Die MENA-Region

Nordafrika und der Nahe Osten sind für Deutschland als Beschaffungs- und Absatzmärkte sowie als Drehscheibe im Handel mit Asien und Afrika wichtig. Die MENA-Region ist Heimat von über 570 Millionen Menschen, nimmt deutsche Warenexporte für über 50 Milliarden US-Dollar ab und steht für rund 15 Milliarden Euro deutscher Direktinvestitionen (Bestand 2023). Zentren für deutsche Firmen sind die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Israel, Ägypten und Marokko.

Drehscheibe im Handel mit Asien und Afrika

Die MENA-Region hat als Drehscheibe im Handel zwischen Asien, Europa und Afrika eine herausragende Bedeutung. Mit ihrer strategischen geografischen Lage ist sie für viele Lieferketten in Europa wichtig. Die Region ist für Deutschland ein bedeutender Beschaffungsmarkt für Rohstoffe wie Öl und Gas. Aber auch als Bezugsquelle grüner Energien – und damit für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft – birgt die Region ein enormes Potenzial. 

Saudi-Arabien, Ägypten und Marokko zeichnen sich als besonders attraktive Absatzmärkte aus. Bevölkerungswachstum und Reformen schaffen Chancen für ausländische Investoren. Neben Branchen wie der chemischen Industrie und dem Maschinen- und Anlagenbau können Dienstleistungen und der Konsumgütersektor besonders profitieren. Zugleich besteht in der gesamten MENA-Region ein dringender Bedarf am Ausbau der Infrastruktur. 

Wer in der Region wirtschaftlich aktiv ist, muss berücksichtigen, dass die politische Lage in vielen Ländern fragil ist, und entsprechendes Risikomanagement betreiben. Wichtig ist bei der Marktbearbeitung auch die Beachtung kultureller Besonderheiten. Die vielfältigen Beziehungen, die zwischen Deutschland und der MENA-Region bereits bestehen, können den Aufbau nachhaltiger wirtschaftlicher Partnerschaften erleichtern.

Zahlen und Fakten zur Wirtschaft der MENA-Region

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Israel sind die wirtschaftsstärksten Länder der MENA-Region. Im Außenhandel mit Deutschland konnte die Region ihre Lieferungen in den vergangenen 20 Jahren deutlich steigern. Insgesamt überwiegen jedoch nach wie vor die deutschen Exporte und sorgen aus deutscher Sicht für eine positive Handelsbilanz.

Unser Informationsangebot zur MENA-Region

Länderseiten

Auf den Seiten von Germany Trade and Invest (GTAI) finden Sie Analysen zur Wirtschaftslage, den bedeutendsten Branchen, zur Geschäftspraxis und wichtigen Trends in der Region. Außerdem bieten wir Ihnen aktuelle Informationen aus den Bereichen Recht und Zoll sowie zu Projekten und Ausschreibungen.

Aktuelle Beiträge zur MENA-Region

Die jeweils neuesten Berichte zu den Ländern der MENA-Region aus den Bereichen Wirtschaftsumfeld, Branchen, Recht & Zoll. 

  1. 10.04.2026 Special | Arabische Golfstaaten | Krieg im Nahen Osten
    Krieg schlägt auf die Wirtschaft der Golfstaaten durch

    Der Krieg trifft am Golf nicht nur Öl und Gas. Unter Druck geraten vor allem jene Branchen, die den wirtschaftlichen Umbau der Region tragen.

  2. 31.03.2026 Special | Nordafrika | Krieg im Nahen Osten
    Irankrieg: Nordafrikas Staaten unterschiedlich betroffen

    Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko spüren die Auswirkungen des Kriegs am Golf deutlich. Schwierigkeiten überwiegen, es gibt aber auch positive Effekte.

  3. 30.03.2026 Wirtschaftsumfeld | Marokko | Seidenstraße
    Chinas Wirtschaft vergrößert ihren Fußabdruck in Marokko

    Die deutsche Wirtschaft steht in Marokko aufgrund zunehmender chinesischer Präsenz unter Wettbewerbsdruck. Sie profitiert aber auch von den Investitionen in die Infrastruktur.

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  1. 31.03.2026 Branche kompakt | Tunesien | Abfallwirtschaft
    Chancen durch Investitionen in Tunesiens Abfallwirtschaft

    Tourismus, Industrie und Haushalte sorgen für mehr Abfall in Tunesien. Bisher landet dieser meist auf Deponien - Pilotanlagen für Waste-to-Energy kommen aber voran.

  2. 31.03.2026 Branchen | Marokko | Bau-, Baustoffmaschinen
    Marokkos Zement- und Betonsektor im Zeichen der Dekarbonisierung

    Der marokkanische Markt für Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Baumaterial steht vor einem technologischen Wendepunkt. Die deutsche Wirtschaft kann davon profitieren.

  3. 27.03.2026 Branche kompakt | Marokko | Abfallwirtschaft
    Marokko fördert private Initiative in der Abfallwirtschaft

    Entsorgung und Wiederverwertung von Abfällen sind in Marokko zu einem extrem wichtigen Thema geworden. Das Interesse von Staat und Wirtschaft ist riesig.

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  1. 15.04.2026 Ausschreibungsmeldung Tunesien Bau
    Bauarbeiten, Grenzschutzzentrum

    Vorgesehen:

    • Ausführung von Bauarbeiten für das Kommando-Zentrum des Grenzschutzes in Nekrif
  2. 15.04.2026 Ausschreibungsmeldung Jordanien Architektur, Ingenieurdienstleistungen
    Planung/Bau von Wasserversorgungsnetzen (Wassersektor)

    Vorgesehen:

    • Planung und Bau von Wasserversorgungsnetzen. Diese Leistung wird im Rahmen des Effizienzprogramms für den jordanischen Wassersektor (JSWEP) ausgeschrieben.
  3. 15.04.2026 Ausschreibungsmeldung Marokko Wasserversorgung, Bewässerung
    Consulting, technische Unterstützung (Klimaresilienz/Trinkwasserversorgung)

    Vorgesehene Leistungen:

    • Bereitstellung technischer Unterstützung für das klimaresiliente AEP-Programm T1. 
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  1. 08.04.2026 Zollbericht Tunesien Einfuhrverbote und Beschränkungen
    Tunesien erschwert Finanzierung bestimmter Importe

    Die tunesische Zentralbank schränkt die Finanzierung nicht prioritärer Importe ein. Banken dürfen nur noch bei vollständiger Deckung durch Eigenmittel der Importeure finanzieren.

  2. 01.04.2026 Zollbericht Naher und Mittlerer Osten Zollthemen
    Update - Krieg im Nahen Osten: Auswirkungen auf die Zollabfertigung

    Der Krieg im Nahen Osten beeinflusst Import und Export. Sondermaßnahmen bei der Zollabfertigung sollen kritische Warenströme absichern.

  3. 01.04.2026 Zoll | Israel | Transport & Logistik
    Importpriorisierung in Israel: Was Exporteure beachten sollten

    Israel setzt im Krieg Importprioritäten. Das kann Liefertermine deutscher Exporteure beeinflussen. Wer frühzeitig koordiniert, kann Verzögerungen oft begrenzen.

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