Marktchancen Energieeffizienz

Ländervergleich Marktchancen Energieeffizienz

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17.11.2016

Besserer Marktzugang in der Schweiz durch Minergie- Mitgliedschaft

Potenziale für deutsche Unternehmen gibt es zum Beispiel bei Komplettlösungen aus einer Hand, bei Ausrichtungen des Neubaus nach energetischen und ökologischen Kriterien, bei Verwendung ökologisch vorteilhafter Materialien, in den Bereichen Wärmedämmung, klimaschonende Haustechnik, Einsatz erneuerbarer Energiequellen, Intelligente Zähler, Vorschriften zur Modernisierung ab einem bestimmten Baujahr, Erarbeiten von Lösungen mit lokalen Unternehmen.

Wer in der Schweiz mit energieeffizienten Produkten und Dienstleistungen ins Geschäft kommen möchte, tut gut daran, sich mit dem Minergie-Konzept vertraut zu machen. Zahlreiche deutsche Firmen haben dies getan. Sie sind beispielsweise als Mitglied dem Minergie-Verein beigetreten, was vor allem für Hersteller interessant ist. Bis Mitte 2016 hatten über 500 Institutionen, Firmen und Gebietskörperschaften diesen Weg gewählt.

Minergie-Sprecher Antonio Milelli lädt in einem Gespräch mit GTAI deutsche Firmen dazu sogar explizit ein. "Aus unserer Sicht ist Minergie ein internationales Qualitätslabel und kein Instrument um den nationalen Markt gegen ausländische Konkurrenz abzuschirmen. Minergie steht qualifizierten ausländischen Unternehmen gerne als Türöffner zur Verfügung. Wir haben internationale Konzerne wie Ikea in unseren Reihen sowie anerkannte Branchenführer - wie Stiebel Eltron, Buderus, Hansgrohe und Viessmann - oder deutsche Fertighausbauer wie Haas."

Minergie-Zertifizierung auch für deutsche Hersteller möglich

Ferner besteht die Möglichkeit, sich als Minergie-Fachpartner zertifizieren zu lassen, was für Handwerksbetriebe und Architekten, also die Planer und Ausführer, in Frage kommt. Partnerbetriebe müssen entweder Referenzprodukte nachweisen oder an speziellen Minergie-Fortbildungskursen teilnehmen. In ihren Beratungsgesprächen empfehlen die Minergie-Experten stets die Produkte der Minergie-Mitglieder und die Dienstleistungen der Minergie-Fachpartner.

Aus den Minergie-Vorgaben lassen sich die potenziellen Boomsegmente im zukünftigen Schweizer Gebäudebaus leicht ablesen. Erstens, eine gut isolierte Gebäudehülle, also Dach- und Fassadendämmung, Isolierglasfenster sowie wärmedämmende Türen. Zweitens, Lüftungstechnik mit Wärmetauscher, drittens, Heizungsanlagen auf der Basis von Wärmepumpen sowie, viertens, Photovoltaikanlagen.


Text: Axel Simer

17.11.2016

Bürobauten, Hotels und Einzelhandel als interessante Felder in Polen

Kommerzielle Bauten bieten die größten Geschäftschancen für deutsche Anbieter von Komplettlösungen und komplexer Beratung. Ihr Hauptvorteil liegt in der langjährigen Erfahrung mit der Einführung neuester Technologien. Besonders starker Nachfrage erfreuen sie sich bei Bürobauten, deren Investoren im hart umkämpften Markt selbst kleinste Alleinstellungsmerkmale aufgreifen.

Der Einzelhandel lotet wegen zunehmender Steuerbelastung und niedriger Margen ebenfalls alle zur Verfügung stehenden Einsparmöglichkeiten aus. Am meisten verbreitet sind Energiesparbeleuchtung und effiziente Kühlsysteme. Aber auch erneuerbare Quellen, darunter Geothermie oder Wärmetauscher finden Anwendung.

Der Trend ist ebenfalls im Hotelbau und bei industriellen Immobilien unverkennbar. Vor allem die letzteren haben mit dem letztjährigen Fast-Blackout (mehr dazu) und alles andere als optimistischen Prognosen eine starke Motivation zum Energiesparen erhalten.

Öffentliche Hand muss effizienter werden

Als Markteinstiegshilfe ist das Zurückgreifen auf bekannte Partner, die bereits in Polen agieren empfehlenswert. Die vorhandene Markterfahrung kommt vor allem bei öffentlichen Aufträgen zum Tragen. Polen hat zwar ein relativ offenes und transparentes Vergabesystem, die Formalitäten bereiten ausländischen Anbietern aber teilweise große Kopfschmerzen. Dabei können kleine Fehler bei der Angebotsabgabe den Ausschluss vom Verfahren bedeuten. Zu bedenken ist ebenfalls, dass laut dem neuen Vergaberecht (mehr dazu) Firmen mit Festangestellten in Polen bevorzugt werden.

Der Markt der öffentlichen Aufträge im Bereich der Energieeffizienz wird wachsen. Das neue Energieeffizienzgesetz verpflichtet Einheiten der Verwaltung nicht nur zum entsprechenden Bauen und Renovieren. Es vereinfacht auch die Aufnahme von Öffentlich-Privaten Partnerschaften (Public Private Partnership; PPP) in diesem Bereich. Siemens hat bereits mehrere solcher Vereinbarungen getroffen, zuletzt in Plock für die Thermomodernisierung von 24 Gebäuden im Wert von knapp 8 Mio. Euro. Die Firma wird ihre Aufwendungen aus den Energieeinsparungen refinanzieren. Wegen der angespannten Haushaltslage vieler öffentlicher Körperschaften dürfte PPP zukünftig eine breitere Anwendung finden.

Durchschnittspole setzt auf Einzellösungen

Im Gegensatz zu öffentlichen Partnern brauchen private Verbraucher noch Aufklärung in Bezug auf die Vorteile. Trotz der bereits 2021 bevorstehenden Pflicht zur Niedrigenergiebauweise hält sich das Interesse an entsprechenden Lösungen vor allem im Wohnungsbau in Grenzen. Zudem ist bei kleineren Projekten die preisliche Konkurrenz der vielzähligen lokalen Berater von deutschen, meist teureren Anbietern kaum überwindbar.

Laut dem Zentrum für Branchenanalysen weist jedes fünfte in Polen verkaufte Fenster einen Wärmeübergangskoeffizienten von unter 0,9W/qmK auf. Viel Wert wird auf entsprechende Wärmedämmung der Außenwände gelegt. Komplettlösungen, wie die Passivhausbauweise fassen auf dem Markt jedoch kaum Fuß. Zum einen scheuen Bauherren jegliche Mehrkosten, welche die Kredithöhe steigern. Zum anderen trifft die zuweilen sehr moderne Architektur solcher Häuser nicht unbedingt den polnischen Geschmack.

Die Kostenfrage dürfte auch Investitionen in erneuerbare Energien hemmen. Der im Frühling 2015 angekündigte Feed-in-Tarif wurde wieder verworfen, die jetzigen Regelungen können den finanziellen Mehraufwand nicht ausgleichen (mehr dazu). Solarwärme wird weiterhin durch sinkende Preise und eine relativ umfangreiche Förderung wachsen, andere Lösungen vorerst wohl nur eingefleischte Fans begeistern.


Text: Michal Wozniak

17.11.2016

Chancen für deutsche Unternehmen und Handwerker in Ungarns öffentlichem Bereich

Der ungarische Markt für energieeffiziente Produkte und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich dürfte in den nächsten Jahren tendenziell wachsen. Der Bedarf ist sehr groß, die Anforderungen - bedingt durch EU-Vorgaben - können nur mit erheblichen Investitionen erfüllt werden. Nach Schätzungen von Experten müssten 4,4 Mrd. Euro investiert werden, um den Energiebedarf im Gebäudebereich um 20% zu senken.

Allerdings sind die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel begrenzt. Private Haushalte sind ebenso wie öffentliche Einrichtungen dem Thema zwar aufgeschlossen, ihre Bereitschaft, Energieeffizienzprojekte aus eigener Tasche zu finanzieren, ist jedoch begrenzt. Entsprechende Angebote von Banken werden nur zögerlich angenommen.

Auch die niedrigen Preise für Wärme und Strom in Ungarn werden als Investitionsbremse bewertet. Infolge einer Regierungsmaßnahme zur Senkung der Wohnnebenkosten, welche 2013 und 2014 durchgeführt wurde, sind die Strom-, sowie Gas- und Fernwärmepreise um über 20% im Vergleich zu den Preisen von Ende 2012 zurückgegangen. Baumaßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung scheinen dadurch wenig rentabel.

Abhängigkeit von staatlichen Subventionen

In einer Umfrage des Budapester Forschungsinstituts Energiaklub und des Instituts für Energieeffizienz MEHI haben zwei Drittel der Befragten angegeben, dass sie keine Wohnungsmodernisierung in Angriff nehmen, wenn dafür eigene Ersparnisse oder Bankkredite in Anspruch genommen werden müssen. Die Nachfrage auf dem Markt ist deshalb stark von Subventionen abhängig. Viele potenzielle Investoren verzögerten ihre Investitionsentscheidung, weil sie auf finanzielle Zuschüsse vom Staat warten.

Eine ähnlich niedrige Investitionsbereitschaft stellen die beiden Institute für den öffentlichen Bereich fest. Dennoch sind die Chancen für Projekte insbesondere im öffentlichen Bereich gut. Vor allem Gemeindeverwaltungen sind für ESCO-Projekte offen. So bieten Vorhaben, die von Energieversorgern zusammen mit Banken im Bereich der Verbrauchssteuerung, Gebäude-, Klima- und Heiztechnik umgesetzt werden, gute Perspektiven für Anbieter von entsprechenden Ausrüstungen und Technologien.

Deutsche Energieeffizienzprodukte genießen einen guten Ruf in Ungarn. Die Fachkompetenz deutscher Unternehmen ist in fast allen Sektoren der Energieeffizienzsteigerung gefragt und bietet nach Einschätzung der AHK Ungarn großes Potential zur Vermarktung und zum Einsatz von komplexen energieeffizienten Systemen. Allerdings stellt der Preis eine Hürde dar. Einfache Lösungen und preiswertere Technik werden stärker nachgefragt.

Passivhäuser im Kommen

Die steigende Nachfrage nach energieeffizientem Bauen hat nach Feststellung der AHK Ungarn auch zu einer Belebung der Nachfrage nach Passivhäusern geführt. Diese Gebäudeart ist zwar noch nicht weit verbreitet - es gibt derzeit erst einige Dutzend davon im Land. Der Bau solcher Gebäude wird jedoch stärker nachgefragt. Die ungarische Baustoffbranche signalisiert deshalb zunehmenden Bedarf nach isolierenden und wärmedämmenden Materialien. Für deutsche Anbieter bieten sich auch gute Absatzchancen für Anlagetechnik, erneuerbare Energien, Wärmeisolierung und Fenster.


Text: Waldemar Lichter

17.11.2016

Deutsche Unternehmen und Handwerker brauchen in Tschechien gute Kontakte vor Ort

Für kleinere deutsche Baufirmen und Handwerksunternehmen ist es nicht einfach, bei der energetischen Gebäudesanierung in Tschechien zum Zuge zu kommen. Da bei öffentlichen Ausschreiben in der Regel einzig der Preis entscheidet, dürften deutsche Anbieter nur bei komplizierten technologischen Lösungen Chancen haben, bei denen die Lohnkosten nicht zu sehr ins Gewicht fallen.

Das gilt zum Beispiel bei Sanierungen im Rahmen eines Energy Performance Contracting (EPC). Dabei plant und finanziert ein Dienstleister Effizienzmaßnahmen an Gebäuden und erhält dafür als Gegenleistung einen Teil der gesparten Energiekosten. Solche Projekte sind meist langfristiger über einen Zeitraum von zehn Jahren angelegt und umfassen häufig einen ganzheitlichen Ansatz für die Erneuerung der Haustechnik wie Heizungs- und Lüftungsanlagen. 

In den Staats- und Gebietsverwaltungen ist für solche EPC-Projekte viel Überzeugungsarbeit nötig, sagt Radim Kohoutek vom Verband APES. Für die Behörden sei es einfacher, Fördermittel für die Fassaden- oder Dachsanierung zu beantragen, anstatt komplexe und langlaufende Verträge für ein Energiespar-Contracting zu machen.

Es lohnt sich aber, den Blick nicht nur auf die Hauptstadt Prag zu richten, sondern auch in die Regionen des Landes zu gehen. Beispielsweise ist der Bezirk Pardubice führend bei EPC-Lösungen zur Sanierung öffentlicher Gebäude. Laut Kohoutek wurden dort bereits Krankenhäuser, Schulen, Altersheime und andere Objekte auf diese Weise energetisch saniert.

Netzwerk persönlicher Kontakte ist nützlich

Um in Tschechien ins Geschäft zu kommen, ist auf jeden Fall ein enges Netzwerk an Kontakten zu potenziellen Auftraggebern nützlich. Eine wichtige Zielgruppe sind dabei die vielen deutschen Investoren vor Ort, die bei der Modernisierung ihrer Firmengebäude und Fabrikhallen häufig auf vertraute Unternehmen aus ihren Heimatregionen setzen. Ein interessanter Kundenkreis ist außerdem die Schwerindustrie, die auf Dampf oder Hitze für Produktionsprozesse angewiesen ist und daher ein großes Energiesparpotential bietet. Regionale Schwerpunkte sind hier der Bezirk Mährisch-Schlesien und Südmähren.

Beim Aufbau des Netzwerkes helfen Mitgliedschaften in wichtigen Verbänden wie dem tschechischen Green Building Council CZGBC, der Allianz Sance pro budovy (Chance für Gebäude) oder dem Passivhausverband (siehe Abschnitt Messen und Internetadressen). Dort sind häufig auch wichtige Developer und große Baufirmen organisiert, die als potenzielle Auftraggeber in Frage kommen.

Außerdem empfiehlt es sich, die Ergebnisse der Ausschreibungen für EU-Mittel im Bereich Energieeffizienz zu verfolgen. Die Mittelempfänger wie Gemeinden, Ministerien, Eigentümer- oder Wohnungsbaugenossenschaften werden nach erfolgreicher Antragstellung in Excel-Tabellen veröffentlicht, inklusive einer Projektbeschreibung. Eventuell könnte sich eine Kontaktaufnahme lohnen (Portal Strukturalni-fondy.cz, Abschnitt „Seznam prijemcu“).

Grundsätzlich sind tschechische Kunden zwar sehr preissensitiv. Das gilt aber vor allem bei Endverbrauchern. Im Unternehmenssektor sind nach Einschätzung von Marktkennern überwiegend Qualität und Lebensdauer die wichtigsten Kaufkriterien. Das gilt auch für Energiespartechnologien, etwa im Heizungs- oder Lüftungsbereich. „Ziel ist sicherlich nicht, das billigste Produkt zu nehmen und sich dann mit Reklamationen herumzuschlagen“, meint Branchenexperte Radim Kohoutek vom Verband APES. Asiatische Anbieter haben bislang kaum nennenswerte Marktanteile, auch wenn sie bereits Qualität und Leistung bieten können. Deutsche Hersteller sind bei Heizkesseln und Klimatechnik führend, bekommen aber zunehmend den Wettbewerb durch tschechische, slowakische oder polnische Produzenten zu spüren.

Deutsche Hersteller produzieren Heiztechnik auch in Tschechien 

Wie deutsche Handwerksfirmen berichten, ist die zeitnahe Versorgung mit Materialien, Geräten und Einzelteilen vor Ort überhaupt kein Problem. Die meisten deutschen Hersteller und viele große Händler liefern nach Tschechien. Einige haben sogar Produktionskapazitäten vor Ort. Bosch Thermotechnik zum Beispiel fertigt Festbrennstoffkessel in Mährisch-Schlesien.

Gerade der Markt für Heizkessel wird durch Förderprogramme angetrieben. Laut Nora Houstava, Sales Director bei Bosch Termotechnika in Prag, wird am häufigsten mit Gas betriebene Heiztechnik nachgefragt vor Festbrennstoffen. Hohe Zuwachsraten verzeichnet Bosch bei Wärmepumpen.

Um bei der staatlichen Förderung im Rahmen von Förderprogrammen wie „Nova zelena usporam“ berücksichtigt zu werden, müssen zum Beispiel die Heizgeräte die Anforderungen der EU-Ökodesign-Richtlinie erfüllen. Hersteller von entsprechender Technologie sollten ihre Modelle beim Staatlichen Umweltfonds (SFZP) in eine entsprechende Liste eintragen lassen.

Grundsätzlich ist zu erwarten, dass der tschechische Markt für Energieeffizienztechnologie durch die verschärften Anforderungen bei Neubauten stark wächst. Komplettlösungen sind vor allem von öffentlichen Auftraggebern gefragt. Sie lassen in der Regel der beauftragten Energy service company (ESCO) freie Hand, um ein Vorhaben abzuwickeln. „Kunden aus der Privatwirtschaft wollen oft mit einem kleinen Pilotprojekt starten - etwa die Lichttechnik in einer Werkhalle optimieren“, berichtet Marktkenner Kohoutek. „Je nach Erfolg und Einsparpotenzial entscheiden sie dann, ob sie Folgeaufträge platzieren.“

17.11.2016

Deutsches Knowhow genießt guten Ruf in den Niederlanden

Die gesamte Europäische Union liegt auf Kurs um die Klimaziele 2020 zu erreichen. Allerdings hinken die Niederlande hinterher, besonders auf dem Gebiet der Energieeffizienz. Die Dynamik muss zunehmen. Die sich wieder auf Wachstumskurs befindende Bauwirtschaft des Landes bietet gute Perspektiven für eine energieeffiziente Gebäudesanierung. Für deutsche Unternehmen und Handwerker bietet der Markt Potenzial, weil die Entwicklungen im Bereich nachhaltigen Bauens und Sanierens in Deutschland deutlich weiter fortgeschritten sind. Deutsche Unternehmen genießen mit ihrem Know-How einen guten Ruf auf dem niederländischen Markt. Die geographische Nähe verstärkt das Interesse.

Der private Sektor bietet grundsätzlich ein hohes Potenzial für deutsche Anbieter. Für Ausschreibungen und Projekte im öffentlichen Sektor helfen Kenntnisse der lokalen Partner. Auch für Sanierungsprojekte müssen laut Angaben der Deutsch-Niederländischen Handelskammer manchmal Baugenehmigungen beantragt werden. In den meisten Fällen jedoch, können diese Bewilligungen durch den niederländischen Auftraggeber bereitgestellt werden. Wenn eine deutsche Firma für Projektarbeiten Personal in die Niederlande entsendet, wird häufig eine Genehmigung benötigt. Dies muss im jeweiligen Fall geprüft werden. Doppelverglasung und Dachisolierung stellen die am häufigsten durchgeführte Maßnahme dar. Angebote zu Komplettlösungen aus einer Hand gewinnen an Bedeutung.


Text: Marte-Marie van den Bosch

17.11.2016

Großer Nachholbedarf schafft Chancen für deutsche Firmen und Handwerker in Japan

Das Marktpotenzial auch für europäische Firmen auf dem Markt ist unumstritten, denn Nachholbedarf ist vorhanden. Die Entwicklung gehe erst langsam los, bewerten ausländische Branchenvertreter. Vor allem im Renovierungsbereich schlummern Geschäftsmöglichkeiten.

Allerdings wartet die Branche noch auf verbesserte Rahmenbedingungen. Diese könnten durch zügigere sowie konsequentere Vorgaben von Seiten der Regierung geschaffen werden. Bevorstehende Änderungen der Gesetzeslage dürften zwangsläufig auch bei der Bevölkerung das Energiebewusstsein im privaten Eigenheim maßgeblich erhöhen.

Mit dem Erfahrungsvorsprung punkten

Ausländische Anbieter von effizienten sowie innovativen Branchenerzeugnissen oder Komplettlösungen dürften in Zukunft vor allem mit ihrem Erfahrungsvorsprung punkten. Dies gilt nicht nur bei Neubauten, sondern auch im Renovierungsbereich, wenn sich der Trend zu Wohnhäusern mit einer längeren Lebensdauer, für die auch in qualitativ hochwertige Baumaterialien investiert wird, bestätigt. Beratungsdienstleistungen von internationalen Anbietern sollten dann ebenfalls gefragt sein.

Bislang ist der Marktzutritt jedoch schwierig. Diese Situation dürfte sich tendenziell verbessern, wenn allgemein etwas mehr Bewegung in entsprechende Projekte gekommen sei, ist von Branchenvertretern zu hören. Auch dann sei es ratsam über einen lokalen Partner oder Experten vor Ort aktiv zu werden.

Die Bereitschaft zu deutsch-japanischen Kooperationen ist gegeben. So kam es im Januar 2013 zu einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS; mittlerweile BMVI) sowie dem Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism zur Einrichtung einer japanisch-deutschen Konferenz über Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltleistung von Gebäuden. Im kontinuierlichen Austausch über gemeinsame Fortschritte im Bereich der Energieeffizienz sollen bilaterale Geschäftsbeziehungen entstehen.

Unter der Initiative des Öko-Zentrum NRW, das bereits seit 2008 in Japan aktiv ist, wurde im September 2012 die Japanese Energy Agency (JENA) gegründet. Das Beratungsunternehmen, das gemeinsam mit einem Konsortium japanischer Energieexperten ins Leben gerufen wurde, möchte deutschen Unternehmen den Einstieg in den schwierigen Markt erleichtern. Dämmung und Luftdichtheit, aber auch energetische Gebäudesanierungen stehen dabei besonders im Blickpunkt.


Text: Michael Sauermost

17.11.2016

Großes Potenzial bei Renovierungen in Singapur

Das Gesamtpotenzial des Marktes für Energieeffizienzlösungen und Dienstleistungen in Singapurs Gebäudebereich für 2015 schätzte eine Untersuchung vom Beratungsunternehmen Frost & Sullivan Asia Pacific (Februar 2013) auf 397 Mio. bis 739 Mio. US$. Demnach ist der Markt seit 2010 jährlich um durchschnittlich 11,6% gewachsen. Singapur befindet sich damit im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern bereits in einer mittleren Entwicklungsphase.

Da gut die Hälfte des Energiebedarfs in Gebäuden von Klimaanlagen verbraucht wird, lag bisher der Schwerpunkt der Energieeinsparung hierauf gefolgt von Beleuchtung. Der Trend geht nun jedoch zu einem breiteren holistischen Ansatz unter Einbeziehung von Gebäudedesign, begrünten Flächen, Sensoren, Solartechnik und Nutzung des reichhaltigen Regenwassers. Auch steht nachhaltiges Bauen hoch im Kurs, da natürliche Ressourcen rar sind.

Mehr als die Hälfte der Gebäudeeigener will bald renovieren

Laut Umfragen legt Singapur Wert auf grünes Bauen bei Renovierungen. So wollen laut den World Green Building Trends 2016 von der Bauprojektplattform Dodge Data & Analytics 55% der befragen Gebäudebesitzer ihr Eigentum in den nächsten drei Jahren ökologisch nachrüsten. Nachdem bislang überwiegend Neubauten zertifiziert sind, liegt das größte Potenzial in der Sanierung von Bestandsobjekten. Denn im dicht besiedelten Stadtstaat halten sich Neubauten, die in der Regel nach den Green Mark Vorgaben gebaut werden, zahlenmäßig in Grenzen. Wird nachgerüstet, sind es zuerst meistens die leicht austauschbaren Komponenten wie Lampen und Klimaanlagen und erst später - wenn überhaupt - die Fenster. Ein Einbau energieeffizienter Fenster beispielsweise ist auf den gesamten Baubestand gesehen immer noch die Ausnahme.

Vorzeigebeispiel German Centre

Exemplarisch für ein hohes Niveau an Energieeffizienz steht das German Centre Singapore, das sich mit der Platinum-Medaille, dem höchsten Niveau des singapurischen Umweltzertifikats Green Mark, schmücken darf. Das 1995 eröffnete Gebäude wurde von Oktober 2013 bis Mai 2014 umgerüstet. Während diesem Modernisierungsprozess wurden eine hoch effiziente Klimaanlage inklusive leistungsstarken Kühltürmen in Betrieb genommen, rund 11.000 LED-Lampen getauscht und Lichtsensoren für die allgemein zugänglichen Zonen installiert.

Neben den gesetzlichen Regularien für umweltfreundliches Bauen ist das entscheidende Kriterium die Betriebskosteneinsparung. Laut der obigen Umfrage wird die Amortisierungsdauer für neue beziehungsweise bestehende Bauten auf sieben bis acht Jahre geschätzt. Nachgeordnete Gründe für ökologisches Bauen sind der Werbe- und der Wohlfühl-Effekt, insbesondere bei kommerziellen Projekten in der Innenstadt sowie internationalen Mietern. Insgesamt ist jedoch das öffentliche Umweltbewusstsein nicht so ausgereift wie in Deutschland, so dass eher mit kürzeren Amortisierungszeiten kalkuliert wird.

Hoher Import von Equipment

Energieeffiziente Gebäudekomponenten müssen fast ausschließlich importiert werden und kommen bei höherwertigen Produkten aus Industrieländern. Lokale Firmen können in dem Bereich jedoch Dienstleistungen beisteuern: vom Design über Bau bis zu IT-Lösungen. So sind die meisten beim Green Building Council registrierten Firmen lokale Dienstleister. Auch einfache Komponenten wie Baustoffe und Farben können lokal sowie aus Nachbarländern beschafft werden.

Die Wettbewerbssituation ist sehr kompetitiv, konstatiert die AHK  Singapur in ihrer Zielmarktanalyse Energieeffizienz in Gebäuden Singapur 2015. Panasonic testet beispielsweise eine umfassende Energieeffizienzlösung in der Punggol Eco-Town. Die Branchengrößen Honeywell, Johnson Controls, Siemens und Schneider Electrics sind im Bereich Gebäudetechnologie etabliert. Um Fassadentechnologien kümmern sich Knauf, Singapore Saftey Glas, Asahi Glass, Nippon Paint, REC Solar und Phoenix Solar.

Wichtige Rolle von Referenzprojekten in der Region

Viele Gebäudebesitzer sind sehr preisbewusst und sehen vor allem die anfänglichen Investitionskosten und die lange Amortisierung. Da sie häufig zu günstigen asiatischen Angeboten tendieren, müssen deutsche Mitbewerber andere Vorteile in die Waagschale werfen. Hohe Qualität, ein umfassendes Leistungsangebot und lokale Präsenz können den Ausschlag geben. Ein starkes Argument sind Referenzprojekte in tropischen Ländern.

Anknüpfungspunkt für deutsche Komponentenhersteller kann auch eine Kooperation mit singapurischen Dienstleistern und Bauunternehmen sein. Diese haben bereits ökologische Bauprojekte in der VR China, Malaysia, Indonesien, Vietnam und Indien durchgeführt. Sie kaufen die Komponenten weltweit ein und integrieren sie zu einem Gesamtkonzept für Projekte in der Region. Hierbei bieten sich Synergien mit deutschen Technologielieferanten, erklärte Goh Chee Kiong, Geschäftsführer für Cleantech, Cities, Infrastructure and Industrial Solutions beim staatlichen Economic Development Board (EDB). Darüber hinaus bietet sich Singapur als Testmarkt für Umwelttechnologien in tropischen Metropolen an.

Hilfreich ist für Newcomer auch die Kontaktaufnahme mit der Building Construction Authority, dem Singapore Green Building Council und dem Economic Development Board. Da sich lokale Unternehmen an Vorgaben von staatlichen Stellen und Verbänden orientieren, können diese Markteinstiegshilfen geben.


Text: Rainer Jaensch

17.11.2016

Gute Chancen für Anbieter innovativer Produkte und Konzepte in Spanien

Auch nach der langen Rezession ist Spanien im Bausektor ein Riese mit vielen, auch international höchst wettbewerbsstarken Unternehmen. Und natürlich setzen viele von ihnen durch das stark geschrumpfte Neubaugeschäft auf den Markt für die energetische Sanierung des Gebäudebestands und seine Einpassung in smartere Städte. Der Wettbewerb ist groß. Keine Fachmesse oder Konferenz, die nicht das Thema Energieeffizienz aufführt. Das wachsende Bewusstsein bei Bauträgern und der keimende Markt für umfassendere Gebäudesanierungsprojekte bieten vor allem Chancen für Anbieter von innovativen Materialien, Konzepten und Know-how rund um die Gebäudeeffizienz, die auf die spanischen Bedingungen passen. Dazu zählen Luftfilterung, intelligente Zähler, Heizkostenverteiler, dynamische Fassaden, Fensterläden und Rollladen, Begrünungskonzepte, Grauwasserrecyclingsysteme, smarte Klimatisierungs- und Heizsysteme, Gebäudeautomatik, Wohnrobotik.

Deutsche Anbieter und Dienstleister, die nicht nur phasenweise, sondern anhaltend in Spanien einsteigen möchten, brauchen einen Multiplikator und eine Vernetzung vor Ort. Für einen Handwerksbetrieb etwa, wird eine Zusammenarbeit mit spanischen Architekten, Energieberatungsfirmen oder Projektträgern unabdingbar sein.

Deutsche Technologieanbieter wie Kömmerling, Viessmann, Vaillant, Knauf sind seit Jahrzehnten auf dem spanischen Markt etabliert, haben seine Höhen und Tiefen erlebt, sind beim Effizienzthema sehr gut aufgestellt. Sie wirken als Sponsoren auf vielen Veranstaltungen und werben zusammen mit anderen Unternehmen in Spanien auf der Anbieterseite für das Thema Energieeffizienz. Mit der Energieeffizienzgesetzgebung in Spanien gewachsen ist der deutsche Energiedienstleister Ista. Er hat sich Anfang 2015 durch die Übernahme des spanischen Mess- und Energiedienstleisters Portolés auf diesem Markt verstärkt und meldete im August 2016, mehr als 800.000 Heizkostenverteiler, Heiz- und Wasserzähler in Spanien installiert zu haben.

AHK Spanien organisiert Markteinstiegsreisen im Bereich Energieeffizienz

Orientierung und einen ersten Einstieg in Sachen Energieeffizienz bietet deutschen Handwerksbetrieben und KMU die vom BMWi geförderte Exportinitiative Energie. Die Auslandshandelskammer (AHK) Spanien ist erfahren in der Organisation sogenannter Markteinstiegsreisen, auf denen deutsche Anbieter einen Überblick über den aktuellen Marktstand erhalten und mit potentiellen Geschäftspartnern zusammentreffen. Dabei liegen die Gewichte mal auf Hotel- und Tourismusgebäuden, mal auf gehobenem Innenausbau, mal auf erneuerbaren Energien, wie zum Beispiel Geothermie. Informationen zu Markteinstiegsveranstaltungen und -reisen weltweit lassen sich auf dem Außenwirtschaftsportal iXPOS abrufen. Speziell zu Spanien empfiehlt es sich, den Leiter Marktberatung in der AHK Madrid, Herrn Markus Kemper (markus.kemper@ahk.es) zu kontaktieren.

Mit Blick auf die Zukunft, die Klimaneutralität von Gebäuden oder gar Positivenergiegebäude gibt es großen Lern-, Anschauungs- und Fortbildungsbedarf bei Architekten, Entwicklern und Baufirmen. Pionierentwickler haben es offenbar noch nicht leicht, auf dem spanischen Markt in dieser Hinsicht erfahrene Baufirmen zu finden oder entsprechend zertifizierte Materialen. Sie greifen dann durchaus auf ausländische Marken zurück. Leuchtturmprojekte der lokalen Verwaltungen oder Architektenschulen geben auch System- und Materialanbietern Chancen, sich zu profilieren. So verkündete die Bürgermeisterin von Madrid, Manuela Carmena, dass alle öffentlichen Gebäude, die die Hauptstadt fortan baut, zur Kategorie Nullenergie gehören oder sogar Energieerzeuger werden sollen. Auch das Baskenland macht mit EECN-Gebäuden Schlagzeilen.


Text: Miriam Neubert

17.11.2016

Korea (Rep.) bietet Chancen bei Isolierung, Wärme und Kühlung

Der koreanische Wohnungsbestand ist relativ jung, da nahezu das gesamte Land nach dem Koreakrieg neu aufgebaut werden musste. Der Großteil der Gebäude entstand dann in den Boomjahren ab 1970, als im Zuge des rasanten Wirtschaftsaufschwungs die Infrastruktur schnell nachgezogen werden musste.

Die Gebäude sind in Bezug auf energetisches Verhalten dennoch nicht mit in Deutschland im gleichen Zeitraum errichteten Häusern vergleichbar. Die meisten Immobilien sind schlecht isoliert. Experten gehen allerdings davon aus, dass angesichts restriktiverer Dämm- und Brandschutzvorrichtungen die Nachfrage nach hochqualitativen Isolationen in Zukunft anziehen wird.

Bereits 2015 spürten die Anbieter von Produkten und Materialien im Bereich Energieeffizienz einen steigenden Bedarf und gehen von einem anziehenden Absatz in den kommenden Jahren aus. Das koreanische Unternehmen LG Hausys rechnet beispielsweise damit, dass sich seine Verkäufe des Isolationsstoffs Phenolharzschaum von 2015 bis 2018 fast vervierfachen werden. Noch 2015 wurde der Markt für Isolationsmaterial zu rund 80% von Polystyrol und -urethan dominiert. Doch künftig soll sich der Anteil qualitativ hochwertiger Materialien mit besseren Brandschutz- und Dichtungseigenschaften nach Einschätzung von Unternehmensvertretern erhöhen.

Um die Zusammenarbeit zwischen Korea (Rep.) und Deutschland im Bereich Energieeffizienz zu intensivieren, führte die Wirtschaftsfördergesellschaft Baden-Württemberg International 2015 in Seoul die Konferenz Green Cities durch. Auch die KGCCI (Korean-German Chamber of Commerce and Industry) organisierte gemeinsam mit dem Unternehmen Eclareon im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) 2015 in Deutschland eine Informationsveranstaltung zum Thema „Wärme und Kühlung in Gebäuden mit erneuerbaren Energien in Südkorea“ und veröffentlichte hierzu eine Zielmarktanalyse.

Als Lieferant möglichst früh in den Bauentwürfen erscheinen

In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass bei Bauprojekten der Preis für das zu errichtende Gebäude im Regelfall vorab fest definiert wird. Die Projektdurchführer tendieren dann zur Beschaffung günstigerer Materialien. Für Lieferanten ist es daher wichtig, schon sehr frühzeitig den Markt zu sondieren und in die Baupläne der Architekten bereits vor Angebotsabgabe mit aufgenommen zu werden. Das Produktmarketing sollte daher über die Architekten laufen, möglicherweise gemeinsam mit koreanischen Partnern.

Besonders gute Geschäftschancen sollten sich aufgrund der hervorragenden IuK-Infrastruktur bei Smart Home und Smart Energy ergeben. So wollen LG Electronics und die staatliche Baugesellschaft LH (Korea Land & Housing Corp.) künftig zusammenarbeiten mit dem Ziel, umweltfreundliche Appartements zu bauen.

SK Telecom unterzeichnete im August 2016 einen Vertrag mit der Baufirma Hanyang, um 1.500 neue Wohnungen in der Stadt Incheon auszustatten. Vorgesehen sind unter anderem die automatische Steuerung sowohl von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Gebäuden wie auch von Lichtschaltern und Fenstern.

Die größte Baufirma in Korea (Rep.), Hyundai Engineering & Construction, setzt ebenfalls auf die Entwicklung energiesparender Maßnahmen. Neben IT-Applikationen zur Reduzierung des Stromverbrauchs stehen dabei auch stärkere Isolierungen und energieeffiziente Materialien im Fokus.


Text: Alexander Hirschle

17.11.2016

Marktchancen für deutsche Unternehmen und Handwerker

Der rumänische Markt für Energieeffizienz hat laut EU-Kommission ein starkes Investitionspotenzial. Er ist aber noch klein, fragmentiert, gilt als risikoreich und stützt sich besonders bei umfassenden Sanierungen vorwiegend auf direkte und indirekte Subventionen. Dies führt zu niedrigen Sanierungsraten beim Wohnungsbestand. Mit Anziehung internationaler Investoren geht eine Stärkung nachhaltiger Entwicklungen einher. Nach Büro- und gewerblichen Gebäuden, vor allem in Industrie und Einzelhandel, tendieren immer mehr Wohngebäude in Richtung nachhaltiger Baupraktiken. Dies folgt den steigenden Anforderungen von Mietern und Eigentümern, die die Entwickler zu Investitionen in moderne Technik veranlassen.

Alle großen Entwickler haben effiziente Gebäude mit grüner Technik im Angebot. Hierbei spielen komfortable und gesundheitsförderliche Innenräume sowie verringerte Betriebskosten eine wichtige Rolle. Besonders größere Unternehmen sind bereit, höhere Mieten für Gebäude mit besseren technischen Spezifikationen zu zahlen. Die ins Rollen kommende „grüne Welle“ reicht mittlerweile über die Hauptstadt Bukarest hinaus und erfasst auch Sekundärstädte wie Cluj-Napoca, Timisoara, Brasov, Sibiu und Iasi. Marktchancen ergeben sich nicht nur aus der thermischen Sanierung bestehender städtischer Wohnblocks, sondern auch bei Neubauten.

Mehr Nachfrage nach Klimatechnik

Die lokalen Entwickler sind dabei zusehends vertraut mit modernen Lösungen. Wärmegedämmte Glasfassaden und moderne Lüftungstechnik breiten sich aus, auch innovative Isolation mit optimalem thermischen Verhalten, umfassende HLK-Lösungen (Heizung, Lüftung; Klimatechnik) mit Programmierung und Kontrolle durch Gebäudemanagementsysteme, verbesserte Tageslichtnutzung in Funktionsbereichen, LED Beleuchtungsanlagen mit Sensortechnik, nachhaltige Baustoffe sowie Vorhangfassaden aus Aluminium gehören zum Spektrum. Auch eine stärkere Nutzung alternativer Energiequellen etwa durch Solaranlagen, sowie Systeme zum Sammeln von Regenwasser und Grasdächer gelten als zukunftsträchtig. Im Wohnungsbau sind Passivhäuser mit Fernsteuerung verfügbar.

Aufgrund begrenzter Ressourcen gehört Rumänien nicht unbedingt zu den Vorreitern intelligenter Technik, aber das Potenzial für die kommenden Jahre ist vorhanden. Der Markt hofft dabei auf Preissenkungen, die einem breiteren einen Zugang ermöglichen. Die weitere Deregulierung lässt die Energiepreise ab 2017/18 steigen, was die Wirtschaftlichkeit von Effizienzmaßnahmen erhöht.

Eine Spezialisierung auf qualitativ anspruchsvolle Produkte, Dienstleistungen und Zielgruppen dürfte für deutsche Anbieter passend sein. Neue Technik mit Komplettlösungen schafft Vorteile. Der Markt für Energieeffizienz ist nicht neu, die lokale und internationale Konkurrenz durchaus hoch. Vielfach dominiert der Preis. Das Umweltbewusstsein ist nicht so stark entwickelt. Eine Kooperation mit branchenerprobten lokalen Anbietern erscheint zumindest am Anfang zweckdienlich. Öffentliche Ausschreibungen für häufig EU-kofinanzierte Projekte spielen eine wichtige Rolle. Der öffentliche Sektor ist mit Blick auf Qualität und Preis problematischer als private Kunden.

Potenzial bei besserer Wärmenutzung

Der Wohngebäudebestand ist generell alt und zeigt mangelhaftes Wärmeverhalten. Eine Reduzierung der effektiven Heizkosten um 40 bis 50% ist möglich. Die Verwendung energieineffizienter Materialien dominiert weiterhin den Neubau in ländlichen Gebieten. Ineffektive Heizsysteme basieren auf Holz, das noch 40% der Bevölkerung benutzen. Ineffizient arbeiten zahlreiche Fernwärmesysteme der Kommunen, die knapp 1,3 Mio. von insgesamt 8,7 Mio. Wohnungen versorgen. Zahlreiche Konsumenten sind daher in Wohnblocks auf alternative Heizungsanlagen umgestiegen. So schrumpfte die Zahl der Fernwärmenetze von 300 (1990) auf 64 (2015).


Text: Michael Marks

17.11.2016

Möglicher Brexit dämpft die guten Geschäftschancen im Vereinigten Königreich

Mit der Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, haben sich die Geschäftschancen für deutsche Firmen und Handwerksbetriebe aus mehreren Gründen eher verschlechtert.

Bis zum Referendum hatte das starke britische Pfund Sterling dafür gesorgt, dass deutsche Waren und Dienstleistungen für britische Kunden und Auftraggeber vergleichsweise günstig waren. Mit der Entscheidung für den EU-Austritt verlor das britische Pfund Sterling allerdings deutlich an Wert. Deutsche Waren und Dienstleistungen sind für britische Abnehmer und Auftraggeber dementsprechend teurer. 

Völlig unklar ist derzeit, zu welchen Bedingungen nach einem EU-Austritt der Briten Waren und Dienstleistungen gehandelt werden können. Derzeit ist nicht einmal klar, wann die Briten Artikel 50 des Vertrags von Lissabon aktivieren und die EU verlassen werden. Die eigentlichen Verhandlungen über sämtliche Verträge mit der EU werden aber erst nach Aktivierung von Artikel 50 beginnen. Die Unsicherheiten betreffen sowohl deutsche Dienstleister, die auf den britischen Inseln tätig werden möchten, als auch britische Unternehmen, die in der EU tätig sein möchten.

Zu Redaktionsschluss (September 2016) rechneten britische Beobachter mit einer Aktivierung von Artikel 50 im Frühjahr oder Herbst 2017. Außerdem wurde von einer zweijährigen Übergangszeit ausgegangen, nach welcher das Vereinigte Königreich aus der EU austreten würde. Dementsprechend wäre der Austritt dann im Frühjahr oder Herbst 2019.

Deutsche Handwerksbetriebe, die auf den britischen Inseln aktiv werden wollen, sollten zudem eine gewisse Vorlaufzeit beachten, um an Aufträge zu kommen. Germany Trade & Invest hat dies beispielhaft in einer Studie für den Bereich Denkmalschutz aufgezeigt, die kostenlos im Internet abrufbar ist: „Chancen für Handwerker – Gebäudesanierung und Denkmalschutz im Vereinigten Königreich 2016“.


Text: Annika Pattberg

17.11.2016

Thailand bietet Chancen bei effizienten Baumaterialien und moderne Konstruktionsweisen

Produkttechnisch konzentrierte sich die meiste Nachfrage bislang auf Klimaanlagen, Kühlgeräte, smarte Motoren und LED-Leuchten. Für deutsche Anbieter dürften die größten Chancen im Gebäudebereich bei effizienten Baumaterialien und Ausrüstungen sowie modernen Konstruktionstechnologien liegen. Hohe Energiesparwerte bestehen bei Heiz-, Kühl- und Heißwassersystemen wie etwa Brennwertkesseln in Kombination mit solarthermischen Systemen und kleinen KWK-Einheiten (Kraft-Wärme-Kopplung) für die Erzeugung von Strom und Wärme. Ein interessanter Zukunftsmarkt besteht auch in modernen computergesteuerten Technologien wie intelligenten Reglern für die Innentemperatur und Beleuchtungskontrolle.

Bei Klimaanlagen und Kompressoren zählt Thailand selbst zu den Weltmarktführern, angeführt durch Großkonzerne wie Daikin Industries, Mitsubishi Electric Consumer Products und Fujitsu General. Der Zweig gilt als überaus wachstumsstark mit expansivem Exportpotential. Von 2005 bis 2015 wuchs die Produktion bei Klimageräten überdurchschnittlich um jährlich 9% und stärker als bei Kompressoren mit einem Zuwachs um 3%. Der Zweig repräsentierte 2015 bereits 59% der Gesamtfertigung der der nationalen Elektroindustrie von insgesamt 61 Mio. Einheiten mit einem Exportwert von 22 Mrd. $.

Zu den Hauptinteressenten im Markt zählen aktuell Eishersteller und Kühlraumgeschäfte. Die hohe Nachfrage gründet sich laut der Thai Refrigeration Association auf den hohen Stromverbrauch, der bereits rund 60 bis 80% der Betriebskosten ausmache. Bürogebäude bilden aufgrund der hohen Stromverbrauchsanteile von Klimaanlagen (40%) und Beleuchtung (10%) eine zweite Zielgruppe. Im Fokus stehen zudem öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Universitäten, Krankenhäuser oder Gemeindeverwaltungen.

Pilotprojekt Smart Grid

Intelligente Stromnetze bilden einen entscheidenden Baustein zur Erhöhung der Effizienz im Management erneuerbarer Energien und der Sicherung einer zuverlässigen Stromversorgung. Zudem bestehen „Smart Grid Roadmaps“ verschiedener Institutionen sowie eine Reihe von Projekten, die im Smart Grid-Bereich angesiedelt sind. Das erste Pilotprojekt wird von der Provincial Electricity Authority in Pattaya durchgeführt, wo die privaten Verbraucher herkömmliche Stromzähler durch digitale Zähler ersetzen. Doch dürfte es wohl 30 bis 35 Jahre dauern, bis Thailand Smart Grid-Systeme flächendeckend installiert hätte, lautet eine letzte Prognose der globalen Beratungsgesellschaft Accenture .

Im „Green Building“ lässt sich langfristig ein bedeutender Markt erwarten, der auf den bestehenden Regeln für Umweltschonung und Energieeffizienz aufbaut, sich aber auch auf nicht regulierte Aspekte wie Wassereinsparung, Temperaturmoderation und die Verminderung von Emissionen oder Abfällen erstrecken sollte. Hier könnte ein künftiger Schwerpunkt für deutsche Unternehmen liegen, die bisher vor allem im Engineering von größeren Gebäuden gut etabliert sind. 


Text: Waldemar Duscha

17.11.2016

Trotz billiger Energie und Kostenscheu viel Potenzial in den USA

Bei der Energieeffizienz von Gebäuden liegen die USA in vielen Bereichen noch Jahre hinter dem bundesdeutschen Niveau zurück. Hauptverantwortlich sind dafür die niedrigeren US-Energiepreise, aber auch die unterschiedlichen bau- und energiepolitischen Rahmenbedingungen.

Prinzipiell gibt es für leistungsfähige deutsche Produkte und Dienstleistungen zur Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz schon allein wegen der Größe des US-Markts ein immenses Absatzpotenzial. Dies gilt für die gesamte Palette einschlägiger Technologien - von Heiz-, Kühl- und Klimatechnik über wärmedämmende Baukomponenten bis hin zu „smarten“ Beleuchtungs- und Hausautomatisationskonzepten. Deutschen Unternehmen kommt dabei in den USA zugute, dass ihnen im Energieeffizienzbereich häufig ein Know-how-Vorsprung attestiert wird.

Langfristiges Rechnen nicht die Regel

Nichtsdestotrotz reichen innovative Ideen und technologische Kompetenz alleine nicht aus, um im US-Markt erfolgreich zu sein. Entscheidend bei der Anschaffung von Energieeffizienztechnik ist für die meisten US-Kunden die Wirtschaftlichkeit. Hinderlich sind gerade für Anbieter höherwertigerer und teurerer Erzeugnisse die niedrigen Energiekosten im Land. Hinzu kommt die nur geringe Bereitschaft vieler Amerikaner, längere Amortisationszeiträume zu akzeptieren. Viele Investoren schrecken vor den Investitionskosten zurück, wenn sie sich nicht innerhalb weniger Jahre wieder einbringen lassen. Hier spielt auch eine Rolle, dass US-Immobilien in vielen Marktbereichen schneller wieder verkauft werden als in anderen Ländern.

Neben einem wettbewerbsfähigen Preis ist im US-Geschäft zumeist eine Anpassung des Angebots an örtliche Standards, Kundenpräferenzen und Marktusancen erforderlich. Ein umfassender Service gilt gerade bei komplexerer Technik als unerlässlich. Für deutsche Newcomer im US-Markt kann es zur Bewältigung dieser Hürden sinnvoll sein, zunächst mit einem ortskundigen Partner zusammenzuarbeiten.

Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen sollte der US-Markt für deutsche Unternehmen auch in den nächsten Jahren interessante Geschäftschancen  bieten. So wird die Energieeffizienz im Gebäudesektor weiter durch Marktfaktoren und durch die vielfältigen Fördermaßnahmen der US-Bundesstaaten und Kommunen vorangetrieben. Mit einer völligen Einstellung der Energieeffizienzförderung ist auch unter einer Regierung Trump nicht zu rechnen. Schließlich genießt letztere im Land eine breite und überparteiliche Unterstützung.

Ein mächtiger Markttreiber sind die in den USA bestehenden Potenziale zur Verbesserung der Gebäudeenergieeffizienz. Die bieten auch bei niedrigen Energiepreisen noch umfassende Investitionsanreize. Nach Angaben der EIA konsumieren Gebäude in den USA rund 40% der Primärenergie und mehr als 70% des Stroms. Insbesondere im Wohnsektor, wo über die Hälfte der Energie für Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik benötigt wird, bestehen noch wirtschaftlich lohnenswerte Effizienzsteigerungsmöglichkeiten.

Jedes zweite Gebäude im Nichtwohnungsbau zertifiziert

Vorangebracht wird die Marktentwicklung auch durch die sich zunehmend wandelnden Kundenpräferenzen. Die Beliebtheit des „grünen Bauens“ kommt den Anbietern von Energieeffizienztechnologien derzeit stark zugute. Im Nichtwohnhochbau wird nach Schätzungen bereits fast jedes zweite US-Vorhaben unter Berücksichtigung solcher Kriterien errichtet. Der jährliche Gesamtumsatz mit solchen Projekten bewegt sich nach Schätzungen des Fachmagazins Engineering News-Record (ENR) bei weit über 50 Mrd. US$.


Umsatz der jeweils 100 größten Firmen mit „grünen“ Bauprojekten, aufgeschlüsselt nach Sektoren (in Mrd. US$, Anteile und Veränderungen in %)

Sektor

Umsatz  2014

Umsatz

2015

Veränderung 2015/2014

Anteil

 2015

Green Contracting

insgesamt

48,71

52,58

8,0

100,0

Gewerbliche Bürogebäude

13,33

13,56

1,7

25,8

Mehrfamilienhäuser

6,37

8,54

33,9

16,2

Gebäude für Bildung und Erziehung

7,79

7,62

-2,2

14,5

Gesundheitseinrichtungen

7,16

6,32

-11,7

12,0

Öffentliche Bürogebäude

3,70

3,68

-0,7

7,0

Andere

10,35

12,87

24,3

24,5

Green Design insgesamt

5,21

5,37

3,1

100,0

Gewerbliche Bürogebäude

1,14

1,14

0,3

21,2

Gebäude für Bildung und Erziehung

0,76

0,76

0,0

14,1

Gesundheitseinrichtungen

0,62

0,59

-4,2

11,1

Öffentliche Bürogebäude

0,47

0,45

-3,9

8,5

Andere

2,22

2,43

10,3

45,4

Quelle: ENR, The Green Sourcebook, Aug. 2016

Regional betrachtet können die Marktbedingungen und Absatzchancen für deutsche Energieeffizienztechnik sehr unterschiedlich sein. Dabei ist nicht nur der regulatorische Rahmen ausschlaggebend, sondern auch die örtlichen klimatischen Verhältnisse. Viele deutsche Branchenprodukte kommen vor allem dort zum Einsatz, wo das Klima dem in Mitteleuropa ähnelt.

Text: Martin Wiekert

17.11.2016

Vereinigte Arabische Emirate bieten Chancen bei Wärmedämmung und Smart Grid

Nachhaltigkeit, Grünes Bauen und umweltfreundliches Design mit Fokus auf nachhaltige, kosteneffiziente und pflegeleichte Produkte erfreuen sich seit kurzem hoher Nachfrage. Für eine steigende Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen sorgen einerseits die Bestrebungen Abu Dhabis und Dubais, ihren Stromverbrauch deutlich zu reduzieren.

Allerdings sind nach Einschätzung von Experten die verpflichtenden Auflagen im Estidama System oder Dubais Regelwerk zum Grünen Bauen nicht streng genug, um den Einsatz energieeffizienter Technik mit voller Sprungkraft nach vorne zu bringen. Zu den Herausforderungen zählen zudem die hohen Anfangsinvestitionen grüner Lösungen. Erschwerend kommt hinzu, dass einzelne Emirate Öl- und Gaspreise kräftig subventionieren. Teilweise liegt der Strompreis 35% unter dem Marktpreis und die Anreize, energieeffiziente Technik einzusetzen, sind damit nochmals geringer.

Abu Dhabi hat jedoch Anfang 2015 die Strom- und Wasserpreise deutlich erhöht und damit sind auch die Anreize für Hauseigentümer zum Einsatz energiesparender Lösungen größer geworden.

Junger Markt bietet schnellen Einstieg

Der Markt für Energieeffizientes Bauen ist in den VAE noch recht jung und eröffnet deshalb auch Absatzchancen für Anbieter aus dem Ausland, wie deutsche Unternehmen. Im Wettbewerb mit der internationalen Konkurrenz können sich deutsche Unternehmen jedoch nicht mehr allein auf das „Made in Germany“ Label verlassen. Die Konkurrenz hat erfolgreich die Qualität ihrer Produkte verbessert und steckt häufig viel Geld in Forschung und Entwicklung. Nur wenn „Made in Germany“ als Synonym für neueste Spitzentechnologie steht, bleibt es ein starkes Verkaufsargument. Die AHK sieht Absatzchancen für deutsche Unternehmen zum Beispiel in den Bereichen Wärmedämmung, Fenster und Türen, Gebäudemanagement und Smart Grid.

Ältere Gebäude sind meist nicht energieeffizient. Etwa ein Viertel des Gebäudebestands in Dubai erfüllt Schätzungen zufolge keinerlei Auflagen zur Wärmedämmung. Dubais Regelwerk zu Grünen Gebäuden trat erst 2011 in Kraft. Zudem hat das Emirat mehr als 30.000 Gebäude identifiziert, die mit einem Budget von 544 Mio. $ bis 2030 saniert werden sollen. Die Sanierungen können auch Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen eröffnen. Außerdem haben in den letzten Monaten mehrere Brände in Hochhäusern in Dubai eine Diskussion über Brandschutz und die Sicherheit von Dämmmaterial und Bauweise entfacht, weil das Feuer in der Dämmung weiter geleitet wurde. Im Gespräch ist eine verpflichtende Sanierung gefährdeter Gebäude.

Doppelglasfenster in Dubai Pflicht

Der Markt für Fenster und Türen wächst kräftig, insbesondere weil neue Regelungen in Kraft getreten sind. In Dubai müssen in Neubauten nun Doppelglasfenster verwendet werden. Lange aktiv im Markt ist der deutsche Fenster- und Türenanbieter Schüco, außerdem bei Türen im Geschäft Geze Middle East und Tamco, ein deutsch-emiratisches Joint Venture.

Branchenkennern zufolge werden derzeit mehr Experten aus den Bereichen Facility Management (FM) und Building Management in Hinblick auf Energieeffizienz benötigt. Der FM Markt ist zwar stark umkämpft, aber lokale FM-Unternehmen böten oft keine Komplettlösungen inklusive Energieeffizienz an. Dies eröffne Unternehmen Chancen, sich gegen die Konkurrenz abzusetzen. Den Markt anheizen dürfte zudem die neue Initiative Dubais zur Akkreditierung von ESCOs. Ein führendes deutsches FM-Unternehmen ist beispielsweise Dussmann.

Geschäftschancen könnte auch der geplante Aufbau von Smart Grids in Dubai und in Abu Dhabis Masdar City bieten. In Dubai sollen unter anderem die zu sanierenden 30.000 Gebäude an ein Smart Grid angeschlossen werden.


Text: Katrin Pasvantis

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