskräftenachfrage könnte den Druck auf den kroatischen Arbeitsmarkt verringern. Der strukturelle Fachkräftemangel bleibt jedoch bestehen.

    Die Beschäftigungsquote der 15- bis 64-Jährigen stieg 2025 um 0,5 Prozentpunkte auf 68,8 Prozent. Damit lag Kroatien 2,2 Prozentpunkte unter EU-Durchschnitt. Arbeitskräftepotenziale bestehen vor allem bei älteren Menschen. Seit Januar 2026 können Beschäftigte, die das gesetzliche Rentenalter von 65 Jahren überschritten haben, neben ihrem Gehalt die Hälfte ihrer Rente beziehen. Die Regelung soll ein längeres Erwerbsleben attraktiver machen.

    Bewerbern fehlen passende Qualifikationen

    Kroatiens Unternehmen fehlen nicht nur Arbeitskräfte, sondern zunehmend Bewerber mit den notwendigen Fachkenntnissen. "Wir sprechen nicht mehr nur von einem Arbeitskräftemangel, sondern von einem Mangel an den vom Markt geforderten Qualifikationen", sagt die Leiterin des Zentrums für innovatives Unternehmertum der kroatischen Wirtschaftskammer HGK. Besonders groß sind die Engpässe laut Kammer in Produktion, Handel und Logistik. In der Bauwirtschaft und der IT-Branche hat sich die Lage dagegen leicht entspannt.

    Eine wesentliche Ursache der Personalengpässe ist die demografische Entwicklung. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist Kroatiens Bevölkerung um rund ein Fünftel auf 3,87 Millionen Menschen geschrumpft. Neben dem natürlichen Bevölkerungsrückgang trug dazu über viele Jahre eine starke, häufig finanziell motivierte Abwanderung bei. Inzwischen beobachten Unternehmen vermehrt die Rückkehr von Arbeitskräften. Gründe sind das kräftige Lohnwachstum in Kroatien und die schwächere Konjunktur in Teilen Europas. Seit 2022 weist Kroatien wieder eine positive Wanderungsbilanz auf.

    Duale Ausbildungsprogramme kaum verbreitet

    Kroatien verfügt über ein solides Bildungssystem, Fremdsprachenkenntnisse sind verbreitet. Als besonders beliebt gelten Englisch und Deutsch. In Teilen Dalmatiens und Istriens wird auch Italienisch gesprochen. Im IMD World Talent Ranking 2025 verbesserte sich das Land um vier Plätze auf Rang 47 von 69 untersuchten Volkswirtschaften. Bei den Investitionen in Bildung und Talententwicklung schnitt Kroatien vergleichsweise gut ab. Schwächer bewertet wurden dagegen die betriebliche Aus- und Weiterbildung.

    Auch technische Hochschulen bilden grundsätzlich gut qualifizierte Absolventen aus. Die fachliche Ausrichtung der Abschlüsse entspricht jedoch nicht immer dem Bedarf der Unternehmen. Zudem fehlt es Berufseinsteigern mitunter an praktischer Erfahrung. Viele Unternehmen qualifizieren Hochschulabsolventen nach der Einstellung daher sechs bis zwölf Monate intern weiter.

    Obwohl die duale Berufsausbildung seit 2013 gesetzlich verankert ist, spielt sie bislang nur eine geringe Rolle. Von der AHK Kroatien gemeinsam mit Unternehmen entwickelte Ausbildungsprogramme bleiben auf einzelne Initiativen beschränkt. Seit 2022 können zudem zweijährige, praxisorientierte Bildungsgänge angeboten werden, die einen Teil der Ausbildung im Betrieb vorsehen. Nach Angaben des kroatischen Arbeitgeberverbands gibt es landesweit bislang nur rund zehn solcher Programme – gegenüber etwa 1.700 Studiengängen.

    Ausländische Arbeitskräfte bleiben unverzichtbar

    Kroatien ist zur Deckung seines Arbeitskräftebedarfs auf Zuwanderung aus Drittstaaten angewiesen. Das Innenministerium erteilte 2025 rund 170.700 Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen, 17 Prozent weniger als im Rekordjahr 2024. Besonders gefragt sind ausländische Arbeitskräfte im Tourismus und Gastgewerbe sowie auf dem Bau. Neben Beschäftigten aus Bosnien und Herzegowina und Serbien kommen zunehmend Arbeitskräfte von den Philippinen und aus Nepal. 

    Im 1. Halbjahr 2026 sank die Zahl der erteilten Genehmigungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf rund 94.100. Gleichzeitig waren Ende Juni 2026 beim Rentenversicherungsträger HZMO rund 150.800 Drittstaatsangehörige erfasst, gut 29.000 mehr als Ende 2025. Ein direkter Vergleich ist nur eingeschränkt möglich: Während die Zahl der Genehmigungen die im jeweiligen Zeitraum neu erteilten Bewilligungen registriert, umfasst der HZMO-Bestand auch ältere Genehmigungen, die inzwischen bis zu drei Jahre gelten. Seit Juni 2026 sind zudem strengere Integrationsanforderungen in Kraft: Für die Verlängerung müssen nach einem Jahr Aufenthalt grundlegende Kroatischkenntnisse nachgewiesen werden.

    Parallel fördert die Regierung die Rückkehr kroatischer Ausgewanderter. Über das 2022 aufgelegte Programm "Biram Hrvatsku" können Heimkehrer Zuschüsse für den Schritt in die Selbstständigkeit erhalten. Erste Effekte sind laut Arbeitsmarktexperten bereits spürbar.

    Von Kirsten Grieß | Zagreb

  • Die Personalsuche in Kroatien wird aufwendiger. Unternehmen setzen auf zusätzliche Rekrutierungskanäle, professionelle Beratung und stärkere Mitarbeiterbindung.

    Der Dienstleistungssektor ist Kroatiens wichtigster Wirtschaftszweig. Laut Eurostat arbeiteten dort 2025 rund 42 Prozent der kroatischen Beschäftigten. Auf das verarbeitende Gewerbe entfielen 15 Prozent; auch die Bauwirtschaft zählt zu den wichtigen Arbeitgebern. Insbesondere in Handel, Tourismus und Baugewerbe fehlen Fachkräfte.

    Unternehmensvertreter berichten, dass sich der kroatische Arbeitsmarkt in den letzten zehn Jahren spürbar verändert hat. Das Angebot an Arbeitskräften sei deutlich zurückgegangen und die Personalsuche inzwischen erheblich aufwendiger. Gleichzeitig gewinnen strategisches Personalmanagement und die langfristige Mitarbeiterbindung an Bedeutung.

    Stellenanzeigen allein reichen nicht mehr 

    Kroatische Unternehmen nutzen bei der Personalsuche weiterhin klassische Kanäle. An erster Stelle stehen Anfragen beim kroatischen Amt für Beschäftigung (Hrvatski zavod za zapošljavanje, HZZ), gefolgt von Anzeigen auf Online-Stellenbörsen wie Posao und MojPosao. Die Plattformen eignen sich vor allem für Einstiegspositionen und Tätigkeiten mit geringeren Spezialisierungsanforderungen. Auf den ausgewerteten Stellenbörsen entfiel im 1. Halbjahr 2026 der Großteil der Anzeigen auf Handel und Vertrieb sowie Tourismus und Gastgewerbe.

    Für spezialisierte Stellen setzen viele Arbeitgeber auf persönliche Netzwerke und Empfehlungen aus der Belegschaft. Beschäftigte erhalten dafür auch Prämien. In manchen Branchen, etwa der IT, lassen sich geeignete Bewerber über klassische Stellenanzeigen kaum noch erreichen. Die direkte Ansprache über soziale Netzwerke gewinnt dabei an Bedeutung. Führender Kanal ist LinkedIn. Nachwuchskräfte sprechen Unternehmen darüber hinaus auf Karrieretagen von Bildungseinrichtungen und Jobmessen an.

    Bei der Allianz hat sich die direkte Suche nach Talenten an Universitäten bewährt. Die spezialisierte Ausbildung erfolgt dann im Unternehmen selbst.

    Marijana Jakovac CEO, Allianz Hrvatska

    Im Kampf um Bewerber zählt Sichtbarkeit

    Unternehmen ergänzen Stellenanzeigen zunehmend durch weitere Rekrutierungsmaßnahmen. Daten von MojPosao zufolge spricht fast jedes zweite Unternehmen Bewerber heute über mehr Kanäle an als noch vor zwei Jahren. Im verschärften Wettbewerb um Talente zählt nicht mehr allein die offene Stelle, sondern der gesamte Arbeitgeberauftritt. Unternehmen investieren daher stärker in Sichtbarkeit, etwa über soziale Netzwerke, lokale Werbekampagnen oder Veranstaltungen. Auch die Stellenportale reagieren auf diese Entwicklung. Bei MojPosao können Arbeitgeber ihre Anzeigen inzwischen um kurze Videos ergänzen und sich damit persönlicher präsentieren.

    Professionelle Hilfe bei Führungspositionen

    Die Besetzung von Führungspositionen überlassen Unternehmen in Kroatien meist professionellen Personalberatungen. Bei der gezielten Ansprache hochqualifizierter Fachkräfte kommen auch Headhunter zum Einsatz. Diese Direktsuche ist allerdings kostenintensiv. Das Honorar richtet sich unter anderem nach Position, Anforderungsprofil und Unternehmensgröße und wird üblicherweise im Erstgespräch vereinbart.

    Zeitarbeit spielt auf dem kroatischen Arbeitsmarkt eine untergeordnete Rolle. Im Jahr 2025 waren lediglich 1,6 Prozent der Erwerbstätigen über Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt. Zu den Anbietern zählen Electus DGS, DEKRA Arbeit, Lugera, Trenkwalder, Smart Flex und Manpower. Die Vermittlungsgebühr liegt üblicherweise zwischen 12 und 15 Prozent der monatlichen Lohnkosten der überlassenen Arbeitskraft.

    Mitarbeiterbindung wird immer wichtiger 

    Passende Arbeitskräfte sind nicht nur schwer zu finden. Unternehmensvertreter beobachten auch eine höhere Wechselbereitschaft als noch vor wenigen Jahren. Angesichts der aufwendigen Personalsuche investieren viele kroatische Unternehmen daher stärker in die Bindung ihrer Beschäftigten. Dazu zählen vor allem Angebote zur beruflichen Entwicklung, etwa Schulungsprogramme oder die Finanzierung postgradualer Studiengänge. "Zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten sind genau das, was die Leute heutzutage interessiert", zeigt sich Ivan Bartulović, COO des Telekommunikationsunternehmens Hrvatski Telekom, überzeugt.

    SAP setzt in seiner kroatischen Niederlassung ebenfalls auf interne Weiterbildung und Zusatzleistungen wie einen hauseigenen Kindergarten, vergünstigte Kantinenangebote oder Massagen. Weitere Maßnahmen zielen auf das Betriebsklima, gemeinsame Aktivitäten und eine attraktive Arbeitsplatzgestaltung. Junge, hochqualifizierte Beschäftigte lassen sich in der Regel auch mit anspruchsvollen Projekten und internationalen Einsätzen gewinnen.

    Verfügbarkeit von Personal vorab prüfen

    Unternehmen, die eine Ansiedlung in Kroatien planen, sollten das regionale Arbeitskräfteangebot frühzeitig prüfen. Zwar bietet der Staat in strukturschwachen Regionen höhere Investitionsanreize, doch fehlen dort häufig qualifizierte Fachkräfte. Hinzu kommen die geringe Mobilität der Arbeitskräfte und der schwach ausgebaute öffentliche Verkehr. Tomislav Hanžek, Personalvermittler bei Electus DGS, beobachtet, dass nur wenige bereit sind, für eine Stelle zu pendeln oder umzuziehen.

    Von Kirsten Grieß | Zagreb

  • Kroatiens Arbeitskosten bleiben im EU-Vergleich niedrig, steigen aber kräftig. Der Kostenvorteil schrumpft. Zwischen Branchen und Regionen sind die Unterschiede groß.

    Die durchschnittlichen Arbeitskosten je Stunde lagen in Kroatien 2025 laut Eurostat bei 18,40 Euro. Damit überschritten sie erstmals die Hälfte des EU-Durchschnitts von 34,90 Euro. Im regionalen Vergleich lagen die Kosten unter denen Polens (19,10 Euro) sowie Tschechiens und der Slowakei (jeweils 19,80 Euro), aber über denen Ungarns (15,20 Euro), Rumäniens (13,60 Euro) und Bulgariens (12 Euro). Im Nachbarland Slowenien waren sie mit 29,70 Euro deutlich höher. Die vergleichsweise niedrigen Arbeitskosten bleiben ein Wettbewerbsvorteil Kroatiens.

    Allerdings schrumpft der Abstand zu den regionalen Wettbewerbern und zum EU-Durchschnitt. Seit 2008 haben sich die nominalen Arbeitskosten in Kroatien verdoppelt. Im Jahr 2025 stiegen sie um 11,6 Prozent, der zweithöchste Wert in der EU nach Bulgarien. Im 1. Quartal 2026 erhöhten sie sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um weitere 9,6 Prozent. Der Fachkräftemangel hält den Lohndruck hoch. Eine nachlassende Inflation und moderatere Gehaltssteigerungen im öffentlichen Sektor könnten den Anstieg im Jahresverlauf bremsen. 

    Durchschnittliche Bruttomonatslöhne für ausgewählte Branchen im Jahr 2025In Euro
    Branche

    Monatslohn

    Durchschnittslohn

    2.016

    Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei

    1.708

    Verarbeitendes Gewerbe

    1.825

    Strom-, Gas-, Wärme- und Kälteversorgung

    2.470

    Wasserversorgung, Abfallwirtschaft

    1.794

    Baugewerbe

    1.608

    Groß- und Einzelhandel, Reparatur von Kfz

    1.792

    Transport und Lagerhaltung

    1.874

    Gastgewerbe, Beherbergung und Gastronomie

    1.596

    Informations- und Kommunikationsleistungen

    2.722

    Finanz- und Versicherungswesen

    2.610

    Quelle: Statistikamt Kroatiens 2026

    Weniger stark steigende Löhne würden viele arbeitsintensive Unternehmen entlasten. Der Schuhhersteller Ricosta begründete die Schließung seines Werks in Vukovar im März 2026 unter anderem mit dem gestiegenen Mindestlohn. Der kroatische Arbeitgeberverband HUP warnt vor weiteren Arbeitsplatzverlusten und ausbleibenden Investitionen im verarbeitenden Gewerbe. Auch deutsche Unternehmen sehen die Kostenentwicklung kritisch: In der Frühjahrsumfrage 2026 der AHK Kroatien rangierten die Arbeitskosten unter den Geschäftsrisiken an erster Stelle. 

    Öffentlicher Sektor konkurriert um Fachkräfte

    Kräftige Gehaltserhöhungen haben den öffentlichen Sektor als Arbeitgeber zuletzt deutlich aufgewertet. Im Jahr 2026 fällt der Zuwachs moderater aus als in den Vorjahren, auch aufgrund des angespannten Staatshaushalts. Für einen Teil des öffentlichen Dienstes wurde eine Anhebung der Gehaltsbasis um insgesamt rund 3 Prozent vereinbart. Mit einem Anteil von 23 Prozent an allen Beschäftigten ist der öffentliche Sektor in Kroatien zudem deutlich größer als der EU-Durchschnitt mit 16 Prozent. Der kroatische Staat ist damit ein wichtiger Konkurrent privater Unternehmen um qualifizierte Fachkräfte.

    Je nach Branche und Position bestehen erhebliche Gehaltsunterschiede. Im 2. Quartal 2026 erhielten Führungs- und Fachkräfte in Forschung und Entwicklung sowie in der Informations- und Kommunikationsbranche die höchsten Gehälter. Am unteren Ende lagen Hilfskräfte, Beschäftigte in der Textil- und Lederverarbeitung sowie in einzelnen Dienstleistungsbereichen.

    Durchschnittliche Bruttomonatslöhne für ausgewählte Positionen im Jahr 2024In Euro
    Position

    Monatslohn *)

    Führungskraft

    4.079

    Personal mit akademischer Ausbildung

    3.044

    Technikerin, Techniker

    2.727

    Unterstützende Bürokraft

    2.099

    Dienstleistungs- und Verkaufskraft

    1.633

    Fachkraft in der Land-, Forst- und Fischwirtschaft

    1.727

    Handwerkliches Fachpersonal

    2.041

    Anlagen- und Maschinenbedienung, Montagekraft

    1.997

    Hilfskraft

    1.537

    * ILO-Erfassungsmethodik weicht von lokalen Quellen ab.Quelle: ILO 2026

    Unternehmen mit ausländischem Kapital zahlen mehr

    Die Eigentumsstruktur beeinflusst die Vergütung deutlich. Nach Angaben von MojPosao zahlten Unternehmen in ausländischer Hand im 2. Quartal 2026 durchschnittlich rund 9 Prozent mehr als der Landesdurchschnitt. Üblich sind in Kroatien zwölf Monatsgehälter pro Jahr.

    Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz wurde nicht fristgemäß in kroatisches Recht umgesetzt. Die darin vorgesehenen zusätzlichen Transparenz- und Berichtspflichten gelten für private Arbeitgeber daher vorerst nicht. Ein veröffentlichter Gesetzentwurf lag Anfang August 2026 noch nicht vor.

    Auch regional gibt es markante Unterschiede. Die höchsten Gehälter wurden 2026 laut einer Analyse von MojPosao in Zagreb und Umgebung gezahlt. In den Küstenregionen Dubrovnik-Neretva, Primorje-Gorski kotar, Split-Dalmatien und Istrien lagen sie etwas unter dem Landesdurchschnitt. Am niedrigsten war das Lohnniveau in Teilen des kroatischen Hinterlands.

    Mindestlohn steigt auf 1.050 Euro 

    In der Vergangenheit erhielten Beschäftigte in Kroatien einen Teil ihres Lohns teilweise "bar auf die Hand". Die amtlich erfassten Löhne lagen daher mitunter unter den tatsächlich gezahlten Beträgen. Strengere steuerliche Vorschriften haben diese Praxis inzwischen eingeschränkt, auch wenn sie im Bau- und Dienstleistungssektor vereinzelt noch vorkommt.

    Löhne und Gehälter werden in Kroatien meist netto vereinbart, müssen im Arbeitsvertrag seit 2023 aber als Bruttobetrag ausgewiesen werden. In einigen Branchen gelten zudem Kollektivverträge. Zum 1. Januar 2026 stieg der gesetzliche Mindestlohn für Vollzeitbeschäftigte um 8,2 Prozent auf 1.050 Euro brutto pro Monat. Damit liegt Kroatien deutlich über dem Nachbarland Ungarn mit umgerechnet 867 Euro (Stand Juli 2026) und dem EU-Schlusslicht Bulgarien mit 620 Euro. Der gesetzliche Mindestlohn gilt ohne tarifvertragliche Ausnahmen. 

    Weitere Lohnbestandteile

    Im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte bieten viele Unternehmen Sonderzahlungen und Sachleistungen an. Für zahlreiche Zusatzleistungen gelten steuerliche Freibeträge.

    Zu den klassischen Leistungen zählen Zahlungen für Kinder, Weihnachts- und Urlaubsgeld, Erfolgsprämien, Verpflegungspauschalen und Fahrtkostenerstattungen. Hinzu kommen private Krankenzusatz- oder freiwillige Rentenversicherungen sowie Zuschüsse für Sport- und Wellnessangebote.

    Sozialversicherungsbeiträge

    Die Sozialabgaben der Arbeitnehmer umfassen in erster Linie Beiträge zur Rentenversicherung, die vom Arbeitgeber in Höhe von 20 Prozent des Bruttolohns direkt abgeführt werden. Beiträge des Arbeitgebers zur Arbeitslosen- und Arbeitsunfallversicherung gibt es nicht. Lediglich der Beitrag zur Krankenversicherung ist zusätzlich vom Arbeitgeber zu tragen. Dadurch liegt die Belastung bei 16,5 Prozent des Bruttogehalts. 

    Während des Mutterschaftsurlaubs zahlt die kroatische Krankenversicherungsanstalt HZZO die gesetzlichen Leistungen. Ab dem 71. Tag nach der Geburt kann die Mutter den verbleibenden Mutterschaftsurlaub bis zum sechsten Lebensmonat des Kindes auf den Vater übertragen. Vätern stehen bei der Geburt eines Kindes 20 Arbeitstage Vaterschaftsurlaub zu, bei Mehrlingsgeburten 30 Arbeitstage. Während der Schwangerschaft und der Inanspruchnahme von Mutterschafts- oder Elternurlaub gilt ein besonderer Kündigungsschutz.

    Sozialbeiträge 2026In Prozent des Bruttoverdienstes
     

    Arbeitgeber

    Arbeitnehmer

    Rentenversicherung *)

    0

    20

    Krankenversicherung

    16,5

    0

    Insgesamt

    16,5

    20

    * Die monatliche Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung beträgt 11.958,00 Euro brutto.Quelle: Fachmagazin RRiF (Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Finanzen) 2026

    Von Kirsten Grieß | Zagreb

  • Das aktuelle Arbeitsgesetz trat 2023 in Kraft. Es regelt den Arbeitsvertrag, Kündigungen und die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien.

    Gesetzliche Regelungen auf einen Blick
    Vergütung: Grundsätzlich freie Vereinbarung zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden unter Beachtung der Vorschriften zum Mindestlohn und möglicher Kollektivverträge 
    Mindestlohn: 970 Euro brutto im Monat (2025) 
    Arbeitsstunden pro Woche: 40 Stunden 1)
    Regelarbeitstage pro Woche: Montag bis Freitag; Samstag kann auch als Arbeitstag vorgesehen werden; auf sonntags geleistete Arbeit haben Arbeitnehmende einen höheren Lohnanspruch
    Zulässige Überstunden: 10 Stunden pro Woche (ausnahmsweise mehr bei Tarifbindung) 2)
    Bezahlte Feiertage: 14 (davon zwei Sonntage im Jahr 2025)
    Bezahlte Urlaubstage: mindestens vier Wochen im Kalenderjahr 
    Sonderzahlungen pro Jahr in Monatslöhnen (13. und/oder 14. Gehalt): nicht obligatorisch, ein Weihnachtsgeld in Höhe eines Monatsgehaltes ist jedoch üblich
    Tage mit bezahltem Arbeitsausfall: 7 Werktage im Jahr
    Tage mit Lohnfortzahlung bei Krankheit: 42 Kalendertage zu Lasten der Arbeitgebenden, danach werden Geldleistungen von der kroatischen Krankenversicherungsanstalt übernommen
    Probezeit: maximal sechs Monate; ausnahmsweise länger bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit, der Ausübung der Mutterschafts- und Elternrechte aufgrund einer Sonderregelung und der Ausübung des Rechts auf bezahlten Urlaub
    1 Darin enthalten ist eine tägliche Pause von 30 Minuten, die Wochenarbeitszeit beträgt somit 37,5 Stunden; 2 Überstunden dürfen nicht mehr als 180 Stunden pro Jahr betragen oder 250 Stunden bei Tarifverträgen (Art. 65 Abs. 4 ArbG).Quelle: AHK Kroatien 2025

    Rechtsgrundlagen

    Das aktuelle Arbeitsgesetz (ArbG) ist seit dem 14. Juni 2023 in Kraft. Es gleicht das kroatische Arbeitsrecht an die EU-Vorschriften an, verschärft die Bedingungen für den Abschluss von befristeten Arbeitsverträgen (mit einer maximalen Laufzeit von 3 Jahren oder maximal drei Verträgen), regelt die Telearbeit, erhöht die Anzahl der zulässigen Überstunden und schafft einen neuen Rechtsrahmen für die Arbeit über Onlineplattformen. 

    Die Zahl der zulässigen Überstunden im Kalenderjahr kann aufgestockt werden, wenn dies durch einen Tarifvertrag vereinbart ist. Flexibilisiert wurde zudem die Arbeitnehmerentleihung über Vermittlungsagenturen. Diese Arbeitsverhältnisse dürfen nunmehr bis zu drei Jahre dauern (zuvor nur ein Jahr).

    Das Arbeitsgesetz ist im kroatischen Originalwortlaut im Internet abrufbar.

    Vertragsabschluss

    Ein Arbeitsvertrag bedarf der Schriftform. Die Nichteinhaltung dieser formellen Voraussetzung führt jedoch nicht automatisch zur Unwirksamkeit des Arbeitsvertrags.

    Der Arbeitsvertrag muss zwingend folgende Angaben enthalten:

    • die Bezeichnung der Vertragsparteien samt Adresse,
    • Arbeitsort,
    • Bezeichnung der Arbeitsstelle beziehungsweise eine Kurzbeschreibung der Natur oder Kategorie der Arbeit,
    • Datum des Vertragsabschlusses und des Arbeitsbeginns,
    • bei befristeten Arbeitsverträgen die Dauer des Arbeitsverhältnisses und der Grund für den Abschluss eines befristeten Vertrags,
    • Dauer des bezahlten Jahresurlaubs, oder falls dies nicht vorhanden ist durch Verweis auf die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, den anwendbaren Kollektivvertrag oder die Betriebsordnung,
    • Kündigungsfristen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, oder falls dies nicht vorhanden ist durch Verweis auf die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, den anwendbaren Kollektivvertrag oder die Betriebsordnung,
    • Grundgehalt (Brutto) und Bonuszahlungen sowie die Häufigkeit der Gehaltszahlungen,
    • reguläre Arbeitszeit (am Tag oder in der Woche),
    • ob eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung vereinbart wird,
    • das Recht auf Aus- und Weiterbildung gemäß Artikel 54 des ArbG, sofern vorhanden,
    • die Dauer und die Bedingungen der Probezeit, sofern vereinbart,
    • bei bestimmten Arbeitsarten sind auch zusätzliche Inhalte erforderlich (Telearbeit, dauerhafte Saisonarbeit, usw.).

    Der Vertrag kann auf die gesetzlichen Bestimmungen verweisen (beispielsweise bei der Dauer des Urlaubs oder bei der Arbeitszeit). Die Probezeit kann vertraglich festgelegt werden, darf aber sechs Monate nicht überschreiten.

    Arbeitszeit

    Arbeitnehmer dürfen maximal 180 Überstunden im Jahr Arbeit leisten, bei entsprechender kollektiver Vereinbarung bis zu 250 Überstunden. Wird die Regelarbeitszeit von 40 Stunden eingehalten, kann zusätzlich ein separater Arbeitsvertrag über weitere 8 Arbeitsstunden (maximal 180 Stunden im Jahr) abgeschlossen werden.

    Flexible Arbeitszeitmodelle sind inzwischen möglich. So kann die Wochenarbeitszeit abhängig vom Arbeitsaufkommen nach Weisung des Arbeitgebers variieren. Dabei ist dennoch die Maximalwochenarbeitszeit von 50, beziehungsweise 60 Stunden (bei einem Tarifvertrag) zu beachten. Ein solches Modell kann für eine Dauer von einem Monat bis zu einem Jahr eingeführt werden.

    Telearbeit

    Arbeit an einem separaten Arbeitsplatz (Telearbeit) ist die Arbeit, bei der der Arbeitnehmer seine Arbeit zuhause oder an einem anderen ähnlichen Ort leistet (nicht in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers). Die Ausübung der Telearbeit wird auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber festgelegt.

    Nur im Falle außergewöhnlicher Umstände kann der Arbeitgeber im Interesse der Aufrechterhaltung des Betriebs und zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit von Arbeitnehmern und anderen Personen Telearbeit ohne entsprechende Änderung des Arbeitsvertrags anordnen.

    Um berufliche und familiäre Verpflichtungen mit seinen persönlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen, kann der Arbeitnehmer um die Vereinbarung der Telearbeit ersuchen, und zwar in folgenden Fällen:

    • Gesundheitsschutz wegen diagnostizierter Krankheit oder festgestellter Behinderung,
    • Schwangerschaft oder elterliche Pflichten gegenüber Kindern bis zum vollendeten 8. Lebensjahr,
    • Erbringung persönlicher Fürsorge, die aus schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen von einem nahen Familienangehörigen oder von einer mit dem Arbeitnehmer im selben Haushalt lebenden Person benötigt wird.

    Vertragsbeendigung

    Kündigungen und Aufhebungsverträge bedürfen der Schriftform. Ein Arbeitsvertrag kann vom Arbeitgeber aus folgenden Gründen gekündigt werden:

    • die Arbeitsleistung wird aus wirtschaftlicher, technologischer oder organisatorischer Sicht nicht mehr benötigt,
    • der Arbeitnehmer ist aufgrund bestimmter dauerhafter persönlicher Eigenschaften nicht mehr in der Lage, seine arbeitsvertraglichen Pflichten ordnungsgemäß zu erfüllen,
    • der Arbeitnehmer verletzt seine Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis,
    • der Arbeitnehmer konnte innerhalb der Probezeit die Erwartungen nicht erfüllen.

    Bei Entlassungen aus wirtschaftlichen Gründen sind die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das Alter und die Unterhaltsverpflichtungen des Arbeitnehmers zu berücksichtigen. Im Falle der Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen kann der Arbeitgeber die Stelle innerhalb von sechs Monaten nicht durch einen anderen Arbeitnehmer nachbesetzen.

    Die gesetzlichen Kündigungsfristen hängen von der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab. Bei Arbeitgeberkündigungen wegen einer Pflichtverletzung des Arbeitnehmers verkürzt sich die jeweilige Frist um die Hälfte. Kündigt der Arbeitnehmer den Arbeitsvertrag aus wichtigem Grund, darf die Frist nicht länger als einen Monat sein.

    Daneben ist eine fristlose Kündigung möglich, wenn die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses infolge der Pflichtverletzungen unmöglich erscheint. Diese Art von Kündigung muss innerhalb von 15 Tagen nach Kenntnis des Grundes erfolgen.

    Sozialplan bei betriebsbedingter Kündigung

    Für betriebsbedingte Kündigungen einer größeren Zahl von Arbeitnehmern muss unter den gesetzlich vorgesehenen Bedingungen ein Sozialprogramm aufgestellt werden. Abfindungen bemessen sich nach der Länge der Betriebszugehörigkeit.

    Bei rechtswidrigen Kündigungen kann das Gericht eine Entschädigung in Höhe von drei bis acht durchschnittlichen Monatsgehältern zusprechen.

    Rechtspraxis

    Die kroatische Gesetzgebung wurde an die zwingenden arbeitsrechtlichen EU-Vorgaben und -Grundsätze angepasst. Aufgrund der uneinheitlichen Praxis der kroatischen Arbeitsgerichte insbesondere in der ersten und zweiten Instanz sind jedoch die Erfolgschancen vor Einleitung eines Gerichtsverfahrens aus Sicht des Arbeitgebers schwer einzuschätzen.

    Langwierige arbeitsrechtliche Verfahren

    Ein spezialisiertes Arbeitsgericht gibt es nur in der Hauptstadt Zagreb. In anderen Städten des Landes entscheiden die Richter der arbeitsrechtlichen Abteilungen der lokalen Amtsgerichte über arbeitsrechtliche Streitigkeiten. Obwohl arbeitsrechtliche Angelegenheiten als dringlich eingestuft werden, können diese Verfahren in der Praxis lange dauern. Im Gegensatz zu Deutschland sind Gütetermine in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten nicht obligatorisch, sodass es vom einzelnen Richter abhängt, ob vor dem Gerichtsverfahren ein gerichtlicher Vergleich der Parteien ausgehandelt wird.

    Praxistipp für deutsche Unternehmen: Arbeitsvertrag

    Vor Abschluss eines Arbeitsvertrags mit einem Beschäftigten, der in der Republik Kroatien tätig ist, empfiehlt es sich unbedingt, einen Anwalt oder Berater zu konsultieren, der einen rechtskonformen zweisprachigen Arbeitsvertrag erstellt. Die Bestimmungen des deutschen Arbeitsrechts können in Kroatien im gesetzlich zugelassenen Umfang Anwendung finden, sollten aber soweit wie möglich an das kroatische Arbeitsrecht angepasst werden. Dabei ist besonders auf Überstundenregelungen, Abgeltung von Überstunden, Kündigungsarten und Kündigungsfristen zu achten, da sich das kroatische Arbeitsrecht in diesen Regelungen vom deutschen Arbeitsrecht unterscheidet.

    Bei Kündigungen sind die Bestimmungen zum Inhalt des Kündigungsschreibens, zur Form, zu Zustellungsarten sowie strenge Fristen zu beachten, da sonst Kündigungen als unwirksam betrachtet werden können.

    Von AHK Kroatien | Zagreb

  • Bezeichnung

    Anmerkungen

    Bundesverwaltungsamt, Bundesstelle für Auswanderer und AuslandstätigePraktische Hinweise für Expatriates, wie Informationen zu Bildungseinrichtungen, medizinischer Versorgung und Lebenshaltungskosten
    AHK Kroatien (Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer)Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministerium für Arbeit, Rentenversicherungssystem, Familie und SozialesFachministerium
    Kroatisches Amt für Beschäftigung 
    Kroatisches Amt für Krankenversicherung 
    Kroatisches Amt für Rentenversicherung 
    Dekra zaposljavanje d.o.o.Personalvermittlung
    Electus DGS d.o.o.Personalvermittlung
    Lugera Talent Solutions d.o.o. (vormals Adecco)Personalvermittlung
    MojPosaoStellenbörse
    PosaoStellenbörse