Förderung Energieeffizienz

Ländervergleich Förderung Energieeffizienz

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17.11.2016

Briten bieten kaum staatliche Förderprogramme

Im Juli 2015 kündigte die neu gewählte britische Regierung den Stopp des bisherigen staatlichen Energieförderprogramms „Green Deal Home Improvement Fund“ (kurz: Green Deal) an. Das Förderprogramm hatte privaten Hauseigentümer zinsgünstige Kredite für Energieeffizienzmaßnahmen zur Verfügung gestellt.

Im August 2015 folgte dann die Ankündigung der Regierung, die angedachte Zero-Carbon-Pflicht für neue Wohngebäude (ursprünglich geplant ab 2016) sowie für alle weiteren Gebäude (angedacht ab 2019) zu kippen. Einige Beobachter merkten an, dass die bisherigen Ziele übertrieben ehrgeizig gewesen seien.

Energieversorger helfen beim Stromsparen

Energieunternehmen informieren ihre Kunden über Tipps zum Energiesparen. Große Energieunternehmen sind sogar verpflichtet, im Rahmen der Energy Companies Obligation (ECO) vor allem einkommensschwache Kunden beim Energiesparen zu unterstützen, beispielsweise durch Maßnahmen zur Gebäudeisolierung. Weitere Informationen zum ECO-Förderprogramm gibt es im Internet.

Damit Haushalte und kleine Betriebe einen besseren Überblick über ihren Energieverbrauch haben, sollen sie mit leicht verständlichen intelligenten Zählern (smart meters) ausgerüstet werden. Bis zum Jahr 2020 sollen insgesamt rund 53 Mio. Gas- und Stromzähler in rund 30 Mio. Haushalten und kleinen Betrieben durch Smart Meter ersetzt werden. Verantwortlich für die Umsetzung sind die Energieunternehmen.


Überblick: Energieeffizienz-Förderprogramme im Vereinigten Königreich

Zeit/Zeitraum

Förderprogramm/Maßnahme

23.7.15

Regierung kündigt Stopp der Finanzierung des bisherigen Green Deal-Förderprogramms an *)

1.1.13 bis 31.3.15

Energy Companies Obligation (ECO), Phase 1 (ECO1) *)

1.4.15 bis 31.3.17

Energy Companies Obligation (ECO), Phase 2 (ECO2) *)

1.4.17 bis 31.3.22

Laut einer Regierungsankündigung von November 2015 soll ECO2 ab April 2017 durch eine neue sogenannte „new supplier obligation“ ersetzt werden (Laufdauer: fünf Jahre); Ob die neue Regierung unter Theresa May daran festhalten wird, ist unklar *)

25.11.15

Regierung kündigt 295 Mio. £ zur Verbesserung der Energieeffizienz an Schulen, Krankenhäusern und sonstigen öffentlichen Gebäuden an (für Fünfjahreszeitraum) *)

*) nur Großbritannien (Vereinigtes Königreich ohne Nordirland)


Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Annika Pattberg

17.11.2016

EU fördert Ungarns Gebäudeeffizienz bis 2020 mit rund 1,5 Mrd. Euro

Investitionen für Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich werden aus drei Quellen unterstützt. Für die Förderung stehen vor allem EU-Mittel im Rahmen diverser Operationeller Programme zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es Mittel aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten, welche für Energieeffizienzprojekte - darunter auch im Gebäudebereich - verwendet werden können. Diese fließen in das staatliche Förderprogramm „Warmes Zuhause“ („Otthon Melege“). Auch verschiedene Banken bieten spezielle Kredite für Investitionen im Baubereich an.

Aus EU-Töpfen stehen Ungarn in der Förderperiode 2014 bis 2020 mehr finanzielle Mittel für Energieeffizienz zur Verfügung. Nach Angaben des Instituts für Energieeffizienz (MEHI) kann das Land auf rund 450 Mrd. Forint (Ft; rund 1,5 Mrd. Euro; 1 Euro = 309,99 Ft; Stand: 13.9.16) zurückgreifen - gegenüber 225 Mrd. Ft aus dem EU-Haushalt 2007 bis 2013.

Aus diesen EU-Finanzierungen ist für Projekte im Bereich der öffentlichen Gebäude insbesondere das Operationelle Programm Umwelt und Energie KEHOP von Bedeutung. Ende 2015 sollen besonderes viele Vorhaben aus dieser Quelle realisiert worden sein, weil noch Restmittel der EU-Förderperiode 2007 bis 2013 ausgeschöpft werden mussten. Seither berichten Fachleute jedoch von einem Stillstand. Einen neuen Schub könnte es ihrer Einschätzung nach 2017 geben, wenn EU-Mittel aus der neuen Finanzperiode zum Tragen kommen.


Verfügbare EU-Mittel für Energieeffizienzprojekte (in Mrd. Ft)

Herkunft

EU-Finanzperiode 2007 bis 2013

EU-Finanzperiode 2014 bis 2020

EEEOP (Environment and Energy Operative Programme/ KEHOP)

156,0

181,1 1)

EDIOP (Development and Innovation Operative Programme/GINOP)

69,0

204,2 2)

TOP (Regional and Municipal Development Operative Programme)

k.A.

33,0 3)

CCHOP (Competitive Central Hungary Operative Programme/VEKOP)

k.A.

33,4 3)

Summe EU-Programme

225,0

451,7

Diverse staatliche Finanzierungen (darunter “Warmes Zuhause“)

11,6

20,4

1) davon 72,5 für öffentliche und 88,7 für Wohngebäude, 19,9 für Fernheizung, 2) davon 130,3 für Wohngebäude, der Rest für KMU, 3) öffentliche Gebäude
Quelle: MEHI


Zuschussprogramm für Investitionen von Privathaushalten

Um einen effizienteren Energieverbrauch bei Privathaushalten sicher zu stellen, bietet das staatliche Förderprogramm „Warmes Zuhause“ Zuschüsse für die Erneuerung und den Ersatz von Haushaltsgeräten an. Auch für die Erneuerung von Heizungen, für Wärmedämmung, Fenstereinbau und andere energetische Baumaßnahmen werden Finanzmittel vergeben. Seit der Einführung des Programms im November 2014 wurden nach Angaben des Ministeriums für Nationale Entwicklung insgesamt 85.000 Haushalte mit mehr als 15 Mrd. Ft gefördert.

Das Interesse an den Zuschüssen aus diesem Programm übersteigt dessen Volumen bei weitem. Ende August 2016 standen rund 5 Mrd. Ft für energetische Modernisierung von Einfamilienhäusern, die vor 1996 erbaut wurden und eine Wohnfläche von bis zu 135 qm haben, zur Verfügung. Der Zuschuss belief sich auf 40 bis 55% der anfallenden Kosten, jedoch höchstens 2 Mio. Ft. Der Fördertopf war innerhalb von wenigen Stunden ausgeschöpft.

Entwicklungsbank legt zinsloses Kreditprogramm auf

Die staatliche ungarische Entwicklungsbank MFB bereitet zudem ein Förderprogramm für Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudebereich vor. Ab Herbst 2016 soll für diesen Zweck ein zinsloses Kreditprogramm in Höhe von 115 Mrd. Ft zur Verfügung gestellt werden. Gefördert werden Bauvorhaben zur Verbesserung der Wärmeisolierung, des Heizungs- und Warmwassersystems sowie für die Installation von Solarenergieanlagen mit einem Höchstvolumen von bis zu 10 Mio. Ft für Einfamilienhäuser und 7 Mio. Ft für Wohnungen. Nach Einschätzung der Bank könnten von der Förderung rund 50.000 Wohneinheiten profitieren.

Auch Geschäftsbanken bieten entsprechende zinsgünstige Kredite an. Die Erste Bank Hungaria stellt in einem Programm im Bereich Energieeffizienz in Gebäuden rund 100 Mio. Euro zur Verfügung. Unterstützt werden Energieeffizienzvorhaben privater Wohnungseigentümer sowie von Genossenschaften und Gemeinden im Rahmen des EBRD-Programms Municipal Finance Facility Energy Efficiency sowie ESCO-Projekte.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Waldemar Lichter

17.11.2016

Korea (Rep.) fördert Einsatz erneuerbarer Energie in Gebäuden

In Korea (Rep.) gibt es seit Jahren diverse öffentliche Programme zur Förderung der Energieeffizienz und zum Einsatz alternativer Energien im Gebäudebau. So unterstützt die Regierung im Rahmen des Building Subsidy Program die Installation erneuerbarer Energien in Gebäuden bis 50% der Gesamtkosten. Allerdings bezieht sich dieses Programm nicht auf Wohngebäude. Das Home Subsidy Program fördert ebenfalls die Verbreitung alternativer Energien, bis 2020 sollen 1 Mio. Häuser durch das Programm mit entsprechenden Anlagen ausgestattet werden.

Das Programm NRE Building Subsidy wiederum unterstützt Bauprojekte im Bereich Wohnungsbau und von öffentlichen Institutionen über Subventionen zu den Installationskosten für erneuerbare Energien. Darüber hinaus bietet die Zentralregierung verschiedene Darlehensformen und Befreiungen von der Einkommenssteuer bei der Implementierung von Vorhaben an, die den Einsatz alternativer Energien zum Ziel haben.

Als federführendes Organ und zentrale Anlaufstelle für Energieeffizienzfragen gilt  die KEA (Korea Energy Agency, bis Juli 2016 KEMCO, Korea Energy Management Corporation). KEA treibt auch die internationale Kooperation in diesem Bereich voran. Bereits Ende 2015 unterzeichnete die Behörde eine Absichtserklärung mit dem britischen Wissenschaftszentrum BRE (Building Research Establishment) über die Zusammenarbeit bei Technologien zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung des Energiemanagements in Gebäuden.

Die staatliche Entwicklungsbank KDB (Korea Development Bank) will ebenfalls ihre Bemühungen bei umweltfreundlichen Energien verstärken, um dieses Segment als neuen Wachstumsmotor zu etablieren. Im April 2016 unterzeichnete die KDB mit den Unternehmen LG CNS und Hanwha Q Cells sowie der KEA eine Vereinbarung, um künftig eine gemeinsame Kooperationsplattform für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Klimawandel aufzubauen.

Mietprogramm für Solarmodule

Seit 2015 wird das Leasing von Solarmodulen durch Bewohner von Appartementgebäuden gefördert, um die Energiekosten zu reduzieren. Bis 2015 bezog sich das Programm ausschließlich auf freistehende Wohnhäuser. Die Haushalte müssen monatlich mehr als 350 kWh Strom im Jahr vor der Antragstellung verbraucht haben. Das Förderprojekt ist Teil einer Regierungsinitiative, die auf eine stärkere Nutzung von Solarenergie abzielt.

In der Vergangenheit hatte die Regierung dabei auf Pauschalsubventionen beim Kauf von Solaranlagen gesetzt. Im Jahr 2014 wurde die Förderung nun auf das Mietprogramm umgestellt. Durch die Ausweitung auf Appartementbewohner erhofft sich die Regierung bis 2017 eine deutliche Erhöhung der Nutzerzahlen um den Faktor zehn auf 25.000. In Bezug auf Energieeffizienz setzt die Regierung vorwiegend auf Steuervergünstigungen, die im Rahmen von erfolgreichen Zertifizierungen gewährleistet werden.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Alexander Hirschle

17.11.2016

Niederlande fördern Energiesparmaßnahmen bei Wohngebäuden

Die niederländische Regierung hat Anfang 2016 rund 100 Mio. Euro Fördermittel für Energieeinsparungen im Eigenheimsektor bereitgestellt, um der Entwicklung Impulse zu verleihen. Wohnimmobilieneigentümern steht ein Großteil der Mittel für energieeinsparende Maßnahmen zur Verfügung. Ab dem 15.9.16 können Besitzer, die mindestens zwei nachhaltige Maßnahmen durchführen, Förderungen beantragen. Wer das gesamte Haus energieeffizient saniert, kann eine zusätzliche Vergütung erhalten.

Private Hausbesitzer können aus dem Energiesparfonds zinsgünstige Darlehen für den Einbau von Doppelverglasungen, Wandisolierungen und andere nachhaltige Renovierungen beantragen. Das Budget beträgt 300 Mio. Euro.

Anreize auch für Vermieter

Auch für Vermieter besteht ein Fonds, welcher zinsgünstige Darlehen bereitstellt. Kredite können für Projekte mit mindestens fünf Wohnungen bis zum 30.9.19 angefragt werden. Vermieter, die die Energieeffizienz ihrer Gebäude verbessern wollen, können bis zum 31.12.18 Förderungen beantragen. Die Höhe der Mittel hängt von der durch die Maßnahmen erreichten Effizienz ab.

Durch den Energie-Investitionsabzug (energie investeringsaftrek, EIA) können 41,5% der Investitionskosten in energieeffiziente Betriebsmittel abgeschrieben werden. Förderungswürdige Anlagen werden in der jährlich aktualisierten Energieliste (energielijst) veröffentlicht.

Der MIA (Millieu Investeringsaftrek, Umweltinvestitionsabzug) bietet Unternehmen Steuersenkungen, die bis zu 36% des Investitionsbetrages in umweltfreundliche Betriebsmittel betragen. Die Betriebsmittel, die in Frage kommen, werden in der sogenannten Mileulijst aufgelistet.

Die VAMIL Regelung bietet Unternehmen einen Liquiditäts- und Zinsvorteil. Bis zu 75% der Investitionen können beliebig abgeschrieben werden.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Marte-Marie van den Bosch

17.11.2016

Polen fördert über weiße Zertifikate

Energieeffizienzmaßnahmen werden in Polen unter anderem über sogenannte weiße Zertifikate gefördert. Mit dem Inkrafttreten des neuen Energieeffizienzgesetzes ab dem 1. Oktober 2016 muss dafür ein Antrag beim Präsidenten des Regulierungsamtes für Energiewirtschaft (URE) gestellt werden.

Ab diesem Datum werden die Zertifikate nur noch für neue, nicht mehr für bereits abgeschlossene Vorhaben gewährt. Der Katalog der möglichen Maßnahmen ist breitgefasst und beinhaltet auch Umbau und Renovierungen von Gebäuden im Industrie- und im Wohnbereich. Für Maßnahmen, die nicht auf der Liste aufgeführt sind, aber Mindestanforderungen zur Energieeinsparung erfüllen, muss ein separater Antrag gestellt werden.

Weiterhin besteht eine Mindesthöhe der Energieeinsparung von 10 t Rohöleinheiten jährlich, um die Förderung in Anspruch nehmen zu können. Diese dient allerdings nur der Minimierung des administrativen Aufwands, weswegen es Einzelinvestoren freisteht, sich mit anderen zusammenzuschließen, um diese Grenze zu überschreiten.

Die erworbenen Zertifikate können an Energieproduzenten, -verkäufer und -verteiler sowie an ausgewählte Großabnehmer und Maklerhäuser veräußert werden. Diese belegen durch den Aufkauf die pflichtmäßige jährliche Einsparung von 1,5% der verkauften Energie.

EU- und staatliche Fonds

Im Bereich der monetären Förderung stehen mehrere Programme zur Verfügung, die aus zahlreichen Geldtöpfen schöpfen. Landesweit können aus dem Operationellen Programm Infrastruktur und Umwelt (mehr dazu in einem GTAI-Artikel) etwa 450 Mio. Euro für die Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden abgerufen werden. Weitere 150 Mio. Euro stehen für Energieeffizienzprojekte bei Großunternehmen zur Verfügung. Diese Gelder werden in Form von Mischinstrumenten vergeben - die Bezuschussung ist an rückzahlungspflichtige Darlehen gekoppelt.

Die Regionalen Operationellen Programme der 16 Woiwodschaften stellen 7,3 Mrd. Euro für die Bereiche Energieeffizienz, Umwelt- sowie Kulturschutz bereit. In Niederschlesien konnten sich KMU im August 2016 um insgesamt knapp 5 Mio. Euro unter anderem für die tiefgreifende Energiemodernisierung von Bauobjekten bewerben. Der Wettbewerb für eine ähnliche, vom Volumen aber doppelt so große Maßnahme der Woiwodschaft Ermland-Masuren läuft bis zum 28. September 2016.

Landesweites Netz von Beratern

Bei einzelnen Wettbewerben wird nur ein Teil der zur Verfügung stehenden Mittel vergeben. Mit Informationen zu den jeweils aktuellen Möglichkeiten dient der Nationale Fonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft (NFOSiGW), der zu diesem Zweck ein polenweites Netz von 76 Beratern aufgebaut hat. Die Kontaktdaten sind nach den 16 Woiwodschaften gestaffelt.

Der NFOSiGW ist ebenfalls für die Verteilung staatlicher Mittel für Energieeffizienzprogramme verantwortlich. Allerdings wurde im Juni 2016 entschieden, die einzelnen Programme umzugestalten. Zum Redaktionsschluss lagen die Umfänge und Voraussetzungen der neuaufgestellten Förderung noch nicht vor.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Michal Wozniak

17.11.2016

Rumäniens Staat zahlt bis zu 80% der energetischen Sanierung von Altbauten

Es gibt mehrere Programme zur Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden: Das jährliche Nationalprogramm zur thermischen Sanierung von Wohnblöcken (Eilerlass der Regierung Nr. 18/2009) wird vom Ministerium für Regionalentwicklung und öffentliche Verwaltung koordiniert. Begünstigte sind Eigentümergemeinschaften in Wohnblöcken der Baujahre 1950 bis 1990. Gefördert werden unter anderem Wärmedämmungsarbeiten einschließlich Verglasung, Modernisierung von Einrichtungen für Wärme und Warmwasser, Systeme mit erneuerbaren Energiequellen. Ganze 50% der Sanierungsarbeiten werden vom Staatsbudget übernommen, weitere 30% durch die Lokalbehörden. Die restlichen 20% entfallen auf die Eigentümergemeinschaften.

Von 2009 bis 2015 wurden 92.335 Wohnungen in 2.299 Wohnblöcken im Programm erfasst, mit Fertigstellung von 58.738 Wohnungen in 1.530 Wohnblöcken. Für 2016 beträgt das Budget 25 Mio. Lei (1 Lei/RON = rund 0,225 Euro, Stand 16.9.16). Mit den umgerechnet rund 5,6 Mio. Euro sollen 28.854 Wohnungen bezuschusst werden.

EU stellt rund 1,2 Mrd. Euro für Energieeffizienz von Gebäuden zur Verfügung

Im Rahmen des Operationellen Programms (OP) Regionalentwicklung 2014 bis 2020 (Prioritätsachse 3.1) stellt die EU 1.187 Mio. Euro für Energieeffizienzmaßnahmen für öffentliche Gebäude (Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude und Haftanstalten; insgesamt 484 Mio. Euro) und Wohngebäude (668 Mio. Euro) sowie für öffentliche Beleuchtung (35 Mio. Euro) zur Verfügung. Die förderungswürdigen Maßnahmen im Bereich der energieeffizienten Gebäudesanierung sind: Wärmedämmung (Wände, PVC Fenster), Sanierung der Heizanlagen, Heizung und Warmwasserbereitung aus alternativen Energiequellen, Energieeinsparung bei Gebäudebeleuchtung.

Die Projekte werden wie folgt gefördert: Projektwerte ab 100.000 bis 5 Mio. Euro für Wohngebäude und Straßenbeleuchtung und ab 100.000 bis 25 Mio. Euro im Falle öffentlicher Gebäude. Die Projekte für öffentliche Gebäude werden durch die Stadtverwaltungen vorbereitet und eingereicht, die für Wohngebäude durch Stadtverwaltungen und Eigentümergemeinschaften. Im Falle der Wohngebäude kann ein Finanzierungsantrag maximal 10 Wohnblöcke einschließen. Die förderfähigen Kosten werden wie folgt geteilt: 60% OP und Staatsbudget, 15% Gemeinde und 25% Eigentümergemeinschaft. Für Wohngebäude läuft bis zum 16.11.16 ein Projektaufruf mit einem Gesamtbudget von 447,75 Mio. Euro (EU-Beitrag: 362,05 Mio. Euro).

Anreize für Heizen aus erneuerbaren Quellen

Energieeffizienzmaßnahmen unterstützen auch die Programme Casa Verde (Grünes Haus) und Casa Verde Plus (Grünes Haus Plus), die im Herbst 2016 in Kraft treten sollen. Casa Verde (Gesamtbudget für 2016: 138 Mio. Lei/ 31 Mio. Euro) besteht seit mehreren Jahren und unterstützt Privatpersonen mit Sitz in Rumänien und öffentliche Stellen bei Ergänzung/Ersetzung konventioneller Heizungssysteme mit solchen für Erneuerbare Energien.

Für die Anschaffung von Sonnenkollektoren erhalten Privatpersonen bis 6.000 Lei und für Wärmepumpen bis zu 8.000 Lei. Für öffentliche Stellen kann der Projektwert nicht mehr als 2 Mio. Lei überschreiten und für territoriale Verwaltungseinheiten (Bürgermeisterämter) mit mehr als 100.000 Einwohnern nicht mehr als 4 Mio. Lei je Einheit. Casa Verde Plus (Gesamtbudget 2016: umgerechnet 10 Mio. Euro) wurde 2016 initiiert und bietet sowohl Privatpersonen (maximal 40.000 Lei) als auch öffentlichen Stellen (maximal 500.000 Lei) wie Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen Finanzierungen für Wärmedämmungsmaßnahmen.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Michael Marks

17.11.2016

Schweizer Gebäudeprogramm bietet Investitionszuschüsse

Bereits seit 2010 existieren öffentliche Förderinstrumente der Kantone für energetische Erneuerungsmaßnahmen, namentlich das sogenannte Gebäudeprogramm. Es unterstützt Eigentümer mit Fördergeldern in Form von Investitionszuschüssen. Zum einen gilt dies landesweit einheitlich bei der energetischen Sanierung der Gebäudehülle (einschließlich Fenster).

Zum anderen offerieren die meisten Kantone darüber hinaus finanzielle Hilfen beim Einsatz erneuerbarer Energien, der Abwärmenutzung und bei der Optimierung der Gebäudetechnik. Oft schießen die Kantone einen beträchtlichen Betrag zu, wenn eine Generalsanierung hin zu einem Minergie-Haus geplant ist und subventionieren so ein zweites Mal die Fassaden- oder Dachdämmung oder den Einbau neuer Fenster. Diese Instrumente fallen von Kanton zu Kanton verschieden aus, daher sind keine konkreten Angaben zur Höhe der Förderung möglich. Die Eigenleistungen lassen sich als Renovierungsaufwendungen zudem von der Bundessteuerlast und in ein einigen Kantonen von der kantonalen Steuer absetzen.

Die Finanzierung des Gebäudeprogramms erfolgt durch den Bund und die Kantone. Der Bund schießt mit rund 260 Mio. bis 300 Mio. sfr ein Drittel der gesetzlich vorgeschriebenen CO2-Abgabe auf Treib- und Brennstoffe bei. Die Kantone lassen sich das Programm weitere rund 60 bis 100 Mio. sfr kosten. Insgesamt stehen so rund 350 Mio. sfr (rd. 320 Mio. Euro) pro Jahr zur Verfügung. Auf Dach- und Fassadendämmung entfallen die Löwenanteile des Fördertopfs.

Hoher Bedarf an energetischer Sanierung

Ein indirekter, aber sehr wirksamer staatlicher Anreiz ist durch die von den Kantonen ins Leben gerufene Organisation Minergie entstanden. Nach Minergie-Schätzungen sind 1,5 Mio. Gebäude in der Schweiz aus energetischer Sicht modernisierungsbedürftig. Das Problem: Lediglich 20% der Neubauten und nur 5% der Sanierungen werden nach einem der mittlerweile fünf Minergie-Standards zertifiziert. Die Anteile stagnieren. Lediglich in den großen urbanen Zentren wie Zürich übersteigt die Minergie-Quote bei Wohnungsneubauten die 50%-Grenze. Die Branche erwartet daher ab 2016, nach dem Inkrafttreten des ersten Maßnahmenpakets, ein umfangreiches Aktionsprogramm der Kantone und des Bundes, um energieeffizientes Bauen und Renovieren zum Normalfall zu machen. Ende 2012 waren rund 24.500 Wohngebäude und 2.300 Nicht-Wohngebäude nach Minergie zertifiziert. Mitte 2016 besaßen immerhin rund 35.000 Gebäude ein derartiges Zertifikat.

Die Motive für einen Hausbau sind für Bauherren derzeit eine mittelfristige Kostenersparnis durch niedrigeren Energieverbrauch und die Hoffnung auf eine Wertsteigerung des Objektes. Jules Pikali, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Oekowatt und Sekretär der Konferenz Kantonaler Energiefachstellen, weiß: "Die Mehrkosten für ein Wohnhaus nach Minergie-Standard liegen bei 1 bis 5% - je nach Architekt. Ein späterer Verkauf bringt allerdings Mehrerlöse von 10 bis 15%."

Des Weiteren gibt es kantonale oder kommunale Förderungen, die unstrukturiert und unsystematisch erfolgen. In der Presse fällt hin und wieder der Begriff "Subventionsdschungel". Im Juli 2016 hat beispielsweise die Stadt Zürich eine Abwrackprämie für Ölheizungen eingeführt. Der Kanton St. Gallen zahlt für den Umstieg von Ölheizungen auf Fernwärme einen Zuschuss.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Axel Simer

17.11.2016

Singapur bietet zahlreiche Förderinstrumente

Das zentrale Steuerungsinstrument, um Singapurs Bauwirtschaft in eine ökologische Richtung zu lenken, ist das lokale Green Mark Zertifizierungssystem. Mit Hilfe dieser Messlatte werden nicht nur rechtliche Vorgaben gemacht, sondern auch finanzielle Anreize gegeben. Die Fördermaßnahmen sind an Energieeffizienz-Maßnahmen gebunden und damit parallel zum Green Mark zu sehen, auch wenn sie nicht direkt für die Einhaltung der Standards vergeben werden.

Im Rahmen des Green Mark Incentive Scheme for Existing Buildings (GMIS-EB) können finanzielle Zuschüsse für den energieeffizienten Umbau bestehender gewerblich genutzter Immobilien abgerufen werden. Mit dem Green Mark Incentive Scheme for Existing Buildings and Premises (GMIS-EBP) können private Hauseigentümer beziehungsweise kleine und mittlere Unternehmen, die die energieeffiziente Sanierung von Immobilien planen, finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Kredite und Zuschüsse

Das Energy Efficiency Improvement Scheme soll Industriefirmen und den Bausektor anregen, den Energieverbrauch zu überwachen und zu senken. Bei einer Energieuntersuchung können bis zu der Hälfte der Kosten übernommen werden. Bis Ende März 2014 wurden 282 Projekte im Wert von 7,9 Mio. Singapur Dollar (S$; etwa 25 Mio. Euro; 1 Euro = 1,733 S$ zum Wechselkurs März 2014) unterstützt.

Das Building Retrofit Energy Efficiency Financing (BREEF) Scheme stellt Inhabern von Gewerbeimmobilien günstige Kredite für die energieeffiziente Gebäudesanierung zur Verfügung. Der Grant for Energy Efficient Technologies unterstützt Unternehmer, die energieeffiziente Technologien in bestehende und neue Einrichtungen integrieren. Hierbei werden 20% der Kosten übernommen und bis März 2014 sind 51 Projekte mit 46 Mio. S$ unterstützt worden. Im Juli 2013 hat die Regierung die SME Energy Efficiency Initiative mit 17 Mio. S$ aufgelegt. Damit werden kleine und mittelständische Firmen unterstützt, die ihre Energienutzung kontrollieren und verbessern wollen, um über die folgenden drei Jahre mindestens 10% Einsparung zu erzielen.

Insgesamt besteht eine lange Liste an öffentlichen Fördermaßprogrammen. Der 2015 Guide to Singapore Government Funding and Incentives for the Environment führt 35 Programme auf. Diese sind teilweise sehr speziell und auch zum Teil schon ausgeschöpft.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Rainer Jaensch

17.11.2016

Staatliche Förderung in Tschechien setzt auf Zuschüsse der EU

In Tschechien gibt es eine Reihe staatlicher und europäischer Förderprogramme, die Hauseigentümer motivieren sollen, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen. Wichtigste Finanzquelle sind in der Regel die Operationellen Programme der aktuellen EU-Förderperiode, aus deren Budgets Ministerien und Regionalverwaltungen dann konkrete Förderprojekte bestreiten.

OP Zivotni prostredi (Umwelt)

Den größten Akzent auf Energieeffizienzmaßnahmen legt das EU-geförderte Operationelle Programm Umwelt. In der Prioritätsachse 2 ist als Ziel 1 festgelegt, die Emissionen aus lokalen Heizungsanlagen zu senken. Dazu gehört in erster Linie der Austausch alter Festbrennstoffkessel durch modernere Heizungsanlagen. Speziell gefördert werden dabei auch kombinierte Systeme unter Einsatz von erneuerbaren Energiequellen. Die Bezirksverwaltungen (kraj) sollen dafür Beihilfeprogramme erstellen, für die sie Förderung aus diesem EU-Programm erhalten.

Weitere Zuschüsse gibt es über die Prioritätsachse 5, spezifisches Ziel 1. Hier ist vorgesehen, den Energieverbrauch öffentlicher Gebäude zu senken und möglichst erneuerbare Energiequellen einzusetzen. Dafür will die EU über 500 Mio. Euro bereitstellen. Neben Wärmedämmung gibt es Zuschüsse für Wärmerückgewinnung und Nutzung von Abwärme, für Solarkollektoren, den Einsatz von Biomasse oder Wärmepumpen. Ausdrücklich sollen Projekte mit einer langen Amortisationsdauer gefördert werden. Bei Vorhaben mit schnelleren Investitionsrückflüssen - etwa dem Austausch von Heizkesseln oder der Regeltechnik - wird auf Instrumente wie das Energiespar-Contracting (EPC) verwiesen.

Für Neubauprojekte im öffentlichen Sektor ist das spezifische Ziel 2 der Prioritätsachse 5 bestimmt. Von Seiten der EU stehen dafür 20 Mio. Euro bereit. Bis 2023 sollen 216.000 qm Gebäudefläche nach Passivhausstandard errichtet werden.

OP Podnikani a inovace pro konkurenceschopnost (Unternehmen und Innovationen für Wettbewerbsfähigkeit / OPPIK)

Dieses ebenfalls EU-geförderte Programm soll die Konkurrenzfähigkeit der tschechischen Unternehmen stärken. Dazu gehört eine effizientere Nutzung von Energie (Prioritätsachse 3). Konkret werden Energiesparmaßnahmen an Industriegebäuden und anderen kommerziellen Immobilien der Unternehmen gefördert, etwa Wärmedämmung, Fensteraustausch, Erneuerung der Belüftungs- und Heiztechnik, Technologien zur Energierückgewinnung (Rekuperation) und zur Nutzung von Abwärme. Die ersten Aufrufe zum Einreichen von Anträgen werden im November 2016 veröffentlicht.

Integrovany regionalni operacni program (Integriertes regionales Operationelles Programm, IROP)

In diesem EU-Programm ist als spezifisches Ziel 2.5 die Senkung der Energieintensität im Wohnungssektor genannt. Dafür stehen im aktuellen Förderzeitraum 623 Mio. Euro Finanzmittel aus Brüssel zur Verfügung. Gefördert werden die Fassaden- und Dachsanierung sowie die Erneuerung der Heizungs- und Warmwasserversorgung, einschließlich Kesselersatz und Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Die Gebäude müssen mindestens vier Wohneinheiten haben und dürfen sich nicht in Prag befinden. Seit Juli 2016 läuft eine zweite Förderrunde für dieses Unterprogramm. Anträge werden bis November 2017 entgegen genommen.

OP Praha - pol rustu CR (Prag - Wachstumspol der Tschechischen Republik)

Dieses EU-Programm ist nur für Projekte in der Hauptstadt Prag vorgesehen. Es besteht aus vier Achsen, von denen sich die zweite mit Energieeinsparung und einer Optimierung des öffentlichen Verkehrs befasst. Städtische Einrichtungen und kommunale Betriebe können dafür Förderung beantragen. Unter anderem wird die Umwandlung von städtischen Gebäuden mit hohem Energieverbrauch in Niedrigenergiehäuser finanziell unterstützt. Dabei sollen ausdrücklich intelligente Steuerungssysteme zur Überwachung und Regelung der Haustechnik zum Einsatz kommen. Die EU übernimmt 50% der Kosten.

Nova zelena usporam (Neues Grünes Licht für Einsparungen)

Dieses Programm wird vom Staatlichen tschechischen Umweltfonds SFZP organisiert. Es finanziert sich über Verkaufserlöse für Emissionsrechte. Bis 2021 stehen 27 Mrd. Kc zur Verfügung. Bis Mitte Juni 2016 waren rund 5.200 Anträge für eine Fördersumme von 1 Mrd. Kc eingereicht worden.

Dank „Nova zelena usporam“ bekommen Eigenheimbesitzer Mittel für die energetische Sanierung ihrer Immobilien. Dazu gehören zum Beispiel Fassadendämmung, Beseitigung von Wärmebrücken, Fenster- und Türenaustausch, Keller- und Fußbodendämmung. Möglich ist ebenso eine Kombination mit solarthermischen Anlagen oder kleinen Photovoltaik-Modulen zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf. Häuslebauer können bis zu 450.000 Kc Zuschüsse beantragen, wenn sie ein Passivhaus unter Nutzung erneuerbarer Energiequellen errichten. In Mehrfamilienhäusern gibt es Finanzhilfen für die Fassadensanierung, den Austausch von Heizkesseln und den Einbau von Solartechnologie. Es ist geplant, das Programm künftig auf öffentliche Gebäude auszuweiten.

Kotlikove dotace (Heizkessel-Subvention)

In Kombination mit dem Programm „Nova zelena usporam“ wurde im Herbst 2015 die Subvention neuer Heizkessel gestartet. Denn schon ab 2022 dürfen in Tschechien auf Betreiben der EU keine Kessel der Emissionsklassen 1 und 2 mehr verwendet werden. Experten schätzen, dass derzeit noch etwa 500.000 solcher Heizanlagen in den Häusern installiert sind. Das Umweltministerium stellt daher 9 Mrd. Kc (330 Mio. Euro) aus dem EU-Programm „Umwelt“ bereit, um die Modernisierung der Heizungsanlagen voranzutreiben. Bis 2020 sollen damit mindestens 80.000 Kessel ersetzt werden. Je Förderantrag können maximal 150.000 Kc (5.500 Euro) geltend gemacht werden. Neben den Heizkesseln sind Kosten für Installation, Mess- und Regeltechnik, Gasleitungen und Honorare für Energiegutachter zuschussfähig. Beim Einsatz von Biomassekesseln und Wärmepumpen beträgt die Förderquote 80%, bei Gas-Brennwertkesseln 75% und bei Kohlekesseln 70%.

Efekt

Das Ministerium für Industrie und Handel (MPO) will mit dem Programm „Efekt“ die Öffentlichkeit über die Vorteile von Energieeinsparungen aufklären. Städte und Gemeinden bekommen finanzielle Unterstützung bei der Einführung eines Energiemanagements und bei EPC-Projekten (Energy Performance Contracting). Außerdem werden kleinere Pilotvorhaben zur Energieeffizienz gefördert. Das Budget für 2016 beträgt 80 Mio. Kc.

Program150

Über „Program150“ vergibt der staatliche Wohnungsbaufonds SFRB zinsgünstige Kredite an junge Familien mit Wohneigentum. Die Mittel können unter anderem für die Installation von Solarpanelen, Wärmepumpen oder neuer Belüftungstechnik aber auch für die Sanierung der Gebäudehülle verwendet werden. Maximale Kredithöhe sind 150.000 Kc.

Jessica

Die EU-Initiative „Joint European Support for Sustainable Investment in City Areas” (Jessica) wird in Tschechien vom Wohnungsbaufonds SFRB verwaltet. In einer Pilotphase standen 550 Mio. Kc für die Renovierung des Gemeinschaftseigentums von Mehrfamilienhäusern sowie von Sozialwohnungen zur Verfügung, die bereits verteilt wurden. Das Geld wird über langfristige Kredite mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren mit festem Zinssatz vergeben. Eine Aufstockung und Fortführung des Programms ist geplant.

Panel 2013+

Ziel dieses Programms ist die Sanierung von Mehrfamilienhäusern, unabhängig von der Bauweise (Plattenbau, Ziegelbauweise). Hauseigentümer und Wohnungsbaugenossenschaften bekommen zinsgünstige und langfristig laufende Kredite zur Modernisierung der Objekte. Förderfähig sind unter anderem Wärmedämmung, Dachisolierung, neue Heizungsregler und der Einbau von Verbrauchszählern. Im Jahr 2015 wurden 120 Förderanträge für mehr als 500 Mio. Kc gestellt. Das Budget für 2016 sieht Ausgaben von 600 Mio. Kc vor.

Programy Pro obce (Programme für die Gemeinden)

Der Staatliche Wohnungsbaufonds SFRB unterstützt Gemeinden mit diesem Programm bei der Sanierung des Wohnhausbestandes. Es handelt sich um Kredite mit 3% Verzinsung und 10 Jahren Laufzeit. Mindestens ein Fünftel der Gesamtförderung muss an private Hauseigentümer gehen. Ansonsten können Wohngebäude in kommunalem Eigentum saniert werden. Die maximale Förderung beträgt 50% der berechtigten Kosten. Förderfähig sind Maßnahmen wie Wärmedämmung, Fensteraustausch, Solaranlagen oder Wärmepumpen sowie die gesamte technische Infrastruktur.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Gerit Schulze

17.11.2016

Subventionen und Kredite aus spanischen und EU-Fördertöpfen

Neben den bautechnischen Normen gibt es verschiedene Förderprogramme, auch unter Einbezug von EU-Mitteln, um energieeffiziente Gebäudesanierung attraktiver zu machen. Die Nachfrage tut sich noch schwer. Immerhin hat Spanien eine tiefe Rezession hinter sich, ist hochverschuldet und immer noch ein Fünftel der Erwerbsfähigen haben keine Arbeit. Energieeffizienzmaßnahmen werden durch ihre Umsetzung in Kostenersparnis zur Zeit vor allem von Unternehmen gefragt. Die Verringerung der hohen Heiz- und Stromkosten wird aber auch im Wohnsektor immer mehr zum Anliegen. Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten, die es früher gab, sind im Zuge der Haushaltsprobleme eingestellt worden. Die Branche hält sie für wesentlich, um die Energieeffizienz anzuschieben.

Die politische Blockade, in die Spanien nach den ersten Parlamentswahlen Ende Dezember 2015 geriet, ließ neue und entschiedenere Impulse für den energieeffizienten Bau im Jahr 2016 vorerst ausbleiben, während zentrale Förderprogramme zur Gebäudeenergieeffizienz ausliefen. Es bedarf einer handlungsfähigen Regierung, um das Budget 2017 zu verabschieden und Nachfolgeprogramme zu entwickeln.

Überwiegend Wohneigentümergemeinschaften beantragen Förderung

Etwa für das Förderprogramm zur energetischen Sanierung von privaten und öffentlichen Gebäuden. Als PAREER-CRECE wurde es im Mai 2015 über den Rahmen von Wohngebäuden und Hotels hinaus erweitert. Verantwortet wird es von dem zum Industrieministerium gehörenden Institut für Diversifizierung und Einsparung von Energie (IDAE). Im Mai 2016 wurde die Annahme neuer Anträge eingestellt. Die meisten Projektanträge betrafen mit 1.673 die Gebäudehülle, bei 407 ging es um die Verbesserung der thermischen und der Beleuchtungsinstallationen; 116 sahen den Ersatz konventioneller thermischer Installationen durch Biomasseanlagen, 58 durch Geothermie vor. Insgesamt geht es um ein Investitionsvolumen in Höhe von 454,0 Mio. Euro. Bis zum 30. August 2016 waren bereits 143 Mio. Euro der vorhandenen Mittel von 200 Mio. Euro an direkter Förderung zugesprochen worden. Zu 80% handelte es sich bei den Bewerbern um Eigentümergemeinschaften. Beantragt werden konnten je nach Projekt 30.000 bis 4 Mio. Euro, wobei sowohl direkte Subventionen, als auch günstige Kredite möglich waren.

Hinzu kommt der Plan für einen nachhaltigeren Mietwohnungsbau (Plan Estatal de Vivienda 2013-16). Hier fließen von Seiten des Ministeriums für Bauwesen 418 Mio. Euro an Fördermitteln über Verträge mit den Autonomen Regionen sowie den Städten Ceuta und Melilla in lokale Projekte. Ein Kernpunkt ist die Förderung der energetischen Gebäude- und Stadtviertelsanierung. Betroffen sind kollektive Wohngebäude von vor 1981. Die Hilfen können bis zu 1,2 Mio. Euro pro Projekt betragen. Übernommen werden bis zu 35% der Sanierungskosten bis zu einem Maximum von 11.000 Euro pro Wohnung und 30.000 pro neu gebauter Wohnung, die eine abgerissene ersetzt. Die Subvention erfolgt nur, wenn die jährliche Energienachfrage sich um mindestens 30% gegenüber dem Vorzustand verbessert.

Eine jährlich neu aufgelegte Kreditlinie der offiziellen Förderbank ICO "Empresas y Emprendedores" kann auch 2016 von Privatpersonen, Eigentümergemeinschaften und Organisationen von Eigentümergemeinschaften in Anspruch genommen werden, um Wohnungen und Gebäude zu sanieren oder gemeinsam genutzte Räume zu renovieren.

Der Fonds Jessica FIDAE wird aus EU-Mitteln und staatlichen Mitteln kofinanziert und über die Europäische Investitionsbank kanalisiert. Er finanziert mit 123 Mio. Euro Projekte einer nachhaltigen urbanen Entwicklung mit verbesserter Energieeffizienz unter der Nutzung erneuerbarer Energien. Die Linien laufen über die Banken Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, Banco de Santander und GED Infrastructure. Die Antragsfrist lief im Juni 2016 aus.

In den Regionen finden sich Programme zum Austausch von Heizkesseln (häufig unter dem Schlagwort Renove) oder im Fall von Wohneigentumsgenossenschaften zur Anschaffung von Heizkostenverteilern und intelligente Zählern, um den Verbrauch individuell erkennbar zu machen.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Miriam Neubert

17.11.2016

Thailand fördert steuerlich und direkt

Für die Umsetzung des EEDP wurden drei Strategien mit insgesamt zehn Maßnahmen definiert. Die Strategien sind verbindlich, freiwillig oder komplementär. So werden ausgewählte Fabriken oder Gebäude verpflichtet, ein Energiemanagementsystem vergleichbar mit ISO 500001 einzurichten und jährlich einen Report an das DEDE abzuliefern. Zudem müssen neue oder restaurierte Gebäude mit einer Gesamtfläche von 2.000 qm oder mehr nach spezifischen Anforderungen des Building Energy Code entworfen werden.


EEDP in Strategien und Maßnahmen

Verbindliche Strategien

Freiwillige Strategien

Komplementäre Strategien

Standards zur Energiekonservierung in ausgewählten Fabriken und Gebäuden

Finanzielle Anreize

Forschung und Entwicklung in EE-Technologien

Building Energy Code

Förderung von (LED)

Entwicklung von Humankapital

Standards und Labeling (HEPS/MEPS)

Energiesparmaßnahmen im Transportsektor

Werbung und Öffentlichkeitspflege zur Energiekonservierung

Energy Efficiency Resources Standard (EERS)

Quelle: DEDE


Die erste der drei Maßnahmen in der freiwilligen Strategie besteht in der Bereitstellung von finanziellen Anreizen über den ESCO Fund, den Revolving Fund sowie steuerliche oder direkte Anreize. An zweiter Stelle steht die Förderung von Light Emitting Diode (LED) für Straßenbeleuchtungen und Regierungsgebäude sowie die Bewerbung im Wohnungs-, Geschäfts- und Industriesektor über den Preismechanismus. Die dritte Maßnahme schließlich zielt ab auf Energieeinsparungen im Transportsektor durch höhere Effizienz bei Pkw, Lkw und Bussen sowie der Verbesserung der Transportinfrastruktur.

Förderfonds für den Kauf von energiesparenden Maschinen

Für die Beschaffung von energiesparenden Maschinen und Ausrüstungen lancierte das DEDE einen neuen Fonds an weichen Krediten über umgerechnet etwa 280 Mio. $. Die Mittel stammen zu 45% aus dem Energy Conservation Fund und zu 55% von den acht involvierten Geschäftsbanken. Über Hundert klein- und mittelständische Unternehmen nahmen den Fonds bisher in Anspruch - überwiegend für die Auswechslung von Klimaanlagen und Kühlaggregaten sowie die Beschaffung von LED oder smarten Motoren. Wegen der hohen Nachfrage dürfte der Kreditplafonds 2018 ausgeschöpft sein und eventuell aufgestockt werden. Die Energieersparnis wird hierbei auf rund 200 ktoe pro Jahr geschätzt.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Waldemar Duscha

17.11.2016

Vereinigte Arabische Emirate erwägen Anreize für Gebäudeeffizienz

Förderprogramme oder andere staatliche Anreize für den Bau energieeffizienter Gebäude oder die Sanierung zum Effizienzhaus gibt es in den VAE noch nicht, werden dem Vernehmen nach aber diskutiert. Die VAE konzentrieren ihre Bemühungen im Bereich Energie noch auf erneuerbare Energien, insbesondere auf Solarenergie.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Katrin Pasvantis

17.11.2016

Zahl der japanischen Förderprogramme nimmt allmählich zu

Bislang existieren für den Gebäudebereich hauptsächlich Vorgaben auf freiwilliger Basis, was sich allerdings in den kommenden Jahren ändern soll. Ferner erfolgt die Förderung insbesondere auf regionaler Ebene (in Präfekturen sowie auf kommunaler Ebene) nicht immer einheitlich.

Verschiedene Formen von Steuererleichterungen und günstigen Krediten existieren in unterschiedlichem Ausmaß in den einzelnen Präfekturen und Städten. Beispielsweise handelt es sich dabei um Anreize für neue Gebäude, die mindestens 10% unterhalb der im Energy Conservation Law vorgegebenen Energiesparstandards liegen.

Im Jahr 2013 richtete das METI einen Fonds für die Nutzung von energieeffizientem Baumaterial sowie die Förderung von Zero Energy Houses sowie Zero Energy Buildings in Höhe von 11,0 Mrd. Yen ein. Die jährlich zur Verfügung stehenden Subventionsgelder werden jeweils neu festgelegt.

Top Runner-Programm integriert Baumaterialien

Das Top Runner-Programm wurde im Jahr 1999 initiiert und war in den ersten Jahren hauptsächlich darauf ausgerichtet, die Effizienz in der Industrie sowie im Transportsektor zu erhöhen. Standards für Energieeffizienz für zahlreiche Elektroerzeugnisse wurden zunächst aufgenommen und danach modifiziert.

Seit 2012 sind Baumaterialien Teil des Top Runner-Programms. Im November 2014 nahm die Regierung auch Fenster und Fensterrahmen auf. Dies wurde als wichtige Maßnahme gesehen, um im Gebäudesektor auch im passiven Bereich die Energieeffizienz zu erhöhen und auch einen ersten Schritt in Richtung Nullenergie- oder Passivhäuser zu nehmen, denen bislang eher der Charakter von Vorzeigemodellen vorenthalten bleibt. Dämmmaterialien gehören bislang noch nicht zum Programm.

Ökopunkte für gutes Klima

Das bekannteste staatliche Förderprogramm im Rahmen der Energieeffizienz ist das im Jahr 2010 zusammen von MLIT, METI sowie dem Ministry of the Environment gestartete Eco Point Program. Dies beinhaltet die Vergabe von Ökopunkten, sobald bei einem Neubau oder einer Modernisierung energiesparende Maßnahmen wie Dämmung, Solaranlagen oder Doppelverglasung zur Anwendung kommen.

Die Punkte können dann im Gegenzug gegen Gutscheine beispielsweise für energiesparende Elektrogeräte eingetauscht werden. Gelder für das Eco Point Program stehen bei Haushaltsdiskussionen auf dem Prüfstand. Sie sind teilweise auch Bestandteil von Konjunkturpaketen der Regierung.

Erst 2015 wurde das Programm neu aufgelegt. Dabei geht es auch um die regionale Wirtschaftsförderung, indem Eco Points gegen lokale Produkte eingetauscht werden. Kritikern zufolge reichen diese Anreize bislang bei weitem nicht aus. Außerdem wird gefordert, im Rahmen des Programms an Stelle von Anreizen lieber mit verbindlichen Vorgaben zu arbeiten.

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Text: Michael Sauermost

17.11.2016

Zahlreiche US-Förderinstrumente auf föderalen Ebenen

Die Energieeffizienz im Gebäudesektor wird in den USA auf nationaler, bundesstaatlicher und kommunaler Ebene durch ein Vielzahl von Aktivitäten gefördert. Dazu gehören neben Haustechnikstandards und Building Codes auch eine breite Palette finanzieller Fördermaßnahmen, wie etwa die Gewährung von Steuervorteilen, Förderkrediten oder Investitionszuschüssen. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe nicht-finanzieller Förderinitiativen. Beispiele auf der Bundesebene sind das Energy-Star-Programm oder auch die prominente Better-Buildings-Initiative.

Im August 2016 listete die Database of State Incentives for Renewables & Efficiency (DSIRE) auf ihrer Website 28 relevante Bundesaktivitäten auf. Der Großteil davon betraf Förderdarlehen und Steueranreize. Wichtige steuerliche Instrumente laufen allerdings nur noch bis zum Jahresende 2016. Ob und wann es hier zu einer möglichen Verlängerung kommen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Haushaltsstreitigkeiten im US-Kongress haben in der Vergangenheit immer wieder für Diskontinuitäten in der Energieeffizienzförderung gesorgt.


Wichtige Bundesförderinstrumente für Investitionen in die Gebäudeenergieeffizienz

Maßnahme

Förderung

Geförderte Technologie

Weitere Informationen

Residential Energy Efficiency Tax Credit

Personal Tax Credit in Höhe von maximal 500 US$

Biomasseöfen, Wasserheizungen, Kessel, Wärmepumpen, A/C, Wärmedämmung, Fenster, Dächer

http://programs.dsireusa.org/system/program/detail/1274

Residential Renewable Energy Tax Credit

Personal Tax Credit in Höhe von 30% der Kosten

Solarenergiesysteme, geothermische Wärmepumpen, Brennstoffzellen, Kleinwindkraft

http://programs.dsireusa.org/system/program/detail/1235

Business Energy Investment Tax Credit (ITC)

Corporate Tax Credit von 10 bis 30% der Kosten

Solarenergiesysteme, geothermische Wärmepumpen, KWK, Brennstoffzellen, Kleinwindkraft

http://programs.dsireusa.org/system/program/detail/658

Energy-Efficient New Homes Tax Credit for Home Builders

Corporate Tax Credit, 1.000 bis 2.000 US$ (abhängig von Energieeinsparung und Gebäudetyp)

variabel (maßgeblich ist die Effizienz des Gesamtgebäudes)

http://programs.dsireusa.org/system/program/detail/1272

Energy-Efficient Commercial Buildings Tax Deduction

Corporate Tax Deduction, 0,30 bis 1,80 US$/Quadratfuß (abhängig von Energieeinsparung und Technologie)

Wärmedämmung, Wasserheizungen, Beleuchtung, Heiz-, Klima- und Belüftungstechnik Fenster, Dächer, etc.

http://programs.dsireusa.org/system/program/detail/1271

Energy-Efficient Mortgages

Förderdarlehen für neue und bestehende Häuser

Solarenergie, aktiv und passiv

http://programs.dsireusa.org/system/program/detail/742

Quelle: DSIRE (Datenbankabruf am 22.8.16)


Kaum zu überschauen ist die Vielzahl an Fördermaßnahmen, die von den Bundesstaaten, Kommunen und örtlichen Energieversorgern offeriert werden. Eine umfassende Zusammenstellung mit Suchmechanismus findet sich in der bereits erwähnten DSIRE-Datenbank.

Immerhin 25 US-Staaten hatten sich per Stand Mai 2016 spezielle Energieeffizienzziele auferlegt. Besonders ambitioniert in Sachen Energieeffizienz sind nach der „Scorecard“ des American Council for an Energy-Efficient Economy (ACEEE) Massachusetts, Kalifornien, Vermont, Rhode Island und Oregon. Im Ranking der Städte sieht der ACEEE Boston, New York City, Washington D.C., San Francisco und Seattle als sehr vorbildlich.

Die Exportinitiative Energie des BMWi unterstützt deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien, intelligente Netze und Speicher auf dem Weg in neue Auslandsmärkte.


Text: Martin Wiekert

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