Wirtschaftsstandort | Ukraine

Ukraine - Standort mit Zukunftspotenzial

Russlands Angriffskrieg schmälert die Attraktivität der Ukraine als Absatz- und Beschaffungsmarkt. Geschäfte sind dennoch möglich. Investoren bauen auf Zukunftschancen.

Waldemar Lichter

Von Waldemar Lichter | Warschau

Die Ukraine zählt zu den größeren Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas - größer als die der Slowakei, Bulgariens und Kroatiens. Strategisch wird sie für Europa als Industrie‑, Energie‑ und Rohstoffstandort in Zukunft wichtiger. Das Land verfügt über große Reserven der von der EU als kritisch eingestuften Rohstoffe. Auch als Produktionsstandort rückt die Ukraine näher an europäische Wertschöpfungsketten heran. 

Der seit Ende 2023 verhandelte EU‑Beitritt stellt langfristig einen schnellwachsenden und regulatorisch vertrauten ukrainischen Markt in Aussicht. Für Deutschland hat die Ukraine als Absatzmarkt ungeachtet des Krieges deutlich an Gewicht gewonnen: Die Exporte stiegen 2025 auf einen neuen Rekordwert und überstiegen den Wert der Ausfuhren nach Russland um über ein Drittel.

  • Wirtschaftszweige gewinnen an Bedeutung, die für die Verteidigung des Landes und für die Exportwirtschaft wichtig sind. Regionen fernab der Front werden wichtiger.

    Der Krieg hat die Wirtschaftsstruktur der Ukraine tiefgreifend verändert. Sie wandelt sich kriegsbedingt von einer rohstoff- und agrargeprägten hin zu einer stärker dienstleistungs- und rüstungsorientierten Volkswirtschaft. Wo vor 2022 Schwerindustrie, Metallurgie und Landwirtschaft die tragenden Säulen bildeten, verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend Richtung Dienstleistungen und verarbeitende Industrie.

    32,9 Mio.

    Menschen lebten 2025 in der Ukraine.

    Quelle: Prognose des IWF 2025

    209,7 Mrd.

    US-Dollar betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2025

    Quelle: Prognose des IWF 2025

    6.382

    US-Dollar machte das BIP pro Kopf 2025 aus.

    Quelle: Prognose des IWF 2025

    Rang 33

    belegte die Ukraine 2025 unter den deutschen Exportzielen.

    Quelle: Destatis 2026

    Rang 104

    nimmt die Ukraine im Corruption Perceptions Index 2025 ein (unter 182 Ländern).

    Quelle: Transparency International 2026

    0,0 %

    betrug die Analphabetenquote im Jahr 2021.

    Quelle: Weltbank 2026

    Krieg schwächt ehemalige Spitzenbranchen

    Der deutlichste strukturelle Verlierer sind Bergbau und Metallurgie. Ihr Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) geht zurück. Ursache ist vor allem der Verlust der Stahlwerke in Mariupol (Iljitsch und Asowstal), die rund 40 Prozent der ukrainischen Stahlproduktion ausmachten. Hinzu kommen verdoppelte Stromkosten – 70 Prozent der Stromerzeugungskapazitäten sind zerstört oder nicht verfügbar, sowie der Verlust von 15 bis 20 Prozent der Belegschaft durch Mobilisierung und mindestens verdoppelte Logistikkosten.

    Auch die Landwirtschaft hat an Gewicht verloren. Ihr Anteil am BIP ohne Forstwirtschaft und Fischerei fiel von über 10 Prozent (2021) auf 7,1 Prozent (2024). Rund 25 Prozent des Staatsgebiets sind vermint, bis zu sieben Millionen Hektar Ackerland nicht nutzbar. Die Anbauflächen für Weizen, Mais und Gerste liegen 27 bis 37 Prozent unter dem Vorkriegsniveau. Gleichzeitig stieg der Anteil der Agrarprodukte an den Gesamtexporten auf rund 56 Prozent (2025) – weil die Metallexporte noch stärker einbrachen.

    Bedeutung der Wirtschaftszweige in der UkraineAnteil am Bruttoinlandsprodukt 2024 in Prozent

    Sektoren

    Anteil am BIP

    Dienstleistungen, darunter:

    69,6

      Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung

    23,3

      Groß- und Einzelhandel

    13,8

      Transport, Lager, Post

    5,3

      Information und Kommunikation

    4,7

      Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

    3,5

    Verarbeitendes Gewerbe

    9,7

    Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

    8,4

    Energie-, Wasser- und Abfallwirtschaft

    5,7

    Bergbau

    4,6

    Baugewerbe

    2,0

    Quelle: Ukrainisches Statistikamt Ukrstat 2026

    Neue Vorzeigesektoren entstehen

    Demgegenüber stehen einige Gewinnerbranchen. Der Dienstleistungssektor dominiert mit einem Anteil von fast 70 Prozent am BIP. Die Informations- und Telekommunikationsbranche (IKT) spielt dabei eine Schlüsselrolle: Der IT-Sektor erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von etwa 6,5 Milliarden Euro und beschäftigte 303.000 Fachkräfte. Sein Anteil an den Dienstleistungsexporten erreichte im 1. Halbjahr 2025 rund 43 Prozent.

    Die markanteste Verschiebung betrifft die Verteidigungsindustrie. Ihr Produktionsvolumen verzehnfachte sich seit 2022 und erreichte 2024 ein Volumen von rund 10 Milliarden US$. In diesem Sektor sind inzwischen rund 800 staatliche und private Unternehmen tätig – darunter zahlreiche ausländische Hersteller. Da dieser Industriebereich zum Maschinenbau zählt, steigt der Anteil dieser Sparte an den Industrieumsätzen: von unter 6 Prozent in 2021 auf über 9 Prozent in den ersten elf Monaten 2025.

    Ausführliche Informationen zur Wirtschaft finden Sie in den Wirtschaftsdaten kompakt.

    Unternehmen orientieren sich nach Westen

    Der Krieg hat die wirtschaftsgeografische Landkarte der Ukraine grundlegend verändert. Westliche und zentrale Regionen (im Ukrainischen Oblasten) entwickeln sich zu wirtschaftlichen Hubs mit hoher Investorennachfrage. Die Standorte im Osten und Süden leiden hingegen unter dem unmittelbaren Sicherheitsrisiken.

    1. Kyjiw behält als politisches und wirtschaftliches Zentrum seine dominante Stellung. Die Hauptstadtregion zeichnen die höchste Wirtschaftsleistung, die größten Investitionszuflüsse und eine breite Branchenbasis aus.
    2. Im Osten des Landes bleibt Dnipropetrowsk ein bedeutender Industrie- und Logistikstandort mit Schwerpunkten in Metallurgie und Maschinenbau.
    3. Charkiw wird trotz Frontnähe weiterhin als strategischer Technologie- und Industriehub eingeordnet, verfügt über eine starke Hochschul- und Forschungsbasis und das dort ansässige IT- und Hightech-Cluster zählt landesweit zu den am weitesten entwickelten.
    4. Im Süden fungiert Odessa als Transitknotenpunkt mit Hafeninfrastruktur, Logistik und Potenzial für grüne Energie. Aber das Gravitationszentrum verschiebt sich spürbar nach Westen.
    5. Lwiw entwickelt sich zur zweitgrößten Wirtschaftsregion der Ukraine. Sie wird zum dynamischen Industrie-, IT- und Logistikzentrum mit starker EU-Anbindung. Sie bietet hohes Investitionspotenzial, da die Kriegsschäden vergleichsweise gering sind, die Baunachfrage steigt und eine große Finanzierungslücke besteht. Auch deutsche Unternehmen wissen dies zu schätzen: Leoni betreibt zwei große Kabelbaumwerke in der Oblast. Die benachbarte Region Iwano-Frankiwsk hofft von diesem Erfolg zu profitieren.
    6. Im Zentrum des Landes hat sich Winnyzja als besonders investorenfreundlicher Standort mit Industriepark, IT- und Technologiepark sowie einem starken Cluster für landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung etabliert. Die Region zählt zu den leistungsstärksten Agrarexportgebieten des Landes.

    Deutsche Unternehmen folgen den Trends 

    Auch deutsche Unternehmen entziehen sich nicht der Verlegung des Wirtschaftsschwerpunkts. Trotz des andauernden Krieges engagieren sich zahlreiche Firmen im Land – nicht nur als Lieferanten, sondern auch mit Direktinvestitionen und Produktionskapazitäten. Ein anschauliches Beispiel für diese Entwicklung liefert das deutsch-tschechische Unternehmen Time&Space Ukraine, das im westukrainischen Stryi für internationale Kunden fertigt.

    "Die Ukraine ist ein außergewöhnlicher Standort. Neben geringeren Kosten finden wir hier qualifizierte, lernfähige und zuverlässige Mitarbeitende",

    sagt Michaela Macharik, Geschäftsführerin des Auftragsfertigers. Natürlich brächte der Krieg Unsicherheiten mit sich, die Standortattraktivität bliebe aber weiter hoch. Die Ukraine sei längst kein klassisches Billiglohnland mehr, erklärt Macharik: "Sondern ein Produktionsstandort, der Effizienz, Qualität und Einsatzbereitschaft verbindet".

    Das Land bleibt ein attraktiver Zukunftsmarkt und potenzieller Investitionsstandort. Geschätzt werden qualifizierte Arbeitskräfte, wettbewerbsfähige Produktionskosten und die strategische Lage des Nearshoring-Standorts. Die EU‑Beitrittsverhandlungen versprechen eine schrittweise Annäherung an EU‑Standards. Das bilaterale Handelsvolumen hat weiter deutlich zugelegt: Deutsche Exporte in die Ukraine übertreffen den Warenverkehr mit Russland inzwischen klar.

    SWOT-Analyse Ukraine

    S

    Stärken Strengths

    • Großer Binnenmarkt
    • Verfügbarkeit strategischer Rohstoffe
    • Digitalisierung und Reformdynamik
    • Qualifizierte Arbeitskräfte
    • Starker Agrarsektor mit Exportpotenzial
       
    W

    Schwächen Weaknesses

    • Kriegsbedingter Fachkräftemangel
    • Stark beschädigte Infrastruktur
    • Korruptionsrisiken
    • Bürokratische Hürden
    • Kapitalverkehrskontrollen
       
    O

    Chancen Opportunities

    • EU-Beitrittsperspektive als Treiber
    • Hoher Wiederaufbaubedarf
    • Modernisierung der Wirtschaft
    • Investitionen in kritische Rohstoffe und Energiedezentralisierung
    • Nearshoring und Integration in Lieferketten
       
    T

    Risiken Threats

    • Sicherheitsrisiken durch anhaltenden Konflikt mit Russland
    • Abhängigkeit von Auslandshilfe
    • Abwanderung von Fachkräften
    • Massive Belastung durch Landminen und explosive Kriegsreste

    Waldemar Lichter

    Von Waldemar Lichter | Warschau

  • Der Krieg hat das Interesse von Investoren an der Ukraine ausgebremst. Aber Wiederaufbau, EU-Beitritt und das damit einhergehende Potenzial machen das Land zum Zukunftsstandort.

    Die Ukraine will ungeachtet des Krieges ein attraktives Land für ausländische Investoren sein. Die Regierung bemüht sich, ein entsprechendes Investitionsklima dafür zu schaffen. Dazu werden wichtige Reformen zur Verbesserung der steuerlichen Bedingungen und Zuschüsse auf dem Weg gebracht. Internationale Förderprogramme wie das Ukraine Investment Framework (UIF) der EU unterstützt Investitionen in strategische Sektoren wie Energie und Infrastruktur.

    Als besonders vielversprechend gelten Sektoren wie die Informationstechnologie, der Agrarsektor und erneuerbare Energien. Der IT-Sektor zeigt sich trotz des Krieges resilient und zieht weiterhin bedeutende Investitionen an. Die Landwirtschaft profitiert von ihrer strategischen Bedeutung als globaler Nahrungsmittellieferant. Größere Investitionsprojekte sind im Bereich Gewinnung und Verarbeitung kritischer Rohstoffe wie etwa Lithium oder Titan in Kürze zu erwarten.

    Rahmenbedingungen mit Verbesserungspotenzial

    Gleichzeitig bleiben erhebliche Risiken bestehen. Die Energieversorgung steht unter massivem Druck – immer wieder führen Angriffe auf die Energieinfrastruktur zu Produktionsausfällen und höheren Kosten. Das Wirtschaftswachstum ist durch den Krieg deutlich gebremst. Am stärksten belastet der kriegsbedingte Fachkräftemangel: Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer haben das Land verlassen, gleichzeitig bindet die Mobilisierung für die Streitkräfte qualifizierte Arbeitskräfte und erschwert die Personalplanung von Unternehmen.

    Die Geschäftsplanung erschweren zudem häufige Änderungen der Rahmenbedingungen – bedingt nicht zuletzt auch durch Reformen und die Annäherung an den Rechtsrahmen der EU. Zusammen mit Korruption und bürokratischen Hürden bilden sie ein wichtiges Investitionshemmnis, auch wenn internationale Organisationen der Ukraine Fortschritte bei Transparenz und Digitalisierung bescheinigen.

    Schutz gegen politische und Kriegsrisiken

    Zur Risikominderung bietet die Bundesregierung deutschen Unternehmen zwei Instrumente an:

    Deutsche Investoren planen neue Vorhaben in der Ukraine

    Unternehmen

    Branche

    Volumen in Millionen Euro

    Projektdetails

    Notus Energy

    Energieerzeugung

    220

    Windpark mit einer Kapazität von 124 Megawatt; erstes von drei Windparkprojekten mit Kapazitäten von insgesamt 300 Megawatt; das Projektportfolio in der Ukraine umfasst insgesamt Kapazitäten von 1.300 Megawatt; Finanzierung unter anderem von  Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), IFC, Swedfund, DEG

    Goldbeck Solar

    Energieerzeugung

    k.A.

    Im Rahmen eines Joint-Ventures mit der EBRD (erster EBRD-Eigenkapitaldeal im ukrainischen Energiesektor seit Kriegsbeginn) ist der Bau von Solarparks mit einer Kapazität von 500 Megawatt binnen 3 bis 5 Jahren avisiert

    Industriekonsortium unter Führung von Vollert Anlagenbau

    Baustoffe

    165

    Netzwerk von Hightech-Fabriken für Stahlbetonfertigteile; die ersten Werke sollen in den Regionen Kyjiw und Charkiw angesiedelt werden

    Fixit Gruppe

    Baustoffe

    12

    Erweiterung von Kapazitäten von zwei bereits vorhandenen Werken der Marke Kreisel in der Westukraine

    Quantum Systems

    Sicherheit und Verteidigung

    6

    Produktionswerk für Vector-Drohnen; Verdoppelung Ukraine-Kapazität 2025 angekündigt

    Stand: März 2026Quelle: Unternehmensangaben, Pressemeldungen, Recherchen von Germany Trade & Invest

    Investitionsförderung: Anreize für ausländische Investoren

    Die Ukraine hat seit 2022 ihr Förderangebot für Investoren deutlich erweitert. Es steht eine Reihe sektoraler Sonderprogramme und regionaler Förderungen zur Verfügung, die ausländischen und inländischen Investoren gleichermaßen offenstehen. 

    Das Herzstück des ukrainischen Investitionsfördersystems bildet das Gesetz Nr. 1116 zur Unterstützung von Großinvestitionen. Investoren mit einem Mindestvolumen von 12 Millionen Euro bietet es umfangreiche Vergünstigungen. Dazu gehören die Befreiungen von der Mehrwertsteuer und Einfuhrzöllen bei Ausrüstungsimporten, die Erstattung von Kosten für den Anschluss an Infrastrukturnetze und andere. Die staatliche Agentur UkraineInvest fungiert dabei als zentrale Anlaufstelle für Investoren und bietet einen "One-Stop-Shop" von der ersten Beratung bis zur vollständigen Projektrealisierung.

    Nationale Förderprogramme

    Programm

    Inhalt

    Konditionen

    Diia.City

    Sonderrahmen für IT- und Digitalunternehmen

    9 Prozent Körperschaftsteuer auf ausgeschüttete Gewinne; über 3.700 registrierte Unternehmen 

    Defence.City 

    Steuerbefreiungen für Verteidigungsindustrie bei reinvestierten Gewinnen

    Erleichterungen bei Steuern und Genehmigungen für Dual-Use- und Rüstungsprojekte

    Erschwingliche Kredite 5-7-9 

    Zinsgünstige Investitionsdarlehen für KMU

    Vergünstigte Zins- und Tilgungsbedingungen

    Zuschuss für Kapazitätsausbau und -wiederherstellung

    Zuschuss für Beschaffung von Ausrüstungen

    Bis zu 182.477 Euro pro Projekt

    UkraineInvest 

    Steuererleichterungen, beschleunigte Genehmigungsverfahren, Infrastrukturzugang

    Für Projekte ab 12 Mio. Euro und mindestens 80 Arbeitsplätze

    Made in Ukraine

    Anreize für Beschaffung ukrainischer Produkte, Stärkung inländischer Produzenten

    Fördert Nachfrage nach lokaler Wertschöpfung, umfasst unter anderem die Beschaffung ausländischer Produktionstechnik

    Industrieparks

    Infrastrukturausbau, vereinfachte Genehmigungsverfahren

    Fördervolumen jährlich im Staatshaushalt festgelegt 

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    EU-Föderung treibt Investitionen an

    Ergänzt wird das nationale System durch Instrumente des Ukraine Investment Framework (UIF). Dieser ist Bestandteil der Ukraine-Fazilität – des Förderprogramms der Europäischen Union für die Ukraine im Wert von insgesamt 50 Milliarden Euro. Das Gesamtvolumen des UIF beträgt 9,3 Milliarden Euro, aufgeteilt in 7,8 Milliarden Euro für Garantien (zum Beispiel für Kredite und Risikoteilung) und 1,5 Milliarden Euro für Mischfinanzierungen (Kombination aus Zuschüssen und Darlehen). Ziel ist es, etwa 40 Milliarden Euro an öffentlichen und privaten Investitionen für den Wiederaufbau, die Modernisierung und die wirtschaftliche Erholung der Ukraine zu mobilisieren.

    Landkarte Förderer Ukraine Geschäfte Landkarte Förderer Ukraine Geschäfte | © GTAI

    09.07.2025 Special | Ukraine | Wiederaufbau
    Internationale Ukrainehilfen: Förderprogramme clever nutzen

    Viele Länder fördern den Wiederaufbau der Ukraine. Germany Trade & Invest zeigt, wie deutsche Unternehmen von internationalen Programmen profitieren können.

    Realitätscheck

    Aus Sicht der Unternehmer und Marktbeobachter fällt die Bewertung der Investitionsförderung gemischt aus. Auf Zuspruch stoßen die Förderinstrumente und das System für digitales Projektmanagement DREAM. Die Wirksamkeit der Anreize sei jedoch aufgrund des Krieges begrenzt, heißt es von Marktteilnehmern. Größte Probleme seien Sicherheitsrisiken, Korruption und der Mangel an bankfähigen Projekten. Beim letzteren soll eine Matchmaking-Plattform Abhilfe schaffen, die realisierungsfertige Projekte mit Investitionsbedarf vorstellt. Auch insgesamt werden die eingeleiteten Reformen als positiver Beitrag zur Verbesserung des Investitionsklimas bewertet.

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Waldemar Lichter

    Von Waldemar Lichter | Warschau

  • BezeichnungAnmerkung
    Germany Trade & InvestDer Business Guide für Ihre Ukraine-Aktivitäten
    AHK UkraineAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der UkraineDiplomatische Vertretung Deutschlands
    Delegation der Europäischen Union in der UkraineInformationen zur EU-Politik gegenüber der Ukraine
    Regierung der UkraineZentrales Portal der Regierung
    Wirtschaftsministerium der UkraineFörderprogramme für Investitionen, Ausgestaltung der Lokalisierungspolitik
    Finanzministerium der UkraineFinanzierung von Förderprogrammen
    Ukraine InvestInvestitionsförderagentur