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Im Nahen Osten rund um die Arabische Halbinsel liegen wichtige, aber auch störanfällige Seewege für internationale Containerfracht oder Massengüter. Die Havarie der Ever Given, Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer und der aktuelle Konflikt um die Straße von Hormus haben gezeigt, wie schnell Lieferketten unter Druck geraten können – mit Folgen für Transportkosten, Lieferzeiten und Versorgungssicherheit.
Auch die Taiwanstraße und die Straße von Malakka gehören zu den zentralen Engstellen des Welthandels. Störungen würden den Warenverkehr zwischen Asien und Europa erheblich beeinträchtigen.
Eine weitere Schlüsselroute ist der Panama-Kanal. Dort haben Trockenheit und Wassermangel den Schiffsverkehr bereits mehrfach eingeschränkt, dazu steigen geopolitische Spannungen auch in dieser Region.
Blockierte Meerengen erfordern Alternativen, die in der Regel höhere Kosten bedeuten. Neben der schnellen Luftfracht sind dies meist Umwege wie um das Kap der Guten Hoffnung oder Kap Hoorn. Zunehmend werden aber Landrouten entwickelt, wie die Eurasischen Korridore oder die arabische Landbrücke. Bisher sind die Kapazitäten jedoch begrenzt.
Gleichzeitig stärken zusätzliche Routen die Resilienz globaler Lieferketten. Für deutsche Unternehmen eröffnen sich zudem neue Geschäftschancen, etwa in Logistik, Infrastruktur und Bauwirtschaft. Einige heute noch eher regionale Verkehrsachsen könnten sich künftig zu wichtigen transkontinentalen Handelsrouten entwickeln.