Update Start-Ups

Personen mit Laptops an Konferenztischen | © GettyImages/Vasyl Dolmatov

Start-ups werden internationaler

In Sachen Innovationskraft und Kreativität kennen Start-ups keine Grenzen. Mittlerweile ist es so, dass Gründer ihre Aktivitäten auch zunehmend über Landesgrenzen hinaus ausweiten. Bei der wachsenden Konkurrenz um Fördergelder und Investorengunst macht eine internationale Ausrichtung Sinn. Dadurch, dass Inkubatoren zunehmend international vernetzt sind, wird der Schritt in neue Märkte erleichtert. Durch grenzüberschreitende Finanzierungsmodelle muss das Start-up nicht mehr zwangsläufig dahin, wo das Kapital liegt, sondern kann sich auch nach dem Absatzmarkt ausrichten. Gleichzeitig halten Unternehmen auf der Suche nach technischen Problemlösungen auch im Ausland Ausschau.

Die Start-up-Ökosysteme sind allerdings in einzelnen Ländern völlig unterschiedlich entwickelt. Auch die Fördermechanismen wurden stark an die Bedürfnisse der Staaten ausgerichtet. Dabei stehen unterschiedliche Sektoren von Fintech bis Healthtech im Fokus. Weiterhin sind die Vereinigten Staaten das Nonplusultra für die Start-up-Szene, die dort von der Privatwirtschaft gepuscht wird. Im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" werden immer größere Summen im Rahmen sogenannten Mega Rounds ergattert. In China hingegen überlässt die Regierung wenig dem Zufall. Und das mit Erfolg: Bereits 2017 entstanden dort mehr Einhörner als in den Vereinigten Staaten. Israel bleibt mit mehr als 7.000 Start-ups eine Hochburg für Gründer. Die Tendenz zeigt weiter nach oben, allerdings hat das Gründungstempo ein wenig nachgelassen.

Gleichzeitig sitzen Schwellenländer wie Indien oder Vietnam in den Startlöchern. Ein großer Unternehmergeist sowie die Sehnsucht nach Wohlstand treibt dort die Gründerszene voran. In der Schweiz hingegen können die innovativen Jungunternehmer vom Backup durch das Hochschulsystem profitieren. Allerdings sind in Industriestaaten bisweilen auch Hürden zu überschreiten, wie das Beispiel Italien zeigt, wo Gründer mit der Bürokratie hadern. Immer mehr Unternehmen verfolgen die Dynamik und den Innovationshunger von Start-ups mit großem Interesse. Und dabei schweift der Blick nicht selten über die Grenzen hinaus.

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Stand: Januar 2019

Start-ups ausgewählter Länder

Ägypten, Brasilien, Chile, China, Indien, Israel, Italien, Kolumbien, Mexiko, Niederlande, Polen, Schweden, Schweiz, USA und Vietnam

Seit der Revolution wächst die Gründerkultur in Ägypten

Seit 2011 wird das Unternehmertum in Ägypten unter jungen Menschen populärer. Auch deutsche und europäische Akteure engagieren sich in der Förderung.

Start-ups in Ägypten

Brasilianer finden Start-ups ausgesprochen attraktiv

Der Unternehmergeist junger Brasilianer ist beeindruckend. Start-ups werden auf dem schwierigen Arbeitsmarkt zunehmend zur lukrativen Option.

Start-ups in Brasilien

Start-ups boomen in Chile

Chilenen und Ausländer sind sehr aktiv bei der Gründung. Etwa 85 Prozent der Start-ups entstehen in der Hauptstadt. Hier sitzen die Forschungsinstitute und großen Unternehmen.

Start-ups in Chile

Chinas Hightech-Start-ups mischen an der Spitze mit

Chinas Start-up-Szene ist in den vergangenen fünf Jahren geradezu explodiert. Vor allem im Bereich künstliche Intelligenz sehen Experten China mittelfristig vorne.

Start-ups in China

Indiens Start-up-Szene ist im Aufwind

Die indische Regierung will die Rahmenbedingungen für Start-up-Gründungen verbessern. Bis 2020 sollen 10.000 Unternehmen entstehen.

Start-ups in Indien

Bei Start-ups ist das kleine Israel eine Großmacht

Israel ist einer der wichtigsten Standorte für Start-ups. Die Finanzierungsquellen sind vielfältig. Ausländisches Kapital spielt eine wichtige Rolle.

Start-ups in Israel

Italiens Start-up-Szene kommt in Bewegung

Italien zeichnet sich durch die Kreativität der Gründer aus, aber auch durch zögerliche Finanzierungsmöglichkeiten und Bürokratie. Oft verlassen Start-ups deswegen das Land.

Start-ups in Italien

Kolumbien steigt auf die Start-up-Bühne

In Kolumbien ist eine Start-up-Szene entstanden, aus der erfolgreiche, internationale Neugründungen hervorgegangen sind. Bester Beweis dafür ist Rappi, das erste Einhorn des Landes.

Start-ups in Kolumbien

Mexikanische Start-ups profitieren von der Nähe zu den USA

Mexiko lag lange hinter anderen lateinamerikanischen Gründerhochburgen wie Brasilien, Argentinien und Chile zurück. Allerdings hat das Land enorm aufgeholt.

Start-ups in Mexiko

Die Niederlande sind attraktiv für Start-ups

Mit vielen Acceleratoren und Inkubatoren bieten die Niederlande ein gutes Umfeld für Start-ups. Die Regierung hilft Unternehmen mit Geld und Trainings. Amsterdam ist Start-up-Hochburg.

Start-ups in den Niederlanden

Polnische Start-ups genießen mehr Aufmerksamkeit

Amazons Alexa kommt aus Danzig, Brainly aus Krakau: Die polnische Start-up-Szene ist spannend und wird immer größer. Polens Regierung hat das Potenzial erkannt und investiert kräftig.

Start-ups in Polen

Schwedische Start-ups bieten Kooperationspotenzial

Mit acht Einhörnern ist Schweden ein interessantes Land für Start-ups. Zwar gibt es kaum ausländische Start ups, dafür lohnt es sich, nach lokalen Kooperationspartnern zu schauen.

Start-ups in Schweden

Junge Start-ups entdecken die Schweiz

In der Schweiz hat sich in den letzten Jahren eine lebhafte Start-up-Szene entwickelt. Das Land bietet auch innovativen Gründern aus dem Ausland gute Rahmenbedingungen.

Start-ups in der Schweiz

Start-up-Industrie setzt ihren Höhenflug in den USA fort

Die USA setzen weiterhin die Maßstäbe in Sachen Start-ups. Das Phänomen dabei: Es läuft alles auf privater Basis ab.

Start-ups in den USA

Vietnams Start-up-Szene kommt in Schwung

Die vietnamesische Start-up-Szene steht noch am Anfang, sie ist wenig institutionalisiert. Die Regierung will Innovationen fördern. Auch Privatinvestoren engagieren sich verstärkt.

Start-ups in Vietnam

Start-ups im Ländervergleich

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