German airforce - military aircraft tanker in a convoy with fighter jets Military aircraft tanker in a convoy with fighter jets | © fhm - gettyimages.com

Special | Europa | Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Verteidigung in Europa: Neue Rollen für zivile Zulieferer

Die wachsende Verteidigungsindustrie bietet europaweit neue Geschäftschancen. GTAI ordnet wichtige Zielmärkte ein und erleichtert die Suche nach passenden Partnern.  

Von Kirsten Grieß, Judith Illerhaus, Dominik Vorhölter, Marc Lehnfeld, Frauke Schmitz-Bauerdick, Friedrich Henle, Gerit Schulze, Christopher Fuß, Fabian Möpert, Oliver Idem, Michael Sauermost, Edda vom Dorp | Budapest, Stockholm, Bukarest, London, Paris, Madrid, Prag, Warschau, Berlin, Bonn

Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit der europäischen NATO-Staaten könnten nach Berechnungen der Strategieberatung EY-Parthenon jährlich rund 150 Milliarden Euro zusätzliche Wertschöpfung erzeugen. Rund 40 Milliarden Euro würden direkt auf die Rüstungsindustrie entfallen, weitere 75 Milliarden Euro auf Zulieferindustrien. Besonders der Maschinenbau, die Metallverarbeitung sowie die Technologie- und IT-Wirtschaft dürften davon profitieren.

Für deutsche Zulieferer, Technologieanbieter und spezialisierte Mittelständler ergeben sich neue Absatz- und Kooperationsmöglichkeiten. Der Einstieg in die Lieferketten der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist jedoch nicht leicht: Beschaffungswege, technische Anforderungen und industrielle Strukturen unterscheiden sich von Exportmarkt zu Exportmarkt. Kleinen und mittleren Unternehmen fehlt häufig der Überblick, wo ihre Kompetenzen gefragt sind und welche Partner für einen Markteinstieg infrage kommen.

Germany Trade & Invest ordnet wichtige europäische Herstellerländer anhand ihrer Produktionsprofile ein. Das GTAI-Clustermodell zeigt, welche Rolle einzelne Märkte im europäischen Produktionsökosystem spielen. Es unterstützt Unternehmen dabei, Marktstrukturen, industrielle Schwerpunkte und mögliche Kooperationsansätze zu identifizieren.

 

  • Steigende Nachfrage, neue Programme: Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Europa baut Kapazitäten aus. Unterschiedliche Produktionsprofile prägen die Märkte.

    Europa rüstet auf: Die EU-Mitgliedstaaten gaben 2025 eine Rekordsumme von rund 408 Milliarden Euro für Verteidigungszwecke aus. Das entspricht auf Basis von Eurostat-Daten durchschnittlich 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der EU. Laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI stiegen die Verteidigungsausgaben damit im Jahresvergleich um knapp 20 Prozent, seit 2020 sogar um nahezu 100 Prozent. Angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen ist kurzfristig keine Umkehr dieses Trends zu erwarten.

    Parallel dazu richtet auch die NATO ihre Ausgabenpolitik neu aus. Auf dem NATO-Gipfel im Juni 2025 einigten sich die Bündnispartner darauf, die Verteidigungsausgaben bis 2035 auf 5 Prozent des nationalen BIP anzuheben. Das entspricht mehr als einer Verdopplung des bislang anvisierten Ziels von 2 Prozent. Beschlossen wurde ein Zwei-Säulen-Modell: 3,5 Prozent sollen für die Kernverteidigung, also Truppen und Ausrüstung zur Verfügung stehen. Für Investitionen in erweiterte Sicherheitsbereiche wie Infrastruktur und Cyberabwehr sind 1,5 Prozent vorgesehen. 

    Ein wachsender Anteil der Verteidigungsausgaben fließt in die Beschaffung und Wartung von Ausrüstung. Berechnungen der Strategieberater EY‑Parthenon zufolge wurden bereits 2024 rund 28 Prozent der Verteidigungsausgaben der europäischen NATO-Staaten einschließlich der Türkei für diesen Bereich verwendet. Das entsprach bei Gesamtausgaben von rund 447 Milliarden Euro einem Volumen von etwa 125 Milliarden Euro. Auf Basis der neuen NATO-Ausgabenziele erwarten die Analysten bis 2035 einen Anstieg der jährlichen Ausrüstungsinvestitionen auf rund 217 Milliarden Euro.

    Hohe Auftragsbestände fördern Industrieinvestitionen

    Die steigenden Verteidigungsausgaben spiegeln sich in den Geschäftszahlen der Industrie wider. Für die acht größten europäischen Rüstungsunternehmen stiegen laut Fitch Ratings die Auftragseingänge 2024 um rund 15 Prozent, der Auftragsbestand wuchs um etwa 19 Prozent auf rund 291 Milliarden Euro. Der europäische Branchenverband ASD weist in seinem Jahresbericht für 2024 allein für die Verteidigungssparte einen Umsatzzuwachs von 13,8 Prozent im Jahresvergleich aus. 

    Große Rüstungsunternehmen investieren europaweit in neue Produktionsstandorte, Kapazitätserweiterungen und internationale Joint Ventures. Besonders dynamisch entwickeln sich Dual-Use-Bereiche wie Drohnentechnologie, künstliche Intelligenz, Cyberabwehr und Digitalisierung. Der Ausbau der industriellen Kapazitäten wird zunehmend durch Kooperationen zwischen etablierten Rüstungsunternehmen, Technologieanbietern und Zulieferindustrien getragen.

    Europäische Industriepolitik stärkt gemeinsame Beschaffung 

    Auch die Europäische Union gestaltet ihre Verteidigungsindustriepolitik neu. Jahrzehntelange Unterfinanzierung und eine zersplitterte, rein nationale Rüstungsplanung und -beschaffung haben erhebliche Fähigkeitslücken entstehen lassen. Das unterstreicht etwa der Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit aus dem Jahr 2024. Nicht zuletzt hat der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine deutliche Produktionsengpässe sichtbar gemacht – etwa bei Munition, Ersatzteilen und Schlüsselkomponenten. 

    Vor diesem Hintergrund verfolgt die EU das Ziel, ihre militärische Handlungsfähigkeit stärker auf eine eigene industrielle Basis zu stützen. Im Jahr 2024 legte die Europäische Kommission erstmals eine europäische Verteidigungsindustriestrategie (EDIS) vor. Kerninstrument ist das European Defence Industry Programme (EDIP) zur Förderung gemeinsamer Projekte und schnellerer Produktionsprozesse. Das Programm ist zunächst mit 1,5 Milliarden Euro für den Zeitraum 2025 bis 2027 ausgestattet. 

    Ergänzend soll das Darlehensprogramm Security Action for Europe (SAFE) gemeinsame Beschaffungen der Mitgliedstaaten unterstützen. Dafür stehen 150 Milliarden Euro bereit. Ziel ist es, Produktionskapazitäten auszubauen, europaweite Kooperationen zu vertiefen und europäische Unternehmen stärker einzubinden.

    Vier Rollen im europäischen Produktionssystem

    Der Ausbau der europäischen Verteidigungsfähigkeit führt nicht überall zu gleichen industriellen Effekten. Große europäische Rüstungsnationen bauen ihre Rolle als Systemführer und Vollsortimenter aus. Sie entwickeln, integrieren und produzieren komplette Waffensysteme.

    Andere Länder konzentrieren sich stärker auf die Produktion standardisierter Güter in hohen Stückzahlen, etwa von Munition und weiterer Volumenprodukte. Technologisch spezialisierte Standorte liefern Schlüsseltechnologien, innovative Komponenten und Dual-Use-Lösungen. Insbesondere in Mittel- und Südosteuropa entstehen neue Produktionsstandorte, die Kapazitäten aufbauen und die Resilienz europäischer Lieferketten stärken.

    Die europäische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist kein homogener Markt, sondern ein zunehmend arbeitsteilig organisiertes Produktionsökosystem mit unterschiedlichen Rollenprofilen. Für zivile Zulieferer ergeben sich je nach Standort unterschiedliche Ansatzpunkte: Von Komponenten und Werkstoffen über Automatisierung und Digitalisierung bis hin zu Sensorik, Software und Cyberabwehr.

    Orientierung für den Markteintritt

    Die Einstiegschancen und Herausforderungen unterscheiden sich je nach Markt und Produktionsprofil. Wer Komponenten für komplexe Systeme liefert, benötigt andere Kontakte und Zulassungen als ein Anbieter von Automatisierungstechnik für Munitionswerke oder von Softwarelösungen für militärische Anwendungen.

    Das GTAI-Clustermodell macht diese Unterschiede sichtbar. Es strukturiert die europäischen Märkte nach ihrer jeweiligen Rolle im Produktionssystem und erlaubt die gezielte Auswahl von Zielmärkten, Partnern und Geschäftsfeldern. Gerade kleinen und mittleren Unternehmen bietet das Orientierung in einer wachsenden, aber komplexen europäischen Branche.

    Von Kirsten Grieß | Budapest

  • Frankreich, das Vereinigte Königreich, Spanien und Italien gehören zu Europas Systemführern. Ihre Verteidigungsindustrien decken die ganze Bandbreite militärischer Produktion ab.

    Neben Deutschland decken Frankreich, das Vereinigte Königreich, Italien und Spanien als Vollsortimenter alle militärischen Domänen ab: Von Luft und Weltraum über Marine, Land und Elektronik/Sensorik bis hin zu Cyberabwehr. Damit unterscheiden sie sich von kleineren europäischen Märkten, die in der Regel nur in einzelnen Produktionssegmenten stark sind.

    Alle vier Länder sind exportorientiert und fest in internationale Lieferketten eingebunden. Prägend ist der Staat als Ankerkunde und industriepolitischer Taktgeber: Mehrjährige Beschaffungsprogramme und Souveränitätsziele steuern Investitionen stärker als kurzfristige Marktzyklen.

    Souveränität, Abschreckung und Resilienz

    Frankreich und das Vereinigte Königreich verbindet ein besonders hoher strategischer Anspruch in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Beide Länder kombinieren industrielle Breite mit nuklearer Abschreckung, globaler sicherheitspolitischer Reichweite und dem Ziel, Schlüsseltechnologien national abzusichern. In Frankreich ist das Leitmotiv militärischer Souveränität politisch und gesellschaftlich verankert. Das Land kann zentrale Fähigkeiten national absichern. Besondere Stärken liegen in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Marine. Neun Konzerne decken die Palette von Kampfflugzeugen über U‑Boote und Kriegsschiffe bis hin zu Luftverteidigung, Sensorik, Raketen sowie Satelliten- und Weltraumfähigkeiten ab.

    Im Vereinigten Königreich setzt das Ministry of Defense auf eine vollumfängliche Modernisierung der Streitkräfte über große, technologisch anspruchsvolle Plattformprogramme. Dazu zählen das nukleare Abschreckungsprogramm Dreadnought mit einem Investitionsvolumen von über 17 Milliarden Euro allein für das neue Gefechtskopf‑Programm. Projekte werden aber auch multinational umgesetzt, wie in der Luftdomäne das japanisch-britisch-italienische Global Combat Air Programme (GCAP), das als zentrales Zukunftsprojekt für die Entwicklung eines zukünftigen Kampfflugzeugtypen etwa 3,5 Milliarden Euro staatlichen Investitionen aus dem Königreich erhält.

    Italien und Spanien sind exportorientierte Integratoren mit ausgeprägter Dual‑Use‑Basis. In Italien ist die Produktion primär auf kleine bis mittlere Serien mit hoher Spezialisierung ausgerichtet, klassische Massenproduktion spielt kaum eine Rolle. Zentrale Segmente sind Marineplattformen, Luftfahrtsysteme sowie Verteidigungselektronik.

    Spaniens Verteidigungsindustrie verfügt ebenfalls über ein breites Portfolio von Schiffen über Land- und Luftfahrtzeuge bis hin zu Munition und IT/Kommunikation. Führende Unternehmen sind allerdings deutlich kleiner als ihre Pendants in Frankreich oder dem Vereinigten Königreich. Dabei kombinieren viele Anbieter militärische und zivile Aktivitäten, rein militärisches Geschäft ist selten dominierend.

    Branchenstruktur: Etablierte Konzerne und neue Innovatoren

    Trotz national unterschiedlicher Profile folgt die Verteidigungsindustrie in den vier Ländern einem ähnlichen Muster. Große Systemintegratoren als Hauptauftragnehmer werden von spezialisierten Zulieferern, Mittelständlern und jungen Technologieunternehmen ergänzt.

    Frankreich verfügt neben großen Konzernen wie Airbus Defence and Space, Dassault, Thales, Safran, Naval Group, MBDA und die deutsch-französische KNDS über ein breites Netz von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Rund 4.000 KMU sind im Rüstungssegment aktiv, etwa 1.000 davon gelten als strategisch bedeutsam. Auffällig ist ein ausgebautes Start-up‑ und Scale-up‑Ökosystem, das über DGA‑Programme, France 2030 und Verteidigungs-/Dual‑Use‑Fonds gezielt gefördert wird. 

    Das Vereinigte Königreich beheimatet ebenfalls eine breit aufgestellte, zugleich stark konzentrierte Verteidigungsindustrie. Wenige Systemhäuser, vor allem die nationalen BAE Systems, Rolls‑Royce und Babcock, aber auch die angesiedelten Rheinmetall und Leonardo UK, stützen sich auf eine hoch spezialisierte Zulieferbasis. Rund 159 rein militärische Hersteller stehen dabei einer wachsenden Zahl von Dual‑Use‑Firmen in Software, Elektronik, Raumfahrt, Cyber und künstlicher Intelligenz gegenüber.

    In Italien ist der Sektor stark konzentriert. Wenige große Systemintegratoren dominieren Umsatz und Programme, während die breite Basis aus KMU und spezialisierten Zulieferern besteht. Zentrale Akteure sind der Rüstungskonzern Leonardo, der Schiffbauer Fincantieri, die ELT Group für elektronische Kampfführung sowie Beretta im Kleinwaffensegment. Vollständige Waffensysteme entstehen häufig in internationalen Kooperationen – etwa der Eurofighter, Militärhubschrauber von NHIndustries und Lenkwaffen von MBDA.

    In Spanien sind rund 400 Unternehmen in der Verteidigungsindustrie aktiv. Etwa 80 Prozent davon sind KMU, auf die allerdings nur 8 Prozent des Umsatzes der gesamten Branche entfallen. Die bekanntesten Akteure sind Navantia, Airbus und Indra. Navantia fertigt Fregatten, U‑Boote und Logistikschiffe. Indra wird als nationaler High‑Tech‑Champion im Bereich Radar, Elektronik, satellitengestützte Kommunikation und Systemintegration positioniert.

    Führende Branchenunternehmen in Frankreich
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    DassaultMilitärflugzeuge, Kampfjets, Drohnen 

    k. A. 

    SafranTriebwerke (militärisch & zivil), Optronik, Navigation, Elektronik

    k. A. 

    ThalesElektronik, Radare, Kommunikation, Cybersecurity, Sensorik

    k. A. 

    Airbus Aerospace and Defence Militärflugzeuge, Satelliten, Raumfahrt, Helikopter

    k. A. 

    KNDS France  (ehemals Nexter France)Landverteidigungssysteme

    k. A. 

    Naval GroupKriegsschiffe, Fregatten, U‑Boote, Nukleartechnik

    k. A. 

    MDBAMDBA

    k. A. 


    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Italien
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2025

    Leonardo S.p.A. Hubschrauber, Militärflugzeuge, Raketensysteme und Verteidigungstechnologie, Drohnen, Luft- und Raumfahrttechnologie, Maritime Systeme,  Sicherheitslösungen, Elektronische Systeme und Sensoren usw.

    19.500

    Fincantieri S.p.A. Militär- und Patrouillenschiffe, Flugzeugträger und Amphibische Schiffe, U-Boote, Integrierte Marine- und Mehrzweckplattformen

    9.000

    MBDA Italia (Tochtergesellschaft von MBDA S.A.S.)fortschrittliche Lenkflugkörper und Verteidigungssysteme, darunter die neue Harpax-Loitering-Munition, Teseo MK2/E Seezielflugkörper sowie die zukünftigen Stratus L (subsonisch) und Stratus RS (supersonisch) Marschflugkörper

    5.800

    Beretta HoldingFeuerwaffen, Waffenzubehör, Munition

    1.680

    Avio S.p.A.Raketentriebwerke und Booster, Raumfahrt-Startfahrzeuge, Antriebssysteme für Satelliten

    542

    ELT Group (ex Elettronica S.p.A.)Konstruktion und Produktion von Elektronische Verteidigung (EW), Luft- und Raumfahrtverteidigung und nationale Sicherheit

    370

    Fiocchi Munizioni S.p.AHandfeuerwaffenmunition

    360

    RWM Italia S.p.A. (Tochtergesellschaft von Rheinmetall)Unterwasser-Verteidigungssysteme & Produkte für Kampftaucher, Fliegerbomben, Loitering Munition, Artillerie & Gefechtsköpfe, Systeme zur Minenbekämpfung

    230 *)

    Benelli ArmiFlinten, Pistolen, Büchsen, Zubehör und Technologien

    143 *)

    KNDS Ammo Italy S.p.A (ex Simmel Difesa)Systeme Munition, Ausrüstung

    79 *)

    Intermarine S.p.A.Minenjagdboote (Minehunter), Spezial-Marineeinheiten (Patrouillenboote und Unterstützungsschiffe für militärische Einsätze)

    38 *)

    SITEP Italia S.p.A.Militärische Sensorsysteme für Schiffe und Verteidigungsanwendungen, Elektronische Systeme für Marine und Verteidigung

    13  *)


    * 2024.
    Quelle: Unternehmensangaben 2026; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Spanien
    Umsatz in Millionen Euro 1)

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    Indra GroupRadarsysteme, Marineabwehrsysteme, Elektronik, Sensorik

    4.843

    AirbusMilitärflugzeuge, Satelliten, Helikopter

    k. A. 2)

    NavantiaMilitärschiffe, U-Boote

    1.528

    SenerLenk- und Steuerungssysteme für Raketen, autonome Plattformen, Kommunikations- und RF-Technologien, weltraumgestützte Sicherheitslösungen

    690

    GMVNavigation, Satellitenkommunikation und Cybersecurity

    454

    Escribano Mechanical & Engineering (EM&E)Ferngesteuerte Waffensysteme, elektrooptische Geräte und Munitionstechnologien, Geschütztürme für Panzer

    355

    OesíaElektro-optische Geräte, Nachtsicht- und Wärmebildsysteme, Avioniklösungen, kryptographische Systeme für militärische Plattformen

    332


    *1 Gesamtumsatz (ohne Unterteilung auf militärischen und nicht-militärischen Sektor); 2 geschätzt ca. 5 Milliarden Euro in Spanien erzielt.
    Quelle: Unternehmensangaben 2026; Wirtschaftszeitung Actualidad Económica (Las mayores empresas de España, Dezember 2025); Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen im Vereinigten Königreich
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    BAE SystemsKampfflugzeuge, Kriegsschiffe, U-Boote, Kampf- und Unterstützungsfahrzeuge, Waffen und Munition, Sensorik und Schutzsysteme, Cyber-Security-Lösungen

    29,8

    Rolls RoyceNukleare U-Boot-Antriebstechnologie, militärische Flugzeugtriebwerke, Motoren für gepanzerte Fahrzeuge

    5,3

    Babcock International Kriegsschiffe und U‑Boote, betreibt Marinebasen, nukleare Ingenieursleistungen, militärische Fahrzeuge, Systeme und Ausbildungsdienste

    3,8

    Leonardo *)Hubschrauber, Radar- und Sensorsysteme

    2,8

    QuinetiQ Test-, Prüf- und Evaluierungsanlagen im Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums MoD u.a. Waffen- und Raketentestgelände; Radar-, Sensor- und Elektronikkampftests

    2,3

    SercoBetriebs- und Supportpartner des britischen Verteidigungsministeriums, betreibt militärische Infrastruktur, unterstützt Marine- und Armeeflotten, übernimmt Wartung, Training, Logistik und technische Dienste

    1,8

    Melrose Industries (Muttergesellschaft von GKN Aerospace)Komponenten für Kampfflugzeuge, elektrische Systeme und Kabelstränge

    1,2


    * Umsatz von Leonardo UK.
    Quelle: Defence News 2025; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Programme, Budgets und europäische Einbindung

    Bei allen Systemführern ist die staatliche Mehrjahresplanung der zentrale Wachstumstreiber. Derzeit wird er durch die hohe Dringlichkeit beim Aufbau von Vorräten und skalierbarer Produktion ergänzt. Dafür unterstützen die Länder ihre Industrien mit milliardenschweren Programmen. 

    Frankreich unterlegt den Kurs mit der Loi de Programmation Militaire 2024-2030 im Umfang von 413 Milliarden Euro und einem Budget für 2026 von 57,1 Milliarden Euro. Unter anderem sollen rund 2,5 Milliarden Euro in Munition und 900 Millionen Euro in Boden-Luft-Verteidigungssysteme fließen. Eines der größten, aktuell laufenden Projekte in Spanien ist die Fertigung von 384 Kampfpanzern durch das Konsortium TESS Defence. Der Auftrag für das spanische Heer hat einen Wert von 2 Milliarden Euro.

    Das EU-Finanzinstrument SAFE entwickelt sich zum zentralen Instrument der europäischen Verteidigungsfinanzierung, wird jedoch unterschiedlich genutzt: Während Frankreich und Italien auf umfangreiche Mittelzuflüsse setzen – Frankreich erhielt im April 2026 bereits 15,1 Milliarden Euro und Italien kann bis zu 14,9 Milliarden Euro abrufen –, bleibt Spanien mit einem Kreditantrag in Höhe von 1 Milliarde Euro zurückhaltend.

    Dem Vereinigten Königreich bleibt außerhalb der EU der Zugang zu SAFE auch nach intensiven Verhandlungen verwehrt, wodurch britische Verteidigungsunternehmen nur begrenzt von der Aufrüstung auf dem Kontinent profitieren. Hebeleffekte nutzt die Regierung in internationalen Projekten bei der Erneuerung der U-Boot-Flotte über das AUKUS-Programm, das Kampfflugzeugprogramm GCAP oder die Deep Precision Strike (DPS) Initiative mit der Bundesregierung.

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Frankreich

    BezeichnungAnmerkungen
    Eurosatoryinternationale Leitmesse für Sicherheits- und Verteidigung, Zwei-Jahres-Rhythmus, 15. bis 19.06.2026
    Milipol Parisinternationale Leitmesse für innere Sicherheit und Bevölkerungsschutz, Zwei-Jahres-Rhythmus, 16. bis 19.11.2027
    Paris Air Show (SIAE)internationale Leitmesse zu Luft- und Raumfahrt, Zwei-Jahres-Rhythmus, 14. bis 20.06.2027
    Euronavalinternationale Leitmesse für Marine und Seeverteidigung, Zwei-Jahres-Rhythmus, 03. bis 06.11.2026

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Italien

    BezeichnungAnmerkungen
    Sea Futureinternationale Messe und Konferenz für den Schiffbau, die maritimie Technologie und Verteidigung sowie Sicherheit; nächster Termin: 27. bis 30.09.2027 in La Spezia
    Aerospace & Defense Meetings Torinowichtigste internationale Business-Convention für die Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungsindustrie in Italien; nächster Termin: 09. bis 11.11.2027 in Turin

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Spanien

    BezeichnungAnmerkungen
    Feria Internacional de la Defensa y la Seguridad (FEINDEF)wichtigste Verteidigungs- und Sicherheitsmesse in Spanien; alle zwei Jahre; nächster Termin: 18. bis 20.05.2027 in Madrid
    Aerospace & Defense Meetings Sevilla (ADM Sevilla)B2B-Veranstaltung für die Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungsindustrie; alle zwei Jahre; letzte Veranstaltung: 19. bis 21.05.2026 in Sevilla

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen im Vereinigten Königreich

    BezeichnungAnmerkungen
    UK-Germany Defence Industry DayVeranstaltung u.a. B2B-Meetings, zukünftige Bedarfe der deutsch-britischen Verteidigungskooperation; Termin: 22. bis 26.06.2026
    Farnborough International AirshowFachmesse für Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsindustrie; nächster Termin 22. bis 24.07.2026; Farnborough
    DPRTE 2027Fachmesse für Verteidigungsbeschaffung und Lieferketten; nächster Termin: 23. bis 24.03.2027; Farnborough
    DSEI UK 2027Rüstungs- und Sicherheitsmesse; nächster Termin: 07. bis 10.09.2027; Excel London

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Deutsche Perspektive: Kooperationspartner und Wettbewerber

    Für deutsche Unternehmen sind alle vier Länder zugleich Partner- und Wettbewerbsraum. Viele Anbieter sind bereits vor Ort präsent - mit eigenen Standorten oder als Technologiepartner. Rheinmetall etwa produziert seit 1952 in Italien und baut sein Engagement in Spanien nach der Übernahme des Explosivstoffherstellers Expal im Jahr 2023 weiter aus. 

    Für viele deutsche Firmen liegen die größten Potenziale jedoch nicht in eigenen Produktionsstätten, sondern in der Beteiligung an den umfangreichen Beschaffungs- und Modernisierungsprogrammen der großen nationalen Systemanbieter. Der direkte Marktzugang bleibt anspruchsvoll, etwa in Frankreich, wo bei staatlichen Ausschreibungen nationale Hersteller bevorzugt werden. Chancen entstehen aber auch hier durch Zulieferungen wie das Beispiel von Renk Frankreich bei Antriebssystemen für Kettenfahrzeuge zeugt.

    Die europäischen Systemführer bauen derzeit Kapazitäten gezielt aus und modernisieren ihre technologische Basis. Für deutsche Unternehmen entstehen daraus vor allem Chancen in Lieferketten und Hightech-Segmenten sowie beim Ausbau von Produktionsinfrastruktur. Mit der Kapazitätserweiterung wächst die Nachfrage nach leistungsfähigen Zulieferern, die kurze Lieferzeiten, hohe Qualitätsstandards und Versorgungssicherheit gewährleisten können.

    Kontaktadressen in Frankreich

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK Frankreich zentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministères des armées et des anciens combattantsVerteidigungsministerium
    Direction générale de l'armement (DGA)Rüstungsbeschaffungsbehörde unter dem Verteidigungsministerium
    GIFAS (Groupement des Industries Françaises Aéronautiques et Spatiales)Verband der Luft- und Raumfahrtindustrie
    GICAT (Groupement des industries de défense et sécurité)Verband der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Italien

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK Italienzentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministero della DifesaVerteidigungsministerium
    Direzione Nazionale degli Armamenti (Behörde innerhalb des italienischen Verteidigungsministeriums)zentrale Beschaffungs- und Rüstungsbehörde Italiens
    AIAD Branchenverband der Italienischen Verteidigungsindustrie

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Spanien

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK Spanienzentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministerio de DefensaVerteidigungsministerium
    Asociación Española de Empresas Tecnológicas de Defensa, Seguridad, Aeronáutica y Espacio (TEDAE)spanischer Verband der Technologieunternehmen für Verteidigung, Sicherheit, Luft- und Raumfahrt
    Ingeniería de Sistemas para la Defensa de España (ISDEFE)staatliches Unternehmen für das Systemingenieurwesen und die technische Beratung im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich
    Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial (INTA)staatliches Forschungs‑ und Technologieinstitut für Luft‑, Raumfahrt‑ und Verteidigungssysteme

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen im Vereinigten Königreich

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK Großbritannienzentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministry of Defence (MoD)Verteidigungsministerium
    Submarine Delivery AgencyExekutivagentur des britischen Verteidigungsministeriums. Zuständig für die Beschaffung, die Instandhaltung und die Außerdienststellung britischer Atom-U-Boote.
    AWE Nuclear Security TechnologiesDie dem Verteidigungsministerium unterstellte öffentliche Einrichtung entwickelt, baut und wartet die Nuklearsprengköpfe, die auf U-Booten der Royal Navy eingesetzt werden.
    ADS Group Fachverband
    Make UK DefenceFachverband
    ARPAS-UKDrohnenfachverband
    Ministry of Defence Sourcing PortalBeschaffungsportal des Verteidigungsministeriums

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Von Frauke Schmitz-Bauerdick, Marc Lehnfeld, Friedrich Henle, Oliver Idem, Edda vom Dorp | Paris, London, Madrid, Bonn

  • Polen, Tschechien, Slowakei und Kroatien bauen ihre Kapazitäten für Munition und Serienfertigung aus. Das stärkt Europas Versorgungssicherheit bei Volumenprodukten.

    Polen, Tschechien, die Slowakei und Kroatien haben ihre Verteidigungsindustrien stark auf klassische Rüstungsgüter, Munition, Explosivstoffe, Instandsetzung sowie auf die skalierbare Serienfertigung ausgerichtet. Der Schwerpunkt liegt weniger auf vollständiger Systemintegration, sondern auf Durchhaltefähigkeit, industrieller Breite und schneller Lieferbereitschaft. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben die Länder erheblich an strategischer Bedeutung gewonnen: Sie positionieren sich zunehmend als Europas industrielles Rückgrat bei Massenbedarf und Nachschub.

    Fähigkeit zur schnellen Industrialisierung und Skalierung

    Zentrale Treiber der Entwicklung sind die stark gestiegene Nachfrage nach Munition, der Wiederaufbau militärischer Lagerbestände und die Notwendigkeit, Lieferketten geostrategisch abzusichern. Polen, Tschechien, die Slowakei und Kroatien verfügen dabei über historisch gewachsene industrielle Fundamente, auf denen sich zusätzliche Produktionskapazitäten vergleichsweise schnell aufbauen lassen.

    Während komplexe Hochtechnologiesysteme weiterhin überwiegend importiert werden, richtet sich die nationale Industriepolitik auf den Ausbau komplementärer Fähigkeiten mit hoher Bedeutung für die Einsatzbereitschaft. Dazu zählen insbesondere Munition, Waffen, Fahrzeugkomponenten sowie Wartungs- und Logistikleistungen. Damit übernehmen die Länder eine wichtige Funktion im europäischen Produktionsökosystem: Sie verbinden die Nachfrage großer Beschaffungsmärkte mit der Fähigkeit zur schnellen Industrialisierung und Skalierung. Zugleich stärkt ihre geografische Nähe zur NATO-Ostflanke ihre Bedeutung als Produktions- und Versorgungsstandorte auch aus militärischer Sicht.

    Branchenstruktur: Staatliche Steuerung trifft auf starken Industriekern

    Die industrielle Struktur der Länder ist unterschiedlich ausgeprägt. Polen setzt auf ein staatsgetriebenes Modell: Mit der Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) bündelt das Land einen Großteil seiner traditionellen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und deckt zentrale Segmente von Munition und Artillerie bis hin zu Fahrzeugen und Elektronik ab. Ergänzt wird dieses Gefüge durch private Unternehmen und ausländische Investoren, insbesondere in der Luftfahrtindustrie. Die Produktion bleibt jedoch stark auf den Binnenmarkt ausgerichtet. Damit unterstreicht Polen seine Rolle als bedeutender Nachfragemarkt und als wichtiges Industrialisierungszentrum.

    Tschechien verfolgt einen deutlich exportorientierteren Ansatz, der von überwiegend privaten Unternehmen getragen wird. Die Industrie ist eng in internationale Lieferketten eingebunden und erzielt hohe Exportanteile, insbesondere bei Munition, Kleinwaffen, Artilleriesystemen und Spezialfahrzeugen. Zugleich haben sich technologisch anspruchsvolle Nischen in Bereichen wie Radar, Simulation und Luftfahrtkomponenten entwickelt. Große Industriegruppen wie die Czechoslovak Group treiben die Konsolidierung der Branche und ihre internationale Expansion voran.

    Die Slowakei zeigt sich wiederum als hochintegrierter Zuliefer- und Produktionsstandort. Die Industrie ist auf wenige Unternehmen konzentriert und eng mit staatlichen Strukturen verwoben. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Munition, Artillerie, Fahrgestelle und Instandhaltung. Unternehmen wie Konstrukta-Defence und ZVS holding zählen zu den wichtigsten Akteuren des Sektors. Zugleich gewinnt das Land als Standort für NATO-nahe Infrastruktur, Ausbildung und logistische Unterstützung an Bedeutung, unter anderem durch Kompetenzzentren für Munition und Kampfmittelbeseitigung.

    Kroatien ist das kleinste der vier Länder, weist jedoch die höchste Entwicklungsdynamik auf. Nach einem längeren Rückgang industrieller Kapazitäten baut das Land seine Verteidigungsindustrie wieder gezielt auf – getragen vor allem von spezialisierten privaten Anbietern. Neben klassischen Bereichen wie Infanteriewaffen und Schutzausrüstung gewinnen auch anspruchsvollere Systeme, Robotik und Drohnenanwendungen an Bedeutung. Internationale Kooperationen und Investitionen – etwa aus Deutschland – spielen dabei eine zentrale Rolle.

    Führende Branchenunternehmen in Kroatien
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    HS Produkt, Karlovachalbautomatische Pistolen und Gewehre

    149,1

    Đuro Đaković Specijalna vozila, Slavonski Brod (DD Acquisition A.S., Tschechien)Wartungsdienste für gepanzerte Kampffahrzeuge

    121,9 *) 

    Rheinmetall Unmanned Vehicles, Zagreb (ehemals Dok-Ing)unbemannte Systeme für Zivil- und Militärzwecke, Entminungsfahrzeuge

    70,7 *)

    Šestan-Busch, PrelogKopfschutzsysteme

    11,9

    * erfasst sind auch im zivilen Bereich erzielte Umsätze.
    Quelle: Kroatisches Cluster für Wettbewerbsfähigkeit der Verteidigungsindustrie (HKKOI) 2026; Wirtschaftsmagazin Lider 2026;  Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Polen
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2025

    Polska Grupa Zbrojeniowa SA GKVerschiedene Produkte

    3.236

    WSK PZL Świdnik SAKampfhubschrauber

    699

    WB Electronics SA GKElektronik, Dronen, Kommunikationssysteme

    687

    Mesko SA GKMunition

    631

    Huta Stalowa Wola SAArtillerie und Panzerfahrzeuge

    569

    PZL Mielec sp. z o.o.Kampfhubschrauber und Flugzeuge

    403

    PCO SA GKOptische Ausrüstung

    373


    Quelle: Rzeczpospolita, Lista 2000 (2025); Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in der Slowakei
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    VOP NovákyHandgranaten, Antipanzermunition, Minenwerfern, Artilleriemunition

    260

    ZVS holdingArtilleriemunition, Aufschlagzünder für Munition, pyrotechnische Komponenten

    119

    MSM Land SystemsInstandhaltung von Panzerwagen, Tankwagen, Spezialfahrzeuge

    66

    Aliter TechnologiesKommunikationssysteme für militärische Zwecke, Telefon-, Daten- und Funknetze

    55

    GlockSchusswaffen

    39

    KONŠTRUKTA - DefenceArtilleriesysteme, Minenwerfer, Munitionswagen, elektronische Ladesysteme

    32

    Letecké opravovne TrenčínInstandhaltung und Modernisierung von Militärflugzeugen, Hubschraubern, zuständig für UH-60 Black Hawk und F-16

    24


    Quelle: Vereinigung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie der Slowakischen Republik ZBOP; Finstat.sk; Handelsregister; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Tschechien
    Umsatz in Millionen Euro *)

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    Excalibur Army (Czechoslovak Group CSG)Militär- und Panzerfahrzeuge, Haubitzen, Motoren

    2.619

    STV Group (STV Invest)Großkalibermunition, Sprengstoffe, ballistischer Schutz

    461

    Sellier & Bellot (Colt CZ Group)Kleinkalibermunition

    301

    Aero Vodochody Aerospace (HSC Aerojet Zrt.)Militärflugzeuge

    239

    Česká zbrojovka (Colt CZ Group)Schusswaffen

    239

    ERA (Omnipol)Passive Beobachtungssysteme, Luftabwehrsysteme, Zielerkennung

    171

    Tatra Defence Vehicle (Czechoslovak Group CSG)Panzerfahrzeuge, Kabinen und Anbauten für Militärfahrgestelle, leichte Kampfwagen

    121


    * Umrechnung anhand des durchschnittlichen Wechselkurses der Tschechischen Nationalbank für 2024: 1 Euro = 25,119 Kč.
    Quelle: Vereinigung der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie AOBP; Handelsregister; Unternehmensmeldungen; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Nationale und europäische Finanzierungsinstrumente

    Gemeinsamer Nenner der vier Länder ist der Ausbau der Munitionsproduktion. Polen ist Europas führender Hersteller von TNT und treibt parallel die industrielle Skalierung bei Artilleriemunition voran. Tschechien und die Slowakei verfügen über etablierte Produktionskapazitäten mit hoher Exportorientierung und erweitern diese um zusätzliche Fertigungslinien sowie vorgelagerte chemische Produktionsstufen. In der Slowakei steht insbesondere die vertikale Integration im Fokus – von Vorprodukten bis zur Endmontage.

    Gleichzeitig entstehen neue industrielle Kapazitäten in den Bereichen Fahrzeugproduktion, Komponentenfertigung und Instandhaltung. Kroatien verfügt zudem über einen Traditionshersteller von Handfeuerwaffen. Das international erfolgreiche Unternehmen HS Produkt profitiert aktuell stark von der weltweit steigenden Nachfrage. Ergänzend zur klassischen Waffenproduktion entwickelt Kroatien punktuell zudem spezialisierte Technologien – etwa in den Bereichen Robotik und unbemannte Systeme.

    Die anhaltende industrielle Dynamik wird durch eine Kombination nationaler und europäischer Finanzierungsinstrumente vorangetrieben. Nationale Sonderfonds, staatliche Investitionsprogramme und durch großangelegte Beschaffungsprogramme ausgelöste Nachfrageimpulse sind tragende Säulen. Gleichzeitig gewinnt das EU-Instrument SAFE in allen vier Ländern an Bedeutung – insbesondere für die Finanzierung von Kapazitätserweiterungen, Beschaffungs- und Infrastrukturprojekten.

    Zugleich werden Verteidigungsinvestitionen zunehmend mit Infrastruktur- und Dual-Use-Maßnahmen verknüpft, etwa beim Ausbau von Transportkorridoren, logistischen Einrichtungen und industriellen Standorten. Das erhöht nicht nur die militärische Einsatzfähigkeit, sondern stärkt auch die Einbindung der Länder in europäische Wertschöpfungsketten.

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Kroatien

    BezeichnungAnmerkungen
    Adriatic Sea Defense & Aerospace Exhibition - ASDA Die internationale Ausstellung für die Verteidigung, Luft- und Raumfahrt. Sie findet alle zwei Jahre statt. Der nächste Termin: 27. bis 29.04.2027 in Zagreb.
    DEFCROS 3- dritte Verteidigungs- und Sicherheitsmesse Der nächste Termin: 01. und 02.10.2026 in Šibenik.

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Polen

    BezeichnungAnmerkungen
    Międzynarodowy Salon Przemysłu Obronnego (MSPO), KielceInternational Defence Industry Exhibition, größte Rüstungsmesse in Polen und eine der Top-3 Europas. Sie findet jährlich Anfang September im Messezentrum Targi Kielce statt.
    Defence24 Days, Warszawagrößte Fachkonferenz für Verteidigung & Sicherheit in Mittelosteuropa, jährlich im Mai, PGE-Nationalstadion Warszawa
    Warsaw Security Forum (WSF), Warszawahochrangige internationale Sicherheitskonferenz, jährlich im Herbst

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in der Slowakei

    BezeichnungAnmerkungen
    IDEB Defence & SecurityRüstungsmesse in Bratislava, letzte Veranstaltung: 12. bis 14.05.2026

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Tschechien

    BezeichnungAnmerkungen
    Mezinárodní veletrh obranné a bezpečnostní technikyRüstungsmesse in Brno, nächster Termin: 26. bis 28.05.2027
    NATO DaysLeistungsschau der NATO in Ostrava, nächster Termin: 19. bis 20.09.2026 (Deutschland ist Special Partnership Nation)
    BahnaTag des Heeres bei Rokycany, letzte Veranstaltung: 06.06.2026
    Enforce TacMesse für Sicherheit und Verteidigung in Nürnberg, nächster Termin: 01. bis 03.03.2027 (mit starker Präsenz tschechischer Rüstungsbetriebe)

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Deutsche Perspektive: Industrialisierungspartner und Technologielieferant

    Für deutsche Unternehmen ergeben sich vor allem Chancen entlang der industriellen Wertschöpfungsketten. Gefragt sind Vorprodukte, Komponenten, Maschinen und Anlagen zur Produktionsausweitung sowie Industriedienstleistungen für Wartung, Modernisierung und Qualitätssicherung. Besonders relevant sind technologische Nischen, in denen deutsche Anbieter über Wettbewerbsvorteile verfügen – etwa bei Antriebssystemen, Sensorik oder Industrieausrüstung.

    Dabei steigt der Druck zur lokalen Wertschöpfung. Kooperationen mit nationalen Partnern, Technologietransfer oder Produktionsanteile vor Ort entscheiden immer häufiger über den Marktzugang. In Polen verhandelt die staatliche PGZ mit der deutschen Marke für Antriebssysteme MTU, deren Produkte in vielen Fahrzeugen der Armee zum Einsatz kommen. Beide Partner haben Anfang März 2026 eine Absichtserklärung (MoU) zur Vertiefung ihrer Zusammenarbeit bei militärischen Antriebssystemen unterzeichnet. Perspektivisch will PGZ die Antriebssysteme selbst fertigen. Auch in Tschechien und der Slowakei eröffnen Beschaffungsprogramme neue Möglichkeiten für deutsche Zulieferer und Industriepartner – etwa bei gepanzerten Fahrzeugen, Munition und Instandhaltung. In Kroatien entstehen insbesondere in den Bereichen Drohnen, Schutzausrüstung und Spezialfahrzeuge Ansatzpunkte für Kooperationen.

    Für deutsche Unternehmen ergeben sich entlang der Lieferketten vielfältige Ansatzpunkte für Kooperationen, Zulieferungen und gemeinsame Entwicklungsprojekte. Markterfolg setzt dabei insbesondere eine frühe Präsenz, belastbare Partnerschaften sowie die Erfüllung relevanter Zertifizierungsanforderungen voraus. Zudem gewinnt der Nachweis resilienter und skalierbarer Lieferketten zunehmend an Bedeutung.

    Kontaktadressen in Kroatien

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK KroatienAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Verteidigungsministerium/ Rüstungsabteilungdie Abteilung für Rüstung ist die zentrale Verwaltungsstelle für die Entwicklung, Beschaffung und Modernisierung vom Waffen- und Militärgerät
    Agencija Alanstaatliche Agentur für den Waffenhandel und der Verkaufsagent für die kroatische SVI-Industrie
    Vereinigung der Verteidigungsindustrie bei der Kroatischen Wirtschaftskammer (HGK) Interessenvereinigung mit etwa 60 Mitgliedsunternehmen
    Cluster für Wettbewerbsfähigkeit der Verteidigungsindustrie (HKKOI)Innovationscluster; Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, öffentlichem Sektor und privaten Akteuren
    Koordination der Verteidigungsindustrie beim Arbeitgeberverband (HUP)Interessenvereinigung

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Polen

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK PolenAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministerstwo Obrony NarodowejVerteidigungsministerium, verantwortlich für die Organisation und Führung der polnischen Streitkräfte und Umsetzung der Verteidigungspolitik
    Ministerstwo Aktywów PaństwowychMinisterium für Staatsaktiva, verantwortlich für polnische staatseigene Unternehmen
    Agencja UzbrojeniaMilitär-Beschaffungsagentur, zuständig für Definition von Rüstungsanforderungen, R&D-Initiativen, Durchführung von Beschaffungsverfahren und Management von Offset-Programmen
    Izba Gospodarcza Rozwiązań Podwójnego Zastosowania i Obronności - Izba Dual UseDual Use-Kammer, Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Investoren und staatlichen Institutionen mit Schwerpunkt auf die Ausgestaltung der Gesetzgebung in Bezug auf Dual-Use-Lösungen und Verteidigung
    Polska Izba Producentów na Rzecz Obronności KrajuPolnische Kammer der Produzenten für Nationale Verteidigung, Branchenverband der polnischen Wehrtechnik-Unternehmen. Sie vertritt die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen der Rüstungs- und Sicherheitsindustrie gegenüber der Regierung und Behörden.

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in der Slowakei

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK SlowakeiAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministerstvo obrany Slovenskej republikyVerteidigungsministerium
    Združenie bezpečnostného a obranného priemyslu Slovenskej republikyVereinigung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie der Slowakischen Republik ZBOP

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Tschechien

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK Tschechienzentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministerstvo obrany České republikyVerteidigungsministerium
    Asociace obranného a bezpečnostního průmyslu ČRVerband der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie AOBP
    Defence HubPlattform der staatlichen Investitionsagentur CzechInvest. Sie bietet die Beratung und Vermittlung tschechischer Start-ups an wichtige Programme der NATO und EU wie DIANA, NATO-Innovationsfonds (NIF) und Europäischer Verteidigungsfonds (EDF).

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Von Christopher Fuß, Gerit Schulze, Kirsten Grieß, Judith Illerhaus | Warschau, Prag, Budapest, Stockholm

  • Finnland, Schweden, das Baltikum, Slowenien, die Niederlande und Portugal stärken Europas Verteidigungsfähigkeit mit Sensorik, Software und vernetzten Lösungen.

    In den genannten Ländern finden sich besonders viele Hightech-Zulieferer und Nischenspezialisten, die sich auf technologische Spezialisierung und innovative Schlüsselkomponenten statt auf die Produktion großer Stückzahlen konzentrieren. Die nationalen Verteidigungsindustrien produzieren Systeme und Lösungen, die zentrale Funktionen moderner Streitkräfte ermöglichen – etwa Sensorik, Kommunikation, Software, unbemannte Systeme oder Weltraumaufklärung. 

    Die Unternehmen agieren überwiegend als spezialisierte Anbieter in länderübergreifenden Lieferketten und produzieren in kleinen bis mittleren Serien. Ihre Stärke liegt in hoher technologischer Kompetenz, Innovationskraft und ausgeprägter Exportorientierung. Damit übernehmen sie eine zentrale Funktion für Europas Verteidigungsfähigkeit: Sie entwickeln und liefern Schlüsseltechnologien, die für die Integration und Leistungsfähigkeit moderner Plattformen und Waffensysteme unverzichtbar sind – und tragen so maßgeblich zur Leistungsfähigkeit vernetzter Verteidigungsstrukturen bei.

    Innovationen und Schlüsseltechnologien bestimmen das Bild

    Finnland und Schweden haben ihre Verteidigungsindustrie aus dem Bedürfnis nach strategischer Autonomie heraus aufgebaut. Hohe Forschungs- und Entwicklungsquoten, kurze Innovationszyklen und robuste Technologien für anspruchsvolle Einsatzbedingungen – etwa in arktischen Regionen – prägen beide Länder bis heute. In den baltischen Staaten und in Slowenien entsteht die Dynamik vor allem aus IT- und Start-up-Ökosystemen: Cybersecurity, Software, Drohnen und unbemannten Bodenfahrzeugen, Sensorik und Kommunikation. Die Niederlande sind ein industrieller Knoten für Marinesysteme und Radartechnologien. Portugal entwickelt sich zu einem Zulieferstandort für Software, sichere Kommunikations- und Führungssysteme sowie Drohnen- und Überwachungstechnologien.

    Branchenstruktur: Spezialisierte Zuliefernetzwerke mit selektiver Systemkompetenz

    Die Verteidigungsindustrien der Länder werden von hoch spezialisierten Zuliefernetzwerken bestimmt. Nur wenige etablierte Unternehmen verfügen in einzelnen Segmenten über Systemintegrationskompetenz – etwa Patria in Finnland oder Saab in Schweden. Die breite industrielle Basis besteht aus eher kleinen und mittleren, häufig inhabergeführten Technologieunternehmen, die meist dual-use-orientiert sind und Komponenten, Software oder Teilsysteme für militärische Anwendungen liefern. In Finnland konzentriert sich die Industrie auf Plattformintegration, Munition und Raumfahrtanwendungen. In Schweden decken wenige große Systemhäuser ein ungewöhnlich breites Produktspektrum ab und werden durch innovationsstarke kleine und mittlere Unternehmen ergänzt. Die Wettbewerbsfähigkeit beider Länder beruht vor allem auf technologischer Tiefe, Qualität und Flexibilität.

    In den baltischen Staaten, Slowenien und Portugal dominiert die Rolle als Hightech-Zulieferer und Entwicklungsstandort. Estland und Lettland setzen auf Defence Tech mit Schwerpunkten in Cyber, autonomen Systemen und Sensorik. Zugleich entstehen erste industrielle Kapazitäten etwa in der Munitionsfertigung und Fahrzeugmontage. Litauen baut gezielt zusätzliche Fertigungstiefe auf, insbesondere bei Munition, Optik und Wartung. Slowenien ist auf Subsysteme wie Simulation, Elektronik und ferngesteuerte Waffensysteme spezialisiert. Die Niederlande nehmen als hochentwickelter Industriestandort mit starker maritimer und sensorischer Kompetenz eine Sonderrolle ein und fungieren als zentrale Integrations- und Kooperationsplattform in europäischen Programmen. Insgesamt treten die Länder weniger als Hersteller vollständiger Systeme auf, sondern bilden das technologische Rückgrat komplexer europäischer Lieferketten.

    Führende Branchenunternehmen in Estland
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2025

    Milrem RoboticsUnbemannte Bodenfahrzeuge (UGVs)

    k. A.

    Threod SystemsMilitärische Drohnen (ISR)

    k. A.

    CyberneticaCyber‑ & maritime Verteidigungssysteme

    k. A.

    DefSecIntel SolutionsMilitärische Software, KI‑ISR

    k. A.

    Frankenburg TechnologiesCounter‑Drone‑Raketen

    bis 10 *) 


    * Schätzung.
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Finnland
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2025

    Patriagepanzerte Fahrzeuge (v.a. Radpanzer bzw. Truppentransporter), Waffensysteme, elektronische Aufklärungs‑ und Führungssysteme sowie Luftfahrt‑ und Instandhaltungsdienstleistungen

    1.086,7

    ForcitHerstellung von Sprengstoffen, Sprengstofftechnik

    497,6

    Scania SuomiGroßhandel mit Lkw und schweren Motorfahrzeugen

    370,7  1)

    IceyeAufklärungssatelliten

    mehr als 250 2)

    Insta GroupIndustrieautomation, Digitalisierung, Verteidigung und Cybersicherheit

    197,8

    RMC DefenceSchiffe für Grenzschutz und Marine

    146,9 1)

    Airbus Defence and Space(in Finnland:) Softwareentwicklung und -produktion

    139,3 1)

    SakoGewehr- und Patronenhersteller

    137 1)


    * 1 2024; 2 Schätzung.
    Quelle: Suomen asiakastieto 2026; Geschäftsjahresabschlüsse der Unternehmen 2026; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Lettland
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2025

    Edge Autonomy Riga, SIAMilitärische UAVs & ISR

    68,3

    Patria Latvia6×6 Radpanzer (APCs) (Montage & Integration)

    50 bis 60 *) 

    LMT DefenceC4I-Systeme, 5G‑Militärsysteme

    k. A.

    Belss / ERASERmilitärische UAVs für Aufklärung und Zielverfolgung

    k. A.

    Origin RoboticsKI‑gestützte Drohnenwaffen

    k. A.

    SAF Tehnika (Defence-Sparte)Kommunikationssysteme

    k. A.


    * Schätzung.
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Litauen
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2025

    Rheinmetall Defence LietuvaMunition & Explosivstoffe, u.a. 155mm Artilleriemunition (NATO-Standard)

    k. A.

    Giraitės Ginkluotės Gamykla (GGG)NATO‑konforme Munition

    k. A.

    Brolis SemiconductorsOpto‑Elektronik, Militärlaser

    k. A.


    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in den Niederlanden
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    Damen Naval / Damen Shipyards GroupMarineschiffbau

    k. A. 

    Thales NederlandRadar, Sensorik, Gefechtsführung

    k. A. 

    Fokker Technologies (GKN Aerospace NL)Luftfahrtkomponenten

    k. A. 

    DAF DefenceMilitärische Lkw

    k. A. 

    DefentureLeichte taktische Fahrzeuge

    k. A. 

    RH MarineMarineelektronik & Automatisierung

    k. A. 

    Van Halteren TechnologiesSimulation, Artillerie, Landtechnik

    k. A. 


    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Portugal
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024 *)

    OGMAWartung militärischer Flugzeuge, Flugzeugkomponenten

    k. A. 

    TekeverUAV‑Systeme, Drohnen, maritime Überwachungsdrohnen

    k. A. 

    EID – Empresa de Investigação e Desenvolvimento de ElectrónicaMilitärische Kommunikation (C4I/C4ISR), Marinesysteme

    k. A. 

    Critical SoftwareSicherheitskritische Software, Cybersecurity, Defense‑IT

    k. A. 

    EdisoftC4ISR, maritime Gefechtsführung, Raumfahrtsoftware

    k. A. 

    West Sea – Estaleiros NavaisPatrouillenboote, militärische und zivile Schiffe

    k. A. 

    UAVision AeronauticsUAV-Systeme, Drohnen

    k. A. 


    * Umsatzzahlen nicht veröffentlicht, daher Auswahl auf Basis verschiedener Quellen.
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Schweden
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2025 *)

    Saab AB (inkl. Kockums, Dynamics etc.)Gripen, U-Boote, Radar, Lenkwaffen

    7.500

    BAE Systems Hägglunds AB und BAE Systems Bofors ABPanzerfahrzeuge, Artillerie, Munition

    1.000

    Nammo Sweden ABMunition, Raketenmotoren, Pyrotechnik

    250

    MilDef Group ABmilitärische IT

    180

    Invisio ABKommunikationssysteme, Headsets für militärische Einsätze

    150


    * Schätzung.
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Slowenien
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    Dat Con, Polzela (KFB Holding Group, Saudi Arabien)Systemlösungen zur Kontrolle von Land-, Luft- und Seegrenzen

    29,4

    Arex, Šentjernej (RSBC Defence, Tschechien)Trainingsmunition, ballistischer Schutz, Schusswaffen, Baugruppen für Sprengstoffe, Schmiedekomponenten für die militärische Luftfahrt

    24,2

    Armas, Ravne na Koroškem (Dilon, Russland)Stahl für spezielle Anwendungen, ballistische und andere Flachstähle, Lang- und Schmiedestähle für die Verteidigungsindustrie, Schmiedestücke, Artillerie- und Mörserrohre, Torsionsstäbe höchster Qualität

    22,1

    Guardiaris, Ljubljanamaßgeschneiderte Innen- und Außensimulatoren für Militär

    10,6

    Valhalla Turrets, Komendaferngesteuerte Waffentürme für gepanzerte Fahrzeuge, Feuerleitintegration

    7,2

    C-Astral, Ajdovščinaunbemannte Luftsysteme zur Fernerkundung, Überwachung und Aufklärung

    5,9

    Skylabs, MariborLuft- und Raumfahrttechnik: kleine Satellitenplattformen, strahlenresistentes Mikroelektronikdesign und Space-to-Ground-Kommunikation

    2,9


    Quelle: GOIS-Cluster 2026; Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. 2026; AJPES 2026; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    EU-Programme als Wachstumsmotor und Integrationshebel

    Die Entwicklung der Verteidigungsindustrien wird durch das Zusammenspiel nationaler Förderinstrumente, europäischer Programme und einer sicherheitspolitisch getriebenen Nachfrage geprägt. In Finnland und Schweden basiert die Innovationsdynamik auf langfristig gewachsenen Strukturen: Nationale Programme wie „Defence & Digital Resilience“ oder institutionelle Kooperation zwischen Beschaffung, Forschung und Industrie sorgen für eine enge Verzahnung von Entwicklung und Anwendung. Gleichzeitig nutzen beide Länder Instrumente wie den European Defence Fund (EDF), um zusätzliche Investitionen zu mobilisieren. Finnland greift darüber hinaus auf das EU‑Kreditinstrument SAFE zurück und finanziert darüber zusätzliche Verteidigungsinvestitionen. In Finnland sorgen zudem direkte Beschaffungen für die Ukraine für kurzfristige Produktionsimpulse.

    Gerade in kleineren Märkten – insbesondere im Baltikum und in Slowenien – sind EU-Programme ein zentraler Wachstumstreiber. Instrumente wie EDF, PESCO und NATO-Initiativen wie DIANA finanzieren technologische Entwicklungen und erleichtern den Zugang zu internationalen Netzwerken. Ergänzend setzen die Staaten auf steuerliche Anreize, beschleunigte Genehmigungsverfahren und staatliche Beteiligungen, um Investitionen anzuziehen. Litauen kombiniert EU-Förderung mit aktiver Standortpolitik, Estland baut gezielt industrielle Infrastruktur auf. In den Niederlanden erfolgt die Steuerung vor allem über strategische Industrieprogramme und großvolumige Beschaffungsvorhaben. Europäische Förderinstrumente sind dabei nicht nur Finanzierungsquelle, sondern ein Türöffner zu gemeinsamen Entwicklungsprojekten und europäischen Lieferketten.

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Estland

    BezeichnungAnmerkungen
    German-Baltic Defence Industry Conference 2026Organisator ist AHK Baltikum; 29.10.2026 in Vilnius
    DAIMEX Baltic 2026 (Defence & Aerospace Industry Meeting & Exposition) wird gemeinsam von den drei führenden baltischen SVI-Branchenverbänden nach einem Rotationsmodell organisiert: Litauen (2026), Lettland (2027), Estland (2028).
    Estonian Defence Week 202621. bis 25.09.2026 in Tallinn

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Finnland

    BezeichnungAnmerkungen
    SecD-DayFinnlands größtes Event im Bereich Defense; nächster Termin: 02. bis 03.02.2027
    Veranstaltungskalender des Finnish Operations Center (FOC)Auflistung mehrerer Veranstaltungen im Jahresverlauf

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Lettland

    BezeichnungAnmerkungen
    German-Baltic Defence Industry Conference 2026Organisator ist AHK Baltikum; 29.10.2026 in Vilnius
    DAIMEX Baltic 2026 (Defence & Aerospace Industry Meeting & Exposition) wird gemeinsam von den drei führenden baltischen SVI-Branchenverbänden nach einem Rotationsmodell organisiert: Litauen (2026), Lettland (2027), Estland (2028).

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Litauen

    BezeichnungAnmerkungen
    German-Baltic Defence Industry Conference 2026Organisator ist AHK Baltikum; 29.10.2026 in Vilnius
    DAIMEX Baltic 2026 (Defence & Aerospace Industry Meeting & Exposition) wird gemeinsam von den drei führenden baltischen SVI-Branchenverbänden nach einem Rotationsmodell organisiert: Litauen (2026), Lettland (2027), Estland (2028).

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in den Niederlanden

    BezeichnungAnmerkungen
    NEDSgrößte Branchenmesse in den Niederlanden, jährlich in Rotterdam; nächster Termin:  November 2026

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Portugal

    BezeichnungAnmerkungen
    InforceMesse für Verteidigung, Sicherheit und Katastrophenschutz; erste Veranstaltung: 12.- 14.02.2026 in Porto
    AuxDefense ConferenceInternationale wissenschaftliche Konferenz zu Hochleistungsmaterialien, Textiltechnik, Verbund- und innovativen Werkstoffen für Militäranwendungen; alle zwei Jahre; nächster Termin: 01.-03.07.2026 in Funchal (Madeira)

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Schweden

    BezeichnungAnmerkungen
    Defence Expo Swedenzentrale Branchenplattform (Industrie & FMV/Försvarsmakten); nächster Termin: 13.– 14.04.2027
    SKYDD & National Defence Expogrößte Sicherheitsmesse Nordeuropas, inkl. Verteidigungsbereich; nächster Termin: 20.– 22.10.2026 in Stockholm
    Security Fest (Gothenburg)Fokus IT-/Cybersecurity, stark wachsender Bereich; letzte Veranstaltung: 28.- 29.05.2026
    Drone International Expo (Stockholm)Fokus auf UAV/Counter-UAS, relevant für militärische Anwendungen; nächster Termin: 03.- 04.12.2026

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Slowenien

    BezeichnungAnmerkungen
    Sidec 2026Die zweite Ausstellung der Verteidigungsindustrie samt dem Konferenzprogramm. Die erste Veranstaltung  hat im Jahr 2025 rund 180 Aussteller versammelt. Der nächste Termin: 10. bis 12.11.2026 in Celje.

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Skaleneffekte durch Kooperation: Das Common Armoured Vehicle System (CAVS)

    Eines der Schlüsselprojekte auf dem Weg zu vertiefter europäischer Verteidigungskooperation und einer stärker integrierten Verteidigungsindustrie in Europa ist das multinationale Rüstungsprogramm CAVS. Es wurde 2020 durch eine Zusammenarbeit zwischen Finnland und Lettland initiiert und soll eine gemeinsame Plattform für Panzerfahrzeuge bilden. Basis ist der vom finnischen Rüstungskonzern Patria entwickelte Radpanzer Patria 6x6. Das Kooperationsprojekt überträgt Fertigungskompetenz an lokale Partner und fördert die koordinierte Produktentwicklung. 

    Neben Finnland und Lettland sind mittlerweile Schweden, Dänemark, Norwegen, das Vereinigte Königreich wie auch Deutschland beteiligt. Litauen erwägt, ebenfalls beizutreten. Damit in Verbindung steht die Absicht Litauens, mehr als 900 Radpanzer von Patria zu beschaffen.

    Fördergelder aus dem EU-Instrument EDIRPA geben dem CAVS-Programm zusätzlichen Schub und stärken die multinationale Zusammenarbeit zwischen den Anwenderländern.

     

    Deutsche Perspektive: Ko-Entwicklung und Zulieferung eröffnen Marktzugang

    Für deutsche Unternehmen liegt der Zugang zu diesem hochinnovativen Markt vor allem in Kooperationen, gemeinsamer Entwicklung und spezialisierter Zulieferung. Besonders gefragt sind Technologien wie Sensorik, sichere Kommunikation, Software‑Architekturen, Space‑ISR sowie Lösungen für Drohnenanwendungen und maritime Elektronik.

    In Finnland bestehen etablierte Kooperationspfade, etwa über das CAVS-Programm mit Patria oder das Satellitenökosystem von ICEYE, an dem auch deutsche Raumfahrt- und Sensorikunternehmen anknüpfen können. In Schweden eröffnen sich Chancen über Partnerschaften mit Saab – etwa in den Bereichen Luftverteidigung, Marinesysteme, Simulation und Kommunikation. Aufgrund der hohen Auslastung der Industrie steigt in Schweden derzeit der Bedarf an zuverlässigen Zulieferern.

    Im Baltikum ist deutsches Engagement bereits sichtbar: Rheinmetall errichtet in Litauen mit einem Tochterunternehmen die Fertigung für 155-mm-Artilleriemunition. Zugleich eröffnen gezielter Kapazitätsaufbau in Estland und Lettland sowie die enge militärische Zusammenarbeit vor Ort zusätzliche Möglichkeiten – von Anlagenbau und Wartungsleistungen bis hin zu Drohnenabwehr und Infrastrukturprojekten.

    Die Niederlande bieten als hochentwickelter Technologiestandort besondere Einstiegschancen in Radar-, Sensorik- und C4ISR-Systeme, häufig im Rahmen gemeinsamer europäischer Programme. Portugal ist vor allem als Zuliefer- und Entwicklungsstandort für Software-, Kommunikations- und Drohnenlösungen interessant.

    Kontaktadressen in Estland

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK BaltikumDienstleistungen und Vernetzung vor Ort
    Estnisches Verteidigungsministeriumzuständiges Ministerium in Estland
    Centre for Defence Investments (Riigi Kaitseinvesteeringute Keskus, RKIK) zentrale estnische Beschaffungsbehörde für den Verteidigungsbereich
    Estonian Defence and Aerospace Industry Association (EDIA bzw. Defence Estonia)nationaler Verband der estnischen Sicherheits‑, Verteidigungs‑ und Luftfahrtindustrie
    Estonian Public Procurement Register (Riigihangete register)Estlands Portal für öffentliche Ausschreibungen

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Finnland

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK FinnlandDienstleistungen und Vernetzung vor Ort
    Verteidigungsministerium (Puolustusministeriö)zuständiges Ministerium in Finnland
    Finnish Defence Forces (Puolustusvoimat)Homepage der finnischen Verteidigungskräfte
    Defence Forces Logistics Command (Puolustusvoimien logistiikkalaitos)Logistikabteilung der finnischen Verteidigungskräfte
    Finnish Operations Center (FOC)Das FOC unterstützt finnische Unternehmen beim Eintritt in den Nato-Markt bzw. bei der Internationalisierung.
    Finnish Border Guard (Rajavartiolaitos)Homepage des finnischen Grenzschutzes
    Finnish Defence and Aerospace Industries - PIAInteressenverband der finnischen Sicherheits-, Verteidigungs- und Luftfahrtbranche; dort ist auch ein sehr umfänglicher Mitgliederkatalog verfügbar: https://teknologiateollisuus.fi/pia/wp-content/uploads/sites/13/2025/06/PIA-FactsFigures-2025.pdf
    HILMAallgemeines Portal für öffentliche Ausschreibungen in Finnland, in finnischer Sprache. Teilweise sind die Ausschreibungen auch auf Englisch zu finden. Ausschreibungen in elektronischer Form sind über die Seite zu finden.

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Lettland

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK BaltikumDienstleistungen und Vernetzung vor Ort
    Lettisches Verteidigungsministeriumzuständiges Ministerium in Lettland
    State Defence Corporation, LLC (SDC) (SIA “Valsts aizsardzības korporācija”)staatliche Industrie‑ und Beteiligungsgesellschaft speziell für Rüstungsprojekte; Träger oder Mitgesellschafter bei Großprojekten (Munition, Artillerie); Direkter industriepolitischer Arm des Verteidigungsministeriums
    Federation of Security and Defence Industries of Latvia (FSDI Latvia)nationaler Dachverband der lettischen Sicherheits‑ und Verteidigungsindustrie
    MilTech Latvia - the Latvian Military Technology, Drones & Robotics Associationlettischer Branchenverband
    International Association of Defence Products Manufacturerslettischer Branchenverband
    Elektronisko Iepirkumu Sistēma [Electronic Procurement System] (EIS)Lettlands Portal für öffentliche Ausschreibungen

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Litauen

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK BaltikumDienstleistungen und Vernetzung vor Ort
    Litauisches Verteidigungsministeriumzuständiges Ministerium in Litauen
    Lithuanian Defence and Security Industry Association (LDSIA)nationaler Spitzenverband der litauischen Verteidigungs‑ und Sicherheitsindustrie
    Centrinė viešųjų pirkimų informacinė sistema (CVP IS) [Central Public Procurement Information System, CPP IS]Litauens Portal für öffentliche Ausschreibungen

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in den Niederlanden

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK Niederlandezentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministry of DefenceVerteidigungsministerium
    NIDV - The Netherlands Industries for Defence & Securityzentrale Interessenvertretung der niederländischen Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Portugal

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK Portugalzentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Ministério da Defesa NacionalVerteidigungsministerium
    IdD - Indústria de Defesa de Portugalstaatliche Agentur für die Koordinierung und Förderung der portugiesischen Verteidigungsindustrie
    AED - Cluster Português da Aeronáutica, Espaço e DefesaBranchenverband für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Schweden

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK Schwedenzentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen in Schweden
    Verteidigungsministerium (Försvarsdepartementet)politische Steuerung der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik
    FMV – Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (Försvarets materielverk)zentrale Beschaffungsbehörde
    Schwedische Streitkräfte (Försvarsmakten)Bedarfsträger, Testpartner und wichtiger Auftraggeber
    SOFF – Verband der schwedischen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (Säkerhets- och försvarsföretagen)wichtigster Branchenverband mit über 450 Mitgliedsunternehmen

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Slowenien

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK Slowenienzentrale Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
    VerteidigungsministeriumDie Abteilung für Logistik ist für die Umsetzung von Rüstungsprogrammen sowie für die Beschaffung von Waffen zuständig.
    DOVOS d.o.o.Das zweckgebundene staatliche Unternehmen für Verteidigung, Sicherheit und Resilienz, das sich an Unternehmen und Projekten der lokalen SVI-Industrie beteiligt. Plänen der neuen Regierung zufolge soll das Verteidigungsministerium die Aufgaben von Dovos übernehmen.
    Cluster der Verteidigungsindustrie Sloweniens (GIZ-GOIS)Interessenvereinigung mit rund 200 Mitgliedern

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Von Judith Illerhaus, Fabian Möpert, Michael Sauermost, Friedrich Henle, Kirsten Grieß | Stockholm, Madrid, Berlin, Bonn, Budapest

  • Ungarn, Rumänien und Bulgarien stärken gezielt ihre Industrien. Neue Werke, Joint Ventures und EU-Fördermittel integrieren die Länder in europäische Lieferketten.

     

    Ungarn, Rumänien und Bulgarien bauen ihre Verteidigungsindustrien mit hohem Tempo aus. Neue Werke, Joint Ventures mit internationalen Herstellern und steigende Verteidigungsbudgets verändern die industrielle Landschaft. Während lange nur begrenzte oder veraltete Kapazitäten vorhanden waren, entstehen heute neue Standorte für Munition, Landsysteme und ausgewählte Komponenten.

    Aufholer mit politischem Rückenwind

    Der Kapazitätsaufbau ist politisch gesteuert. Die Länder bilden gemeinsam mit Polen und den baltischen Staaten die NATO-Ostflanke. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat den Druck erhöht, militärische Infrastruktur und Produktionskapazitäten zu schaffen. Neben nationalen Programmen spielen europäische Förderinstrumente eine wichtige Rolle. Internationale Rüstungsunternehmen bringen Technologie, Know-how und Marktzugang ein. Der Schwerpunkt liegt auf Serienfertigung, Montage, Wartung und Engpassprodukten.

    Ungarn verfolgt einen strategischen Ansatz. Mit dem Programm Zrínyi 2026 koppelte die Regierung unter Viktor Orbán die Modernisierung der Streitkräfte eng an den Aufbau eigener Kapazitäten. Langfristig gesicherte staatliche Nachfrage soll internationale Hersteller ins Land holen. Zentrales Instrument sind Joint Ventures zwischen dem Staat – gebündelt in der N7 Holding – und ausländischen Rüstungsunternehmen.

    Rumänien verfügt über eine breite, jedoch zum Teil veraltete industrielle Basis. Das betrifft vor allem staatliche Rüstungsbetriebe, die heute ein Drittel der rumänischen Produktionskapazitäten ausmachen. Haushaltsmittel flossen in der Vergangenheit eher ins Ausland und nicht in heimische Betriebe. Der aktuelle Ausbau zielt vor allem auf eine Reindustrialisierung und Modernisierung der staatlichen Rüstungsindustrie. 

    Auch in Bulgarien ist die Branche staatlich geprägt. Mehrere Rüstungsbetriebe produzierten früher für die Sowjetunion. Heute zählt das Land zu den wichtigsten Munitionsproduzenten für die Ukraine. Neue Investitionen sollen die Produktion stärker auf NATO-Standards ausrichten und die industrielle Basis erneuern.

    Branchenstruktur: Neuaufbau, Modernisierung und Skalierung

    In Ungarn entsteht die Verteidigungsindustrie weitgehend neu. Bis Mitte der 2010er Jahre verfügte das Land – abgesehen von wenigen Zulieferern – nur über geringe industrielle Kapazitäten. Die heutigen Produktionsstandorte beruhen überwiegend auf Kooperationen mit internationalen Unternehmen. Schwerpunkte liegen auf Land- und Gefechtsfahrzeugen, Handwaffen und Munition sowie auf ausgewählten Elektronik- und Sensorsystemen.

    Die Werke von Rheinmetall stehen exemplarisch für diese Entwicklung. Der Konzern produziert in Ungarn den Schützenpanzer Lynx, betreibt eine Munitionsfabrik und fertigt militärische Komponenten. Daneben werden Gefechtsfahrzeuge des Typs Gidrán im Land montiert. Perspektivisch soll das Joint Venture des türkischen Herstellers Nurol Makina mit dem ungarischen Fahrzeugbauer Rába die vollständige Produktion übernehmen. Auch der tschechische Hersteller Colt CZ betreibt seit 2018 eine Produktion für Sturmgewehre und Pistolen.

    Eine wichtige Rolle übernimmt der Telekommunikations- und Technologiekonzern 4iG. Die Tochtergesellschaft 4iG Space and Defence Technologies positionierte die ungarische Regierung seit 2025 als zentralen privaten Akteur der Branche. Das Unternehmen übernahm im März 2026 die Mehrheit an der staatlichen N7 Holding. Mehrere Beteiligungen an Rüstungsunternehmen gingen dabei auf 4iG über, darunter die Anteile an ungarischen Tochtergesellschaften von Rheinmetall und Colt CZ. 

    Die Holding ROMARM mit rund 15 Produktionsunternehmen und etwa 7.000 Beschäftigten umfasst einen nennenswerten Teil des staatlichen Sektors in der rumänischen Verteidigungsindustrie. Schwerpunkte liegen auf Landsystemen, Helikoptern und Munition. Zu den wichtigen staatlichen Betrieben zählen Munitionshersteller wie Carfil, Waffenproduzenten wie die Cugir Arms Factory, Raketenhersteller wie Electromecanica Ploiești sowie Instandhaltungsbetriebe für Panzerfahrzeuge in Moreni und Bukarest.

    Internationale Unternehmen sind ebenso vor Ort. Lockheed Martin kooperiert mit Aerostar Bacău bei Wartung und Komponenten für F-16 und Patriot-Systeme, Airbus mit IAR Brașov im Helikopterbereich. General Electric und Turbomecanica fertigen Triebwerkskomponenten, Elbit Systems liefert elektrooptische Systeme. Aerostar betreibt außerdem Wartungszentren für F-16. Die Werft Damen Galați hat seit 1999 mehr als 450 Schiffe gebaut, darunter rund 30 Militärschiffe für internationale Kunden.

    Auch in Bulgarien prägen traditionelle Hersteller die Branche, vor allem in den Bereichen Munition und Wartung. Gleichzeitig entstehen neue Produktionskapazitäten durch internationale Kooperationen. Neben Munition ist die Industrie auf optische Komponenten, Nachtsichtgeräte, Handwaffen und Granatwerfer spezialisiert. Letztere produziert das staatliche Unternehmen Arsenal AD.

    Führende Branchenunternehmen in Bulgarien
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    Romarm (Staatskonzern mit 15 einzelnen Unternehmen) Kleinwaffen, Artillerie, Panzerfahrzeuge, Explosivstoffe

    245

    Aeroteh SA Buchares

    Systeme für Überwachung, Kontrolle und Missionsunterstützung

    Komponenten für militärische Navigation und Kontrolle

    129

    Aerostar SA BacauMRO für Militärflugzeuge (F‑16, MiG‑21), Flugzeugstrukturen, Raketen- und Radarsysteme; Kooperation mit Raytheon International Defence

    96

    IAR Brasov Puma‑ und Alouette‑Hubschrauber, Strukturbauteile, Wartung

    77

    Turbomecanica SA BucharestZulieferer von Motoren und Flugzeugkomponenten für die Rumänische Luftwaffe; Kooperation mit Rolls Royce, General Electric Aviation

    28,1

    Condor SAFallschirme, militärische Textilien für Flieger: Gurte, Rettungswesten, Fluganzüge

    8,2

    Aerofina S.A.Systemlieferant für Luftfahrt‑, Rettungs‑ und sicherheitskritische Komponenten: Steuerungskomponenten, pyrotechnische Komponenten; Kunden u.a. sind Elbit Systems, Meggitt Defense Systems

    7,2


    Quelle: Pressemeldungen; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Rumänien
    Umsatz in Millionen Euro

    Unternehmenwichtigste Produkte2024
    Arsenal AD (Kazanlak)Kleinwaffen, Munition, Artillerie, Luftabwehr, Sprengstoffe703
    VMZ SopotMunition, Raketen‑ und Explosivstoffe423
    Dunarit AD (Ruse)Munition, Raketen‑ und Explosivstoffe207
    Terem HoldingInstandsetzung, Modernisierung, Munition, Militärlogistik36
    Samel‑90 ADMilitärische Kommunikation, Elektronik, Schutzfahrzeuge35
    MARS Armor Ltd.Ballistischer Personen‑ und Fahrzeugschutz7,3
    Armaco JSC / OptiOptik, Wärmebild‑ und Nachtsichtsysteme4


    Quelle: Pressemeldungen; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Führende Branchenunternehmen in Ungarn
    Umsatz in Millionen Euro 1)

    Unternehmenwichtigste Produkte

    2024

    Rheinmetall Hungary Zrt.Produktion von Lynx und KF51 Panther Gefechtsfahrzeugen

    144

    Pro Patria Electronics Kft.Überwachungstechnologien

    46

    Rohde & Schwarz Hungária Kft.Militärische Funkkommunikation (VHF-UHF)

    12

    Rheinmetall Hungary Munitions Zrt.Herstellung von Großkalibermunitionen

    10

    Gidrán Páncélozott Járművek Kft. 2)Produktion von gepanzerten Gidrán-Fahrzeugen

    8

    Rheinmetall Electronics Hungary Kft.Digitale Systeme, C4ISR, Simulation und Ausbildung

    4

    4iG Space and Defence Technologies Zrt. 3)Raumfahrt, Luftfahrt, Landsysteme, Waffen und Munition, Cyber‑Verteidigung

    0,002


    1 umgerechnet zum durchschnittlichen Wechselkurs von 2024: 1 Euro = 395,3 Ft; 2 Eigentümer sind Rába und Nurol Makina Hungary; 3 Teil einer Unternehmensgruppe.
    Quelle: Verband VEX; Nemzeti Cégtár; Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Öffentliche Steuerung und EU-Finanzierung als Wachstumstreiber

    Der Ausbau der Verteidigungsindustrien wird in allen drei Ländern durch staatliche Programme gesteuert. Nationale Strategien zielen darauf ab, industrielle Kapazitäten aufzubauen oder zu modernisieren und die Länder stärker in europäische Lieferketten einzubinden. Öffentliche Nachfrage, staatliche Beteiligungen und Förderinstrumente prägen die Investitionsentscheidungen.

    Eine wichtige Rolle spielt das europäische SAFE-Programm. Ungarn hat Kredite in Höhe von 16,2 Milliarden Euro beantragt, Rumänien rund 16,7 Milliarden Euro. Bulgarien plant Mittel von etwa 1,9 Milliarden Euro sowie zusätzliche Vorfinanzierungen von rund 1,3 Milliarden Euro.

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Bulgarien

    BezeichnungAnmerkungen
    HEMUSFachmesse für die Verteidigungsausrüstung; findet in der letzten Maiwoche alle zwei Jahre in Plowdiw statt; nächster Termin: 2028

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Rumänien

    BezeichnungAnmerkungen
    Black Sea Defence & Aerospace (BSDA)findet alle zwei Jahre in Bukarest statt; letzte Veranstaltung: 13.-15.05.2026 mit deutscher Beteiligung

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Wichtige Branchenveranstaltungen in Ungarn

    BezeichnungAnmerkungen
    TECHDEFBedeutendste Konferenz in Ungarn für Industrie, Staat und Forschung; jährlich im Dezember
    Hungarian National EDF Information DayInfo-Event über Projekte und Förderungen für Unternehmen, Start-ups, Forschungsinstitutionen, Cluster; jährlich im März/April
    Industrie-TageIndustriemesse, mit Vertretern der Verteidigungsindustrie; jährlich im Mai
    Budapest Energy and Security Talks (BESTalks)Hochrangige Sicherheits- und Energiekonferenz für Mittel- und Osteuropa, findet jährlich in Budapest statt, nächster Termin: 13. bis 14.07.2026

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Deutsche Perspektive: Frühe Präsenz in entstehenden Lieferketten

    Deutsche Unternehmen sind für den Kapazitätsausbau wichtig. Zu den größten Investoren zählt Rheinmetall, das in Ungarn, Rumänien und Bulgarien mehrere Projekte verfolgt. In Ungarn entsteht zudem ein Werk des deutsch-israelischen Unternehmens Dynamit Nobel Defence. Dort sollen ab 2026 Abschussrohre für Panzerfäuste produziert werden.

    Weitere deutsche Unternehmen sind in Wartung, Instandhaltung und Schlüsseltechnologien aktiv. KNDS Deutschland organisiert gemeinsam mit dem lokalen Partner Currus über Leonardo Hungary MRO die Wartung ungarischer KNDS-Systeme. Auch der Radar- und Sensorspezialist Rohde & Schwarz ist im Land präsent.

    Rumänien gilt aufgrund seiner industriellen Basis als attraktiver Standort für Land- und Gefechtsfahrzeuge. Rheinmetall investiert dort in den Aufbau einer Produktion modularer Treibladungen gemeinsam mit dem rumänischen Hersteller Pirochim Victoria. Der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems betreibt seit 2024 ein Entwicklungsbüro in Bukarest. Medienberichten zufolge prüft auch Heckler & Koch gemeinsam mit dem Maschinenwerk Cugir den Aufbau einer Produktion.

    In Bulgarien nutzt Rheinmetall die starke Munitionsindustrie. Gemeinsam mit dem Hersteller VMZ-Sopot ist eine Investition von mehr als einer Milliarde Euro geplant. Die Produktion von Geschosshüllen könnte 2027 starten.

    Für deutsche Zulieferunternehmen entstehen durch neue Produktionslinien und Modernisierungen neue Geschäftschancen. Bereits in der Investitionsphase besteht Bedarf an Maschinen, Anlagen, Komponenten sowie industriellen Dienstleistungen und Technologien für Produktion und Qualitätssicherung. Ein späterer Einstieg in die Lieferketten bleibt möglich, erfordert jedoch entsprechende Zertifizierungen.

    Kontaktadressen in Bulgarien

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK BulgarienAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
    VerteidigungsministeriumAnsprechpartner für internationale militärische Beziehungen
    Bulgarisches BeschaffungsportalPublikation von Ausschreibungen und Beschaffungsprogrammen der staatlichen Organisationen
    Branchenverband - BDIABranchenverband der bulgarischen Verteidigungsindustrie

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Rumänien

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK RumänienAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
    VerteidigungsministeriumAnsprechpartner für internationale militärische Beziehungen
    Generaldirektion für RüstungInformationen zu laufenden Beschaffungsvorgängen und Zertifizierungen
    C.N. Romtehnica staatliches Unternehmen und Bindeglied zwischen der rumänischen Verteidigungswirtschaft und den staatlichen Organisationen

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Kontaktadressen in Ungarn

    BezeichnungAnmerkungen
    AHK UngarnAnlaufstelle für deutsche Unternehmen
    Honvédelmi Minisztériumzuständiges Ministerium
    VEX - Magyar Védelmi és Űripari Exportügynökségstaatliche Agentur für die Förderung der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie, besonderer Fokus Export
    VIKI - Védelmi Innovációs KutatóintézetForschungsinstitut für die Förderung von Technologie und Innovation im Verteidigungswesen

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest 2026

    Von Kirsten Grieß, Dominik Vorhölter | Budapest, Bukarest

  • Egal ob Länderanalysen, Markterkundungsreisen oder Kontaktadressen. Nutzen Sie die Informationen von GTAI. 

    Länderanalysen von GTAI

    Vertiefen Sie Ihr Wissen mit den einzelnen Länderberichten von GTAI:

    1. Belgien
    2. Bulgarien
    3. Frankreich
    4. Griechenland
    5. Norwegen
    6. Polen
    7. Portugal
    8. Rumänien
    9. Schweden
    10. Slowakei
    11. Spanien
    12. Tschechien
    13. Ukraine
    14. Vereinigtes Königreich

    BMWE-Markterschließungsprogramm 

    Mit dem Markterschließungs­programm für kleine und mittelständische Unternehmen (MEP) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) projektbezogene Maßnahmen für viele Branchen und Zielmärkte.

    Für 2026 sind zwei Geschäftsanbahnungsreisen und ein Verbundprojekt der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in europäische Länder geplant: 

    LandTerminAnmerkung
    Griechenland9.11. bis 12.11.2026Geschäftsanbahnungsreise mit Fokus auf Cybersicherheit
    Vereinigtes Königreich29.11. bis 3.12.2026Geschäftsanbahnungsreise mit Fokus auf Verteidigung und Drohnen
    Estland, Polenab September 2026Verbundprojekt mit Fokus auf maritime Technologien

     

    Vernetzungstool für die Verteidigungsindustrie

    SVI‑Connect ist eine digitale Vernetzungsplattform des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits‑ und Verteidigungsindustrie (BDSV) und des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME). Sie richtet sich an deutsche Unternehmen der Branche, bringt Bedarfsträger und Zulieferer zusammen und erleichtert die strukturierte Partnersuche entlang der Lieferketten.