In Asien entsteht die größte Freihandelszone der Welt
Im Rahmen von RCEP sind Zollabbau in jährlichen Stufen und einheitliche Ursprungsregeln vorgesehen.
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Im Rahmen von RCEP sind Zollabbau in jährlichen Stufen und einheitliche Ursprungsregeln vorgesehen.
Eine Handels- und Finanzdrehscheibe wie Hongkong lebt von freien Märkten. Auch ohne eine RCEP-Mitgliedschaft wird die Metropole von dem multinationalen Abkommen profitieren können.
Die entstehende weltgrößte Freihandelszone gilt als Gegenentwurf zum gescheiterten Transpazifischen Abkommen TPP.
Die japanische Wirtschaft begrüßt das RCEP-Abkommen und sieht Vorteile für regionale Lieferketten. Die Politik strebt im Handel noch weitergehende Ziele an.
Für China ist das RCEP-Abkommen ein großer politischer Erfolg und in der Covid-19-Krise ein wichtiger Wirtschaftsimpuls.
Direkte Auswirkungen auf den Außenhandel und Investitionen sind kurzfristig nicht zu erwarten. Allerdings hofft Singapur darauf, als regionaler Hub noch attraktiver zu werden.
Australiens Vorteile durch die "Regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft" (Regional Comprehensive Economic Partnership, RCEP) im Asien-Pazifik-Raum halten sich in Grenzen.
Auf den Philippinen ist man uneinig, ob sich das RCEP-Abkommen positiv auf die Handelsbilanz auswirken wird. Die Regierung hofft auf steigende Exporte, Kritiker sehen auch Risiken.
Für Südkorea verbessert sich mit RCEP vor allem der Marktzugang in Japan und in Südostasien. Mit China, Australien, Neuseeland und der ASEAN bestehen schon Freihandelsabkommen.
Taiwan nimmt nicht am Freihandelsbündnis RCEP teil. Trotz der zuletzt stabilen Wirtschaftsentwicklung könnte sich dies perspektivisch negativ auf einige Branchen auswirken.